{"id":1,"date":"2009-06-11T16:37:29","date_gmt":"2009-06-11T14:37:29","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=1"},"modified":"2010-02-15T18:21:02","modified_gmt":"2010-02-15T16:21:02","slug":"hallo-welt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=1","title":{"rendered":"Ist Gott unsere Mutter?"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Ist Gott unsere Mutter?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In der \u201eBibel in gerechter Sprache\u201c wird das \u201eVater Unser\u201c \u00fcbersetzt mit \u201eDu, Gott, bist uns Vater und Mutter im Himmel. Ist es f\u00fcr Christen legitim, Gott als Mutter zu bezeichnen und Gott als \u201eunsere Mutter\u201c anzusprechen?<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach dem reformatorischen \u201esola scriptura\u201c suchen wir die Antwort auf diese Frage in der Schrift. Schon ein kurzer Blick in die Konkordanz verr\u00e4t, dass Gott sich an keiner Stelle als Mutter offenbart oder anreden l\u00e4sst. Es gibt nur den bekannten Vergleich im Propheten Jesaja: \u201eIch will euch tr\u00f6sten, wie einen seine Mutter tr\u00f6stet\u201c (Jes 66,13). Wohlgemerkt: Gott tr\u00f6stet sein Volk nicht als Mutter, sondern wie eine Mutter ihre Kinder tr\u00f6stet. Das kommt einer angenommenen M\u00fctterlichkeit Gottes noch am N\u00e4chsten, kann aber eine Anrede Gottes als \u201eMutter\u201c kaum begr\u00fcnden. Zu fragen ist: Wie offenbart sich Gott und wie will er aufgrund seiner Offenbarung angesprochen werden? Das Alte Testament gibt uns erste Hinweise:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich will sein Vater sein, und er soll mein Sohn sein (2Samuel 7,14; 1Chronik 28,6).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bist du doch unser Vater, denn Abraham wei\u00df von uns nichts\u2026Du, Herr, bist unser Vater (Jes 63,16).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Vaterschaft Gottes wird uns in ihrer F\u00fclle in Jesus Christus offenbart und zug\u00e4nglich gemacht. Immer wieder spricht Jesus von Gott als seinem Vater (Mt 7,21; 10,32; 11,27; Mk 14,36; Lk 2,49; 23,34; Joh 1,14; 3,35; 8,16) nie und an keiner Stelle spricht Jesus von Gott als seiner Mutter. Jesus selbst redete Gott im Gebet als seinen Vater an, niemals als seine Mutter (Joh 11,41; 12,28; 17,1). So lehrt uns Jesus denn auch nicht nur durch sein Vorbild, sondern auch durch direkte Anweisung, Gott als Vater anzureden und nicht als Mutter: Vater unser im Himmel, geheiligt werde dein Name (Mt 6,9). Durch Jesus und nur durch ihn kommen wir zum Vater (Joh 14,6), nicht zur Mutter. Wenn wir Jesus sehen, dann sehen wir Gott den Vater, nicht Gott die Mutter (Joh 14,9). Der Heilige Geist f\u00fchrt uns zum himmlischen Vater (Joh 4,23) und durch ihn rufen wir auch das vertrauliche \u201eAbba, lieber Vater\u201c (R\u00f6 8,15).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gott hat sich zwar als Vater seines Volkes, seines Sohnes und seiner Kinder geoffenbart und will auch als Vater angesprochen werden, aber damit hat er doch keine Aussage \u00fcber sein Geschlecht gemacht. Hier liegt wohl der Denkfehler. Gott ist Geist (Joh 4,24). Es ist doch gar nicht n\u00f6tig und m\u00f6glich, Gott ein biologisches Geschlecht zuzuordnen. Er ist weder Mann noch Frau, sondern Gott und Geist. Wenn dieser souver\u00e4ne Gott sich uns als Vater offenbart und uns durch seinen Sohn lehrt, ihn als Vater anzurufen, dann wollen wir diesen (v\u00e4terlichen) Wunsch respektieren und befolgen. Mit welcher Begr\u00fcndung sollten wir Gott gegen seinen Wunsch, gegen seinen geoffenbarten Willen und gegen das gelebte Vorbild seines Sohnes und der von ihm autorisierten Apostel mit \u201eMutter\u201c ansprechen?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wo Namen vergeben werden, wird in gewisser Weise Herrschaft ausge\u00fcbt. Eltern d\u00fcrfen bestimmen, wie sie ihre Kinder nennen. Gott hat das Recht, Namen zu vergeben und Jakob in Israel umzubenennen (1Mose 32,29). Gott gibt Adam das Recht, den Tieren ihren Namen zu geben. (1Mose 2,19) Nebukadnezzar \u00fcbte Herrschaft aus, indem er den gefangenen Juden andere Namen gab (Dan 1,7). Entspringt der Gedanke, Gott gegen seinen geoffenbarten Willen einen anderen Namen zu geben, dem Wunsch, \u00fcber Gott zu herrschen, ihn zu beherrschen, ja Gott gleich zu sein?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>05.06.2009<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ist Gott unsere Mutter? In der \u201eBibel in gerechter Sprache\u201c wird das \u201eVater Unser\u201c \u00fcbersetzt mit \u201eDu, Gott, bist uns Vater und Mutter im Himmel. 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