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Musterbrief an die Abgeordneten des Deutschen Bundestages zur PID

Dienstag 31. Mai 2011 von Stoppt PID


Stoppt PID

Musterbrief an die Abgeordneten des Deutschen Bundestages zur PID

 

Sehr geehrter Herr / sehr geehrte Frau,

bald werden Sie im Bundestag eine Gesetzesentscheidung ĂŒber Verbot oder Zulassung der PrĂ€implantationsdiagnostik (PID) treffen.

Dieses Gesetz betrifft nicht nur Eltern, die sich fĂŒr eine kĂŒnstliche Befruchtung entscheiden, sondern es hat Auswirkungen auf unser VerstĂ€ndnis vom Rechtsstaat, auf den wir alle als BĂŒrger in diesem Land bisher vertrauen konnten.

Die PID zielt darauf, den durch kĂŒnstliche Befruchtung entstandenen menschlichen Embryo genetisch zu untersuchen, um eventuelle Erbkrankheiten oder Behinderungen zu erkennen. Je nach Befund wird der Embryo dann in die GebĂ€rmutter eingepflanzt oder aussortiert. Eine Studie der EuropĂ€ischen Gesellschaft fĂŒr Humanreproduktion und Embryologie (ESHRE) belegt: FĂŒr jedes Kind, das nach PID geboren wird, werden durchschnittlich 33 Embryonen „produziert“ und dann beseitigt, weil sie „QualitĂ€tsanforderungen“ nicht entsprechen.

Damit ist die PID in jedem Falle ein Instrument zur Selektion von Menschen im frĂŒhesten Entwicklungsstadium. So verstĂ€ndlich der Wunsch von Eltern ist, ein gesundes Kind zu bekommen, darf dieser Zweck nicht jedes Mittel heiligen. Ich bitte Sie zu verhindern, daß kĂŒnftig in Deutschland wieder Menschen oder Ethikkommissionen ĂŒber „lebenswertes“ und „lebensunwertes“ Leben nach bestimmten, letztlich vom Staat gesetzten „QualitĂ€tskriterien“ urteilen.

Die Erfahrungen in LĂ€ndern, die die PID zugelassen haben, zeigen leider ausnahmslos, daß die anfangs enge Begrenzung auf wenige schwere Krankheiten und Behinderungen nirgendwo eingehalten worden ist. Es ist absehbar, daß die wachstumsstarke Reproduktionsindustrie und der Druck, möglichst nur gesunde Kinder zu haben, auch bei uns die Ausweitung der PID-Kriterien weiter vorantreiben wird.

Mit der PID wird letztlich nicht Leid, sondern das Kind als „möglicher Schaden“ selbst abgewendet. Es gibt aber nur ein Leben, und jeder Mensch muß auch kĂŒnftig dieselbe Chance auf Leben haben.

Deshalb fĂŒhle ich mich als BĂŒrger/BĂŒrgerin von Ihrer Entscheidung ganz direkt betroffen. Ich bitte Sie von ganzem Herzen, sich fĂŒr ein vollstĂ€ndiges Verbot der PID und den entsprechenden Gesetzentwurf auszusprechen.

Mit freundlichen GrĂŒĂŸen

Ihr

N. N.

Aus dem Portal www.stoppt-PID.de

Dieser Brief dient als Anhaltspunkt zu einer eigenen Stellungnahme. Bitte kurz formulieren.

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Dieser Beitrag wurde erstellt am Dienstag 31. Mai 2011 um 14:41 und abgelegt unter Gesellschaft / Politik, Lebensrecht.