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Andacht ├╝ber Psalm 128,1

Freitag 1. Mai 2020 von Charles Haddon Spurgeon (1834-1892)


Charles Haddon Spurgeon (1834-1892)

„Wohl dem, der den Herrn f├╝rchtet und auf seinen Wegen geht.“ (Ps 128,1)

Der vorige Psalm endete mit einer Seligpreisung; denn der letzte Vers f├Ąngt mit dem Wort ┬╗gl├╝cklich┬ź an, genau demselben Wort, mit dem dieser Psalm beginnt. Beide Lieder haben also dasselbe Stichwort. Auch die Themen sind eng miteinander verwandt. Die Furcht Gottes ist die Grundlage allen Gl├╝cks. Wir m├╝ssen dem ┬╗allein seligen Gott┬ź zuerst Ehrfurcht entgegenbringen, bevor Er uns selig machen kann. Einige meinen, dieses Leben sei etwas B├Âses, eine B├╝rde, etwas, auf dem ein Fluch ruht; aber das stimmt nicht. Der Gottesf├╝rchtige lebt unter einem gegenw├Ąrtigen, auf ihm ruhenden Segen. Er ist jetzt schon gl├╝cklich; denn er ist das Kind eines ┬╗seligen Gottes┬ź, des lebendigen HERRN; und er ist hier schon ein Miterbe Christi, dessen Erbteil nicht Elend, sondern Freude ist. Das gilt jedem gottesf├╝rchtigen Menschen unter allen Umst├Ąnden und zu allen Zeiten; jeder, jeder Einzelne, ist ein Gesegneter. Ihre Gl├╝ckseligkeit mag von fleischlicher Vernunft nicht immer erkannt werden; doch ist sie immer Tatsache; denn Gott selbst erkl├Ąrt, dass dies so ist. Und wir wissen: Alle, die Er segnet, sind wahrhaft gesegnet. Lasst uns diese heilige, kindliche Furcht des HERRN kultivieren, die das Wesen wahrer Fr├Âmmigkeit ausmacht, jene Furcht, die besteht aus Ehrfurcht, aus Furcht, Ihn zu beleidigen, aus Eifer, Ihm wohlzugefallen, aus absoluter Unterordnung und aus Gehorsam. Diese Gottesfurcht ist die wahre Quelle geistlichen Lebens. Ohne sie suchen wir vergeblich nach wirklicher Heiligung; denn nur wer in der Furcht des Herrn wandelt, kann in Seinen Wegen gehen. Das religi├Âse Leben, welches Gott ┬╗gesegnet┬ź nennt, muss praktisch und mit dem Herzen ausgelebt sein. Es ist t├Ârichtes Geschw├Ątz, von der Furcht des Herrn zu reden, wenn wir uns so benehmen wie solche, denen es einerlei ist, ob es Gott gibt oder nicht. Gottes Wege werden unsere Wege, wenn wir aufrichtige Ehrfurcht vor Ihm haben. Ist unser Herz mit Gott verbunden, werden auch unsere F├╝├če Ihm auf den Fersen folgen. Wer Gott f├╝rchtet, kann alle andere Furcht fallen lassen; denn wenn wir auf Gottes Wegen gehen, stehen wir unter Seinem Schutz, unter Seiner F├╝rsorge und Seinem Wohlgefallen. Gefahr und Verderben d├╝rfen uns nicht nahen; denn alles wirkt zu unserem Guten mit.

In Gottes Augen w├Ąre es nicht gut, wenn wir ohne Anstrengungen lebten und darauf angewiesen w├Ąren, Brot zu essen, das wir nicht verdient haben. Der gl├╝cklichste Stand auf Erden ist der, in dem wir etwas zu tun haben, in dem wir stark genug sind, etwas zu tun, und fair f├╝r die geleistete Arbeit entlohnt werden. Das ist au├čer dem g├Âttlichen Segen alles, was wir w├╝nschen sollten, und reicht f├╝r jeden Menschen aus, der den Herrn f├╝rchtet und Habgier verabscheut.

 

 

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Dieser Beitrag wurde erstellt am Freitag 1. Mai 2020 um 10:20 und abgelegt unter Predigten / Andachten.