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Bentek-Studie: Windenergie wenig effektiv

Freitag 14. Oktober 2011 von Christoferuswerk e.V.


Christoferuswerk e.V.

Das „EuropĂ€ische Institut fĂŒr Klima und Energie“ (EIKE) veröffentlichte auf seiner Webseite www.eike-klima-energie.eu folgenden Artikel von Robert Bryce zum Thema WindrĂ€der und Windenergie, basierend auf der US-amerikanischen Bentek-Studie: „Fakten sind Ă€rgerliche Dinge, besonders wenn es um die Mythen der Windenergie geht. Seit Jahren glauben BefĂŒrworter von erneuerbaren Energie, dass die steigende Nutzung von Windenergie eine kosteneffektive Methode sein kann, um CO2-Emissionen zu reduzieren. Die Wirklichkeit: Die Vorteile der Windenergie hinsichtlich dieser Reduzierung werden weit ĂŒberschĂ€tzt. Selbst wenn Windenergie wirklich helfen wĂŒrde, Kohlenstoff-Emissionen zu senken, so sind diese Reduktionen viel zu teuer, um wirksam genutzt werden zu können.

Dies sind die Ergebnisse einer grĂŒndlichen neuen Studie, die heute von Bentek Energy veröffentlicht worden ist. Bentek Energy ist eine in Colorado ansĂ€ssige Firma zur Analyse von Energie. Anstatt sich auf Computermodelle zu verlassen, die lediglich theoretische Emissionsdaten benutzen, haben die Autoren Porter Bennett und Brannin McBee aktuelle Emissionen von Kraftwerken in vier Gebieten analysiert: Beim Electric Reliability Council of Texas, Bonnevielle Power Administration, California Independent System Operator und dem Midwest Independent System Operator. Diese vier Systemoperatoren beliefern 110 Millionen Verbraucher oder ein Drittel der US-Bevölkerung.

Bennet und McBee schauten sich mehr als 300.000 stĂŒndliche Aufzeichnungen von 2007 bis 2009 an. Ihre Ergebnisse zeigen, dass die American Wind Energy Association (AWEA) und andere Windparks die FĂ€higkeit des Windes, Schwefeldioxid, Nitrooxid und Kohlendioxid zu reduzieren, weit ĂŒberschĂ€tzt hatten. TatsĂ€chlich stellte sich in der Studie heraus, dass in einigen Regionen des Landes, z. B. in Kalifornien, die Nutzung der Windenergie die Schwefeldioxidemissionen kein bisschen reduziert.

Aber die wichtigste Schlussfolgerung aus der Studie ist, dass Windenergie „keine kosteneffektive Lösung zur Reduzierung von Kohlendioxid ist, wenn man Kohlenstoff mit weniger als 33 Dollar pro Tonne rechnet“. Angesichts der nach wie vor in der Rezession steckenden US-Wirtschaft und der Arbeitslosigkeit auf Rekordhöhe kann und will der Kongress nicht versuchen, eine Kohlenstoffsteuer einzufĂŒhren, egal wie gering diese ausfallen soll. Die AWEA behauptet, dass jede Megawattstunde durch Windturbinen erzeugten Stromes den Ausstoß von Kohlendioxid um 0,8 Tonnen verringert.

Aber die Bentek-Studie zeigt, dass die CO2-Reduktion durch Windenergie in Kalifornien, einem Staat, der stark abhĂ€ngig von mit Erdgas erzeugtem Strom ist, nur etwa 0,3 Tonnen pro Megawattstunde betragen hatte. Weiter ergab die Studie, dass im Gebiet, das von der Bonneville Power Administration bedient wird, die einen großen Anteil ihres Stromes aus Wasserkraft erzeugt, die CO2-Reduktion nur bei 0,1 Tonne pro Megawattstunde lag. Um eines klarzustellen: die Bentek-Studie fand heraus, dass in der vom Midwest Independent System Operator bedienten Region, in der der meiste Strom in Kohlekraftwerken erzeugt wird, die Vorteile des Windes grĂ¶ĂŸer sind (etwa 1,0 Tonnen eingesparten CO2’) als die AWEA behauptet.

Betrachtet man jedoch die Reduktionen von Schwefeldioxid und Nitrooxiden im Mittleren Westen, zeigte sich laut der Bentek-Studie erneut, dass die Behauptungen der AWEA ĂŒbertrieben waren. Wie ist das in Texas, dem Bundesstaat mit einigen 10 000 Watt installierter KapazitĂ€t aus Windstrom, mehr als jeder andere Bundesstaat? Auch hier stellte sich in der Bentek-Studie klar, dass die Behauptungen der AWEA ĂŒbertrieben waren. Texas ist stark abhĂ€ngig von der Stromerzeugung durch Erdgas. Bei der Anwendung von Windenergie im Bereich des Electric Reliability Council von Texas ergab sich aus der Bentek-Studie eine Reduktion von Schwefeldioxid um 1,2 Pfund pro Megawattstunde, deutlich weniger als die von AWEA behaupteten 5,7 Pfund. Ähnlich war es mit der Reduktion von Nitrooxiden, fand man doch eine Reduktion um lediglich 0,7 Pfund anstatt der von der AWEA behaupteten2,3 Pfund, und die Reduktion von Kohlendioxid belief sich auf 0,5 Tonnen pro Megawattstunde und nicht auf die von AWEA behaupteten 0,8 Tonnen.

