{"id":10407,"date":"2014-01-13T16:54:05","date_gmt":"2014-01-13T14:54:05","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=10407"},"modified":"2014-01-16T09:55:55","modified_gmt":"2014-01-16T07:55:55","slug":"der-abschied-von-meiner-lesbischen-vergangenheit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=10407","title":{"rendered":"Charlene Hios, Der Abschied von meiner lesbischen Vergangenheit"},"content":{"rendered":"<p><strong>Die Kirche, die mit mir den Weg aus meiner Homosexualit\u00e4t ging<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es war an einem Sonntagmorgen, zu Beginn der Fu\u00dfball-Saison. Ich hatte meinen Dallas Cowboy Jersey angezogen und freute mich darauf, die Spieler durch meine Zurufe anzufeuern. Ich war bei meinen Eltern in Las Vegas auf Besuch und gedachte, mit ihnen nach dem Spiel noch weiter zusammen zu sein. Sie wollten zur Kirche, und ich wollte in Richtung Casino um das Spiel anzuschauen. Pl\u00f6tzlich aber fragten mich meine Eltern, ob ich nicht mit ihnen zur Kirche k\u00e4me. Sie wollten, dass ich einige ihrer neuen Freunde kennenlernte und auch den Pastor und seine Gattin begr\u00fc\u00dfen k\u00f6nnte.<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich hatte nichts dagegen zur Kirche zu gehen, bestimmt nicht. Das Problem war nur, dass das Spiel um 10:00 Uhr beginnen sollte; und au\u00dferdem wollte ich lieber Fu\u00dfball schauen als in der Kirche sitzen. In meinen Gedanken gab es auch die Tatsache, dass ihre Kirche eine derjenigen ist, die Homosexualit\u00e4t als S\u00fcnde betrachtet. Daher glaubte ich, dass es f\u00fcr alle Beteiligten einfacher w\u00e4re, wenn die lesbische Tochter zum Casino ginge, um Fu\u00dfball zu schauen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber schlie\u00dflich ging ich an besagtem Tag doch mit zur Kirche. Obwohl ich schon fast 35 Jahre alt war, war ich immer noch die Tochter meiner Eltern, war bei ihnen daheim zu Besuch und wusste, wie sehr ihre Herzen an mir hingen. Ich hatte keine Ahnung wie bedeutend der Besuch ihrer Kirche f\u00fcr mich werden sollte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mami und Papi stellten mich an jenem Morgen jedem ihrer Freunde in der Kirche vor. Es beeindruckte mich sehr, wie freundlich sie alle waren, und zwar sowohl zu mir wie auch unter sich. Zu Beginn des Gottesdienstes gab es eine \u201eZeit der Begr\u00fc\u00dfung\u201c, die Teilnehmer erhoben sich von ihren Pl\u00e4tzen und gingen in der ganzen Kirche umher, um alle diejenigen zu begr\u00fc\u00dfen, die sie noch nicht kannten oder die sie l\u00e4nger nicht gesehen hatten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Viele kamen auch zu mir, mit strahlendem L\u00e4cheln und offenen Augen. Sie hie\u00dfen mich willkommen, einige umarmten mich sogar herzlich. Ein Ehepaar sagte zu mir, dass sie keine Cowboy-Fans w\u00e4ren, daher sollte ich ja niemandem sagen, dass sie mich umarmt h\u00e4tten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Niemals hatte ich mich so willkommen, so angenommen gef\u00fchlt. Ich hatte das Gef\u00fchl, dass ich hierhin geh\u00f6rte. Es war, als ob sie Familie w\u00e4ren, die ich nie getroffen hatte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich konnte mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal in der Kirche war. Vielleicht in einer Mitternachtsmesse vor vielen Jahren, ich war nicht sicher. Meine Eltern hatten mich nicht zum Kirchenbesuch erzogen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als Mami und Papi nach Las Vegas zogen bekam Vater von der College Park Baptist