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Predigt über Offenbarung 2,8-11: Himmlischer Trost in irdischer Trübsal

Wenn sie zu wählen könnten, in welcher Stadt wollten sie leben? In München, der Weltstadt mit Herz oder vielleicht in Hamburg, die Stadt mit dem Tor zur Welt, oder Rom, der ewigen Stadt, oder Prag, der goldenen Stadt, oder gar Athen, der Stadt der Götter? Ich sags ihnen, ich würde gerne in Stuttgart wohnen: Es heißt zwar von den Schwaben: „Mir kennet älles, außer Hochdeutsch!“, aber das ist die Stadt zwischen Wald und Reben. Da wo die Welt noch in Ordnung ist. Stuttgart sehen und sterben. Aber wenn man damals so gefragt hätte, wo man leben möchte, dann hätte es damals sicher nur eine einzige Antwort gegeben, und diese Antwort hätte geheißen: Smyrna!

Diese glänzende Stadt war bei den Christen die Stadt des Leidens, die Stadt des Leidens, das war Smyrna. Smyrna heißt Bitterkeit. In dieser Stadt hat Bischof Polikarp von Smyrna, gelebt. Um 155 nach Christus fanden wieder die alljährlichen Spiele statt. Smyrna hatte alljährlich große Wettkämpfe und dort war das Volk ohnehin schon erregt und plötzlich kam dieser Ruf dieser übermütigen Meute. Lasst uns den Polikarp suchen!

Aber obwohl er hätte entfliehen können, tat er es nicht. Er hatte nämlich 3 Tage vorher geträumt, dass er wahrscheinlich den Märtyrertod sterben müssen. Er sah in einem Traum, wie sein Kopfkissen anfing zu brennen. „Man wird mich lebendig verbrennen,“ hat er noch seinen Schülern gesagt. Er hat sich ganz dem Gebet gewidmet. Nach seiner Gefangennahme, am Rüsttag vor Ostern, befahl er seinen Schülern für die Soldaten noch ein Festmahl zu bereitet. Nach einer Stunde des Gebets wurde er dann abgeführt.

Und auf dem Weg dann zur Stadtmitte, flehte der Polizeibeamte, er solle doch nur diesen einen Satz nach sprechen nämlich: Herr ist Kaiser! Nicht Jesus ist Gott oder Jesus ist König, sondern: Der Herr ist der Kaiser. Was ist schon dabei. Aber Polikarp blieb fest. Jesus ist der Herr!

Der Prozess: Der Statthalter: Schwöre und ich lasse dich frei, schmähe Christus! Polykarp: 86 Jahre diene ich ihm, und er hat mir nichts Böses getan, soll ich meinen König lästern, der mich erlöst hat? Statthalter: Schwöre bei der Fortuna des Kaisers. Polykarp: So vernimm mein freimütiges Bekenntnis: Ich bin ein Christ. Statthalter: Ich habe wilde Tiere, diesen lasse ich dich vorwerfen, wenn du deinen Sinn nicht änderst. Polykarp: Rufe sie, denn unvollziehbar ist für uns die Sinnesänderung vom Besseren zum Schlechteren, gut dagegen ist es, sich vom Schlechten weg zum Rechten zu wenden. Statthalter: Durchs Feuer lasse ich dich verzehren, wenn du deinen Sinn nicht änderst. Polykarp: Du drohst mit Feuer, welches eine Zeitlang brennt und bald verlischt, du kennst nicht das Feuer des Gerichts und der ewigen Strafe, welches den Gottlosen vorbehalten ist. Jedoch, was zögerst du, lass kommen, was beliebt!

