{"id":10433,"date":"2014-01-23T00:16:25","date_gmt":"2014-01-22T22:16:25","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=10433"},"modified":"2014-01-23T00:16:25","modified_gmt":"2014-01-22T22:16:25","slug":"bildungsarmer-bildungsplan","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=10433","title":{"rendered":"Bildungsarmer Bildungsplan"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000; font-family: Times New Roman; font-size: medium;\">Das Ministerium f\u00fcr Kultus, Jugend und Sport Baden-W\u00fcrttemberg hat im Kontext mit den f\u00fcnf Leitprinzipien des Bildungsplans 2015 \u201eum Stellungnahmen und R\u00fcckmeldungen zu der Arbeitsfassung\u201c bis Ende Januar<i> <\/i>gebeten. Als jahrzehntelangem B\u00fcrger Baden-W\u00fcrttembergs, dem ich mit meiner Familie viel zu verdanken habe, ist mir das Wohl der dortigen Bev\u00f6lkerung ein Anliegen. Nach meiner \u00dcberzeugung enth\u00e4lt die Bildungsplanreform mit den Leitprinzipien durchaus konstruktive Ideen, ist aber leider tendenzi\u00f6s und damit \u00fcberwiegend problematisch. Ich erlaube mir, auf folgende Gesichtspunkte hinzuweisen:<!--more--><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b><span style=\"color: #000000; font-family: Times New Roman; font-size: medium;\">Guter Ansatz<\/span><\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000; font-family: Times New Roman; font-size: medium;\">Die f\u00fcnf Untertitelungen von der beruflichen Orientierung bis zur Verbraucherbildung gefallen mir gut. Begriffe wie Selbstbestimmung, Vorurteilsfreiheit, Werthaltungen, Respektieren, Menschenrechte oder eigene Bed\u00fcrfnisse sind allemal f\u00f6rderungswert. Vor allem ist und bleibt es wichtig, dass Minderheiten in alternativen Lebensformen nicht diskriminiert werden. Eine solche Haltung erachte ich als Jurist f\u00fcr selbstverst\u00e4ndlich; dies sollte f\u00fcr jeden Staatsb\u00fcrger auch so sein. Wichtig dabei ist \u2013 gerade f\u00fcr die p\u00e4dagogische Authentizit\u00e4t \u2013, wahrheitstreu vom Lateinischen \u201ediscriminare\u201c, also \u201eunterscheiden\u201c, auszugehen und sich nicht modischen Begriffsverbiegungen zu unterwerfen. Nicht zu verkennen ist, dass heute die \u201eGleichheit\u201c der \u201eFreiheit\u201c vorgezogen wird; im Kontext mit den Gerechtigkeitsbestrebungen zugunsten sexueller Orientierungen steht die \u201e\u00c9galit\u00e9\u201c der Franz\u00f6sischen Revolution leider zu sehr im Vordergrund: Es kommt dem unbefangenen Leser so vor, als ob mit der Guillotine einerseits der Kopf und andererseits auch die F\u00fc\u00dfe abgetrennt werden sollen, um alle Menschen gleich gro\u00df zu machen. In meinem Buch \u201eHilfe, wir werden diskriminiert!\u201c (sdv-Verlag) habe ich auf die Erforderlichkeit der Differenzierung aufmerksam gemacht. <\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b><span style=\"color: #000000; font-family: Times New Roman; font-size: medium;\">Unverzichtbare Aufkl\u00e4rung<\/span><\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000; font-family: Times New Roman; font-size: medium;\">Hilfreich ist allemal eine sensible Aufkl\u00e4rung der Sch\u00fclerschaft gerade im Hinblick auf die Sexualit\u00e4t. Vor allem ist die \u201eMedienbildung\u201c unverzichtbar, da die Vierte Gewalt eine erhebliche Neigung zur Indoktrination der Bev\u00f6lkerung offenbart. Eine \u00dcberpointierung sexuellen Wissens und Handelns stellt f\u00fcr die Meinungsmacher eine gro\u00dfe Versuchung dar. Sie sind nicht nur dominant, sondern auch befangen, denkt man etwa an deren Familiensinn: Die Ehescheidungsquote ist bei ihnen \u00fcberdurchschnittlich hoch; Kinder haben sie im Bereich von nur einem Viertel der ohnehin geringen Zahl der in Deutschland geborener Abk\u00f6mmlinge. Man k\u00f6nnte fast von einer medialen Inkompetenz sprechen. Das wird bereits deutlich in den Titulierungen der Leitmedien zur Petition \u201eKein Bildungsplan 2015 unter der Ideologie des Regenbogens\u201c. Beim \u201eStern\u201c hei\u00dft es: \u201ePetitionen gegen Homosexualit\u00e4t als Schulthema\u201c, w\u00e4hrend es in Wirklichkeit nur um die