Church (CPBC) eine Einladung zu einem Bibelkurs f\u00fcr M\u00e4nner. Kurz danach, im Alter von 60 Jahren, wurde Vater wiedergeboren. Ein wenig sp\u00e4ter, im Alter von 65 Jahren, wurde auch meine Mutter wiedergeboren. Meine Eltern waren beide so beeindruckt, dass sie mir von ihrer neuen Erfahrung berichteten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Gottesdienst gefiel mir, die Musik war wunderbar. Ein ganzer Chor, mit strahlenden Gesichtern, leitete die Anbetungszeit. Man hatte den Eindruck, dass an diesem Tag jedermann voller L\u00e4cheln war.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Fast w\u00e4hrend der ganzen Predigt war auf Pastor Bob&#8217;s Gesicht ein L\u00e4cheln. Gelegentlich richtete er seinen Blick auf mich, dann hatte ich das Gef\u00fchl als ob er direkt zu mir spr\u00e4che. Er sprach an jenem Morgen \u00fcber die Waffenr\u00fcstung Gottes. Ich widmete ihm w\u00e4hrend der ganzen Predigt meine Aufmerksamkeit.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am Ende des Gottesdienstes kamen mehrere Chormitglieder, noch in ihren sch\u00f6nen Gew\u00e4ndern, in meine Richtung. Ich fragte mich, wo sie wohl hingehen w\u00fcrden. Sie kamen alle, um meine Eltern und mich begr\u00fc\u00dfen. Ich wusste damals noch nicht, dass Vater oft im Chor mitsang; daher wollten sie insbesondere mich, seine Tochter, kennenlernen. Als sie ihre Arme ausbreiteten, um mich zu umarmen hatte ich das Gef\u00fchl von einer Gruppe Himmelsengel umgeben zu sein.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Schlie\u00dflich wurde es Zeit, nach Hause zu gehen. Wenigstens dachte ich so. Das n\u00e4chste Spiel begann um ein Uhr. Wenn wir uns beeilten, konnten wir noch etwas zu Essen besorgen und nach Hause gehen, um dort Fu\u00dfball zu schauen. Aber dieses Gl\u00fcck gab es nicht. Mami und Papi wollten n\u00e4mlich unbedingt, dass ich mit ihnen noch in die Bibelstunde k\u00e4me. Sie lie\u00dfen mich nicht alleine nach Hause fahren, um mit meinem j\u00fcngeren Bruder das Spiel anzuschauen und sie nach der ersten Halbzeit sp\u00e4ter wieder abzuholen. Es blieb mir nichts anderes \u00fcbrig, als sie in die nachmitt\u00e4gliche Bibelstunde zu begleiten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich kam ziemlich schnell dar\u00fcber hinweg, dass ich das Spiel heute nicht sehen w\u00fcrde. Die Bibelstudie hatte meine ganze Aufmerksamkeit gewonnen. Es ging um Gottes Sohn, Jesus, der Mensch, der am Kreuz f\u00fcr die S\u00fcnden der Welt gestorben war. Ich wusste zwar von dem Kreuz, aber kannte weder den Namen des Gekreuzigten noch die Bedeutung seiner Tat.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich kam \u00fcberhaupt nicht zum Fu\u00dfballschauen an jenem Tag. Daf\u00fcr traf ich eine Menge netter Leute. Jener Tag in der Kirche verlief nicht so wie ich gedacht hatte. Ich hatte erwartet, dass es in Auseinandersetzungen \u00fcber Homosexualit\u00e4t enden w\u00fcrde. Aber niemand kam darauf zu sprechen. Bestimmt konnten sie feststellen, dass ich betont maskulin war. Aber sie waren so annehmend und liebevoll, dass ich kein Beurteilen sehen oder f\u00fchlen konnte. Ich f\u00fchlte mich, wie ich mich vorher gef\u00fchlt hatte \u2013 angenommen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nicht lange danach bef\u00f6rderte mich die Firma, bei der ich arbeitete, zu einer regionalen leitenden Stellung, was von mir allw\u00f6chentliches Reisen durch das ganze Land erforderte. Der Vorstandsvorsitzende schlug vor, dass ich nach Las Vegas ziehen sollte. Da ich nur am Wochenende daheim sein w\u00fcrde, erschien