{"id":10117,"date":"2013-10-09T09:52:42","date_gmt":"2013-10-09T07:52:42","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=10117"},"modified":"2013-10-09T10:06:47","modified_gmt":"2013-10-09T08:06:47","slug":"buchempfehlung-keine-andere-lehre-ein-plaedoyer-fuer-die-kraft-des-evangeliums-inmitten-postmoderner-beliebigkeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=10117","title":{"rendered":"Buchempfehlung: Keine andere Lehre. Ein Pl\u00e4doyer f\u00fcr die Kraft des Evangeliums inmitten postmoderner Beliebigkeit"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><b><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/keine-andere-lehre.png\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-full wp-image-10119\" alt=\"keine-andere-lehre\" src=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/keine-andere-lehre.png\" width=\"143\" height=\"143\" srcset=\"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/keine-andere-lehre.png 186w, https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/keine-andere-lehre-150x150.png 150w\" sizes=\"(max-width: 143px) 100vw, 143px\" \/><\/a>John F. Parkinson: Keine andere Lehre. Ein Pl\u00e4doyer f\u00fcr die Kraft des Evangeliums inmitten postmoderner Beliebigkeit, D\u00fcsseldorf 2012, CMV Hagedorn. Urspr\u00fcnglich 2010 unter dem Titel \u201eNo Other Doctrine\u201c in Gro\u00dfbritannien erschienen.<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach einem Vorwort von Bert Cargill gibt der Autor John F. Parkinson eine Einf\u00fchrung ins Thema. Er stellt danach das von Paulus verk\u00fcndigte Evangelium und die Reaktionen der j\u00fcdischen und heidnischen Welt sowie der Moderne und der Postmoderne vor. Weil der Darwinismus dem Vertrauen in die Bibel Schaden zugef\u00fcgt hat, widmet der Autor der Frage nach den Urspr\u00fcngen ein Kapitel. Im letzten Kapitel bekr\u00e4ftigt Parkinson, dass auch in unserer postmodernen Welt keine andere Lehre da ist, die den Weg zur Rettung zeigt. Ein Anhang \u00fcber die \u201eEmerging Church\u201c, Begriffserl\u00e4uterungen und Endnoten beschlie\u00dfen das Buch.<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Frage steht im Raum: Machen moderne und postmoderne \u201eErkenntnisse\u201c ein anderes Evangelium, eine andere Lehre notwendig? J. F. Parkinson zeigt Parallelen von antikem mit modernem wie auch postmodernem Denken auf. Damals wie heute gibt es die atheistisch-mechanistische Sicht (damals die epikureischen Atheisten), die animistisch-pantheistische Sicht (damals die Stoiker), den Polytheismus und den Okkultismus, die jeweils zu Intoleranz gegen\u00fcber der Verk\u00fcndigung des Evangeliums gef\u00fchrt haben und heute noch f\u00fchren. \u201eDie Verkn\u00fcpfung des religi\u00f6sen Glaubens mit der nationalen Kultur und Geschichte ist immer noch das gr\u00f6\u00dfte Hindernis, dass die Macht der Finsternis dem Evangelium in den Weg stellt.\u201c (S. 70) Offenkundige Wahrheit wurde und wird aufgrund verdunkelter Erkenntnis zur\u00fcckgewiesen. \u201eF\u00fcr ungerechte Menschen gibt es nichts Unan-genehmeres und Be\u00e4ngstigenderes, als Gott an einem bestimmten Tag pers\u00f6nlich Rechenschaft geben zu m\u00fcssen.\u201c (S. 65f) Das von Paulus gepredigte Evangelium war und ist die einzige Botschaft, die eine hilfreiche Antwort auf die Not des Menschen bietet. Der antike wie auch der heutige Mensch bedarf der Vergebung und Rettung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Angriff der \u201ehistorisch-kritischen Theologie\u201c auf Jesus Christus, den Sohn Gottes, hat letztlich in der Infragestellung seiner Gottessohnschaft schon zu seiner irdischen Lebenszeit seinen Vorl\u00e4ufer.