Gemeindenetzwerk

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Abschied vom Biblisch-Christlichen EheverstÀndnis

Freitag 21. Juni 2013 von Konferenz Bekennender Gemeinschaften


Die Orientierungshilfe der EKD zum Thema Familie „Zwischen Autonomie und Angewiesenheit“ rĂ€umt grĂŒndlich mit den an Bibel und Bekenntnis orientierten Vorstellungen von Ehe und Familie auf. Sie markiert einen Bruch zu Ă€lteren Orientierungshilfen der EKD, einen Bruch mit eindeutigen Bibel- und Bekenntnisaussagen und stellt sich zu ihnen in Widerspruch.

Der Ausgangspunkt der sogenannten Orientierungshilfe ist ein gesellschaftspolitischer und kein biblisch-geistlicher. Freiheit und Gleichheit werden hier nicht biblisch-theologisch im VerstĂ€ndnis der Reformation, sondern im Sinne einer modernen Gesellschaft gedacht.  Ehe und Familie im herkömmlichen Sinn genießen kein Privileg mehr. Jede Lebensform, „die verlĂ€sslich, respektvoll und fĂŒrsorglich gelebt wird“, verdient dieselbe WĂŒrdigung. Gleichgeschlechtliche Partnerschaften werden auch in theologischer Hinsicht als gleichwertig anerkannt. Alle sollen sich angenommen und wohlfĂŒhlen dĂŒrfen. Die Ehe „bis der Tod euch scheidet“ verliert an Sinntiefe und Verbindlichkeit, vielmehr wird intensiv von der Scheidung und Begrenztheit der Ehe gedacht. Ein evangelisch-ethisches Profil ist nicht erkennbar. In der Absage an jedes „normative VerstĂ€ndnis der Ehe als göttliche Stiftung oder natĂŒrliche Schöpfungsordnung“ stellt sich diese Orientierungshilfe in Gegensatz zum lutherischen Bekenntnis. (Siehe Großer Katechismus Martin Luthers – ErklĂ€rung zum 6. Gebot )

Die EKD  will offensichtlich als progressive gesellschaftliche Kraft gelten, weniger als Glaubensgemeinschaft, die der SĂ€kularisierung und dem Meinungsstrom der Zeit wehrt. Die SelbstsĂ€kularisierung der Ev. Kirche strebt einmal mehr einem Höhepunkt zu. Keine der großen Weltreligionen leistet sich eine Verweltlichung dieses Ausmaßes.

Der Geist des Bundesverfassungsgerichts, der Geist der unbeschrÀnkten Gleichheit (Genderismus) und der vorherrschende Zeitgeist hatten Vorrang vor dem Heiligen Geist, dem Geist der Treue zu den Grundlagen der Kirche, des evangelischen Glaubens.

In den Bezugnahmen auf biblische Texte werden die Texte hermeneutisch antibiblisch uminterpretiert. Der Umgang mit der Bibel ist ein laxer, Bibeltexte, die strenger anmuten, werden entschÀft.

FĂŒr die Ökumene bedeutet diese unevangelische, schrift- und bekenntniswidrige Orientierungshilfe einen ernst zu nehmenden RĂŒckschlag und eine weitere Belastung.

Die Konferenz Bekennender Gemeinschaften distanziert sich von dieser die Ehe abwertenden Orientierungshilfe der EKD und ermutigt die Christen, weiter unbeirrt am biblischen Bild von Ehe und Familie festzuhalten.

Pastor Ulrich RĂŒĂŸ

1.Vorsitzender der Kirchlichen Sammlung um Bibel und Bekenntnis in der Ev.-Luth. Kirche in Norddeutschland, Vorsitzender der KBG (Konferenz Bekennender Gemeinschaften in Deutschland) und PrÀsident der IKBG (Internationale Konferenz Bekennender Gemeinschaften)

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Dieser Beitrag wurde erstellt am Freitag 21. Juni 2013 um 16:21 und abgelegt unter Ehe u. Familie, Kirche, Theologie.