{"id":10355,"date":"2013-12-30T09:08:32","date_gmt":"2013-12-30T07:08:32","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=10355"},"modified":"2013-12-30T09:12:10","modified_gmt":"2013-12-30T07:12:10","slug":"umgang-mit-nicht-kooperativen-ehepartnern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=10355","title":{"rendered":"Umgang mit nicht-kooperativen Ehepartnern"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">\u201eUnsere K\u00fcche ist veraltet, unver\u00e4ndert seit Mutters Tod. Ich lebe darin wie die Generation vor mir. Wie oft habe ich meinen Mann angebettelt, dass wir sie erneuern. Es liegt nicht am Geld. Es ist vielmehr das Prinzip meines Mannes, dass nichts erneuert wird, das noch funktionsf\u00e4hig ist. Wir k\u00f6nnen \u00fcber dieses Thema nicht sprechen. Sobald ich es anschneide, rastet er aus.\u201c Warum geht mein Partner nicht auf W\u00fcnsche ein? Wieso blockiert er jedes Gespr\u00e4ch, bei dem ich Kl\u00e4rung w\u00fcnsche? Warum regt er sich auf, wenn ich Vorschl\u00e4ge mache? Wieso will er immer genau das Gegenteil von dem, was ich w\u00fcnsche?<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8222;Da lie\u00df Gott, der Herr, einen tiefen Schlaf fallen auf den Menschen (1.Mose 2,21)\u2026 und Gott baute eine Frau und brachte sie zu ihm (1. Mose 2,22b)&#8220;. Das Ergebnis waren zwei Menschen, beide perfekt und vollkommen, aber vollkommen anders! Diese f\u00fchrt Gott zueinander als Bereicherung, als Freude, als gleichwertige Partner, als Erg\u00e4nzung! Miteinander sollten sie eine Einheit, ein Ganzes bilden. Das ist bis heute von Gott her nicht anders gedacht. Doch wir leben nicht mehr im Paradies, sondern in einer gefallenen Welt. Schon im Mutterleib bekommen wir Eindr\u00fccke mit. Zur einzigartigen DNA kommen alle Pr\u00e4gungen dazu, die wir aus Verhalten, Worten, Taten der Umwelt &#8211; und speziell aus unserer Ursprungsfamilie &#8211; automatisch aufnehmen und lernen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dieses komplizierte Etwas tritt uns im Alltag mit unserem Ehepartner entgegen. Zur Anfangszeit stand die Faszination des Andersseins im Vordergrund der Beziehung &#8211; das Gef\u00fchl, angenommen, bewundert und geliebt zu werden. Im Lauf der Jahre aber macht sich der Eindruck breit, vom anderen manipuliert, nicht ernst genommen, unterdr\u00fcckt, gedem\u00fctigt, falsch verstanden zu werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dabei spielen h\u00e4ufig fr\u00fchere Erfahrungen mit, die &#8211; bewusst oder unbewusst &#8211; Vorsichts- oder Abwehrma\u00dfnahmen ausl\u00f6sen: Schweigen oder Ausrasten, je nach Temperament. Schweigen ist eine Entscheidung, w\u00e4hrend man ausrastet, weil man die Kontrolle verliert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Was ich aus dem Mund der M\u00e4nner h\u00f6re (manchmal auch von Frauen):<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>&#8211; <\/b>Ich habe Angst davor, von ihm\/ihr<b> <\/b>\u00fcberfahren zu werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>&#8211; <\/b>Sie\/er gibt mir keine Zeit, dar\u00fcber<b> <\/b>nachzudenken.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>&#8211; <\/b>Sie\/er ist viel wortgewandter als ich.<b> <\/b>Mir fehlen die passenden Antworten. Also blockiere ich zun\u00e4chst alles.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8211;\u00a0Wenn sie weint, erinnert es mich an meine Mutter, die mich mit Tr\u00e4nen immer unter Druck setzte. <b><\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8211;\u00a0Wenn ich schweige, will ich sie\/ihn nicht verletzen. Ich bin nur \u00fcberfordert und wei\u00df nicht, was ich sagen soll.\u00a0<b>\u00a0<\/b>&#8211;\u00a0 Ich wei\u00df oftmals nicht einmal, was er\/ sie will. <b><\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8211;\u00a0Manchmal h\u00f6re ich bewusst nicht hin, weil es nur endlose Diskussionen gibt. <b><\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8211;\u00a0Wenn meine Frau\/mein Mann meint, wir sollten \u00fcber etwas reden, endet es gew\u00f6hnlich in einem Durcheinander von Gef\u00fchlen und Streit. Zum Schluss verstehe ich gar nichts mehr, und es ist schlimmer als zuvor.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8211;\u00a0Ich habe Angst vor seinen\/ihren Emotionen. Deshalb lasse ich es erst gar nicht zu einem Gespr\u00e4ch kommen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nicht kooperative Partner sind oft Menschen, die hilflos sind. Manchmal verbergen sich dahinter Unsicherheit und \u00c4ngste. Was kann helfen?