{"id":10129,"date":"2013-10-14T09:36:03","date_gmt":"2013-10-14T07:36:03","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=10129"},"modified":"2013-10-14T09:36:03","modified_gmt":"2013-10-14T07:36:03","slug":"evangelische-schulbuecher-foerdern-die-bejahung-gleichgeschlechtlicher-lebensweise","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=10129","title":{"rendered":"Evangelische Schulb\u00fccher f\u00f6rdern die Bejahung gleichgeschlechtlicher Lebensweise"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Moment mal! Ist der Titel des neuen Schulbuches f\u00fcr evangelische Religion, das an nieders\u00e4chsischen Gymnasien von diesem Schuljahr an in der siebten Klasse verwendet wird. Das dritte Kapitel des Schulbuches, das 2013 in erster Auflage im Klett-Verlag erschienen ist, behandelt das Verh\u00e4ltnis der Geschlechter: \u201eGemacht als Mann und Frau \u2013 was hei\u00dft das?\u201c Nach Bearbeitung dieser Lektion ist der Sch\u00fcler nach Aussage des Buches in der Lage \u201ezu erkl\u00e4ren, was (biblische) Mythen \u00fcber Menschen und ihre Beziehungen sagen\u201c. Der erste Abschnitt des Kapitels beginnt mit dem Genesiswort: \u201eEs ist nicht gut, dass der Mensch allein sei\u201c (1 Mose 2,18). Darauf aufbauend h\u00e4tte man in einem Lehrbuch f\u00fcr evangelische Religion eigentlich eine kleine f\u00fcr Sch\u00fcler verst\u00e4ndliche und m\u00f6glichst positiv wertende evangelische Ehelehre erwartet. Stattdessen liegt der Schwerpunkt der dann folgenden und im Unterricht zu behandelnden Zitate im Bereich der Stellung der Frau, so wird u. a. Eva aus der Sicht einer feministischen Theologin beschrieben.<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ohne dass die Schlie\u00dfung einer Ehe oder die Aussagen der Bibel zur Ehe \u00fcberhaupt auch nur erw\u00e4hnt wurden, wird im n\u00e4chsten Kapitel bereits das Zerbrechen von Beziehungen behandelt. Marc (13) kommt zu Wort und berichtet von der Trennung seiner Eltern. Sabine Schmidt (47) kommt ebenfalls zu Wort und berichtet von der Goldenen Hochzeit ihrer Eltern. Ein Lichtblick? Nein, denn es graut Sabine Schmidt vor dieser Feier: \u201eAushalten, durchhalten, Maul halten.\u201c Ganz nach diesem Motto verlief anscheinend auch die Ehe der beiden Jubilare. Die Zitierte meint, dass ein Ende mit Schrecken besser gewesen w\u00e4re, als ein Schrecken ohne Ende, doch sie stellt fest, dass an \u201eScheidung damals noch nicht zu denken\u201c war. Nur in einem Nebensatz erw\u00e4hnt Sabine Schmidt, dass sie bei Freunden auch gelingende Ehen miterlebt habe, die ihr Mut zur eigenen Ehe gemacht h\u00e4tten. Immerhin! Doch hier h\u00e4tte man unbedingt ankn\u00fcpfen m\u00fcssen, um den Sch\u00fclern aufzuzeigen, dass Gott auch kaputte Ehen wieder heilen kann und der Glaube Vers\u00f6hnung unter Ehepartnern und die Erneuerung von Ehen m\u00f6glich macht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im n\u00e4chsten Abschnitt geht es um die Rolle der Sexualit\u00e4t. Es werden ein Zitat aus der EKD-Orientierungshilfe \u201eMit Spannungen leben\u201c und die Aktion \u201eWahre Liebe wartet\u201c gegen\u00fcbergestellt. Doch das Pro und Contra ist nur scheinbar unparteiisch, da die EKD-Position innerhalb des Buches Leitfunktion hat. Sie wird als ma\u00dfgebliche Stimme \u201eevangelischen Glaubens\u201c gehandelt. In diesem Fall wird die EKD-Orientierungshilfe u. a. mit folgendem Zitat zu Geh\u00f6r gebracht: \u201e\u2026die damit gegebene Ausrichtung an der Geschlechtergemeinschaft von Mann und Frau kann jedoch nicht ohne Weiteres gleichgesetzt werden mit den Leitbildern Ehe und Familie. In den biblischen Sch\u00f6pfungsaussagen ist nicht ausdr\u00fccklich von diesen \u2013 geschichtlich und kulturell variablen \u2013 Formen des Zusammenlebens die Rede\u2026\u201c Hier k\u00fcndigen sich bereits die vielf\u00e4ltigen u. a. gleichgeschlechtlichen Lebensformen der nun aktuellen EKD-Orientierungshilfe \u201eZwischen Autonomie und Angewiesenheit\u201c an. Dass die Bibel und damit auch die evangelische Ethik die Sexualit\u00e4t im Schutzraum der ehelichen Geborgenheit verortet und sie darauf beschr\u00e4nkt, lesen wir in der EKD-Stellungnahme nicht. Es ist zu bef\u00fcrchten, dass die Aktion \u201eWahre Liebe wartet\u201c nur die Au\u00dfenseiterposition \u00fcbernehmen soll, auf deren Hintergrund dann die liberale Position der EKD erl\u00e4utert werden soll.