es sinnvoll, zu meinen Eltern zu ziehen anstatt eine eigene Wohnung zu nehmen. Ich w\u00fcrde ihnen etwas Miete bezahlen, und das war zum beiderseitigen Nutzen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dieser Plan beinhaltete die stille Hoffnung meiner Eltern, dass ich sie am Sonntag jeweils zur Kirche begleiten w\u00fcrde. Sie w\u00fcnschten sich, dass auch ich die Liebe, die Annahme und den Frieden erfahren w\u00fcrde, den sie durch ihre neue pers\u00f6nliche Beziehung zu Jesus Christus gefunden hatten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Da meine\u00a0erste Erfahrung dort so erfreulich gewesen war, beschloss ich der Sache eine Chance zu geben. Ich hatte auch die Ver\u00e4nderung an meinen Eltern bemerkt seit sie Christen geworden waren. Sie schienen, einen Frieden zu besitzen, den ich vorher nie bemerkt hatte. Sie hatten immer noch ihre Streitereien, aber sie waren irgendwie anders. Es war eine gute Ver\u00e4nderung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Gem\u00e4\u00df Gottes Design<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als ich anfing CPBC zu besuchen, lernte ich mehr und mehr \u00fcber Gottes Liebe und seinen Sohn Jesus Christus. In den Bibelstudien brachte ich oft die Frage auf, was die Bibel zur Homosexualit\u00e4t sagt, und sie blieben immer freundlich in ihren Antworten. Sie sagten mir, dass sie glaubten, dass die Bibel Gottes Wort sei und dass Gott uns nicht geschaffen hatte, um homosexuell zu sein. Es war nicht nach seinem Plan. Dann nahmen sie mich ins Buch Genesis und zeigten mir wie Gott alles geschaffen hatte und wie alles in diese Ordnung passte. Sie sagten, dass Gott den Mann geschaffen hatte und dann die Frau als die Gef\u00e4hrtin des Mannes, und beide sollen sich einander erg\u00e4nzen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich entgegnete, dass die Schreiber der Bibel entweder etwas gegen Homosexuelle gehabt h\u00e4tten oder dass die \u00dcbersetzer der Bibel die Worte der urspr\u00fcnglichen Sprache in unsere heutige nicht korrekt \u00fcbersetzt h\u00e4tten. Ich argumentierte, dass das (englische) Wort \u201ehomosexual\u201c nicht einmal in der urspr\u00fcnglichen englischen Bibel vorkomme. Ich war damit einverstanden, dass die sexuelle Beziehung zwischen zwei M\u00e4nnern nicht richtig war, fand aber nichts unnat\u00fcrliches bei einer sexuellen Beziehung zwischen zwei Frauen. Im R\u00fcckblick wei\u00df ich eigentlich nicht, woher diese Argumente kamen, aber f\u00fcr mich ergaben sie zu jener Zeit Sinn.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Leute bei CPBC begannen nie die Diskussion \u00fcber Homosexualit\u00e4t. Immer war ich es, die die Diskussion wollte. Sie interessierten sich mehr f\u00fcr meinen pers\u00f6nlichen Weg mit Gott und meine Beziehung zu Jesus. Obwohl sie \u00fcber meine Homosexualit\u00e4t betroffen waren, erkl\u00e4rten sie mir, dass Gott selbst derjenige w\u00e4re, der an meiner Homosexualit\u00e4t und an meiner \u00dcberzeugung arbeiten w\u00fcrde, er habe mich so geschaffen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich erfuhr erst viel sp\u00e4ter, dass es einige Personen gab, die nicht verstanden, dass die Gemeinde mir, der Lesbe, soviel Liebe und Verst\u00e4ndnis entgegenbrachte. Jemand sagte mir, dass einige die Gemeinde verlie\u00dfen. Das stimmte mich traurig. Ich hoffe, dass diejenigen, welche davon liefen, einmal wiederkommen und erkennen, dass die Gemeinde das Richtige getan hat. Sie liebten mich mit der Liebe von Jesus Christus. Sie waren mitf\u00fchlende Vertreter der Wahrheit, genauso wie Jesus.