Das in diesem Jahr erschienene Buch von Thorsten Dietz (Erwachsenenbildung der Deutschschweizer Reformierten Kirchen) und Tobias Faix (CVJM-Hochschule Kassel) trägt den dreifachen Titel „Transformative Ethik. Wege zur Liebe. Eine Sexualethik zum Selberdenken“. Es beruht auf einer Podcast-Serie mit dem Titel „Karte & Gebiet“, in der die Autoren viele der im Buch schriftlich behandelten Themen bereits mündlich präsentiert haben. Mit der „Transformation“, um die es Dietz und Faix geht, meinen sie einerseits Veränderungsprozesse in Gesellschaft, Politik und Religion, die sich in der Vergangenheit vollzogen haben und die sie beschreiben und bei der ethischen Urteilsbildung berücksichtigen wollen. Als „Transformation“ bezeichnen sie andererseits aber auch ihre Zielsetzung: Sie wollen „nicht nur Wandel befördern, sondern grundlegende Veränderungen bewirken“.
Mit ihrer transformativen Sexualethik beabsichtigen die Autoren, die klassische christliche Sexualethik, wie sie – in verschiedenen Varianten – in der offiziellen römisch-katholischen und der konservativen protestantischen (d. h. evangelikalen) Theologie vertreten wird, nicht nur zu verbessern, sondern durch einen neuen Ansatz zu überwinden. Sie wollen nicht nur Fehler einer traditionellen Sexualethik (also etwa eine unbiblische Leibfeindlichkeit oder ein absolutes Scheidungsverbot) korrigieren, sondern sie durch eine liberalere Sexualethik ersetzen. Lesen Sie bitte hier weiter. [1]