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Beschluß zur Stammzellforschung

Mittwoch 7. November 2007 von Evangelische Kirche in Deutschland


Evangelische Kirche in Deutschland

Beschluß zur Stammzellforschung
Beschluß der 10. Synode der Evangelischen Kirche
in Deutschland auf ihrer 6. Tagung zur Stammzellforschung

Die Synode der EKD bekrĂ€ftigt, daß die EKD die Zerstörung von Embryonen zur Gewinnung von Stammzelllinien fĂŒr die Forschung ablehnt. Die gesetzliche Regelung in Deutschland verbindet das BemĂŒhen, Anreize fĂŒr diese Zerstörung auszuschließen, mit der Bereitschaft, Grundlagenforschung mit bereits existierenden Stammzelllinien zuzulassen, auch um die dabei gewonnenen Forschungsergebnisse fĂŒr die ethisch unbedenkliche Forschung mit adulten Stammzellen zu nutzen. Die Verunreinigung der vor dem gesetzlichen Stichtag (1. Januar 2002) gewonnenen Stammzelllinien hat zu Forderungen nach einer Aufhebung jeder Stichtagsregelung zugunsten einer EinzelfallprĂŒfung bzw. nach einer Verschiebung des Stichtages gefĂŒhrt.

Die EKD-Synode hĂ€lt eine Verschiebung des Stichtages nur dann fĂŒr zulĂ€ssig,

wenn die derzeitige Grundlagenforschung aufgrund der Verunreinigung der Stammzelllinien nicht fortgesetzt werden kann und

wenn es sich um eine einmalige Stichtagsverschiebung auf einen bereits zurĂŒckliegenden Stichtag handelt.

Zudem sollten die Mittel fĂŒr die Forschung an adulten Stammzellen deutlich erhöht werden.

Dresden, 07. November 2007

Die PrÀses der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland

Barbara Rinke

Die Veröffentlichung der BeschlĂŒsse erfolgt unter dem Vorbehalt der endgĂŒltigen Ausfertigung durch die PrĂ€ses der Synode!

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Dieser Beitrag wurde erstellt am Mittwoch 7. November 2007 um 16:32 und abgelegt unter Medizinische Ethik, Texte ohne Zustimmung des GNW.