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dies waren Menschen, welche zu mir \u00fcber Homosexualit\u00e4t sprachen und mich dabei tiefer ins Wort Gottes f\u00fchrten. Sie wussten, dass sie mich mittels Argumenten nicht aus meiner Homosexualit\u00e4t herausf\u00fchren konnten. Ihr erstes Ziel war, mich zu Jesus Christus zu f\u00fchren, zum Wort Gottes, und nicht zur Heterosexualit\u00e4t.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Obwohl ich es seinerzeit nicht realisierte, so war ich doch in einem gro\u00dfen geistlichen Kampf, der \u00fcber ein Jahr dauerte, wenn nicht gar l\u00e4nger.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als ich einmal begonnen hatte regelm\u00e4\u00dfig zur Kirche zu gehen, kam es mir so vor als ob jede Freundin, jede Geliebte, die ich je hatte, mich anrief oder nach Las Vegas kam, um mich zu besuchen. Sie versuchten, mich in die fr\u00fchere Beziehung zur\u00fcckzubringen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich erkl\u00e4rte ihnen, so freundlich ich es vermochte, dass etwas tief in meinem Innersten geschah und ich anfing zu glauben, dass Homosexualit\u00e4t nicht der richtige Lebensstil w\u00e4re. Obwohl dies w\u00e4hrend Jahren meine Identit\u00e4t gewesen war.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nachdem ich etwas mehr als ein Jahr zur Kirche gegangen war, fand ich zum Glauben an Jesus Christus. Ich besuchte die Bibelstudien, ich sang im Chor, ich war Teil dieser Gemeinde. Sie nahmen mich in ihre Familie auf.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sie dr\u00e4ngten nicht mit dem Ende meiner Homosexualit\u00e4t. F\u00fcr sie war es kein Problem, denn sie wussten, dass Gott dies irgendwann l\u00f6sen w\u00fcrde.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und er tat es! Je mehr ich in der Bibel studierte, desto mehr wuchs meine \u00dcberzeugung. Gott und ich blieben n\u00e4chtelang auf und sprachen \u00fcber Homosexualit\u00e4t und warum er mich so gemacht hatte wenn es doch falsch ist. Langsam begann ich seine Antworten zu h\u00f6ren; langsam begann ich zu verstehen, dass homosexuelles Verhalten falsch ist. Ich konnte es mir nicht erkl\u00e4ren, aber ich wusste, dass ich nicht nach meinen gleichgeschlechtlichen Neigungen handeln sollte. Es war Gott, der zu mir sprach (nicht h\u00f6rbar); nicht die Gemeinde sagte mir das.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nachdem ich etwa ein Jahr ein neugeborener Christ gewesen war, predigte Pastor Bob an einem Sonntagabend \u00fcber sieben Bibelstellen, welche von Homosexualit\u00e4t sprechen. Es waren dieselben Stellen von denen ich immer geglaubt hatte, dass die \u00dcbersetzer sie falsch \u00fcbersetzt h\u00e4tten oder dass sie nichts mit Lesben zu tun h\u00e4tten. Nun schlugen diese Stellen einen anderen Ton in mir an.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als Pastor Bob die Zuh\u00f6rer am Ende der Veranstaltungsreihe einlud, auf das Geh\u00f6rte zu reagieren, verstand ich, dass homosexuelles Verhalten falsch ist und dass uns Gott nicht homosexuell geschaffen hat. Ich konnte nur mit M\u00fche den Gang zwischen den Sitzreihen nach vorn gehen, um vor allen meine S\u00fcnde zu bereuen. Zum ersten Mal in meinem Leben erkannte ich, dass ich w\u00e4hrend fast 20 Jahren an eine L\u00fcge geglaubt hatte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Danke dir, Gott, dass du mir geholfen hast meine Augen zu \u00f6ffnen. Danke dir, Gott, f\u00fcr deine Vergebung!