ideologische \u00dcberh\u00f6hung geht. Der \u201eSpiegel\u201c schreibt, die Initiative \u201ehetzt gegen sexuelle Toleranz\u201c; \u00e4hnlich meint die \u201eS\u00fcddeutsche Zeitung\u201c, der verantwortliche Lehrer habe etwas \u201ewider die Toleranz\u201c veranlasst. Bei intellektueller Redlichkeit wird deutlich, dass es in der Petition um die Unterscheidung zwischen dem Respekt gegen\u00fcber alternativ sexuell Orientierten und der F\u00f6rderung dessen geht, was jahrhundertelang als unmoralisch oder gar pervers angesehen worden ist. Die Journalisten wirken hilf- und ratlos; sie haben ihre Aufgabe v\u00f6llig verfehlt: Anstatt die Urheber des Bildungsplans zu kritisieren und sich mit der Petition intellektuell auseinanderzusetzen, werden die Kritiker ver\u00e4chtlich gemacht.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b><span style=\"color: #000000; font-family: Times New Roman; font-size: medium;\">Vorrangige Gesundheit<\/span><\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000; font-family: Times New Roman; font-size: medium;\">Die \u201eGesundheitsf\u00f6rderung\u201c ist in jeder Hinsicht zu begr\u00fc\u00dfen. Das passt auch zur Regierungskoalition, da speziell die Gr\u00fcnen zu Recht auf Gefahren durch Luftverschmutzung oder L\u00e4rmbel\u00e4stigung aufmerksam machen und ihnen gerade die Nachhaltigkeit ein Grundanliegen ist. Das Engagement etwa f\u00fcr sauberes Wasser, nat\u00fcrliche Nahrung oder biologischen Anbau ist lobenswert. Allerdings besteht im Hinblick auf diesen gro\u00dfen Einsatz f\u00fcr die Natur ein Widerspruch, wenn \u2013 vielleicht auch nur unbewusst \u2013 das Verst\u00e4ndnis z. B. f\u00fcr gleichgeschlechtlich Empfindende \u00fcberbetont wird. Wenn das Robert-Koch-Institut permanent auf die f\u00fcrchterlichen Folgen homosexueller Praxis hinweist, dann gibt das Anlass zu Bedenken. 75\u00a0% der Aids-Kranken sind homosexuell aktive M\u00e4nner, bei den Syphilis-Patienten sind es gar 80 %. Hier w\u00fcrde man zur Gesundheitsf\u00f6rderung von den Gr\u00fcnen doch eher ein vorsichtiges Abraten von homosexueller Praxis erwarten. Die von ihnen immer behauptete \u201egleichgeschlechtliche Identit\u00e4t\u201c ist wissenschaftlich \u00fcberhaupt nicht nachgewiesen. H\u00e4lt man sich noch die christlich-abendl\u00e4ndische Kultur vor Augen, so wird auch ein Ministerpr\u00e4sident Kretschmann als bekennender Katholik einr\u00e4umen m\u00fcssen, dass biblische warnende \u00c4u\u00dferungen wie etwa im neutestamentlichen R\u00f6mer-Brief Kap. 1 bis heute nicht widerlegt worden sind. Zur Korrektur, ja zur Umkehr gen\u00fcgt nicht die Erkenntnis der Bildungspolitischen Sprecherin der Gr\u00fcnen, im Bildungsplan bef\u00e4nden sich \u201eungl\u00fcckliche Formulierungen\u201c. Regierungen, an denen Gr\u00fcne beteiligt sind, m\u00fcssen aufpassen, dass ihr Vorpreschen nicht letztlich zu Experimenten mit Menschen (Goethes \u201eFaust\u201c: Homunkulus) f\u00fchrt. <\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b><span style=\"color: #000000; font-family: Times New Roman; font-size: medium;\">Leichtfertige Bildungsverantwortliche<\/span><\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000; font-family: Times New Roman; font-size: medium;\">Nun k\u00f6nnte dem Kultusministerium Aufwind bieten das hochstilisierte<i> <\/i>Coming-Out des Fu\u00dfballprofis Thomas Hitzlsperger. Mit Hilfe der Medien ist es in Deutschland zu einem Jubelschrei gekommen. Dabei hat dieser nicht mehr aktive<i> <\/i>Nationalspieler nur etwas getan, was bei Politikern oder Schauspielern zur Selbstverst\u00e4ndlichkeit geworden ist, n\u00e4mlich das Bekenntnis gleichgeschlechtlichen Empfindens. Dass durch seine \u00c4u\u00dferungen eine Diskussion entfacht wurde, best\u00e4tigt prinzipiell das Anliegen des Kultusministeriums, n\u00e4mlich noch bestehenden Ressentiments in der Gesellschaft gegen\u00fcber Homosexuellen \u00fcber schulische Lehrpl\u00e4ne etwas entgegenzusetzen. Es fragt sich nur, ob z. B. die Online-Petition \u201eZukunft \u2013 Verantwortung \u2013 Lernen: Kein Bildungsplan 2015 unter der Ideologie des Regenbogens\u201c