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>Die Familiengeschichte des Partners kennenlernen<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Reden Sie \u00fcber Ihre Familiengeschichte! Das muss nicht auf einmal sein. Wenn Ihnen etwas einf\u00e4llt, erz\u00e4hlen Sie es. Berichten Sie von Ferienerlebnissen, \u00fcber das, was Sie erfreut hat. Sprechen Sie \u00fcber das, was schwer war. Sagen Sie, wer Sie in Ihrer Teenagerzeit verstanden hat. Fragen Sie nach, wie der Partner es erlebt hat. Sprechen Sie Verstehen aus, wo er gelitten hat. Lachen Sie mit ihm, wenn etwas komisch war f\u00fcr ihn. Aus diesen Schilderungen kann ein Bild des Verstehens wachsen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>Vertrauen zum Partner aufbauen durch Lob<\/b><b><\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Den Partner verbal wissen lassen, dass man zu ihm steht und ihn achtet. Sagen Sie z. B.: Ich bin froh, dass Du bei mir bist. Ich bin stolz auf Dein Wissen. Du gehst sorgf\u00e4ltig mit den Finanzen um. Danke! Du h\u00e4ltst alles so gut in Ordnung!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>Durch Zuwendung und N\u00e4he<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Legen Sie im Vorbeigehen die Hand auf seine\/ihre Schulter. Streichen Sie \u00fcber die Haare. Legen Sie Ihre Hand auf die Seine\/Ihre.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>Durch Gebet<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das erstaunt Sie vielleicht. Aber das Reden mit Gott \u00fcber den Partner kann bewirken, dass neues Vertrauen w\u00e4chst. Gott kann Ihnen dabei die Augen \u00f6ffnen, warum Ihr Partner so ist, wie er ist. Und wenn Sie ihn verstehen, k\u00f6nnen Sie besser mit seiner Eigenart umgehen und ihn besser annehmen. Wer sich angenommen f\u00fchlt, verliert mit der Zeit die Angst, sich zu \u00f6ffnen. Bitten Sie Gott darum, dass ER Ihr Mittelpunkt wird beim Reden, H\u00f6ren und Tun.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>Manchmal hilft entschiedenes Handeln<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach Absprache mit einem Therapeuten ist manchmal Handeln angesagt, auch wenn das zun\u00e4chst f\u00fcr den Partner wie ein \u00dcbergriff erscheint. Trotzdem kann dieses Handeln auf Dauer besser sein als die Bitterkeit und Vorwurfshaltung, die sich zwischen beiden ausgebreitet hat, bestehen zu lassen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>Finden Sie Wege, um Freude in Ihr Leben zu streuen<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein Musikinstrument erlernen. Musik erfreut das Herz. Sich einbringen in einem Pflegeheim, evtl. zum Vorlesen. Freude, die wir geben, kehrt ins eigene Herz zur\u00fcck. In einem Chor mitsingen, Menschen kennenlernen, um nicht um das ungel\u00f6ste Problem zu kreisen. Malen, basteln, Marmelade kochen, pflanzen, walken, etc. Leben Sie alles, was im Rahmen der M\u00f6glichkeiten ist, und verlieren Sie nicht Ihr Vertrauen in Gott.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>Ein paar Tipps:<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>&#8211; <\/b>Lassen Sie nicht zu, dass die Schwierigkeiten zum Mittelpunkt werden!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8211;\u00a0 Machen Sie den Partner nicht f\u00fcr Ihre Lebenserf\u00fcllung verantwortlich! <b><\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8211;\u00a0 Lassen Sie nicht zu, dass Ihre Zuneigung verloren geht! <b><\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8211;\u00a0 Beten Sie! <b><\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8211;\u00a0 Geben Sie negativen Gedanken keinen Raum. Das schadet Ihnen selbst! <b><\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><i>Quelle: Familie \u2013 Leben \u2013 Mission live, Nr. 127, 4. Quartal 2013<br \/>\n<\/i><i>Family Life Mission<br \/>\n<\/i><i>77676 Kehl\/Rhein<\/i><b><i><\/i><\/b><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eUnsere K\u00fcche ist veraltet, unver\u00e4ndert seit Mutters Tod. Ich lebe darin wie die Generation vor mir. Wie oft habe ich meinen Mann angebettelt, dass wir sie erneuern. Es liegt nicht am Geld. Es ist vielmehr das Prinzip meines Mannes, dass nichts erneuert wird, das noch funktionsf\u00e4hig ist. Wir k\u00f6nnen \u00fcber dieses Thema nicht sprechen. 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