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>Unser Teil, Gottes Werk<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach meinen eigenen Erfahrungen glaube ich, dass eine Person in Christus sein kann und gleichzeitig homosexuell, doch muss sie fr\u00fcher oder sp\u00e4ter erkennen, dass homosexuelles Verhalten nicht mit einer wahrhaftigen Beziehung zu Christus vereinbar ist. Es ist ein Prozess! Man kommt nicht zu Christus und sogleich sind alle s\u00fcndhaften Begierden und Gewohnheiten wie von Zauberhand weggeblasen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es braucht Zeit zu erkennen, dass Teile deines Lebens S\u00fcnde sind. Dies ist wichtig, aber es braucht Zeit, seine eigene S\u00fcnde zu erkennen, sich von ihr abzuwenden und sich Gott zuzuwenden. Dies ist kein einfacher Prozess, er ist mit viel Kampf verbunden. Aber in meinem Fall war es so, dass Gott selbst mich St\u00fcckchen um St\u00fcckchen ver\u00e4ndert hat.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es hat mich 15 Jahre gebraucht, um vollst\u00e4ndig von meiner gleichgeschlechtlichen Neigung geheilt zu werden. Es ist ein Prozess, der an einem Sonntagmorgen in der College Park Baptist Church von Las Vegas seinen Anfang nahm.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">CPBC nahm mich so an wie ich war, als ich an jenem Sonntagmorgen durch den Eingang schritt. Sie liebten mich mit der Liebe von Jesus Christus mit ihrem mitf\u00fchlenden Zeugnis der Wahrheit, und Gott benutzte sie, um mich zu heilen, mich umzuformen, und sandte mich schlie\u00dflich in seinen Dienst aus.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><i>Charlene Hios ist Gesch<\/i><i>\u00e4<\/i><i>ftsf<\/i><i>\u00fc<\/i><i>hrerin von <\/i><i>\u201e<\/i><a href=\"http:\/\/www.bridgingthegapsministries.org\"><i>Bridging the Gaps Ministries<\/i><\/a><i>\u201c<\/i><i>(1)<\/i><i> in der San Francisco Bay Area<\/i><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>\u00a9 Christianity Today International. Ver\u00f6ffentlicht mit freundlicher Genehmigung des Leadership Journal. <\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.christianitytoday.com\/le\/2013\/fall\/leaving-my-lesbian-past.html\">Christianity Today<\/a> (14. Oktober 2013)<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Deutsche \u00dcbersetzung: Dr. Manfred Koebel, K\u00f6lliken, Schweiz<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Es folgt ein erg\u00e4nzendes Interview mit dem Pastor der CPBC: <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir stellten einige Fragen an Bob Williams, zu der Zeit Pastor an der College Park Baptist Church in Las Vegas, als Charlene Hios mit dem Besuch dieser Kirche begann.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>Es scheint als ob die Zeit der gegenseitigen Begr<\/b><b>\u00fc\u00df<\/b><b>ung ein wichtiger und absichtlicher Bestandteil des Gottesdienstes bei CPBC war. <\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">CPBC liebte es, Menschen zu begr\u00fc\u00dfen. Es war einer der H\u00f6hepunkte des Gottesdienstes. Eine offene und liebevolle Begr\u00fc\u00dfung war ein entscheidender Bestandteil der Gottesdiensterfahrung. Es dauerte oft eine ganze Weile, um die Versammlung zur\u00fcck auf ihre Pl\u00e4tze zu bringen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>Legten sie bewusst gro<\/b><b>\u00df<\/b><b>en Wert darauf, dass eine Person Jesus begegnet bevor irgendeine Ver<\/b><b>\u00e4<\/b><b>nderung in ihrem Lebensstil erwartet werden kann?