Gemeindenetzwerk

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Unteröwisheimer Erklärung

Montag 8. Juli 2013 von Christus Bewegung Baden


Christus Bewegung Baden

Für das Christusbekenntnis in der Kirche

Unteröwisheimer Erklärung und Verpflichtung der Teilnehmer eines Treffens 35 badischer Pfarrer am 22. Juni 2013, zu dem die „Christus Bewegung Baden“ ins CVJM-Zentrum nach Kraichtal-Unteröwisheim bei Bruchsal eingeladen hat.

In einer Zeit, in der viele Menschen Orientierungen suchen, aber gegenüber der Institution Kirche immer mehr skeptisch sind und Bindungen scheuen, müssen wir unseren Weg als Kirche finden. Biblisches Wissen und damit der Zugang zu einem persönlichen Glauben an den dreieinigen Gott ist für viele Menschen in unserem Land immer weniger vorhanden. Deshalb wollen wir in der Evangelischen Kirche in Baden alle Kräfte neu bündeln und uns nicht von der aufkommenden Resignation in den eigenen Reihen anstecken lassen.

Wir wollen, dass auf allen Ebenen der Verkündigung – in Gottesdiensten, Glaubensseminaren, Unterricht und Diakonie – der die Menschen suchende dreieinige Gott überzeugend bekannt gemacht wird. Wir wollen, dass Menschen wieder wissen, was sie glauben, und glauben, was sie wissen. Die bewährten Bekenntnisse unserer Kirche sollen uns zur Auslegung der Bibel helfen, dem Individualismus wehren und zu einem frohen persönlichen Bekenntnis des Glaubens bei allen Generationen führen.

Wir bitten und erwarten, dass in den Kirchengemeinden Ehrenamtliche und Hauptamtliche diesen missionarischen Auftrag als erste Priorität behandeln, die finanziellen Ressourcen entschlossener dafür einsetzen und mutige Schritte zur Umsetzung einschlagen. Es ist die Aufgabe der Kirchenleitung, die Christen und Gemeinden darin zu unterstützen. Kirche soll entschiedener Mission als Grundtätigkeit umsetzen!

In einer Zeit des Zerfalls vieler Werte, in der das bewusste Verlassen biblischer Leitbilder, wie z.B. die Ehe, sogar von kirchlichen Verlautbarungen mit vorangetrieben wird, sind wir besonders herausgefordert zur Alternative und zum Widerstand. Ein ethischer Dammbruch bis hin zur ethischen Verwahrlosung hat eingesetzt. Viele Menschen in unserem Land haben sich in Abhängigkeiten und Süchte jeder Art verstrickt. Wir wollen in Wort und Vorbild neue Klarheit in unser Volk bringen, wie das Leben mit Gott in eine lebenswürdige Spur kommt.

Wir wollen auf allen Ebenen dem Irrglauben widersprechen, als wären die grenzenlose Freiheit, die selbstgemachte Religiosität, die totale Wahlmöglichkeit der Lebensformen brauchbare Lebensziele. Sie sind unbrauchbar, weil sie die Menschen überfordern. Die Grundlagen biblischer Ethik sollen neu bekannt werden und damit die Freude am Leben neu entdeckt werden.

Wir bitten und erwarten, dass Christen, Kirchengemeinden und vor allem mit der Leitung unserer Kirche beauftragte Frauen und Männer dem Eindruck wehren, als wären die Christen zu jeder Beliebigkeit fähig und müssten Vorreiter von gesellschaftlichen Entwicklungen sein – auch wenn sie dem Wort Gottes widersprechen. Kirche muss ein klares Profil zeigen!

In einer Zeit, in der von vielen Menschen Vorbilder, Leitbilder und Orientierung gesucht werden, weil in zerbrochenen Familien, fehlenden Elternteilen, in der Großeltern-Generation wenig Hilfe zu finden ist, wollen wir wieder genauer darauf achten, welche Personen Leitungsfunktionen in Kirche, Schulen und Universitäten übernehmen. Neben demokratischen Entscheidungsformen, die wir schätzen und achten, muss es bei Leitungsämtern letztlich um berufene Frauen und Männer nach Gottes Herzen gehen, die nicht ihre Persönlichkeit verwirklichen, ihre Karriere bauen wollen, sondern sich allein im Dienst Jesu sehen. Als so durch den Auftrag Jesu Christi Berufene sind sie allein an Schrift und Bekenntnis unserer Kirche gebunden. Fragen des Gewissens dürfen nicht Mehrheitsentscheidungen unterworfen werden. Wir wollen nicht nachlassen, für alle zu beten, die in unserer Kirche eine Leitungsaufgabe haben und die in den Gemeinden Verantwortung tragen, und sie nach unseren Kräften in ihrem Auftrag unterstützen.

Wir bitten und erwarten, dass Christen, Kirchengemeinden und alle mit der Leitung unserer Kirche beauftragten Frauen und Männer dafür sorgen, dass Menschen, die allein dem dreieinigen Gott gehören und dienen, Verantwortungsträger sind.

Kraichtal-Unteröwisheim

22. Juni 2013

Unterschriften (Name, Ort, E-Mail)

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Dieser Beitrag wurde erstellt am Montag 8. Juli 2013 um 18:48 und abgelegt unter Ehe u. Familie, Gemeinde, Kirche.