Da schrie das ganze Volk: Dies ist der Lehrer Asiens, der Vater der Christen, der Vernichter der Götter, der viele lehrt, ihnen nicht zu opfern und sie nicht anzubeten. Da schrien sie einmütig, er solle Polykarp lebendig verbrennen. Als nun der Scheiterhaufen errichtet war und sie ihn an dem Pfahl befestigen wollten, sprach er: Lasst mich so, wie ich bin! Der mir die Kraft verleiht, das Feuer zu erdulden, der wird mir auch Kraft verleihen, unbewegt auf dem Scheiterhaufen stehenzubleiben. Und als das Holz dann angezündet wurde, betete er jenes berühmt gewordene Gebet: Ich preise dich, dass du mir diesen Tag gewährst, in der ich einer deiner Zeugen sein und teilhaben darf an dem Becher des Christus um der Auferstehung des Leibes und der Seele zum ewigen Leben willen. Gelobt seist du und verherrlicht werde dein Name durch den ewigen himmlischen Hohepriester Jesus Christus, deinen geliebten Sohn, durch den dir und ihm und dem Heiligen Geist Ehre sei jetzt und immerdar. Amen.

So starb er, und so behält man ihn im Gedächtnis. Wenn man nur ein kleines Stücklein dieses Glaubens hätte. Liebe Freunde, Smyrna war nicht bekannt durch seine Aktion so wie die Gemeinde in Ephesus, eine tätige und strahlende Gemeinde, Smyrna war bekannt durch seine Passion. Durch sein Leiden. Auch Passion kann christliches Handeln sein. Wir haben das weithin vergessen. Heute meint man wäre nur dort christliche Gemeinde, wo auch christliche Aktivität, politisches Engagement und soziale Aktion zu finden ist. Smyrna hatte nichts vorzuweisen. Aber es hatte eines: das Zeugnis des Leidens.

1. Sein tröstlicher Name

Wir leiden ja alle darunter Theologenchinesisch zu sprechen, nur, wenn der Herr spricht, ist es verständlich.

Bei ihm heißt es ja, das Wort ward Fleisch. Er kleidet seine Worte in die Uniform unseres Menschseins. Er geht hinein in unsere Lebensbezüge. Und das sehen sie auch in diesem Vers. Die aus Smyrna waren ja die Ersten im Lande. Sie hatten ein ungebrochenes Selbstbewusstsein, und sie waren auch die Letzten in Rom. Wenn Rom in Kleinasien nachfragte, dann wurde als Letzter immer noch einmal Smyrna, genannt. Also sie fühlen sich auch so, als die Ersten, die Wichtigsten, die Achse der Weltgeschichte, der Mittelpunkt der Erde. Die Welt drehte sich um Smyrna und sonst um nichts. Und manchmal denken wir auch so. Die Welt dreht sich um uns, genauer, die Welt dreht sich um mich. Ich bin die Mitte. Ich bin die Achse der Weltgeschichte.

Und jetzt ist in Smyrna die Christusgemeinde an der Schwelle des Martyriums. Nicht war, verlieren ist nicht schön. Der Erste will man sein. Noch im hohen Alter der Erst. Liebe Freunde, das ist Befreiung. Jesus sagt. Ich bin der Erste, der Herr! Ich kann es und ich muss es auch gar nicht mehr sein. All unser versteckter Ehrgeiz, der wird hier auf die Seite geschoben. Ich kann noch so ein strahlender Primus sein. Zum Ersten in der Welt ist noch ein riesiger Abstand, der Herr ist der Erste. Dem kann ich dienen.

Wie zwei hohe Pfeiler ragen die Worte auf: der Erste und der Letzte. Der ganze Weltlauf ist, wie eine riesige, kühn konstruierte Hängebrücke, an diesen beiden Pfeilern aufgehängt. Alles, was geschieht, ist von der Macht und Treue dieses Herrn umfasst. Der Erste ist Jesus Christus, so gewiss er der Sohn des lebendigen Gottes ist, vom Vater gezeugt vor Grundlegung der Welt. Niemand kann ihm diese Würde, diesen absoluten Vorrang streitig machen.

Und genauso derselbe: Der Letzte ist Jesus Christus, der sich auch dann noch behauptet, wenn alle andern Herren dieser Erde abgetreten sind. Er hat das letzte Wort. Er spricht das Urteil aller Welt. Er ganz allein, entscheidet über unser ewiges Geschick. Wie wichtig, dass wir uns an diese weltüberlegene Majestät unsres Herrn erinnern lassen! Er ist kein Meteor, der plötzlich auftaucht und dann wieder am hohen Firmament erlischt. Der Erste ist er, durch den alle Dinge geschaffen sind und jeder Mensch sein Leben hat.