zu Recht von Herrn Kultusminister Andreas Stoch (SPD) als \u201efalsch und diskriminierend\u201c eingeordnet werden kann. Zur Bildung \u2013 gerade im Sinne des noch nicht ausgemerzten Humboldt\u2019schen Ideals \u2013 geh\u00f6rt auch die sprachliche Selbstdisziplin, nicht zu schnell von Minderheiten und ideologisierten Journalisten gepr\u00e4gte Wortumdeutungen zu \u00fcbernehmen. Der Initiator Gabriel St\u00e4ngle hat das eines P\u00e4dagogen W\u00fcrdige getan, n\u00e4mlich \u201eunterschieden\u201c, und zwar ohne etwa Homosexuelle und andere sexuell alternativ Lebende zu diskreditieren oder gar zu desavouieren. Das Kultusministerium setzt sich insoweit dem Verdacht aus, dass es sich von einer umstrittenen Ideologie beherrschen l\u00e4sst. Wenn der Realschullehrer auf Gesundheitsgef\u00e4hrdungen durch homosexuelle Praktiken hinweist, so entspricht das dem heutigen wissenschaftlichen Standard. Gleichwohl bleibt Kultusminister Andreas Stoch offensichtlich trotz der M\u00e4ngel unbeeindruckt. <\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b><span style=\"color: #000000; font-family: Times New Roman; font-size: medium;\">Verwirrte Fu\u00dfballwelt<\/span><\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000; font-family: Times New Roman; font-size: medium;\">Der f\u00fcr die Bildungsplaner ein wenig herabsetzend erscheinende von St\u00e4ngle verwendete Begriff \u201eUmerziehung\u201c wird bereits durch die modische Auslegung des Begriffs \u201ediskriminierend\u201c unterstrichen, erst recht durch Abstempelungen als \u201ehomophob\u201c. Wenn bislang mehr als 100 000 Mitb\u00fcrger \u2013 auch \u00fcber Baden-W\u00fcrttemberg hinaus \u2013 sich \u00fcber die p\u00e4dagogischen Ideen Sorgen machen, so sollten Bildungsministerien den demokratischen Geist positiv bewerten. Es kommen diese aus der Mitte der Gesellschaft \u2013 anders als etwa bei den Lobbyisten des Netzwerks LSBTTI.<b> <\/b>Gerade bei Hitzlsperger ist zu ber\u00fccksichtigen, dass \u2013 wie den Leitmedien zu entnehmen ist \u2013 er gem\u00e4\u00df seinem Bekenntnis nach acht Jahren des Zusammenseins mit einer Freundin erst vor ca. drei Jahren (also mit 28) das Bewusstsein erlangt habe, er liebe M\u00e4nner, woraus sich schlie\u00dfen l\u00e4sst, dass zumindest gar nicht eindeutig ist, es handele sich insoweit um etwas biologisch Angelegtes. Selbst der Deutsche Fu\u00dfballbund agiert auf die Ver\u00f6ffentlichung des Nationalspielers \u201eseltsam unsicher\u201c, worauf \u201eDer Spiegel\u201c verweist. Das Kultusministerium geht offensichtlich etwas zu forsch vor und l\u00e4sst sich als Zweite Gewalt allzu sehr von der Vierten lenken, denkt man nur an die total einseitige Berichterstattung zum Outing; so hatte Maybritt Illner (ZDF) am 05. Januar ausschlie\u00dflich Jubler eingeladen; \u201ettt\u201c (ARD) z\u00fcrnte \u00fcber die vermeintliche \u201eHomophobie\u201c, die bei den Deutschen noch tief s\u00e4\u00dfe; der Gemeinschaftssender 3sat sprach in der \u201eKulturzeit\u201c vom 13. Januar \u00fcber die Fu\u00dfballwelt, welche das Grundgesetz missachte, das ja die sexuelle Identit\u00e4t sch\u00fctze. Gerade dieser Elite-Sender hat sich an unserer Zivilisation und an unserem Recht vergangen, denn einerseits ist diese<b> <\/b>Konkretion in unserer Verfassung nicht vorhanden, andererseits wurden die Unterzeichner der Petition begr\u00fcndungslos in die fundamentalistische Ecke gedr\u00e4ngt \u2013 ein Spitzenbeispiel wahrheitswidriger Behauptungen und ideologisch motivierter Rechtsunkenntnis. Die Erfahrung zeigt: Die Ausgrenzung gilt nicht dieser Gruppe, sondern ausschlie\u00dflich \u2013 und zwar zu Recht \u2013 den P\u00e4dophilen.