Gemeindenetzwerk

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Andacht über Philipper 2,6 und 7

Freitag 14. Dezember 2012 von Elias Schrenk (1831-1913)


Elias Schrenk (1831-1913)

Er, der in göttlicher Gestalt war, hielt es nicht für einen Raub, Gott gleich zu sein, sondern entäußerte sich selbst und nahm Knechtsgestalt an, ward den Menschen gleich und der Erscheinung nach als Mensch erkannt. (Philipper 2, 6 und 7)

Was Paulus hier göttliche Gestalt nennt, heißt er in Kolosser 1, 15 „Ebenbild des unsichtbaren Gottes“, und ähnlich drückt sich der Hebräerbrief in Kapitel 1, 3 aus. Unser Herr Jesus Christus, der Abglanz der Herrlichkeit Gottes, entäußerte sich selbst, er begab sich aus der göttlichen Gestalt, Macht und Herrlichkeit und nahm Knechtsgestalt an.

Der Satan wollte Gott gleich sein und verführte den Menschen durch Lüge, auch sein zu wollen wie Gott. Diesem Raub gegenüber hat unser Heiland freiwillig, aus Liebe zu uns, sich dessen begeben, was Satan Gott rauben wollte, aber nie rauben kann. Zwar hat er sich nie aus der Gottessohnschaft begeben, er blieb Gottes Sohn, auch als der Menschensohn. Aber er lebte in solcher Niedrigkeit, Armut und Selbstverleugnung, dass er fortwährend in Knechtesart blieb, in der er diente, statt sich dienen zu lassen. Er hat seine Gottessohnschaft nie gebraucht, um sich der täglichen Armut, Niedrigkeit und Schmach zu entledigen. Wenn er zuweilen etwas von seiner göttlichen Herrlichkeit durchblicken ließ, so geschah es zur Verherrlichung des Vaters, aber nie um sich irgendein Leiden oder eine Verleugnung zu ersparen. Hatte er ja doch bis zu seinem Tode um des Bekenntnisses seiner Gottessohnschaft willen zu leiden. In dieser Knechtsgestalt ist er erschienen, um der Heiland von uns hochmütigen, herrschsüchtigen, anspruchsvollen, leidensscheuen Menschen zu werden. Er ist uns gleich geworden und hat unsere Gefühle gehabt, unsere Erfahrungen gemacht, unsere Versuchungen erlebt die Sünde ausgenommen , um unser Hohepriester zu werden. Je mehr wir diese Knechtsgestalt anschauen, desto klarer wird es uns, warum meistens nur die Armen, Elenden, Gedrückten und Gebeugten zum Heiland kommen. Ach, es wird den „Edlen nach dem Fleisch“ gar schwer, an Jesu Knechtsgestalt Gefallen zu finden. Gefällt sie dir?

Ja, Du demütiger Heiland! Du armer verachteter Menschensohn! Du Mann in der Dornenkrone hast mir das Herz genommen. Werde mir immer köstlicher, immer unentbehrlicher. Amen.

Elias Schrenk, Andacht für den 14. Dezember

Quelle: Elias Schrenk, “Suchet in der Schrift. Andachten für jeden Tag“, Missionsverlag Bielefeld 2012.

Das Andachtsbuch kann bis zum 31.12.2012 zum Sonderpreis von 7,00 € in der Geschäftsstelle des Gemeindehilfsbundes bestellt werden. Preis ab dem 1.1.2013: 9,90 €.

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Dieser Beitrag wurde erstellt am Freitag 14. Dezember 2012 um 9:06 und abgelegt unter Predigten / Andachten.