Gemeindenetzwerk

Ein Arbeitsbereich des Gemeindehilfsbundes

Kirche sind „die mit ihm sind“

Samstag 25. Juli 2026 von Dr. Jorge M. Monsalve


Dr. Jorge M. Monsalve

„Diese werden mit dem Lamm kämpfen, und das Lamm wird sie überwinden, denn es ist der Herr aller Herren und der König aller Könige und die mit ihm sind, sind die Berufenen und Auserwählten und Gläubigen.“ Offenbarung 17,14 LUT2017

Unser Herr Jesus Christus – sanftmütig, unschuldig und barmherzig wie er ist – hat Feinde. Er hat Feinde, weil er die Wahrheit vertritt; weil er dem Unrecht widersteht; und weil er den Unterdrückten hilft. Aber vor allem wird er angefeindet, weil er Herr der Herren ist, und keine Weltmacht, groß oder klein, die letzte Autorität über die Gewissen der Menschen hat wie sein Wort. Diese Stelle in der Offenbarung gewährt uns einen Blick in das Ende der Geschichte, wo die Anfeindung der Welt gegenüber Christus sich so zuspitzt, dass es zum Krieg kommt. Die Mächte der Welt werden vom Teufel verführt, um die Heiligen in einer massiven, endgültigen Verfolgung zu vernichten, aber Jesus Christus, das Lamm Gottes, tritt auf mit seinem himmlischen Heer und besiegt seine Feinde ein für alle Mal. Seht, wie er seine Kirche bis zum letzten Tag bewahrt. Diese Stelle gibt uns aber auch eine sehr praktische Definition von Kirche: Kirche sind, „die mit ihm sind“.

Der, der uns als Kirche definiert, ist unser König. Wir sind mit ihm! Wir sind mit dem, der uns geliebt hat und uns von unseren Sünden gewaschen hat durch sein Blut. Wir sind mit dem Treuen und Wahrhaftigen, mit dem guten Hirten. Bei ihm zu sein ist für uns mehr wert als die ganze Welt. Wir tragen deshalb unser Kreuz mit ihm, und ebenso werden wir mit ihm regieren. In guten und bösen Tagen, in Gesundheit und in Krankheit, in Frieden und Verfolgung, bleiben wir mit ihm. Manche sind aber nicht mit ihm. Viele in unseren Landeskirchen haben Jesus noch nie erkannt, da sie ihn für einen Toten halten. Und viele meinen, mit ihm zu sein, während sie seine Gebote missachten. Wir können jedoch nicht gleichzeitig mit der Welt und mit Christus sein. „Wer nicht mit mir ist, der ist gegen mich, und wer nicht mit mir sammelt, der zerstreut“, sagt Jesus im Matthäusevangelium (12,30).

Unser Text beschreibt weiter, wie der Herr uns bezeichnet: als berufen, auserwählt und gläubig. Mögen diese Worte unsere Identität prägen. Erstens: Wir als Kirche sind berufen. Wir haben die Stimme Jesu gehört: „Folge mir nach!“. Wir leben nicht mehr für uns selbst, sondern für den, der uns berufen hat. Er hat uns aus der Finsternis berufen zu seinem wunderbaren Licht, aus einem nichtigen Lebenswandel fern von ihm hin zu einem erfüllten Leben in seiner Nähe. Und wir sind auch noch zum Hochzeitsmahl des Lammes berufen. Glückselig sind wir! Deshalb bereiten wir uns fleißig und voller Freude auf diese Hochzeit vor. Zweitens: Wir als Kirche sind auserwählt. Die Berufung betont unsere Bestimmung, die Erwählung unsere Zugehörigkeit. Wir gehören nicht der Welt, sondern Christus. Wir sind in seinem Namen getauft. Aus Gnaden allein hat uns der Vater in Christus auserwählt, ohne jeglichen Verdienst unsererseits. Wir sind sein geliebtes Bundesvolk. Es war seine Initiative, uns zu erlösen, und es ist seine Kraft, die uns erhält. Drittens: Wir als Kirche sind gläubig. Ungläubige mögen in der sichtbaren Kirche sein, aber nicht in Christus. Möge der Herr die evangelischen Kirchen evangelisieren und Seelen aus dem Feuer retten. Wir glauben an Gott, den Vater; wir glauben an Gottes Sohn, fleischgeworden, gekreuzigt und auferstanden; und wir glauben an Gottes Geist, der gesprochen hat durch die Propheten. Das griechische Wort für „gläubig“ lässt sich auch als „treu“ übersetzen, und beides trifft zu: wer glaubt, bleibt treu. Die Offenbarung beschreibt später die Heiligen als die, „die das Tier nicht angebetet hatten, noch sein Bild, und das Malzeichen weder auf ihre Stirn noch auf ihre Hand angenommen hatten“ (Offb. 20,4). So sei es fern von uns, unseren Herrn in jener kommenden Feuerprobe zu verraten, und es sei auch fern von uns, an den heutigen „interreligiösen“ und „queeren“ Götzendiensten teilzunehmen. An jenen Altären haben wir nichts zu suchen.

Als Berufene, Auserwählte und Gläubige sind wir also mit unserem Herrn. So wie wir am Ende der Zeit, zusammen mit allen Heiligen und Engeln, vor der ganzen Welt mit ihm auftreten werden, lasst uns auch heute für sein Wort eintreten, selbst, wenn wir dafür belächelt, ausgegrenzt oder angefeindet werden. Die Feinde des Kreuzes werden mit dem Lamm kämpfen, aber das Lamm wird sie überwinden.

Amen.

Jorge Monsalve, 21.32026 (Andacht beim Kongress des Gemeindehilfsbundes)

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Dieser Beitrag wurde erstellt am Samstag 25. Juli 2026 um 13:26 und abgelegt unter Christenverfolgung, Gemeinde, Kirche.