Aus der Bentek-Studie kommen weitere schlechte Nachrichten fĂŒr die subventionsabhĂ€ngige Windindustrie: Niedrige Preise fĂŒr Erdgas, der wirtschaftliche Abschwung und die Ungewissheit ĂŒber die Fortsetzung föderaler Subventionen lassen die Windindustrie zittern. Im Jahre 2010 ist die gesamte KapazitĂ€t von winderzeugtem Strom in den USA um 5100 Megawatt gestiegen, etwa halb so viel wie im Jahre 2009. Im ersten Viertel dieses Jahres belief sich der Zuwachs gerade mal auf 1100 Megawatt, was darauf hindeutet, dass es in diesem Jahr noch schlimmer ist als 2010.

Die Aussichten fĂŒr die Windindustrie sind so schlecht, dass T. Boone Pickens, lange Zeit einer der lautesten BefĂŒrworter der Windenergie, auf dem US-Markt aufgegeben hat. Der sich selbst vermarktende MilliardĂ€r, der mit lautem Getöse einmal Windturbinen im Wert von etwa 2 Milliarden Dollar im Jahre 2008 bestellt hatte, versucht inzwischen, in Kanada eine Heimstatt fĂŒr diese Turbinen zu finden.

ZusĂ€tzlich zu diesen Schwierigkeiten erhebt sich in immer mehr LĂ€ndern der Welt Protest gegen die Windindustrie. In der EuropĂ€ischen Plattform gegen Windfarmen haben sich derzeit 485 Organisationen aus 22 europĂ€ischen Staaten zusammen geschlossen. In Großbritannien, wo Windprojekte in Wales, Schottland und anderswo bitter bekĂ€mpft werden, haben sich rund 250 Anti-Wind-Gruppen gebildet. In Kanada gibt es allein in der Provinz Ontario mehr als 50 Anti-Wind-Gruppen. In den USA gibt es etwa 170 solcher Gruppen. WĂ€hrend viele Faktoren der Windindustrie arg zusetzen, nimmt der heute veröffentlichte Bentek-Bericht dieser Industrie auch noch die Hauptgrundlage fĂŒr ihre Existenz. Der Global Wind Energy Council, eine der Hauptlobbygruppen der Windindustrie, behauptet, dass die Reduktion des Eintrags von Kohlendioxid in die AtmosphĂ€re „der wichtigste Vorteil der Windstromerzeugung fĂŒr unsere Umwelt ist“. Die American Wind Energy Association beharrt ihrerseits auf der Feststellung, dass die Windindustrie „den Eintrag von Kohlendioxid bis zum Jahr 2030 um 825 Millionen Tonnen vermeiden kann“.

Aber wenn der Windenergie Kohlendioxid-Emissionen nicht signifikant reduziert, können die Kritiker die ĂŒppigen Subventionen der Branche in Frage stellen, einschließlich der Steuergutschrift von 0,022 $ fĂŒr jede Kilowattstunde Strom. Zum Vergleich: im Jahr 2008, berichtete die Energy Information Administration, dass die Subventionen fĂŒr den Öl-und Gassektor 1,9 Mrd. $ pro Jahr oder etwa USD 0,0001 je kwh betrug. In anderen Worten, Subventionen fĂŒr die Windenergie je kwh mehr als 200 mal so groß wie jene, die dem Öl-und Gassektor [auf der Basis [von pro-unit-of-Energie (BTU) – ] erzeugt]. Mit anderen Worten, die Subventionen fĂŒr den Windsektor sind je kwh mehr als 200 mal grĂ¶ĂŸer als diejenigen fĂŒr den Öl- und Gassektors. Falls diese Subventionen einmal wegfallen sollten, wĂ€re der Windsektor in den USA augenblicklich mausetot. Und fĂŒr die Verbraucher wĂ€re das eine hoch willkommene Nachricht.

Die Windenergieindustrie ist das GegenstĂŒck zum Betrug mit Biodiesel aus Mais: es handelt sich um eine ĂŒbermĂ€ĂŸig subventionierte Industrie, die vollstĂ€ndig von fließenden Steuergeldern abhĂ€ngt, um solvent zu bleiben. Außerdem wird dem Verbraucher ein Produkt angedreht, das unseren Bedarf an Erdgas kaum verringert oder CO2-Emissionen reduziert. Die jĂŒngste Bentek-Studie sollte eine PflichtlektĂŒre fĂŒr politische EntscheidungstrĂ€ger sein. Es ist eine dringend notwendige Erinnerung an die Ă€rgerlichen Fakten ĂŒber die Windenergie, die durch den tsunamiartigen Hype um grĂŒne Energie verschleiert worden sind.

Autor Robert Bryce

Robert Bryce ist beratendes Mitglied am Manhattan Institute. – Sein viertes Buch “Power Hungry: The Myths of „Green“ Energy and the Real Fuels of the Future” wurde kĂŒrzlich veröffentlicht.

Link: http://www.forbes.com/2011/07/19/wind-energy-carbon.html

Übersetzt von Chris Frey fĂŒr EIKE

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Dieser Beitrag wurde erstellt am Freitag 14. Oktober 2011 um 14:33 und abgelegt unter Gesellschaft / Politik.