Er ist der Letzte, auch wenn wir heute ängstlich fragen: Was wird denn eigentlich das Letzte sein? Der Hitzetod, die Radioaktivität oder gar die Eiszeit? Hier heißt es: Er ist der Letzte. Er und sonst überhaupt nichts. Und wenn ich frage in meinem Leben, wenn man älter wird: Was wird denn das Letzte in meinem Leben sein. Ein Krebsgeschwür, das ich noch gar nicht kennen. Eine plötzliche Herzattacke, Wasser im Herzen und in der Lunge? Was wird es den sein? Und dann sagt er: Ich bin der Letzte. Ich bin das allerletzte in deinem Leben, wenn du mir gehörst. Der Ehrgeiz ist weg, und die Angst ist weg. Er ist der Erste oder Letzte meines Lebens. Und um den kann dieses Leben frei schwingen.

Nicht war, Kaiser Julian, er kämpfte, dass der neu platonische Geist das Christentum wieder verdränge und ist dann tödlich getroffen worden. Da bekannte er: Mir war es nicht beschieden, Christus zu verdrängen. Ein ganz großer Kaiser Julian. Mir war es nicht beschieden, Christus zu verdrängen. Niemand war es beschieden.

Es ist sein Siegername: Er, das A und O, durch welchen die Welt geschaffen ist, durch den sie auch vollendet wird; der die Geschlechter kommen und gehen sieht. Er ist’s, der auf dem Platze bleibt, wenn Himmel und Erde vergehen, er ist’s, der Sieger bleibt. Aber er ist es nur, weil er zugleich der ist, der tot war und ist lebendig geworden. Beachte die Vergangenheitsform dieser Aussage! Ich war tot – Jesus Christus ist der Einzige, der dies von sich sagen kann. Wir werden eines Tages tot sein und dann sind wir tot, eingereiht in die riesige Armee der Gestorbenen. Er aber kann sagen: Ich war tot!

Der Gekreuzigte und Auferstandene. Diese beiden Namen gehören zusammen; denn keiner ohne den andern könnte uns trösten: nicht das Kreuz ohne Auferstehung, nicht seine Herrlichkeit ohne seinen Kreuzestod.

Warum nennt sich aber Christus in unserem Text mit diesem Namen? Weil er nur als dieser Herr, als der Sieger über Leiden, Tod und Grab, als der Erste und Letzte der Trost seiner Kreuzgemeinde ist. Smyrna sollte wissen: Der Jünger ist nicht über seinen Meister; aber der Meister ist ein Sieger auch über Tod und Hölle. Und alle Gemeinden aller Zeiten und alle einzelnen Christen sollen es wissen: Jesus bleibt Sieger.

Bezzel: „Der Erste und der Letzte“ grüßt seine Gemeinde. Sie soll es wissen, dass mitten durch die einsame Erde, die so kalt und tot vor ihr liegt, ein Weg führt mit sicheren Zeichen, ein Pfad, klar und scharf sich abhebend von all dem, was ringsum liegt. An diesen Spuren aber soll die Gemeinde sich trösten.

2. Sein tröstliches Auge

In diesem Selbstzeugnis des erhöhten Herrn steckt bereits ein gewaltiger Trost. Wir spüren die Absicht, die dieser Brief verfolgt: Jesus Christus will seiner Gemeinde alle Todesfurcht und Leidensscheu aus dem Herzen nehmen. Und so bekommt auch dieses „Ich weiß“ im Sendbrief an Smyrna einen tröstlichen Klang.

Erst dann, wenn ein Mensch in der vollkommensten Armut sich befindet, dass ihm nichts mehr Freude machen will, erst dann erfährt er das Wort: „Du bist reich!“ Es ist etwas Großes um das Urteil Jesu Christi und jetzt schon werden wir einen Vorgeschmack von dem haben, was er einst zu uns sagen wird.