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Apostel Paulus war bereits zu Lebzeiten vielen Anschuldigungen und Verleumdungen ausgesetzt. Moderne, sog. \u201eliberale\u201c Theologen haben Paulus bezichtigt, Verf\u00e4lscher des Christentums zu sein und einen S\u00fchnetod-Mythos hervorgebracht zu haben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In der Bibelkritik der sog. \u201eliberalen Theologie\u201c sieht der Autor eine Parallele zur Schrifthaltung der Sadduz\u00e4er. Das Wort Jesu \u201eIhr irrt, weil ihr die Schriften nicht kennt noch die Kraft Gottes\u201c (Mt 22,29) gilt nicht nur den Sadduz\u00e4ern, sondern auch den modernen Bibelkritikern, die das Christentum schw\u00e4chen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Parkinson erkennt nach der zerst\u00f6rerischen \u201eliberalen Theologie\u201c den Darwinismus als weiteres \u201eUngeheuer\u201c (S. 102), das dem Vertrauen in das Wort Gottes schweren Schaden zuf\u00fcgte \u2013 obwohl kein Fall von Makro-Evolution beobachtet worden ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es \u201ewird die Wahrheit von einem transzendenten Sch\u00f6pfer verneint, und dies zugunsten eines sich selbst schaffenden, sich selbst ordnenden Universums.\u201c (S. 145) Solche Vorstellungen wurden von stoischen Pantheisten zur Zeit des Paulus vertreten. Dieser jedoch verk\u00fcndigte Gott als Sch\u00f6pfer \u2013 uns heute noch zum Vorbild.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach der Sicht Parkinsons kann 1789 (Sturm auf die Bastille in Paris) den Beginn der Moderne markieren\u00a0 sowie 1989 (Fall der Berliner Mauer) ihr Ende. Wie unterscheiden sich Moderne und das die Gegenwart bestimmende postmoderne Denken? Der Autor definiert: <i>\u201eDer Leitgedanke des Modernismus ist, dass der Mensch die Wahrheit ohne Hilfestellung allein mit seinem Verstand ergr\u00fcnden kann, w\u00e4hrend der Leitgedanke des Postmodernismus darin besteht, dass es \u00fcberhaupt keine Wahrheit gibt, die man entdecken k\u00f6nnte.\u201c <\/i>(S. 121)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zentral f\u00fcr den Modernismus sind nach Parkinson Vernunft- und Fortschrittsglaube und die Betonung absoluter Wahrheiten. Dem widerspricht der Postmodernismus, der Relativismus und Pluralismus vertritt. Der Postmodernismus ist logische Konsequenz aus den nichtchristlichen, falschen Voraussetzungen des Modernismus.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Postmodernist verneint die Existenz absoluter Wahrheit. Damit erweist sich aber die Unsinnigkeit der geistigen Grundlage des Postmodernismus. Denn wenn es keine absolute Wahrheit gibt, ist auch die Behauptung, es g\u00e4be keine absolute Wahrheit, nicht absolut wahr.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach dem postmodernen Philosophen Derrida ist es beim Interpretieren von Texten nicht statthaft, nach der Absicht des Autors zu fragen. \u00dcber den Sinn entscheidet der Leser! Wenn man diesen Grundsatz auf die Schriften Derridas selbst anwendet, zeigt sich seine Unsinnigkeit: Man braucht Derridas Texte nicht ernstzunehmen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn konsequent gottlos gedacht wird, f\u00fchrt der Denkweg in die Sinnlosigkeit, die Absurdit\u00e4t und in die Verzweiflung. \u201eDie Torheit des Postmodernismus ist nichts Neues, aber sie ist die unumg\u00e4ngliche Endstation der Reise, welche die Menschheit damals antrat, als sie die Wahrheit \u00fcber Gott gegen die L\u00fcge austauschte und die Sch\u00f6pfung anstelle des Sch\u00f6pfers anbetete und verehrte (R\u00f6m 1,25).\u201c (S. 154) Die modernen pluralistischen Vorstellungen k\u00e4men ins Wanken, wenn man die religi\u00f6sen F\u00fchrer dieser Welt mit Jesus Christus genau vergleichen w\u00fcrde. Die Prophezeiungen bez\u00fcglich der Person Jesu, seine Geburt, sein Leben, die Bedeutung seines Todes und seine Auferstehung zeigen seine Einzigartigkeit und Absolutheit. Zu Jesus Christus gibt es \u00fcberhaupt keine ernstzunehmende Alternative.