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b><span style=\"color: #000000; font-family: Times New Roman; font-size: medium;\">Juristische Kunstfehler<\/span><\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000; font-family: Times New Roman; font-size: medium;\">Bereits aus diesen Gr\u00fcnden ist der Anteil der positiven \u00c4u\u00dferungen \u00fcber die geschlechtliche Orientierung offensichtlich \u00fcberh\u00f6ht, das Warnungspotenzial erscheint fast als unterdr\u00fcckt. Der Jurist hat die unfreundlichen Definitionen zum \u201eL\u00fcgenparagrafen\u201c 263 StGB im Hinterkopf. Es geht bei der Unwahrheit nicht nur um falsche \u00c4u\u00dferungen, sondern auch um Entstellungen, Unterlassungen und Unterdr\u00fcckungen. Hier wird der Bev\u00f6lkerung die nicht so positive Seite der neuen Lebensformen vorenthalten, obgleich eine Rechtspflicht zur Aufkl\u00e4rung besteht. Aus rechtlicher Perspektive kommt hinzu: Der Bildungsplan kommt in einen erheblichen Konflikt mit Artikel 16 der Landesverfassung. Danach muss die Erziehung der Kinder sich an christlichen und abendl\u00e4ndischen Bildungs- und Kulturwerten orientieren. Kinder sind in der \u201eEhrfurcht vor Gott\u201c zu erziehen. Das ist gewiss in den unter Ziff. 1 genannten Titulierungen der Fall, aber insoweit bestehen erhebliche Defizite, wenn es um das Detail geht. Das Kultusministerium \u00fcbersieht auch, dass bestimmte politische Kr\u00e4fte wirklich \u201escharf darauf sind\u201c, Kinder und Jugendliche m\u00f6glichst fr\u00fch zu sexualisieren; entsprechende Passagen m\u00fcssten insoweit verantwortungsbewusst \u201eabgeklopft\u201c werden. Es gibt Untersuchungen, welche darauf verweisen, dass die Gefahr des sexuellen Kindesmissbrauchs bei homosexuell Orientierten ein Dutzend mal h\u00f6her ist als bei den heterosexuell Lebenden (best\u00e4tigt durch \u201eOdenwaldschule\u201c).<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: medium;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman;\"><b>Sklavische Regierungssender<\/b> <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000; font-family: Times New Roman; font-size: medium;\">Irritierend sind zwangsl\u00e4ufig auch die Reaktionen in den Medien. So hat sich das \u00f6ffentlich-rechtliche Fernsehen der Problematik nicht gewachsen gezeigt. Der Sender SWR1 Baden-W\u00fcrttemberg hat in der \u201eLandesschau aktuell\u201c das vernachl\u00e4ssigt, was eigentlich einen Journalisten ausmacht, n\u00e4mlich Kritik am politischen Handeln zu \u00fcben. Er hat den Bildungsplan fast nur bejubelt. Dabei hat sich die Redaktion in \u00fcbler Weise an demokratischen Prinzipien vergangen. Statt wie das Kultusministerium auf faire Art um Stellungnahmen nachzusuchen, hat es in diktatorischer Weise Kritiker desavouiert. Beliebt ist dabei, gerade b\u00fcrgerlich Denkende in die rechtsextreme Ecke zu stellen. \u00c4hnlich steht es mit der Behauptung, Einw\u00e4nde entstammten evangelisch-freikirchlichen Kreisen. Anstatt selbst \u2013 im Sinne der vornehmen Aufgabe eines Journalisten \u2013 konstruktive Kritik gegen\u00fcber dem Kultusministerium zu \u00fcben, werden denkende und argumentierende Mitb\u00fcrger veralbert. Es ist schon bemerkenswert, dass ausgerechnet die Intellektuellen, die das Wort \u201eToleranz\u201c bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit im Munde f\u00fchren, eine Ihrer Auffassung entgegengesetzte Meinung \u00fcberhaupt nicht zu tolerieren in der Lage sind! Im Gegenteil offenbaren sie eine unfassbar erscheinende totalit\u00e4re Intoleranz, die in Gewalt zu m\u00fcnden scheint. <\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b><span style=\"color: #000000; font-family: Times New Roman; font-size: medium;\">Eklatante Vertragsverst\u00f6\u00dfe<\/span><\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000; font-family: Times New Roman; font-size: medium;\">Dabei hat ja gerade der \u00f6ffentlich-rechtliche Rundfunk gem\u00e4\u00df Artikel 11 Rundfunkstaatsvertrag eine Pflicht, christliches Gedankengut zu f\u00f6rdern (siehe mein Buch \u201eMacht statt Geist\u201c). In der Berichterstattung durch Rundfunk und Fernsehen soll dies einen Schwerpunkt bilden, wie sich aus dem Beck\u2019schen Kommentar ergibt. Gerade bei sensiblen Themen ist die Ausgewogenheit unverzichtbar, vor allem erwartet man eine wirklich<b> <\/b>wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der die Politik immer mehr beeinflussenden Ideologie des Gender-Mainstreaming. Man wird kaum behaupten k\u00f6nnen, dass es sich hier um fundamentierte Forschungsergebnisse