Das wird selten gehört. Die Verbindung zu Jesus, bringen nicht nur Freude und Befreiung, Friede und Kraft zu neuem Leben. Die Beziehung zu Jesus bringt auch Leiden. Werden wir den Mut haben, einer Weltanschauung entgegenzutreten, die das Leben leicht macht, um das Sterben zu vergessen?

Haben wir den Mut, auch die Beleidigungen und Schmähungen von solchen zu tragen, welche glauben uns einen Dienst zu tun, wenn sie uns den Weg breit und die Pforte weit machen, wenn sie uns die Leichtigkeit ihrer eigenen Lebensanschauungen einimpfen wollen?

In der Apg-Geschichte wird immer wieder von der Oberschicht der Juden das Volk mit Verlästerung aufgehetzt. Die Synagoge des Satans. Bitte ist hier kein Antisemitismus, sondern der Schmerz darüber, dass das Bundesvolk Gottes zu einem Werkzeug wird in der Hand des Teufels. Es gibt fünf Verleumdungen damals gegen die Christen.

Und diese Lästerungen, die wurden ihnen vorgehalten. Darum blickt auf zu deinem Herrn und lerne von ihm den himmlischen Blick in irdischer Trübsal: „Herr, wenn ich nur dich habe, so frage ich nichts nach Himmel und Erde.“

3. Sein tröstlicher Mund.

„Fürchte nichts, was du auch leiden wirst!“ So ruft er seiner Gemeinde zu. Das ist freilich eine seltsame Art, zu trösten. Wir erwarten viel eher, dass er die Verzagten aufrichten würde, indem er ihnen ein baldiges Ende der Verfolgung in Aussicht stellt: Seid getrost! Eure Lage wird sich in Kürze ändern. Ihr kommt heraus aus eurer Trübsal, und Armut. Heile, heile Segen, drei Tage Regen, tut nicht mehr weh. So denken wir. Stattdessen kündigt der Herr neue Leiden und Verfolgungen. Du wirst leiden! So steht es da. Es steht nicht da, was wir in solcher Lage zu sagen pflegen: Du musst das nicht so schwer nehmen; es geht vorüber, es ist halb so schlimm. Jesus Christus hält nichts von solchen Redensarten. Sein Trost ist kein billiger Trost. Du wirst leiden – trotzdem: Fürchte nichts! Lasst uns auf die dreifache Begründung achten:

Und nun folgt jene tröstliche Verheißung von dem, der tot war und ist lebendig geworden: „Sei getreu bis an den Tod, so will ich dir die Krone des Lebens geben.“ Ja, Treue begehrt der Herr: Treue im Glauben und Bekennen, Treue im Lieben und Dienen, Treue im Hoffen und Harren, auch unterm Leiden, Treue bis an den Tod, auch wenn es das Leben gelten sollte über der Nachfolge Christi. Denn nur „wer bis ans Ende beharrt, der wird selig.“ Dieser Treue verheißt er die Krone.

Es gibt 4 Kronen für den Christen. Die erste ist die Gnadenkrone, davon sagt Psalm 103. . . . der dich krönt mit Gnade und Barmherzigkeit.“ Die zweite ist die Krone der Gerechtigkeit, die Paulus bekommt (2. Tim 4,8) Die dritte ist die Dornenkrone des Leidens Christi, welche der Jünger seinem Herrn nachzutragen hat. Die vierte ist die Krone des Lebens, die der Herr geben wird denen, die Treue gehalten haben. Aus der Gnadenkrone sprießt die Krone der Gerechtigkeit, daraus wächst die Dornenkrone, aus der Dornenkrone erblüht die Krone des Lebens.