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Doch viele Menschen erschaffen sich nach eigenem Gutd\u00fcnken lieber eine die S\u00fcnde nicht verurteilende Gottesvorstellung. Der Feminismus greift Gott und den christlichen Glauben an. \u201eVon Gott so zu sprechen, als sei Er wahlweise Gott oder G\u00f6ttin, ist Blasphemie der \u00fcbelsten Art.\u201c (S. 150f)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Parkinson fasst zusammen, dass der Postmodernismus ein Angriff auf die Vernunft ist: \u201eDie postmoderne Vorstellung vom Relativismus ist eine Absage an das Konzept der Wahrheit und erzeugt absurde Widerspr\u00fcche. Relativismus wiederum f\u00fchrt zu Pluralismus, zu der Meinung, dass keine religi\u00f6se \u00dcberzeugung im ausschlie\u00dflichen und absoluten Sinn wahr sein kann. Mit anderen Worten, wir k\u00f6nnen nichts mit Sicherheit wissen, weil es nichts zu wissen gibt.\u201c (S. 168)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ist Wahrheit relativ oder absolut? \u201eWir lehnen die postmoderne Antwort ab, dass alle Wahrheit von Menschen gemacht und blo\u00df ein relativer Begriff ohne absolute Dimension sei.\u201c (S. 159) Mithin hat nach Sicht des Autors die Postmoderne keine absoluten Fundamente und f\u00fchrt zu einem moralischen Chaos. \u201eKeiner Religion wird zugestanden, im objektiven und absoluten Sinn wahr zu sein.\u201c (S. 152)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gott und seine Wahrheit sind jedoch absolut. Er will, dass alle Menschen errettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen. Das Wort Gottes ist Wahrheit und irrtumslos. Die Wahrheit ist nicht zeitlich begrenzt, sondern ewig, nicht kulturabh\u00e4ngig, sondern universal, nicht pluralistisch, sondern ausschlie\u00dflich. Die relativistisch-pluralistische Position ist unlogisch, in sich widerspr\u00fcchlich und antig\u00f6ttlich. Der Christ, dem der Pluralist Arroganz vorwirft, sollte in die Waagschale werfen: \u201eNiemand anderes ist jemals f\u00fcr meine S\u00fcnden gestorben und auferstanden, um mich zu retten. Die Gurus, heiligen M\u00e4nner, Philosophen und religi\u00f6sen F\u00fchrer dieser Welt k\u00f6nnen rein gar nichts tun, um meine S\u00fcnden hinweg zu nehmen.\u201c (S. 162)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der typische Postmodernismus glaubt nicht an den Gott der Bibel, vielmehr ist er atheistisch oder glaubt an eine unpers\u00f6nliche h\u00f6here Macht. Christen sind beauftragt, den vielen Bibelunkundigen in der westlichen Welt den \u201eunbekannten Gott\u201c (vgl. Apg 17) zu verk\u00fcndigen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Zum Anhang:<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Emerging-Church-Bewegung, die sich aus unterschiedlichen Richtungen zusammensetzt, l\u00e4sst die von Christus und der Heiligen Schrift gelehrte absolute Wahrheit beiseite schieben zugunsten von Zeitgeist und pluralistischen und relativistischen Vorstellungen. Dagegen h\u00e4lt der Autor fest: \u201eDas Evangelium, das Paulus predigte, ist immer noch Gottes m\u00e4chtige und lebensspendende\u00a0 Botschaft f\u00fcr die Welt, sei diese Welt mittelalterlich, modern oder postmodern. Es gibt wahrlich keine andere Lehre.\u201c (S. 177)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\" align=\"right\"><i>Jethro Lamprecht, Oktober 2013<\/i><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\" align=\"right\"><em>Das Buch &#8222;Keine andere Lehre&#8220; kann <a href=\"http:\/\/www.cmv-duesseldorf.de\/keine-andere-lehre.html\">hier<\/a> bestellt werden.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>John F. Parkinson: Keine andere Lehre. Ein Pl\u00e4doyer f\u00fcr die Kraft des Evangeliums inmitten postmoderner Beliebigkeit, D\u00fcsseldorf 2012, CMV Hagedorn. Urspr\u00fcnglich 2010 unter dem Titel \u201eNo Other Doctrine\u201c in Gro\u00dfbritannien erschienen. Nach einem Vorwort von Bert Cargill gibt der Autor John F. Parkinson eine Einf\u00fchrung ins Thema. 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