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Elias Schrenk, ‚Ich bin die Auferstehung und das Leben‘ (Joh 11,25f.)

Sonntag 11. April 2021 von Elias Schrenk (1831-1913)


Elias Schrenk (1831-1913)

Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben, auch wenn er stirbt; und wer da lebt und glaubt an mich, der wird nimmermehr sterben. Glaubst du das? (Johannes 11,25 und 26)

Jesus ist die Auferstehung und das Leben fĂŒr alle, die noch tot in SĂŒnden sind und lebendig werden möchten. Er weckt sie auf durch sein Evangelium. Er, der Auferstandene, macht sie innerlich lebendig. Er ist aber auch die Auferstehung aller, die in den GrĂ€bern sind, doch in verschiedener Weise. Die Schrift redet klar von einer ersten und einer letzten Auferstehung.

Zur ersten kommen nach 1. Kor. 15, 23; 2. Thess. 4, 16; Offb. 20, 4-6 nur die, welche Christus angehören, die Toten in Christus. Diese erste Auferstehung ist die nĂ€chste Auferstehung, die stattfinden wird, wenn der Herr Jesus fĂŒr die Seinen kommt, um seine Brautgemeinde zu holen. Diese  wird er sich holen aus den in ihm Entschlafenen und den noch im Leibe Lebenden. Erstere werden durch die Posaune Gottes geweckt werden und auferstehen (1. Kor. 15, 52; 1. Thess. 4, 16.17). Letztere werden verwandelt werden, ohne sterben zu mĂŒssen. Bei allen, die zur ersten Auferstehung kommen, kann man im vollen Sinne sagen, dass Christus ihre Auferstehung ist, weil er ihr Leben war und ist. Sie sind ja das königlich priesterliche Volk, in dem Christus, der Auferstandene, lebt, und eben weil er ihr Leben ist, haben sie Teil an der ersten Auferstehung, um mit ihm zu regieren (Offb. 20, 4; 2. Tim. 2, 12; Dan. 7, 22.27).

In etwas anderem Sinne kann man sagen, dass der Herr auch die Auferstehung fĂŒr die ist, welche zur letzten Auferstehung kommen (Mt. 25, 32; Joh. 5, 28; 1. Kor. 15, 24; Offb. 20, 12.13), insofern sie alle seine Stimme hören und infolge dessen aus den GrĂ€bern hervorgehen werden. Aber er ist nicht ihr aller Leben und darum nicht im tieferen Sinn ihre Auferstehung, denn viele von ihnen werden in die ewige Pein gehen, ihre Auferstehung war eine Auferstehung zum Gericht (Joh. 5, 28.29). Von denen aber, die bei der letzten Auferstehung zur Rechten des Herrn gestellt werden und in das ewige Leben gehen, kann man auch wieder sagen: Christus ist ihre Auferstehung und ihr Leben, wenn auch nicht in dem königlichen Sinne, wie bei denen, die zur ersten Auferstehung kamen. Lebt Christus hier in uns in dieser Gnadenzeit, so haben wir ewiges Leben. Unser Heiland hat in Gethsemane und Golgatha die gerichtliche Bitterkeit des Todes fĂŒr uns gekostet und fĂŒhrt nun die Seinen im Frieden durch des Todes Tor.

Gebet: O Herr, gib mir so viel Gnadenzeit, dass Du Dein Werk auch an mir vollenden kannst und fĂŒhre mich aus Gnaden zur ersten Auferstehung. Amen.

Quelle: Suchet in der Schrift. Elias Schrenk, Andachten fĂŒr jeden Tag. 3. Aufl. Bielefeld 2016. Das Buch kann fĂŒr 10 Euro plus Versandkosten ĂŒber die GeschĂ€ftsstelle des Gemeindehilfsbundes (MĂŒhlenstr. 42, 29664 Walsrode; Tel.: 05161/911330; Email: info@gemeindehilfsbund.de) bezogen werden.

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Dieser Beitrag wurde erstellt am Sonntag 11. April 2021 um 9:56 und abgelegt unter Predigten / Andachten.