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Stellungnahme des Gemeindehilfsbundes zu den Anschuldigungen gegen den Bremer Pastor Olaf Latzel

Die distanzierenden Schnellschüsse aus der Bremischen Kirchenleitung sind besonders peinlich. Die Lateiner sagten „audiatur et altera pars“ – erst einmal die andere Seite hören. Warum hat die Präsidentin des Kirchenausschusses Edda Bosse nicht die öffentliche Erklärung ihres Pastors vom vergangenen Sonntag abwarten können? Keineswegs nämlich hat Pastor Latzel Homosexuelle pauschal als „Menschen herabgesetzt, beleidigt und in ihrer Würde verletzt“.

Er bezog sich lediglich auf „militante Aggressoren“, die die St. Martini-Kirche seit Jahren bekämpfen. Die in der Erklärung dargestellte Haltung der St. Martini-Gemeinde zur Homosexualität dagegen ist seit jeher evangelische Lehre und kann in jeder Bibel nachgelesen werden (z. B. im Römerbrief 1,26-27; 1. Korintherbrief 6,9-11): 1.) Gott liebt den Sünder, aber er hasst die Sünde. 2.) Es gibt Alternativen zur ausgelebten gleichgeschlechtlichen Praxis. Einige homosexuell empfindende Bremer haben sich offensichtlich von der klaren Verkündigung des unbequemen Martinipastors nicht abschrecken lassen und haben in dieser Kirchengemeinde eine geistliche Heimat gefunden. Das ist noch vielen weiteren Schwulen und Lesben in Bremen zu wünschen. Die Einladung von Pastor Latzel steht: „Homosexuelle sind in St. Martini, wie jeder andere Mensch, willkommen.“ Der Bremischen Kirchenleitung ist der Vorgang hoffentlich eine Lehre: „Erst die andere Seite hören, dann reden“.

Der Bruderrat und der Geschäftsführer des Gemeindehilfsbundes, 28.4.2020

Weiter zur Öffentlichen Erklärung vom 26.4.2020 [1]