handelt, wenn das soziale Geschlecht das biologische verdr\u00e4ngt. Eigentlich m\u00fcsste es zu den gr\u00fcnen Prinzipien geh\u00f6ren, hier die Natur und nicht irgendwelche vom Zeitgeist intendierte Ideen zu realisieren. Die gro\u00dfe 150 Jahre alte Volkspartei der Sozialdemokraten sollte sich sch\u00e4men, sich von dem kleineren ideologisch agierenden Koalitionspartner unterjochen zu lassen. Denkt man an den beliebten ehemaligen Bundeskanzler Willy Brandt, der ja lange Zeit Vorsitzender einer Volkspartei war, dann wird man \u2013 entgegen der heutigen Gender-Ideologie \u2013 an seine Worte erinnert: \u201eDemokratie darf nicht so weit gehen, dass in der Familie dar\u00fcber abgestimmt wird, wer der Vater ist\u201c.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b><span style=\"color: #000000; font-family: Times New Roman; font-size: medium;\">Vergessene Demokratie<\/span><\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000; font-family: Times New Roman; font-size: medium;\">In der Tat hat dieser Erfinder der Slogans \u201eMehr Demokratie wagen\u201c als ein von den Nazis Verfolgter die Weichen in eine gro\u00dfartige freiheitliche Zukunft gestellt. Wenn der S\u00fcdwest-Rundfunk die Petition als \u201eumstritten\u201c hinstellt und Andeutungen \u00fcber \u201erechtsextreme\u201c Einfl\u00fcsse macht, so sollten sich die Nachfolger Willy Brandts diesem am Faschismus orientierten Gedankengut der \u00f6ffentlich-rechtlichen Sender nicht<b> <\/b>angleichen. Wer jemanden in die Nazi-Ecke stellt, hat den Vorteil, dass er sich nicht weiter mit der Materie auseinandersetzen muss und auf Begr\u00fcndungen f\u00fcr seinen Standpunkt verzichten kann. Es f\u00e4llt dann leicht im Sinne der heutigen \u201eToleranz\u201c, nicht mehr nur Duldsamkeit im Sinne des lateinischen Begriffs zu fordern, sondern alle alternativen Meinungen als gleich wichtig hinzustellen. Die Meinungsfreiheit nach Art. 5 GG scheint abgeschafft. Wer dem nicht folgt, ist als intolerant zu denunzieren. Das ist kahler Fundamentalismus, von welchem der Bildungsplan keinesfalls frei erscheint. Er wirkt eher r\u00fcckw\u00e4rtsgewandt, gerade was \u201edas Durchpeitschen eigener Interessen\u201c betrifft (Erziehungswissenschaftler Albert Wunsch). Vom \u201eherrschaftsfreien Diskurs\u201c, den der anerkannte Philosoph J\u00fcrgen Habermas fordert, kann hier beim besten Willen nicht die Rede sein. So sind nach den Regeln der Gender-Ideologie Umdefinierungen der Familienbegriffe des Art. 6 GG geradezu Pflicht geworden. Willy Brandts \u201eVater-Mutter-Kind-Muss<b>\u201c<\/b> gilt als \u00fcberholt. Die Egalisierung erzeugt eine gef\u00e4hrliche indirekte Wirkung. Es wird \u00fcber den \u201eRespekt\u201c hinaus \u201eAkzeptanz\u201c verlangt: Gleichwertigkeit der ehelichen und der homosexuellen Praxis. Pubertierende folgern aus einer nat\u00fcrlichen homoerotischen Phase, sie seien homosexuell veranlagt. H\u00e4tte die von NS-Schergen ermordete Anne Frank ihre kurze lesbische Periode so gedeutet, h\u00e4tte sie sich nicht mehr in ihren Peter verlieben k\u00f6nnen. Es fehlt partout die Differenzierung, ja die hierarchische Ordnung! Der vom Westen ge\u00e4chtete russische Pr\u00e4sident Putin unterscheidet zwischen totaler Freiheit der homosexuellen Praxis und dem Verbot der Glorifizierung gleichgeschlechtlicher Aktivit\u00e4ten. <\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b><span style=\"color: #000000; font-family: Times New Roman; font-size: medium;\">Autorit\u00e4res Vorgehen<\/span><\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000; font-family: Times New Roman; font-size: medium;\">Wissenschaft spielt offenbar in der Bildung keine Rolle mehr, wie die Unterweisung der Kinder \u00fcber die Erforderlichkeit der Polarit\u00e4t zwischen Vater und Mutter. Intakte Familien werden letztlich durch den Bildungsplan blo\u00dfgestellt, den Kindern wird suggeriert, es handele sich bei der Familie um ein spie\u00dfiges Rollenmodell. So sch\u00f6n auch die \u201eAkzeptanz sexueller Vielfalt\u201c erscheint, muss von Bildungspolitikern doch verlangt werden, im Sinne der