{"id":10337,"date":"2013-12-20T14:54:24","date_gmt":"2013-12-20T12:54:24","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=10337"},"modified":"2013-12-20T14:55:47","modified_gmt":"2013-12-20T12:55:47","slug":"in-der-gemeinde-bleiben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=10337","title":{"rendered":"In der Gemeinde bleiben"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Predigt im Advent \u00fcber Hebr 10,19-25<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Liebe Zuh\u00f6rer, ein Pferd und ein Esel streiten sich \u00fcber ihre Bedeutsamkeit. Das Pferd sagt: \u201eIch bin gr\u00f6\u00dfer als du, ich bin st\u00e4rker, ich bin schneller.\u201c Der Esel \u00fcberlegt und erkl\u00e4rt dann feierlich: \u201ePferde werden in Zukunft von der Technik \u00fcberholt werden, Esel aber wird es immer geben.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Liegt es an der Zukunftsbedeutsamkeit des Esels, dass Jesus auf dem Grautier nach Jerusalem hineinritt? Nein, Jesus dr\u00fcckte Bescheidenheit aus. Erniedrigung. Und Erf\u00fcllung des Prophetenwortes von dem Erl\u00f6serk\u00f6nig, der auf einem Jungesel dahertraben wird. Das verstanden l\u00e4ngst nicht alle von denen, die vor der Stadt zusammenstr\u00f6mten und dem Reitersmann zujubelten wie das Stadion dem Fu\u00dfballstar. Doch die es damals verstanden und die es sp\u00e4ter begriffen, wer er ist: sie bilden die wahre Kirche und Gemeinde des Herrn. Christliche Gemeinde: sie versammelt sich. Sie lobt Jesus, den Erl\u00f6serk\u00f6nig. Sie zieht mit ihm durchs offene Tor Richtung Heiligtum.<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aufs neue geschieht das an jenem zuk\u00fcnftigen Adventstag, wenn der Sohn Gottes auf den Wolken des Himmels daherkommt. \u201eWerdet ihr dann als Gemeinde versammelt sein?\u201c, fragt der Hebr\u00e4erbriefschreiber, nach \u00dcberzeugung der fr\u00fchen Kirche niemand anderes als der Apostel Paulus. \u201eWerdet ihr als Gemeinde im Jesuslob ge\u00fcbt sein, wenn er kommt? Werdet ihr als treue Gemeinde mithineinziehen ins himmlische Heiligtum? Oder werden einige von euch unangenehm \u00fcberrascht werden, weil sie davongelaufen sind? Werden einige von euch nicht bereitstehen zum Jubeln, weil sie zwar einmal dabei <i>waren<\/i> bei dem christlichen Haufen, dann aber abgeh\u00e4ngt haben \u2013 Ach, keine Zeit! Ach, ob er wirklich erl\u00f6st? Ach, sein K\u00f6nigtum, doch nur ein sch\u00f6nes M\u00e4rchen!?\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Hebr\u00e4ergemeinde, wohl wegen ihrer N\u00e4he zum Judentum so benannt, zeigt Erm\u00fcdungserscheinungen. Und Aufl\u00f6sungserscheinungen. Der Apostel warnt eindringlich. Wer dort nicht dabei ist, wo Jesus als K\u00f6nig und Erl\u00f6ser gegr\u00fc\u00dft wird, der landet am Ende sozusagen auf der andern Seite von Jerusalem: das westliche Hinnom-Tal, wo fr\u00fcher den Baalsg\u00f6ttern Kinder als Opfer verbrannt wurden, liefert dem Neuen Testament den Begriff Gehenna, das hei\u00dft: H\u00f6lle, Gottestrennung. \u201eSchrecklich ist\u2019s, in die H\u00e4nde des lebendigen Gottes zu fallen\u201c: zu diesem Warnruf sieht sich der Apostel gen\u00f6tigt in Hebr\u00e4er Kapitel 10. Mit allem Ernst und mit aller Freude an dem menschenfreundlichen Gottessohn mahnt der Apostel dazu, dranzubleiben am Glauben. Dabei zu bleiben bei dem Haufen, der \u00fcber Jesus jubelt. Drinzubleiben in der Gemeinde. Der Aufruf von Hebr\u00e4er 10 lautet:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0<b>1. Bleibt drin in der Gemeinde, die vertrauensvoll beichtet!<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wahrscheinlich ritt Jesus auf dem Transporter mit Vierbeinantrieb durchs Goldene Tor nach Jerusalem hinein, das direkt zum Tempelberg f\u00fchrt. Bis zum heutigen Tag ist dieses Tor zugemauert. Die Osmanen h\u00e4tten verhindern wollen, dass der Messias eines Tages wieder herrlich einzieht, hei\u00dft es.