<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0Zu Beginn meiner Dienstzeit bei CPBC gab es Fragen bez\u00fcglich Abtreibung und anderer gesellschaftlicher Probleme. Meine entschiedene und konsequente Antwort war: Wenn Menschen keine Beziehung zu Gott durch Jesus haben, kann man nicht erwarten, dass sie die Werte und \u00dcberzeugungen von Gl\u00e4ubigen haben. Ich habe Leute gekannt, welche forderten, dass \u201eGl\u00e4ubige wie Gl\u00e4ubige handeln ab Tag eins\u201c. Dem konnte ich nie zustimmen. Die Schrift lehrt, dass Gl\u00e4ubige in dem Ma\u00dfe reifen wie der Heilige Geist ihre christliche Erfahrung formt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Unsere Kirche in der Innenstadt von Las Vegas erlebte viele neue Gl\u00e4ubige, die lange mit Gewohnheiten und Versuchungen ihres alten Lebens k\u00e4mpften, bis sie zur Reife in Christus gelangten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>War es hart, eine homosexuelle Person aufzunehmen und zu warten, bis Christus die Ver<\/b><b>\u00e4<\/b><b>nderung ihres Lebensstils in ihr bewirkte?<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Eltern von Charlene waren bei CPBC zum Glauben an Jesus gekommen. Wir liebten Richard und Norma, und wir wollten auch ihre Tochter lieben. Das war keine Frage. Wir glaubten an den Willen Jesu, dass Charlene ihn genauso kennen sollte wie ihre Eltern. Darum brachte uns der HERR zusammen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>Was fiel ihnen an Charlene bei ihrem ersten Besuch auf?<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Charlene sprach selbst \u00fcber ihre \u201ebetonte M\u00e4nnlichkeit\u201c in ihrem Bericht. Ja, klar bemerkten wir das, aber der gr\u00f6\u00dfere Teil der Gemeinde lie\u00df es stehen. Diejenigen, welche sich mit dem geistlichen Dienst an Homosexuellen schwer taten hatten auch andere Probleme. Auch ihnen boten wir Hilfe und Seelsorge an. Unsere Kirche nahm tief gefallene Menschen auf, weil Gott sie zu uns gef\u00fchrt hatte, damit wir ihnen helfen. Einige Mitglieder entschieden sich zum Austritt. Diejenigen, welche dabei blieben, durften den Sieg Jesu sehen. Wir beteten f\u00fcr Charlene und liebten sie. Sie wuchs in Jesus auf und es machte Freude, dies zu erleben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>Wie viel Erfahrung hatte CPBC mit Menschen homosexueller Pr<\/b><b>\u00e4<\/b><b>gung?<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als Innenstadt-Kirche mit vielen verletzten und vereinsamten Menschen wuchs CPBC zu einer gewissen Gr\u00f6\u00dfe vor meiner Ankunft in den 90er Jahren. Die Kirche stand vor der \u00fcblichen Entscheidung, entweder in der Innenstadt zu bleiben oder ihre betr\u00e4chtlichen Ressourcen f\u00fcr einen Umzug in die wachsenden Vorst\u00e4dte einzusetzen. CPBC entschied sich daf\u00fcr, in der Innenstadt zu bleiben und in den dortigen Dienst zu investieren. Dies unter Ber\u00fccksichtigung woher die Menschen kamen und immer im Blick, wo sie sein k\u00f6nnten, wenn sie Jesus kennen w\u00fcrden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>W<\/strong><b>aren gleichgeschlechtliche Anziehung und Beziehungen etwas, wor<\/b><b>\u00fc<\/b><b>ber die Kirche <\/b><b>\u00f6<\/b><b>ffentlich sprach?<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich bin mir nicht sicher, wie viel \u00f6ffentlich gesagt wurde. Aber in Anbetracht der grunds\u00e4tzlichen Einstellung der Kirche, Menschen zu lieben und zu Jesus zu f\u00fchren, war Homosexualit\u00e4t nur gerade eines der Probleme, welches Menschen davon abh\u00e4lt ihre Identit\u00e4t in Jesus zu finden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>Ernteten sie Kritik, weil sie eine Lesbe in der Kirche hatten?