christlich-abendl\u00e4ndischen Kultur die notwendigen Differenzierungen vorzunehmen. Ein Bundesland wie Baden-W\u00fcrttemberg, das von einem konstruktiven Pietismus bzw. Evangelikalismus sowie einem lebendigen Katholizismus gepr\u00e4gt ist, sollte sich nicht mit den herrschenden Medienmachern der Ideologie der Political Correctness unterordnen. Wesentliche Merkmale einer solchen sind universale Herrschaft (a), Anstreben einer \u201eidealen\u201c Gesellschaft (b), flexible Taktik mit vordergr\u00fcndigen Detailzielen (c) und gewaltbereite Strategie (d). Diese Problematik hab ich durch meinen Beitrag im Buch \u201eSchlagseite \u2013 MannFrau kontrovers\u201c (Herausgeber Eckhard Kuhla, Eschborn) verdeutlicht. Mit der 2012 verstorbenen Psychologin Margarete Mitscherlich ist zu beachten, dass sich die Studenten der 68er Bewegung zwar zu Recht von der Nazi-Generation distanzierten, aber in ihrer Vorgehensweise \u00e4hnliche Charaktereigenschaften an den Tag legten, n\u00e4mlich Gewalt und Intoleranz. Ans\u00e4tze zeigen sich bereits durch die homosexuelle Gewalt beim Bremer Jugendtreffen \u201eChristival\u201c und beim Marburger Psychologenkongress, bei welchem dem Rowdytum freier Lauf gelassen wurde und Lobbyist Volker Beck vornehm schwieg.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b><span style=\"color: #000000; font-family: Times New Roman; font-size: medium;\">Abzulehnende Zensur<\/span><\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000; font-family: Times New Roman; font-size: medium;\">Nat\u00fcrlich geht es trotz der unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfigen Macht der Journalisten auf keinen Fall um eine irgendwie geartete Zensur. Es ist klar, dass unter den deutschen Medienmachern ein gro\u00dfer Aufruhr herrscht, wenn Politiker sie auch nur andeutungsweise kritisieren. Man denke an den inzwischen verstorbenen \u201eSpiegel\u201c-Herausgeber Rudolf Augstein, der tief gekr\u00e4nkt war, als der aus Baden-W\u00fcrttemberg stammende Bundespr\u00e4sident Richard von Weizs\u00e4cker die Journalisten zur Einhaltung ihrer Regeln ermunterte; er meinte, das Staatsoberhaupt h\u00e4tte die Zensur wieder eingef\u00fchrt. Dabei ist in der Gesellschaft, auch in Juristenkreisen, der Begriff \u201epouvoir neutre\u201c wenig bekannt. Diese bedeutet eine selbst\u00e4ndige, \u00fcber den drei klassischen Gewalten stehende Vierte Gewalt, die dem Staatsoberhaupt zusteht. Das gilt sinngem\u00e4\u00df nat\u00fcrlich auch f\u00fcr die Inhaber von Regierungs\u00e4mtern. Interessant w\u00e4re doch eine Konkurrenz der Regierenden mit der Vierten Gewalt, um mutig ohne Zensur die m\u00e4chtigen Journalisten in die Schranken zu weisen. Unabh\u00e4ngig davon ist es eine erstrangige Aufgabe der Politiker, alles zu unternehmen, um das in Art. 6 GG verankerte Recht der Eltern und das Wohl der Kinder<b> <\/b>auf keinen Fall zu beeintr\u00e4chtigen. <\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b><span style=\"color: #000000; font-family: Times New Roman; font-size: medium;\">Partielle Umfunktionierung<\/span><\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000; font-family: Times New Roman; font-size: medium;\">Tr\u00f6stlich ist, dass es auch journalistische Selbstkritik gibt. Man denke an den Herausgeber des \u201eHandelsblatts\u201c Gabor Steingart: \u201eNicht wenige politische Redakteure pilgern zu den Flachbauten der Parteipolitik, als handele es sich um Kathedralen. Man sieht sich in einer Bedeutungskoalition mit den Parteigr\u00f6\u00dfen. Deren Niedergang wird als eigener erlebt \u2013 und deshalb weich gezeichnet. \u2026 Die Demutshaltung gegen\u00fcber den M\u00e4chtigen geh\u00f6rt verboten\u201c. Hier kann der SWR noch lernen, das Kultusministerium darf durchaus \u00f6ffentlich bekunden, dass es vom \u00f6ffentlich-rechtlichen Rundfunk unabh\u00e4ngig ist. Nat\u00fcrlich wei\u00df der B\u00fcrger, dass grunds\u00e4tzlich nach jedem Regierungswechsel ein Eingriff in die Schulpolitik quasi zum Pflichtprogramm geh\u00f6rt. Nachdem die CDU jahrzehntelang in Baden-W\u00fcrttemberg regiert hat, soll die Reform umso gr\u00fcndlicher sein. Es