Gemeindenetzwerk

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Zu welcher Gruppe werden wir geh├Âren?

Samstag 19. Juni 2010 von Pastor Heinrich Kemner (1903-1993)


Pastor Heinrich Kemner (1903-1993)

Zu welcher Gruppe werden wir geh├Âren?

Viele nun seiner J├╝nger, die das h├Ârten, sprachen: Das ist eine harte Rede; wer kann sie h├Âren? Da Jesus aber bei sich selbst merkte, da├č seine J├╝nger dar├╝ber murrten, sprach er zu ihnen: ├ärgert euch das? Wie, wenn ihr nun sehen werdet den Menschensohn auffahren dahin, wo er zuvor war? Der Geist ist’s, der lebendig macht; das Fleisch ist nichts n├╝tze. Die Worte, die ich zu euch geredet habe, die sind Geist und sind Leben. Aber es gibt einige unter euch, die glauben nicht. Denn Jesus wu├čte von Anfang an, wer die waren, die nicht glaubten, und wer ihn verraten w├╝rde. Und er sprach: Darum habe ich euch gesagt: Niemand kann zu mir kommen, es sei ihm denn vom Vater gegeben. Von da an wandten sich viele seiner J├╝nger ab und gingen hinfort nicht mehr mit ihm. Da fragte Jesus die Zw├Âlf: Wollt ihr auch weggehen? Da antwortete ihm Simon Petrus: Herr, wohin sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens; und wir haben geglaubt und erkannt: Du bist der Heilige Gottes. (Johannes 6,60-69)

Die gro├če Masse ist gegangen. Sie hat sich – eben noch so begeistert und erstaunt ├╝ber die Wundertat Jesu – an seinen Worten ge├Ąrgert und sich von ihm getrennt. Angesichts einer Welt, die sich weithin von Gott abwendet, sind wir – wie die zw├Âlf J├╝nger Jesu – vor die Entscheidung gestellt: Haben wir den Mut, uns wie Petrus gegen die Meinung der Masse zu Jesus und seinem Wort zu bekennen? Wagen wir es, unser Leben auf den zu setzen und zu gr├╝nden, den so viele verachten?

Treue bedeutet zun├Ąchst Wagnis und Mut. Treue fordert t├Ąglich neu eine Entscheidung. Und doch sehen wir hier deutlich: was die Zw├Âlf bei Jesus h├Ąlt, liegt nicht in ihnen, sondern Jesus und seine Wirklichkeit haben sie in einer Weise ergriffen, gepackt und ├╝berwunden, dass sie nicht mehr von ihm loskommen k├Ânnen. Obwohl Jesus ihnen den Weg freigibt, sehen sie, wenn sie ihr Leben ├╝berblicken, keine andere M├Âglichkeit als die, bei Jesus zu bleiben. Sosehr unsere aktive Entscheidung, unser Wille, unser mutiges Bekennen und unser wagender Glaube gefordert sind, sosehr liegt der Grund unserer Treue in Christus allein.

„Herr, wohin sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens.“ Der, der Kraft zum echten, erf├╝llten, ewigen Leben hat und sich als Sohn des lebendigen Gottes zu erkennen gibt, hat die J├╝nger so gefangengenommen, dass sie nicht mehr von ihm weggehen k├Ânnen.

Zu welcher Gruppe werden wir geh├Âren? Zu denen, die sich von Jesus abwenden, weil er ihnen die Wahrheit sagt, oder zu jenen wenigen, die es auf die Macht und Herrlichkeit und das Wort Jesu hin wagen, sich in Treue zu ihm zu halten?

Heinrich Kemner (Quelle: „Er f├╝llt leere H├Ąnde“, T├Ągliche Andachten, hrsg. von Friedrich Wilhelm Bautz, Neukirchener Verlag, Neukirchen, 1965, S. 360)

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Dieser Beitrag wurde erstellt am Samstag 19. Juni 2010 um 7:31 und abgelegt unter Allgemein, Predigten / Andachten.