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Viel wichtiger als dieser alte Zugang zur Stadt ist dem Apostel der \u201eEingang in das Heiligtum, den er uns aufgetan hat als neuen und lebendigen Weg durch den Vorhang\u201c. Das Tempelhaus hat der Seelsorger der Hebr\u00e4ergemeinde vor Augen, das keineswegs f\u00fcr jedermann zug\u00e4nglich ist, sondern mehrfach abgeschrankte, heilige Zone. In den Tempelraum kommt nur der diensthabende Priester hinein, in das Allerheiligste hinter dem gro\u00dfen, blau-roten Vorhang nur der Hohepriester an einem einzigen Hochfeiertag im Jahr. Und das nur nach sorgf\u00e4ltigen Waschungen und mit vorgeschriebenen Opferdarbringungen. Vorsicht, der Heilige! \u2013 so lernt es jeder Jude von Kindesbeinen an. Vorsicht, seine Gegenwart! Vorsicht, seine Unvertr\u00e4glichkeit mit der geringsten S\u00fcnde! Vorsicht, die unbedingt erforderlichen Tieropfer! Das alte Zugang zu Gott: ganz sch\u00f6n schwierig.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber jetzt, so freut sich der Apostel, haben wir ja einen neuen Zugang zu Gott: ganz sch\u00f6n leicht. Obwohl es f\u00fcr Jesus nicht leicht war, diesen Zugang zu schaffen. Als Menschenopfer hat er sich auf den Altar gelegt. Den gro\u00dfen Vorhang hat er von oben her durchgerissen. Als endg\u00fcltiger Hohepriester hat er kein Tempelhaus aus Stein und Gold betreten, sondern das Heiligtum im Himmel. Durch einen andauernden, st\u00e4ndig wirksamen Priesterdienst stellt Jesus Verbindung her zwischen dem Allerheiligsten und uns so gottesbed\u00fcrftigen Menschen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Einem Hindupriester in Indien ging auf, dass das etwas ganz anderes ist als seine Religion. Er hatte an bestimmten Festtagen bis zu 100 Ziegen zu schlachten, s\u00fchnende Opfer. Doch die Rituale lie\u00dfen ihn leer. Der Priester sah bei einer \u00f6ffentlichen Vorf\u00fchrung das verfilmte Leben von Jesus nach dem Lukasevangelium. Er begriff, dass das entscheidende, vollkommene Opfer gebracht ist. Er meldete sich bei den Veranstaltern und wurde Christ, begeistert von dem herrlich freien Zugang zu Gott.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Apostel ist genauso begeistert: \u201eSo lasst uns hinzutreten!\u201c Lasst uns den herrlich freien Zugang nutzen! Lasst uns die N\u00e4he Gottes suchen, aus der uns Segen entgegenstr\u00f6mt! Diese segensreiche Ann\u00e4herung ist immer mit der Reinigung des S\u00fcnders verbunden, unterstreicht der Briefschreiber. Er spielt auf das Taufwasser an, das nur \u00e4u\u00dferlich den K\u00f6rper ber\u00fchrt und doch innerlich das Gewissen reinw\u00e4scht. Zu der Reinheit der Taufe kehrt die Hebr\u00e4ergemeinde jedes Mal zur\u00fcck, wenn sie Gottesdienst feiert und das Beichtgebet spricht: ehrlich, in aufrichtiger Reue, aber auch mit vollem Vertrauen auf den Hohenpriester Jesus, der alles s\u00fchnt, vergibt und die gequ\u00e4lten Gewissen befreit.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein t\u00fcchtiger Stadtk\u00e4mmerer erfuhr das pers\u00f6nlich, der v\u00f6llig ausgebrannt in eine psychosomatische Klinik eingeliefert wurde. Er erz\u00e4hlte von einem Verkehrsunfall seiner Jungen-Erwachsenen-Zeit, den er verursacht und dabei einen guten Freund und Mitfahrer get\u00f6tet hatte. Damit ist er nie fertiggeworden. Bei einer ProChrist-Veranstaltung h\u00f6rte er, dass Jesus Christus von jeder Schuldenlast befreit. Er trat nach vorne unters Kreuz und wurde Christ. Jetzt spricht er von einer neuen Lebensqualit\u00e4t.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Gebet in der Gemeinde hilft uns, den herrlich freien Zugang zu Gott zu nutzen. Das Beichtgebet l\u00e4dt uns ein, nichts zu verstecken, sondern alles r\u00fcckhaltlos offenzulegen. Das Gebet in vollem Vertrauen auf den gro\u00dfen Hohenpriester macht unser Gewissen frei und unsere Seele heil. Deshalb: \u201eLasst uns hinzutreten!\u201c Lasst uns Christen werden, bei denen alles, alles bereinigt ist! Lasst uns drinbleiben in der Gemeinde, die vertrauensvoll beichtet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0<b>2. Lasst uns drinbleiben in der Gemeinde, die hoffnungsvoll bekennt.