geht einerseits um die Beendigung des dreigliedrigen Systems mit dem Ziel der Gemeinschaftsschule und andererseits um das zentrale Anliegen der 68er Studentenbewegung, sexuelles Denken und Handeln umzufunktionieren. Dem Kultusministerium sollte bewusst werden, dass es sich hier in gewisser Hinsicht \u2013 wie die Petition zum Ausdruck bringt \u2013 um eine ideologische Umerziehung handelt. Im Zusammenhang mit der \u201eBildung f\u00fcr nachhaltige Entwicklung\u201c wird dies ganz deutlich durch den Zwang, die verschiedenen Formen des Zusammenlebens mit den Andersempfindenden zu reflektieren und schlie\u00dflich zu akzeptieren; der Respekt \u2013 nach unserer Kultur eine Selbstverst\u00e4ndlichkeit \u2013 soll nicht mehr gen\u00fcgen. Der Realschullehrer hat sich doch durch eindeutige<i> <\/i>Formulierungen gegen Diskriminierungen wegen sexueller Orientierung gestellt. Kultusministerium und Leitmedien haben ihm offensichtlich verstandesm\u00e4\u00dfig nichts<i> <\/i>entgegenzusetzen. Der Leiter des Evangelischen Fachverbandes f\u00fcr Sexualethik Wei\u00dfes Kreuz, Rolf Tauernicht, fragt: \u201eW\u00fcrde auch ein Fu\u00dfballer gefeiert, der sich von seiner Homosexualit\u00e4t abwendet\u201c?<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b><span style=\"color: #000000; font-family: Times New Roman; font-size: medium;\">Christliche Werteordnung<\/span><\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000; font-family: Times New Roman; font-size: medium;\">Vielleicht t\u00e4te es auch gut, etwas mehr auf\u00a0 Weiterf\u00fchrendes der Kirchen zu h\u00f6ren. Das Forum Deutscher Katholiken hat sich ge\u00e4u\u00dfert: \u201eUnter dem Vorwand der rechtlichen Gleichstellung der Geschlechter werden geschlechtsbedingte Unterschiede eingeebnet und Ehe und Familie als eine Gesellschaft tragende Struktur zerst\u00f6rt und die Sch\u00f6pfungsordnung und die Vorgaben der Natur missachtet. Das Forum Deutscher Katholiken ruft alle B\u00fcrger auf, im Interesse unserer Kinder und der Gesellschaft gegen diese Pl\u00e4ne ihren Protest einzubringen\u201c. Das d\u00fcrfte letztlich auch der Auffassung des Ministerpr\u00e4sidenten Kretschmann entsprechen. Er wird sich wohl kaum an den Erg\u00fcssen gewisser<i> <\/i>Protestanten orientieren, etwa der theologiefreien \u201eOrientierungshilfe\u201c zu Ehe und Familie, in welcher es um eine fast nahtlose \u00dcbernahme der modischen \u201ePolitischen Korrektheit\u201c geht. Der w\u00fcrttembergische evangelische Oberkirchenrat Werner Bauer fordert allerdings, dass den Leitprinzipien f\u00fcr einen verantwortbaren Bildungsplan ein anthropologisch und geistesgeschichtlich durchdachtes Menschenbild zugrunde liegen m\u00fcsse. Der Plan m\u00fcsse mehr sein als eine blo\u00dfe<b> <\/b>Addition von Interessen gesellschaftlicher Gruppen. Unter Ber\u00fccksichtigung der Pr\u00e4ambel des Grundgesetzes und \u00a7 16 LV sollte christliches Denken eine gr\u00f6\u00dfere Rolle im Bildungsplan spielen. Darauf habe ich in meinem Buch \u201eMehr Mut zum C in der Politik\u201c (sdv-Verlag) deutlich hingewiesen. Der vor einem halben Jahrhundert verstorbene Denker C. S. Lewis meint. \u201eGlaube ist die Kunst, an etwas festzuhalten, was der Verstand einmal akzeptiert hat\u201c.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: medium;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman;\"><b>Differenzierte Denkweise<\/b>\u00a0 <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000; font-family: Times New Roman; font-size: medium;\">Es ist gewiss nicht ehrenwert, wenn in einem bl\u00fchenden Bundesland wie Baden-W\u00fcrttemberg, in dem die christliche Kultur im Vergleich zur Bundesrepublik eine \u00fcberdurchschnittliche Bedeutung hat, marxistisch anmutendes Gedankengut realisiert wird. Wenn es im Manifest der Kommunistischen Partei 1848 hei\u00dft: \u201eWir heben die trautesten Verh\u00e4ltnisse auf, indem wir an die Stelle der h\u00e4uslichen Erziehung die gesellschaftliche setzen\u201c, dann passt das nicht zu dem Land der Dichter und Denker. Kritiker m\u00fcssen fragen, ob die f\u00fcr den Bildungsplan Verantwortlichen