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ALfA: Das Lebensrecht darf nicht gecancelt werden

Freitag 31. MĂ€rz 2023 von Aktion Lebensrecht fĂŒr Alle


Aktion Lebensrecht fĂŒr Alle

AnlĂ€sslich der Tatsache, dass der evangelische Kirchentag die ALfA und andere Lebensrechtsorganisationen vom diesjĂ€hrigen Kirchentag ausgeschlossen hat, und die GEW den Ausschluss der ALfA von der didacta fordert, erklĂ€rt die Bundesvorsitzende der ĂŒberparteilichen und ĂŒberkonfessionellen Lebensschutzorganisation, Aktion Lebensrecht fĂŒr Alle (ALfA) e.V., Cornelia Kaminski, in Augsburg:

Der Schutz des menschlichen Lebens in allen Phasen seiner Existenz ist nicht nur Pflicht und Aufgabe aller Christen, sondern auch des Staats. Nicht umsonst hat das Bundesverfassungsgericht mehrfach erklĂ€rt, dass bereits dem ungeborenen Leben WĂŒrde und Schutz zukommt. Insofern ist es höchst verwunderlich, dass die Leitung des evangelischen Kirchentags beschlossen hat, ausgerechnet die ehrenamtlichen Organisationen vom evangelischen Kirchentag auszuschließen, die sich genau dieser Aufgabe verschrieben haben und ihr unter hohem persönlichem Einsatz nachgehen. Besonders bedauerlich ist, dass trotz mehrfachen Bittens per Mail und per Brief kein einziges Mitglied des PrĂ€sidiums bereit war, eine BegrĂŒndung fĂŒr diesen Ausschluss anzugeben oder der Bitte um ein klĂ€rendes GesprĂ€ch nachzukommen. Der Ausschluss erfolgte, obwohl die ALfA seit Jahren mit einem Stand beim „Markt der Möglichkeiten“ auf dem Kirchentag prĂ€sent war und es nie zu einer Verwarnung wegen Verwendung unangemessenen Materials gekommen war. „Es ist nicht nachvollziehbar, warum FunktionĂ€re der evangelische Kirche, die ja stets betont, dass Dialogbereitschaft und Toleranz Fundamente ihres öffentlichen Handelns sind, nicht bereit sind, dies auch im Umgang mit ausgerechnet den Gruppen zu zeigen, die sich in besonderer Weise um die SchwĂ€chsten in unserer Gesellschaft bemĂŒhen,“ so Kaminski.

Wie notwendig und hoch willkommen dieser Einsatz und das zur VerfĂŒgung gestellte Material seien, zeige sich jedes Jahr auf Europas grĂ¶ĂŸter Bildungsmesse, der didacta. Hier ist die ALfA stets mit einem großen und sehr gut besuchten Stand vertreten. Gerade die Materialien, die ĂŒber die Entwicklung des vorgeburtlichen Kindes informieren, sind besonders nachgefragt. In zahlreichen GesprĂ€chen mit Messebesuchern, in aller Regel Lehrer, wird deutlich, dass das Hilfsangebot und professionelle Unterrichts- und Informationsmaterialen eine LĂŒcke fĂŒllen. Auch gegen die PrĂ€senz der ALfA auf der didacta gab es jedoch Protest. Maike Finnern, Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, die mit ihrem Stand bei der aktuellen didacta direkt gegenĂŒber positioniert ist, wandte sich in einem offenen Brief an die Messeleitung, um den Ausschluss der ALfA von der didacta zu fordern. Auch dieser Brief wurde geschrieben, ohne ein GesprĂ€ch mit der ALfA selbst zu fĂŒhren oder sich zuvor darĂŒber zu informieren, welche Themen die ALfA tatsĂ€chlich behandelt. Insofern wundert es nicht weiter, dass die in diesem Brief erhobenen VorwĂŒrfe an der Wahrheit vorbei gehen. „Erfreulicherweise haben etliche GEW-Mitglieder den Brief zum Anlass genommen, sich vor Ort selbst ein Bild zu machen und das GesprĂ€ch mit uns zu suchen,“ so Kaminski, die an zwei Tagen den Stand mitbetreute und GesprĂ€che mit GEW-Vertretern fĂŒhren konnte. Die Arbeit der ALfA im Einsatz fĂŒr Frauen in Not fand auch bei ihnen großen Zuspruch. Die erhobenen VorwĂŒrfe ihrer Vorsitzenden konnten sie nicht bestĂ€tigt finden. „Dass ausgerechnet eine Gewerkschaft fĂŒr Erziehung und Wissenschaft Lehrern nicht zutraut, sich selbst ein Bild machen zu können und meint, sie vor Einflussnahme durch die ALfA schĂŒtzen zu mĂŒssen, sagt viel darĂŒber aus, welches VerstĂ€ndnis von Erziehung und Wissenschaft sie hat – und wie wenig Zutrauen in die UrteilsfĂ€higkeit der Lehrerinnen und Lehrer,“ so die ALfA- Vorsitzende. „Erziehung ist nicht Bevormundung, und Wissenschaft setzt Diskurs voraus.“

Die ALfA hat auf ihrer Homepage eine Petition veröffentlicht, mit der gegen das Canceln des Lebensrechts auf dem Kirchentag und den Versuch, dies auch bei der didacta zu erreichen, protestiert wird. Die Unterschriftenliste soll dem Deutschen evangelischen Kirchentag in Fulda sowie der didacta Leitung vorgelegt werden.

Die Aktion Lebensrecht fĂŒr Alle e.V. (ALfA) tritt fĂŒr das uneingeschrĂ€nkte Lebensrecht jedes Menschen ein – ob geboren oder ungeboren, behindert oder nicht, krank oder gesund, alt oder jung. Die ALfA hat mehr als 10.000 Mitglieder und ist Mitglied im Bundesverband Lebensrecht (BVL).

Cornelia Kaminski, Bundesvorsitzende der Aktion Lebensrecht fĂŒr Alle, ALfA e.V., 10.03.2023

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Dieser Beitrag wurde erstellt am Freitag 31. MĂ€rz 2023 um 23:54 und abgelegt unter Gesellschaft / Politik, Kirche, Lebensrecht.