Gemeindenetzwerk

Ein Arbeitsbereich des Gemeindehilfsbundes

Drucke diesen Beitrag Drucke diesen Beitrag Artikel empfehlen Artikel empfehlen

Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen! (Apg 5,29)

Sonntag 14. Juli 2019 von J├Ârgen Bauer


J├Ârgen Bauer

Und das kann erheblichen ├ärger bringen! Die Innenministerin eines europ├Ąischen Landes hatte, als ├╝berzeugte Christin, bei den Missionstagen in ihrem Land die Christen dazu aufgerufen, im Konfliktfall eher der Bibel zu folgen als staatlichen Gesetzen und dabei eine Reihe von Tabuthemen wie die Abtreibung angef├╝hrt. Laut Zeitungsberichten habe die Ministerin damit ├╝bertrieben, was diese um alle ├ämter bringen k├Ânne, denn solche Aussagen wie die der Ministerin lie├čen sich verk├╝rzt als Aufforderung zum Rechts- und Gesetzesbruch umdeuten.

Dieser „religi├Âse Eifer“ sei selbst den Parteifreunden aus den christdemokratischen Reihen zu viel gewesen, und der Erzbischof der evangelisch-lutherischen Kirche besagten Landes beeilte sich zu erkl├Ąren, dass die Haltung der Ministerin nicht die der Kirche sei, was nicht ├╝berrascht. Warum auch sollte es mit der Anpassung der Kirche an die Welt dort anders als bei uns sein? Aufgrund der Rede der Ministerin sind noch am selben Tag 960 Landsleute aus der Kirche ausgetreten; aber auch 40 (eine biblische Zahl) in die Kirche eingetreten. Die Reaktionen w├Ąren, nicht nur hinsichtlich der Austritte, bei uns sicher ganz ├Ąhnlich. Aber mit Eintritten w├╝rde man wohl nicht rechnen k├Ânnen. Aber d├╝rfen wir deshalb den Menschen nach dem Mund reden und nur noch das sagen was manche Leute h├Âren wollen und was damit dem Zeitgeist entspricht? Diese Frage kann nur mit einem eindeutigen NEIN beantwortet werden.

Im Neuen Testament wird eindeutig davor gewarnt sich der Welt gleichzustellen und sich damit Gott zum Feind zu machen. Wir m├╝ssen Gott mehr gehorchen als den Menschen. Das war nicht nur die Aussage der Apostel, die vor dem Hohen Rat in Jerusalem angeklagt wurden. Das war auch die Aussage eines Angeklagten vor Freislers Volksgerichtshof anl├Ąsslich des Attentats vom 20. Juli 1944 auf Adolf Hitler.

Als Christen m├╝ssen wir t├Ąglich klar und eindeutig Farbe bekennen. Und da gibt es, wenn es gilt und wir darauf angesprochen sind, nur ein klares JA oder ein klares NEIN und keinerlei Eiert├Ąnze, denn alles weitere w├Ąre von ├ťbel. Leute wie die besagte Innenministerin sind uns hier Vorbild, und es s├Ąhe anders bei uns aus, wenn sich die Christen nicht best├Ąndig vorsichtig abwartend zur├╝ckhielten.

Aber auch bei uns gibt es positive Beispiele. Ich denke dabei an die drei Hebammen, die vor einiger Zeit ihre Arbeitspl├Ątze verloren, weil sie sich weigerten, bei Abtreibungen mitzuwirken. Sie haben mittlerweile wieder Arbeitsstellen. Gott l├Ąsst die nicht fallen, die treu zu Ihm stehen. Gott wolle uns mit Kraft und Mut erf├╝llen, damit wir wirken solange es noch Tag ist und die Meinungsbildung nicht l├Ąnger einer Minderheit ├╝berlassen.

Drucke diesen Beitrag Drucke diesen Beitrag Artikel empfehlen Artikel empfehlen

Dieser Beitrag wurde erstellt am Sonntag 14. Juli 2019 um 11:20 und abgelegt unter Predigten / Andachten.