sich \u00fcberhaupt mit dem gro\u00dfen Psychoanalytiker Sigmund Freud befasst haben, der meinte: \u201eKinder, die sexuell stimuliert werden, sind nicht mehr erziehungsf\u00e4hig\u201c (Gesammelte Werke VII S. 149). Der Text des Leitprinzipienentwurfs ist jedenfalls nicht frei von Gedanken einer gezielten F\u00f6rderung der Sexualit\u00e4t, wenn man sich etwa an dem P\u00e4dagogikprofessor H. J. Gamm orientiert, der \u00e4u\u00dferte: \u201eWir brauchen die sexuelle Stimulierung der Sch\u00fcler, um die sozialistische Umstrukturierung der Gesellschaft durchzuf\u00fchren und den Autorit\u00e4tsgehorsam einschlie\u00dflich der Kindesliebe zu den Eltern gr\u00fcndlich zu beseitigen\u201c. Das mag \u00fcbertrieben sein, sollte aber Anlass zum Nachdenken bieten. Die Gef\u00e4hrdungen sind f\u00fcr Politiker, die f\u00fcr die Bildung verantwortlich sind, in der Tat nicht zu leugnen. Es muss gen\u00fcgen, dass nicht die \u201eAkzeptanz\u201c der sexuellen Vielfalt gefordert wird, sondern nur ein umfassender \u201eRespekt\u201c. Sonst h\u00e4tte der Realschullehrer St\u00e4ngle wirklich Recht, wenn er von der \u201eUmerziehung\u201c schreibt. Es ist aufschlussreich, dass die jubelnden Medien gegen\u00fcber Hitzlsperger und dem Bildungsplan generell konstatieren, die Gesellschaft sei inzwischen tolerant gegen\u00fcber Homosexuellen (so z. B. \u201eDie Zeit\u201c). <\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b><span style=\"color: #000000; font-family: Times New Roman; font-size: medium;\">Fazit<\/span><\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000; font-family: Times New Roman; font-size: medium;\">Aus den genannten Gr\u00fcnden kann ich<b> <\/b>dem Bildungsplan 2015 in seiner Gesamtheit\u00a0 nicht beipflichten, erachte ihn in dieser Form gar als sch\u00e4dlich. Nachvollziehbar erscheint mir die Petition gegen Indoktrination durch \u201eRegenbogen-Ideologie in Baden-W\u00fcrttembergs Schulen\u201c. Die Initiatoren weisen zu Recht Grundlagen des Plans zur\u00fcck, soweit die Schule als \u201ehomophober Ort\u201c bezeichnet wird. Es ist eine Selbstverst\u00e4ndlichkeit, Homosexuelle und anders Orientierte auf keinen Fall zu beleidigen und zu benachteiligen. Unverzichtbar ist der Respekt gegen\u00fcber sexuell alternativ empfindenden Mitb\u00fcrgern; h\u00f6chst problematisch ist jedoch<i> <\/i>bereits die Glorifizierung etwa homosexueller Praxis, welche das russische Parlament verboten hat und die westeurop\u00e4ischen Eliten zu problematischem Spott verleitet; die \u201eHomo-Ehe\u201c l\u00e4sst sich nur mit \u00e4u\u00dferstem Krampf in Einklang mit Artikel 6 des Grundgesetzes \u00fcber den besonderen Schutz der traditionellen Familie bringen. Aus kultureller Perspektive ist zu beachten: Der Ausruf \u201eEs lebe das Neue!\u201c ist eben nicht allgemein g\u00fcltig. Man muss von der Vermutung der Richtigkeit ausgehen, dass die traditionelle Familie erstrangig ist, und zwar bis zum unzweideutigen Beweis des Gegenteils. Mit Fritz Rinnhofer ist festzuhalten: \u201eEin Konservativer ist eigentlich ein Progressiver. Er verteidigt Werte, die noch in 100 Jahren Bestand haben werden\u201c. Die Probleme sind sehr kompliziert und komplex, es besteht noch erheblicher Erkl\u00e4rungs- und konstruktiver Handlungsbedarf.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Christian Hausen<br \/>\nRechtsanwalt in Neum\u00fcnster\/Holstein<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.kanzlei-hausen.de\">www.kanzlei-hausen.de<\/a><\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000; font-family: Times New Roman; font-size: medium;\">\u00a0<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Ministerium f\u00fcr Kultus, Jugend und Sport Baden-W\u00fcrttemberg hat im Kontext mit den f\u00fcnf Leitprinzipien des Bildungsplans 2015 \u201eum Stellungnahmen und R\u00fcckmeldungen zu der Arbeitsfassung\u201c bis Ende Januar gebeten. Als jahrzehntelangem B\u00fcrger Baden-W\u00fcrttembergs, dem ich mit meiner Familie viel zu verdanken habe, ist mir das Wohl der dortigen Bev\u00f6lkerung ein Anliegen. 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