<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Etwas schon, aber sehr wenig. Die Position unserer Kirche war klar. Wir waren da, um Menschen zu lieben und in eine Glaubensbeziehung mit Gott durch Jesus zu f\u00fchren. Viele Gemeindeglieder beteten und sahen den endg\u00fcltigen Sieg in Charlenes Leben voraus. Wir mussten einfach nur Teil des Werks sein, welches Gott bereits in den Leben von Charlene und ihrer Familie begonnen hatte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>Was kommt ihnen in den Sinn <\/b><b>\u00fc<\/b><b>ber den Abend, an dem sie in Gegenwart von Charlene <\/b><b>\u00fc<\/b><b>ber Homosexualit<\/b><b>\u00e4<\/b><b>t predigten<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich erinnere mich gut an diesen Abendgottesdienst. Ich predigte eine Reihe mit dem Thema \u201eDas Verhalten der Christen gegen\u00fcber gesellschaftlichen Streitfragen\u201c. Es war nicht ein Verdammen von Menschen in gleichgeschlechtlichen Beziehungen, sondern sollte vielmehr erkl\u00e4ren, was die Bibel zum Thema homosexueller Lebensstil sagt und wie Gl\u00e4ubige hier helfen k\u00f6nnen. Charlene war an jenem Abend da, aber das war von mir nicht geplant gewesen. Gott f\u00fcgte es alles zusammen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir hatten eine Spanisch sprechende Kongregation, die sich bisweilen in unserer Kirche traf. Einige Glieder derselben, die auch Englisch sprachen, kamen an jedem Abend in unseren Gottesdienst.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am Ende des Gottesdiensts war es unsere Sitte, die Teilnehmer einzuladen nach vorne zu kommen, um zu beten. Einige beteten alleine, andere konnten mit einem Gemeindeglied zusammen beten, das die besondere Gabe dazu hatte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als Charlene niederkniete, um zu beten, kniete eine Frau der spanischen Kongregation, die ich vorher nicht gesehen hatte, neben ihr und begann zu beten. \u201eGott, befreie diese Frau von ihrem Lebensstil\u201c oder \u00e4hnliche Worte mit diesem Sinn. Sie sprach so laut, dass es alle h\u00f6ren konnten. Ich hoffte, dass Gott ein Wunder in Charlenes Leben bewirken w\u00fcrde; gleichzeitig betete ich daf\u00fcr, dass die Frau nicht alles zerst\u00f6rt hatte mit ihrem heftigen Beten neben einer Frau, die sie nicht kannte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es stellte sich heraus, dass Gott alles im Griff hatte. Charlene lie\u00df uns wissen, dass Gott schlie\u00dflich zu ihr durchgedrungen war. Der Kampf war vorbei.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Kurz nach diesem Abend gaben wir Charlene die Gelegenheit, um ihre Geschichte mit der Gemeinde zu teilen. Gott tut so viel mehr im Leben von Menschen als wir uns je tr\u00e4umen k\u00f6nnen, wenn wir nur Gott machen lassen wie es ihm gef\u00e4llt.<\/p>\n<p><em>\u00a9 Christianity Today International. Ver\u00f6ffentlicht mit freundlicher Genehmigung des Leadership Journal. <\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.christianitytoday.com\/le\/2013\/fall\/leaving-my-lesbian-past.html\">Christianity Today<\/a> (14. Oktober 2013)<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Deutsche \u00dcbersetzung: Dr. Manfred Koebel, K\u00f6lliken, Schweiz<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Kirche, die mit mir den Weg aus meiner Homosexualit\u00e4t ging Es war an einem Sonntagmorgen, zu Beginn der Fu\u00dfball-Saison. Ich hatte meinen Dallas Cowboy Jersey angezogen und freute mich darauf, die Spieler durch meine Zurufe anzufeuern. 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