<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b> <\/b>\u201eGelobt sei, der da kommt, im Namen des Herrn\u201c, schrieen sie Jesus am Stadttor von Jerusalem entgegen. Ein Bekenntnis zum Erl\u00f6serk\u00f6nig, zum Messias. Viele verstanden nicht, was sie da eigentlich hinausposaunten. Die, die es verstehen und ganz bewusst bekanntmachen, bilden die wahre Kirche und Gemeinde des Herrn.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201e\u2018Jesus ist der erwartete Messias\u2018, so bekennt ihr es doch, wenn ihr im Gespr\u00e4ch mit Juden seid\u201c; der Apostel wei\u00df, wie es zugeht in der urchristlichen Hebr\u00e4ergemeinde. \u201e\u2018Jesus ist der Herr, der Sch\u00f6pfer der Welt, womit sich die R\u00f6mer- und Griechenreligion erledigt\u2018, so vertretet ihr\u2019s doch selbst gegen\u00fcber Priestern vom Jupiter- und Athene-Tempel.\u201c Nun, dann: \u201eLasst uns festhalten an dem Bekenntnis der Hoffnung und nicht wanken!\u201c Der Bekenntniseifer der Hebr\u00e4er scheint in letzter Zeit ziemlich nachgelassen zu haben. Sonst w\u00fcrde der Apostel nicht so pochen auf das gemeinsame, offene Wort von Jesus. Dass die Mitchristen deutlich zur\u00fcckhaltender geworden sind, k\u00f6nnte mit schlechten Erfahrungen zusammenh\u00e4ngen. Von bissigem Spott spricht dasselbe Kapitel, von Raub in Christenh\u00e4usern, also: von einem Kampf gegen die neue Sekte. Da wird man doch vorsichtig. Da h\u00e4lt man lieber den Mund. Da \u00fcberlegt man sich, ob es nicht besser w\u00e4re, nicht dazuzugeh\u00f6ren. Denen, die sich auf leisen Sohlen davonschleichen wollen, gebietet der Hebr\u00e4erbrief Einhalt. Das w\u00e4re die Verleugnung und der Verrat, mit dem das Heil verlorengeht. Wenn das Jesuswort wahr ist: \u201eWer mich nun bekennt vor den Menschen, den will ich auch bekennen vor meinem himmlischen Vater.\u201c Wer Jesus verleugnet und verschweigt, den verschweigt er auch am Ende bei der Aufrufung der erl\u00f6sten Namen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Deshalb \u00fcben wir uns darin, klar und offen zu ihm zu stehen. Etwa dadurch, dass wir im Gottesdienst das Apostolische Glaubensbekenntnis sprechen. Diese S\u00e4tze aus der fr\u00fchen Kirche halten fest, was denn so besonders ist an dem gekreuzigten Mann, der wieder lebt, und was denn so einzigartig ist an der heiligen christlichen Kirche, die der Geist Gottes immer neu belebt. Wir reihen uns ein in den langen Zug der Bekenner, die uns vorausgingen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir halten das Wissen um den lebendigen Gott wach in unserer Zeit, in der ganz andere Bekenntnisse wichtig sind. Das lautstarke Bekenntnis der Fu\u00dfballfans zu ihrem Verein sieht man im Fernsehen. Unter Computernutzern kennt man bekennende Apple-Kunden: nur Apple, sonst nichts. Das allgegenw\u00e4rtige Glaubens-Bekenntnis, Homosexualit\u00e4t sei normal und jede ablehnende Meinung dazu sei unmoralisch, ja fast eine Art von krimineller Handlung, taucht jetzt sogar auf einer Internetseite der Bundesliga auf. Pfarrer Hermann Traub, der k\u00fcrzlich verstorben ist, aber noch eine Predigtvorbereitung f\u00fcr den ersten Advent ver\u00f6ffentlicht hat, erkl\u00e4rt: Worauf unsere Gesellschaft zur Zeit mit aller Medienmacht eingeschworen wird, ist die Toleranzgemeinschaft der Gutwilligen, die kantigen christlichen Aussagen immer weniger Raum l\u00e4sst. Traub sagt: \u201eIn dieser gesellschaftlichen Bedrohung, die sich zum Schluss zur Gemeinschaft der Unbarmherzigen entwickeln wird, die alle nicht Gleichgeschalteten ausmustert, halten wir fest am Bekenntnis der Hoffnung.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Ganze des christlichen Glaubens wird mit dem Wort \u201eHoffnung\u201c charakterisiert. Der Blick geht nach vorne. Dorthin, wo der Erl\u00f6serk\u00f6nig erscheinen wird. Um uns zu erl\u00f6sen aus aller Aush\u00f6hlung und Verdr\u00e4ngung des Christentums.