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Iran: Spitzel wird Christ

Montag 30. Mai 2022 von Hilfsaktion Märtyrerkirche e.V.


Hilfsaktion Märtyrerkirche e.V.

Asghar war Offizier der iranischen Armee und arbeitete nebenbei an einer Doktorarbeit. Sein Glaube war dem jungen Muslim sehr wichtig, und als sein Freund Mostafa plötzlich Christ wurde, gefiel ihm das überhaupt nicht. Er stellte ihn zur Rede, aber der reagierte nicht verärgert, sondern erzählte offen von Jesus. Außerdem hatte er sich sichtlich verändert: Mostafa war nicht mehr so ruhelos, stolz und launisch wie früher. Das überraschte Asghar.

Kurz darauf wurde Asghar von seinem vorgesetzten Offizier mit einem speziellen Auftrag betraut: „Wir wissen von einer Gruppe ehemaliger Muslime, die Christen geworden sind und sich in verschiedenen Häusern zum Gebet treffen. Finde heraus, wer an diesen Treffen teilnimmt. Wir brauchen die Informationen, damit wir etwas gegen die beteiligten Personen in der Hand haben und sie festnehmen können.“

Asghar beschloss, die Verbindung zu Mostafa zu nutzen. Er tat, als sei er nun am christlichen Glauben interessiert und wollte gerne an einem Treffen teilnehmen. Obwohl Mostafa wusste, dass aus SicherheitsgrĂĽnden nur Christen zu den Treffen kommen durften, willigte er ein, Asghar mitzunehmen. Und dieser war beeindruckt von der liebevollen und ehrlichen Art der Christen. „Ihre Gebete kamen aus tiefstem Herzen, sie schienen eine so echte und tiefe Beziehung zu Gott zu haben. Ich merkte bald, dass sie wirklich irgendwie in Verbindung mit dem lebendigen Gott stehen mussten“, erinnert sich Asghar. „Sie hatten so einen Frieden und so eine Freude.“

Nach einiger Zeit bekannte er Mostafa den wahren Grund fĂĽr sein plötzliches Interesse an den Treffen und riet: „Es ist besser, wenn Ihr euch erst mal nicht weiter trefft.“ Mostafa dankte ihm fĂĽr die Ehrlichkeit und folgte seinem Rat.

Ein Gebet unter Tränen

Asghar las zu Hause in der Bibel und blieb mit Mostafa in Kontakt. Oft verglich Asghar die Lehren Jesu mit denen des Korans und Mohammeds. Aber er konnte die biblische Wahrheit nicht begreifen, das belastete ihn sehr. Eines Tages bat er Gott unter Tränen, dass er sich ihm zeigen möge. „Dann hat Gott sehr deutlich zu mir gesprochen“, erzählt Asghar. „Ich verstand plötzlich, dass ich in der Bibel die Antworten auf meine Fragen finden wĂĽrde.“ Ein Satz, der ihn besonders ansprach, war das Wort aus dem Johannesevangelium: Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater als nur durch mich. Ihm war, als hätte Gott sein Gebet durch dieses Wort direkt beantwortet: „Ich verstand auf einmal, dass Jesus nicht gekommen war, um ĂĽber den Weg zur Wahrheit zu sprechen. Nein, er ist der Weg und die Wahrheit.“ Dann vertraute er Jesus sein Leben an.

Als Asghars Vorgesetzte merkten, dass er nicht mehr in die Moschee ging, entlieĂź man ihn unehrenhaft aus der Armee, auch mit der Promotion war es vorbei. Selbst Asghars Frau wollte ihn verlassen, doch hier tat Gott ein Wunder: Asghar hatte ihr ein Neues Testament gegeben. Als sie darin las, rĂĽhrte Gott ihr Herz an und sie entschied sich ebenfalls fĂĽr Jesus. Beide haben mittlerweile ein Theologiestudium begonnen. Unser HMK-Partner unterstĂĽtzt sie dabei.

Hilfsaktion Märtyrerkirche, Schöffengrund, www.verfolgte-christen.de, Mai 2022

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Dieser Beitrag wurde erstellt am Montag 30. Mai 2022 um 17:40 und abgelegt unter Christentum weltweit.