Bezzel sagt: „Halte aus, halte das Gelübde, das du mir gegeben hast bis zu dem Momente, wo ich dich auf die Probe stelle, indem ich dir alles nehme, alles von dir wenden muss und du gar aus sein sollst.“ Treue und Tod, das sind die beiden Gegensätze und Pflichten, die dem Christen erwachsen. Des Christen Pflicht ist Sterben; aber seine Pflicht ist zugleich leben und Lebenstreue üben. „Indem ich sterbe, bleibe ich treu und weil ich treu bin, darum sterbe ich.“ Er nimmt von uns alles, alles und spricht: „Ich will dir den Kranz des Lebens geben.“

4. Die tröstende Hand

Endlich aber: „Wer überwindet, dem soll kein Leid geschehen von dem andern Tode.“ Jesus redet zu Christen als zu Überwindern; denn sie stehen im Kampf. Vom Überwinden hängt aber alles ab.

Wir haben nur die Wahl: Entweder Überwinder mit Palmen in den Händen, oder überwundene Sklaven mit Ketten an den Händen. Jesus will in dir Sieger bleiben, wenn du nur Ihm die Treue hältst. Das aber ist die Treue, wenn man an den Kreuzweg der Entscheidung kommt, dass man sich für ihn und nicht gegen ihn entscheidet; dass man lieber alles verlieren will, um nur ihn zu behalten.

Vor einiger Zeit habe ich mit meinem Herrn Jesus geredet und er fragte mich: Thomas, wärst du bereit, wenn ich dich einsam in ein anderes fernes Land schicken würde? Ich sagte: Ja Herr, auch wenn es mir schwerfallen würde. Wenn du mich woanders besser gebrauchen kannst, dann bin ich bereit. Dann fragte er weiter. Thomas, wärst du bereit, wenn ich dir deine Frau oder Kinder nehmen würde. Ich sagte. Herr, auch wenn die Tränenströme dann fließen würden, wäre ich bereit dir auch darin nachzufolgen. Dann kam die 3. Frage. Thomas, wärst du auch bereit mir nachzufolgen, wenn ich dir deine Gesundheit, deine Sportlichkeit, deine Sexualität, deine Sehfähigkeit,… nehmen würde? Ich antwortete: Herr, das wäre alles sehr bitter, aber wenn du mich dann besser gebrauchen könntest, wäre ich auch dazu bereit. Dann kam die letzte Frage. Thomas, wärst du auch bereit, auf mich ganz zu verzichten? Das sank ich zum Boden nieder und flehte: Herr nur das nicht, ohne dich kann und will ich nicht leben, nimm mir, was du willst, aber dich brauche ich zum Leben und zum Sterben! Dich kann ich nicht lassen!

Diesen Überwindern verheißt er, dass ihnen kein Leid widerfahren soll von dem zweiten Tode. Meine Lieben, es ist stimmt nicht, was sich so viele einbilden, als ob jeder nach dem Sterben in den Himmel kommen würde. Es ist dies eine der größten Lügen. Jesus sagt es anders: Es gibt einen „zweiten Tod,“ und das ist der ewige Tod, gleichwie es das ewige Leben gibt. Das ist eine der klarsten Wahrheiten, die durch alle Evangelien und durch alle Episteln geht. Jesus ist gekommen, die Seelen der Menschen zu retten. Nur wer Christus ergreift, wird vom zweiten Tode errettet und wird das ewige Leben haben. Ohne Jesus ist Sterben der größte Verlust; denn es führt in den zweiten Tod, in die ewige Verdammnis. Deswegen predigen und rufen wir allen zu: Eile und errette deine Seele; wir bitten eile um Christi willen: „Lasset euch versöhnen mit Gott.“

Wer Ohren hat zu hören, der höre, was der Geist der Gemeinde sagt. Darum, meine Lieben, Christus allein ist unser himmlischer Trost in teuflischer Trübsal. Sein tröstlicher Name, sein Auge, sein Mund, seine Hand – sie geben uns allein die Gewissheit, dass, wenn wir nur ihn ergreifen, wir auch mit ihm und in ihm geborgen sein sollen im Leben und im Sterben, in Zeit und Ewigkeit.

Amen

Prädikant und Religionspädagoge Thomas Karker, Evangelische Kirchengemeinde Apenburg, 14.5.2023