{"id":10492,"date":"2014-02-05T12:05:01","date_gmt":"2014-02-05T10:05:01","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=10492"},"modified":"2014-02-06T20:06:35","modified_gmt":"2014-02-06T18:06:35","slug":"abtreibung-das-aber-ist-nichts-anderes-als-mord","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=10492","title":{"rendered":"&#8222;Das aber ist nichts anderes als Mord!&#8220;"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Stimmen aus der Kirchengeschichte zur Abtreibung<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>\u00a0Athenagoras:<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8222;Wir sagen doch, dass die Frauen, die Abtreibungsmittel an\u00adwenden, M\u00f6rderinnen sind und vor Gott Rechenschaft f\u00fcr ihre Abtreibung ablegen m\u00fcssen &#8211; wie sollten wir dann f\u00e4hig sein, Menschen umzubringen? Denn derselbe Mensch kann nicht einerseits glauben, auch das Kind im Mutterleib sei schon ein Lebewesen und liege deshalb Gott am Herzen, und andererseits das Kind, wenn es zur Welt gekommen ist, t\u00f6ten; und er kann auch nicht einerseits verbieten, ein Neugeborenes auszu\u00adsetzen, weil diejenigen, die Kinder aussetzen, nach unserer Auffassung Kindesm\u00f6rder sind, es andererseits aber, wenn es aufgezogen worden ist, umbringen. \u00a0Wir sind aber gleich und konsequent in allen unseren Handlun\u00adgen, denn wir dienen der Vernunft und tun ihr keine Gewalt an.&#8220;<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><i>Athenagoras, Apologia pro Christiana, 35 (177 n. Chr.)<\/i><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b><br \/>\nTertullian:<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8222;Wir aber d\u00fcrfen, weil Mord ein f\u00fcr alle Mal untersagt ist, auch die im Mutterleib empfangene Leibesfrucht nicht zerst\u00f6ren, \u00a0w\u00e4hrend noch Blut f\u00fcr einen neuen Menschen abgezweigt wird. Es ist ein vorweggenommener Mord, wenn man eine Geburt verhindert, und es ist nicht ausschlaggebend, ob man einer Seele, die schon geboren ist, das Leben nimmt oder eine, die gerade geboren wird, vernichtet. Ein Mensch ist auch, wer erst k\u00fcnftig ein Mensch sein soll; auch sonst ist jede Frucht schon in ihrem Samen enthalten.&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><i>Tertullian, Apologeticum 9,8 (197 n. Chr.)<\/i><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b><br \/>\nMinucius Felix: <\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8222;nicht bei uns, &#8230; aber bei euch sehe ich, wie die neugeborenen Kinder ausgesetzt werden; dass manche Frauen durch eingenommene Arzneimittel den Keim k\u00fcnftigen Lebens vernichten und einen Kindsmord begehen.&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Minucius Felix, Dialog Octavius, 30. Kapitel (sp\u00e4tes 2. Jhdt., fr\u00fches 3. Jhdt.)<br \/>\n<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b><br \/>\nBasilius von C\u00e4sarea:<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8222;Eine Frau, die absichtlich die Leibesfrucht abtreibt, macht sich eines Mordes schuldig. Eine spitzfindige Unterscheidung zwischen der Leibesfrucht vor und nach der Geburt gibt es nicht. &#8230; Die Frau gef\u00e4hrdet sich selbst, und dazu kommt die Vernichtung des Embryos, der zweite, beabsichtigte Mord.&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Basilius von C\u00e4sar\u00e4a (Brief an Amphilochius von Ikonium (374 n. Chr.)<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b><br \/>\nDietrich Bonhoeffer: <\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8222;Die T\u00f6tung der Frucht im Mutterleib ist Verletzung des dem werdenden Leben von Gott verliehenen Lebensrechtes. Die Er\u00f6rterung der Frage, ob es sich hier schon um einen Menschen handele oder nicht, verwirrt nur die einfache Tatsache, da\u00df Gott hier jedenfalls einen Menschen schaffen wollte und da\u00df diesem werdenden Menschen vors\u00e4tzlich das Leben genommen worden ist. Das aber ist nichts anderes als Mord.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Da\u00df die Motive, die zu einer derartigen Tat f\u00fchren, sehr verschieden sind, ja da\u00df dort, wo es sich um eine Tat der Verzweiflung in h\u00f6chster menschlicher oder wirtschaftlicher Verlassenheit und Not handelt, die Schuld oft mehr auf die Gemeinschaft als auf den einzelnen f\u00e4llt, da\u00df schlie\u00dflich gerade in diesem Punkt Geld sehr viel Leichtfertigkeit zu vertuschen vermag, w\u00e4hrend gerade bei den Armen auch die schwer abgerungene Tat leichter ans Licht kommt, dies alles ber\u00fchrt unzweifelhaft das pers\u00f6nliche und seelsorgerische Verhalten gegen\u00fcber den Betroffenen ganz entscheidend, es vermag aber an dem Tatbestand des Mordes nichts zu \u00e4ndern.&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em> Dietrich Bonhoeffer, Ethik, 8. Auflage, M\u00fcnchen 1975, Seite 187<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Stimmen aus der Kirchengeschichte zur Abtreibung \u00a0Athenagoras: &#8222;Wir sagen doch, dass die Frauen, die Abtreibungsmittel an\u00adwenden, M\u00f6rderinnen sind und vor Gott Rechenschaft f\u00fcr ihre Abtreibung ablegen m\u00fcssen &#8211; wie sollten wir dann f\u00e4hig sein, Menschen umzubringen? 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