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Andacht zum Christfest

Denn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben, und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter; und er heißt Wunder-Rat, Gott-Held, Ewig-Vater, Friede-Fürst. (Jesaja 9, 5)

Das Kindlein, in Bethlehem geboren, ist ein Wunderkind. Jesaja spricht: „Uns ist ein Kind geboren, uns ist ein Sohn gegeben“. Gott sei gelobt! Auch wir dürfen sagen: Uns gehört er! Denn die Engelbotschaft lautete: „Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird“ (Lk. 2, 10). Dieses Kindlein ist die Gabe der Liebe Gottes an die Welt; und wer glaubt, darf ausrufen: Auch mir ist er gegeben.

Wer kann es ergründen, was uns in ihm geschenkt ist? Auf die Schultern dessen, der arm und klein in Bethlehems Krippe lag, hat der Vater die Herrschaft über alle Dinge gelegt; ihm „ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden“ (Mt. 28, 18). Alle, die sich beugen unter ihn und wieder Kindlein werden, haben Anteil an seinem Reich; er hält, trägt und bewahrt sie mit seiner Macht; er macht Kronenträger aus ihnen. – Er heißt Wunderbar. „Das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns“ (Joh. 1, 14); ist das nicht ein Wunder! Der Herr der Herrlichkeit in Knechtsgestalt ist ein Wunder. Er, der alle Dinge geschaffen hat, ringend in Gethsemane, hängend am Fluchholz, auferweckt von den Toten, ist ein wunderbarer Mann. Mir ist er gegeben; für mich ist er geboren, für mich ist er gehorsam gewesen, für mich hat er geblutet, für mich ist er auferstanden, und so bin ich selber ein Wunder, ein Wunder seiner Liebe. Er ist der Rat. Einst fand er keinen Raum in der Herberge. „Er war der Allerverachtetste“ (Jes. 53, 3); jetzt regiert er mit unendlicher Weisheit. Ohne ihn ist die Welt ratlos, hoffnungslos; sein Rat führt alles herrlich hinaus und macht zuschanden alle Weisheit der Welt. Auch als Rat gehört er mir; er ist mein Licht, er ist mein Führer. – Er ist der starke Gott, Gottheld. Für eine Weile hat er sich unter die Engel erniedrigt (Hebr. 2, 9); nun als starker Gott sitzt er zur Rechten der Majestät. Niemand kann seiner Hand widerstehen. Mir ist er gegeben; ich bin in seiner Hand. – Er ist der Ewigvater für mich. In ihm hatte der Vater von Ewigkeit her Liebesgedanken über mich. In ihm schaue ich dem Vater ins Herz hinein, in ihm sehe ich den Vater, durch ihn bin ich Gottes Kind für Zeit und Ewigkeit. Er ist der Friedefürst für alles, was ihm huldigt. Er hat Friede gemacht zwischen uns und dem Vater, und er wird nicht ruhen, bis es erfüllt sein wird: „Friede auf Erden.“ (Lk. 2, 14)

Herr der Herrlichkeit! Du bist ein Kindlein geworden um meinetwillen. Ich danke Dir, ich bete Dich an. Amen.

Quelle: Elias Schrenk, “Suchet in der Schrift. Andachten für jeden Tag”, Missionsverlag Bielefeld 2012.

Das Andachtsbuch kann bis zum 31.12.2012 zum Sonderpreis von 7,00 € in der Geschäftsstelle des Gemeindehilfsbundes [1] bestellt werden. Preis ab dem 1.1.2013: 9,90 €.