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Andacht zum Fest Christi Himmelfahrt

Donnerstag 21. Mai 2020 von Elias Schrenk (1831-1913)


Elias Schrenk (1831-1913)

„Der hinabgefahren ist, das ist derselbe, der aufgefahren ist ĂŒber alle Himmel, damit er alles erfĂŒlle.“ (Epheser 4,10)

Unsere herrlichen christlichen Feste sind lebendige Zeugen. Sie stehen da in der Gemeinde Gottes als Pfeiler der Wahrheit (1. Timotheus 3, 15b), die seit Jahrhunderten den StĂŒrmen des Unglaubens getrotzt haben. Jesus Christus, der gekreuzigte, auferstandene und erhöhte Heiland ist es, von dem unsere Feste zeugen. Heute beugt sich seine streitende Gemeinde mit der triumphierenden Gemeinde vor ihm, dem Herrn der Herrlichkeit, der vom Vater mit Preis und Ehre gekrönt ist.

Wie viel haben wir ihm zu danken! Er ist hingegangen zum Vater als der Erstgeborene von den Toten, als der Weg zum Vater und hat uns den Zugang zum Gnadenthron eröffnet. Ohne seinen Hingang zum Vater gĂ€be es fĂŒr uns kein Nahen zum Gnadenthron, kein Abbarufen. – Er ist hingegangen, um uns den Tröster, den Heiligen Geist zu senden, dass er bei uns bleibe ewiglich. Ohne den Heiligen Geist gĂ€be es keinen Trost der Vergebung der SĂŒnden, kein Leben, keine Freude, keine Gemeinschaft mit Gott. Er ist hingegangen zum Vater, um dort im oberen Heiligtum zu walten als unser Hohepriester, als unser FĂŒrsprecher.

Welch große Gnade ist es, ihn als den Sachverwalter der Gemeinde beim Vater zu wissen, der auf uns sieht, fĂŒr uns betet und auf allerlei Weise sich unserer annimmt. Er ist hingegangen, um auch uns in des Vaters Haus eine StĂ€tte zu bereiten (Johannes 14, 2b) und nach unserer Pilgerschaft hienieden uns zu sich zu nehmen, auf dass wir da seien, wo er ist. Wenn wir das alles bedenken, so verstehen wir das Wort an seine JĂŒnger: „Es ist euch gut, dass ich hingehe.“ (Johannes 16, 7) Wenn Paulus sagt: „Er ist aufgefahren ĂŒber alle Himmel, auf dass er alles erfĂŒlle“, so gibt er uns das Ziel des Hohepriesteramtes Jesu an: „Alles zu erfĂŒllen.“ Alles soll voll werden seiner Herrlichkeit, sodass alle Kreatur, die im Himmel ist und auf Erden und unter der Erde und im Meer und alles, was darinnen ist, sagen wird zu dem, der auf dem Stuhl saß und zu dem Lamm: „Lob und Ehre und Preis und Gewalt von Ewigkeit zu Ewigkeit.“ (Offenbarung 5, 13). So wollen wir denn im Glauben hinaufblicken am heutigen Festtag als solche, deren Herz droben ist, wo unser Schatz ist.

Lob und Dank sei Dir, erhöhter Heiland, fĂŒr all den Segen, den Du mir und Deiner ganzen Gemeinde erworben hast durch Deinen Hingang zum Vater. Bringe mich dahin, wo Du bist. Amen.

Quelle: „Suchet in der Schrift“. Elias Schrenk, Andachten fĂŒr jeden Tag. Bielefeld 2016. Das Buch kann erworben werden bei der GeschĂ€ftsstelle des Gemeindehilfsbundes (10,00 Euro zuzĂŒgl. Versand)

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Dieser Beitrag wurde erstellt am Donnerstag 21. Mai 2020 um 7:10 und abgelegt unter Predigten / Andachten.