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Heute schon zieht dieser Gottesbevollm\u00e4chtigte in seine Gemeinde ein. Um dem Krebskranken beizustehen, der gerade nicht glauben kann; dem Ehepartner, der denkt, in seiner Ehe werde nichts mehr besser; dem Lehrer, der die Hoffnung f\u00fcr seine Klasse aufgegeben hat; dem Gemeindeglied, das sich nur noch negativ \u00fcber seine Gemeinde \u00e4u\u00dfert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eLasst uns festhalten an dem Bekenntnis der Hoffnung!\u201c Lasst uns auf den Herrn setzen, der alles \u00e4ndern und bessern kann! Lasst uns offen zu ihm stehen, auch wenn sich eine ganze Kultur gegen ihn stellt! Lasst uns drinbleiben in der Gemeinde, die hoffnungsvoll bekennt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>3. Lasst uns drinbleiben in der Gemeinde, die liebevoll begleitet.<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b> <\/b>Gerade so, wie am Stadttor vor Jerusalem die Leute zusammenliefen, um Jesus zu feiern, so sind die Christen in der Gr\u00fcndungszeit der Hebr\u00e4ergemeinde zusammengelaufen: gepackt von dem Erl\u00f6ser, dem K\u00f6nig, dem Gott auf Erden. Jetzt aber, vermutlich nur wenige Jahre sp\u00e4ter, laufen manche davon. Sie bleiben den Gottesdiensten fern, dann auch den Liebesdiensten an Witwen und Waisen, dann auch den Gemeindeessen. Wie entt\u00e4uschend f\u00fcr die andern, die treu dabei sind! So geht das Gemeindeleben den Bach hinunter, das ist klar! Der Apostel setzt ein Stoppzeichen und startet ein R\u00fcckrufaktion: \u201eLasst uns nicht verlassen unsere Versammlungen, wie einige zu tun pflegen, sondern einander ermahnen.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Ermahnung wird ans dritte Gebot erinnern, das nicht nur ein Ruhegebot, sondern auch ein Versammlungsgebot ist: \u201eSechs Tage sollst du arbeiten; der siebente Tag aber ist feierlicher Sabbat, heilige Versammlung.\u201c Die Ermahnung wird das Jesuswort gro\u00df machen: \u201eWo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen.\u201c Die Ermahnung wird auf die geistliche Erfahrung hinweisen: Wer vom Weg in die Gemeinde abkommt, der kommt auch vom Glaubensweg ab.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine Ermahnung, wie eben frisch geschrieben f\u00fcr unsere Zeit der 1000 Wochenendaktivit\u00e4ten, der ausgebluteten Gottesdienste und der geleerten, schlie\u00dflich auch verkauften Kirchengeb\u00e4ude. Wissen die, die wegbleiben, dass es bei diesem Schwundproblem nicht um die Wahrung des kirchlichen Mitgliederstandes oder nur um die Entt\u00e4uschung der Restgemeinde geht, sondern um ihr geistliches Leben? Die Gemeinde des Herrn soll der Kindergarten, die Schule und das Erwachsenenbildungszentrum f\u00fcr den Glauben sein. Sie soll eine Gemeinschaft sein, in der einer auf den andern achtet: \u201eWie geht es Ihnen?\u201c \u201eIch habe dir ein Ermutigungswort f\u00fcr deine Krankheitszeit!\u201c \u201eFrau Schmidt habe ich schon lange nicht mehr hier gesehen, ich werde Sie mal anrufen.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eLasst uns aufeinander achthaben und anreizen zur Liebe und zu guten Werken.\u201c Den besten Anreiz schafft wohl \u00fcberzeugendes Christenleben. Ein alter Gemeinschaftsmann f\u00e4llt mir ein, ein stiller, lieber Mensch, der noch auf dem Hof mithalf, zu Fu\u00df weite Wege zu Krankenbesuchen ging und bei der Bibelauslegung treffende Wegweisungen mitzuteilen wusste.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Solche Wegbegleiter brauchen wir! Wir finden sie in der Gemeinde. Ich will drinbleiben in der Gemeinde, die vertrauensvoll beichtet, die hoffnungsvoll bekennt und die liebevoll begleitet. Ich will keinesfalls dort fehlen, wo man den ankommenden Erl\u00f6serk\u00f6nig gr\u00fc\u00dft. Amen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Pfr. Tobias Ei\u00dfler, Predigt zum 1. Advent am 1. Dezember 2013<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Predigt im Advent \u00fcber Hebr 10,19-25 Liebe Zuh\u00f6rer, ein Pferd und ein Esel streiten sich \u00fcber ihre Bedeutsamkeit. 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