Gemeindenetzwerk

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Andacht ├╝ber Matth. 11,28

Samstag 26. September 2020 von Elias Schrenk (1831-1913)


Elias Schrenk (1831-1913)

Kommt her zu mir, alle, die ihr m├╝hselig und beladen seid; ich will euch erquicken. (Matth├Ąus 11, 28)

Der Z├Âllner ÔÇ×stand von ferneÔÇť; aber seiner Gesinnung nach war er dem Herrn nahe, er war bu├čfertig. Viele stehen nicht nur ├Ąu├čerlich, sondern auch innerlich dem Herrn fern. Er ruft sie zu sich. Es ist ein gro├čer Unterschied, bei Jesus zu sein oder viel von ihm geh├Ârt zu haben. Ach, wie viele wissen gar manches von ihm, aber sie sind noch nie als m├╝hselig und beladen mit ihm in pers├Ânliche Unterredung und Verbindung getreten.

Dazu muss es kommen. Keine Seele darf dabei stehen bleiben, durch Seelsorger oder Eltern mit Jesus zu verkehren, jede muss selber kommen. Gottlob! Wir d├╝rfen alle kommen, der Herr ruft alle. Das ist das Wunder seiner Barmherzigkeit, dass er niemand ausschlie├čt.

Wie vieles kann aber auf dem Gewissen eines Menschen liegen, ehe es ihn eigentlich dr├╝ckt. Ach, es ist traurig, wie lange man dahingehen kann, in allerlei S├╝nde und Verirrung, ehe man zu den M├╝hseligen und Beladenen geh├Ârt, ehe der Heilige Geist die S├╝nde zur Gewissenslast machen kann, und die Last dann zu Jesus treibt, um abladen zu k├Ânnen. Wie ein Vater dankbar ist, wenn der Sohn es ├╝ber sich bringt, ihm gegen├╝ber offen zu sein und sein Gewissen zu entlasten, so freut sich der Heiland, wenn eine Seele m├╝hselig und beladen zu ihm kommt. Wie gerne nimmt er die Last ab! Was uns dr├╝cken und qu├Ąlen mag, das hat er am Kreuze getragen; dort d├╝rfen wir alles niederlegen, und die Erquickung, die er schenkt, ist sein Friede durch Vergebung der S├╝nden.

Aber nicht nur mit der Last unserer S├╝ndenschuld d├╝rfen wir zu ihm kommen und erquickt werden. Wir alle bekommen ja immer wieder Lasten. In dieser argen Welt legt sich immer wieder so vieles auf Herz und Gem├╝t, dass wir herzlich dankbar sein wollen, an Jesus einen Freund zu haben, zu dem wir alle Sorgen und N├Âte bringen d├╝rfen. Er versteht uns. Er ist treu und immer wieder k├Ânnen wir unser Herz bei ihm stillen.

Barmherziger Hohepriester! Wie soll ich Dir genug danken f├╝r alle Erquickung, die Du auch mir schon geschenkt hast. Mache aus mir ein lebendiges Lobopfer. Amen.

 

 

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Dieser Beitrag wurde erstellt am Samstag 26. September 2020 um 22:13 und abgelegt unter Predigten / Andachten.