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Diese Bef\u00fcrchtung wird dann im Abschnitt \u201eGemacht als Mann und Mann \/ als Frau und Frau?\u201c best\u00e4tigt. Ein Bild gibt die Marschroute an: Zwei stilisierte Paare gleichen Geschlechts vor dem Hintergrund einer Regenbogenflagge, die hier nicht als Zeichen der Treue Gottes steht, sondern als Symbol der Homosexuellenbewegung zur Geltung kommt. Unter der \u00dcberschrift \u201eVerbotene Liebe\u201c wird ausf\u00fchrlich (25 Zeilen) geschildert wie Sven und Christoph sich w\u00e4hrend einer Fahrradtour n\u00e4herkommen, sich gegen\u00fcberstehen, in die Augen sehen und sich dann k\u00fcssen. Es folgt ein Kasten, der vom Leiden homosexueller Christen berichtet: \u201eViele homosexuelle Christen leiden in fundamentalistischen Gemeinden\u201c. Tom Haus war in der \u201eevangelikalen Bewegung in Chemnitz als Liedermacher aktiv\u201c. Nach seinem \u201eOuting\u201c sei er \u201eausgegrenzt und diskriminiert\u201c worden. Sogar Morddrohungen habe er erhalten. Das Zitat stammt aus dem Buch \u201eMission Gottesreich\u201c von Oda Lambrecht und Christian Baars. Im Anschlu\u00df daran wird dann Manfred Kock als ehemaliger Ratspr\u00e4sident der EKD zitiert: \u201eZur Zeit der Entstehung der biblischen Schriften war nicht bekannt, dass Homosexualit\u00e4t eine Pr\u00e4gung der Sexualit\u00e4t ist, die nach wissenschaftlicher Erkenntnis mehr als 10 % der Menschen betrifft. Insofern ist es auch keine Verletzung der Sch\u00f6pfung oder Missachtung der Ehe, wenn Homosexualit\u00e4t als vorgegeben verstanden wird.\u201c Auch die Professorin f\u00fcr evangelische Theologie Helga Kuhlmann kommt zu Wort: \u201eDie christliche Religion, in der Gott die Liebe und die Quelle der Liebe ist, gebietet Respekt vor allen, die sich lieben\u201c. Selbstverst\u00e4ndlich \u2013 das legt der gesamte Kontext nah \u2013 ist da die aufbl\u00fchende Liebe von Christoph und Sven inbegriffen. In den weiterf\u00fchrenden Aufgaben werden die Sch\u00fcler aufgefordert, sich \u00fcber die Geschichte und Ziele des \u201eChristopher Street Day\u201c und die Ziele und Grunds\u00e4tze des Arbeitskreises \u201eHomosexuelle und Kirche\u201c (HuK) zu informieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es ist ersch\u00fctternd, dass die Verfasser eines Schulbuches f\u00fcr evangelische Religion nicht in der Lage oder willens sind, auf Grundlage von Bibel und Bekenntnisschriften eine zeitgem\u00e4\u00dfe evangelische Ehelehre zu entwickeln und den Sch\u00fclern Mut zur Ehe und Familie zu machen. Noch ersch\u00fctternder jedoch ist, dass zw\u00f6lf- bis dreizehnj\u00e4hrige Sch\u00fcler in v\u00f6llig tendenzi\u00f6ser Weise an das Thema Homosexualit\u00e4t herangef\u00fchrt werden und ganz offensichtlich im Gegensatz zur biblischen Ethik im Sinne einer vorbehaltlosen Bejahung homosexueller Lebensweise beeinflusst werden sollen. Nachfragen beim nieders\u00e4chsischen Kultusministerium und beim Klett-Verlag ergaben, dass das Buch in dieser Fassung bereits in zw\u00f6lf Bundesl\u00e4ndern zugelassen ist. Auch wenn die inhaltliche Ausrichtung des Buches nahtlos in das rot-gr\u00fcne Umerziehungsprojekt passt, so zeichnet doch bereits die christdemokratisch-liberale Vorg\u00e4ngerregierung f\u00fcr die Zulassung des Buches an nieders\u00e4chsischen Gymnasien verantwortlich.<\/p>\n<p><i>Johann Hesse<\/i><\/p>\n<p><i>Moment mal! 2 Evangelische Religion Gymnasium, Ernst Klett Verlag, 1. Auflage 2013<\/i><\/p>\n<p><em>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.gemeindehilfsbund.de\/mitteilungsblatt-qaufbruchq.html\">Aufbruch &#8211; Mitteilungsblatt des Gemeindehilfsbundes 2\/2013<\/a>.<br \/>\n<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Moment mal! 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