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Wüstenstrom e.V. – Christliche Beratungsarbeit unter Beschuß

Stefan Schmidt
Christliche Beratungsarbeit unter Beschuß

Über einen Kongreß und über die Ziele der Presse, wenn es um Homosexualität und Veränderung geht Wuestenstrom e.V. ist eine Organisation, die auf dem spannenden Gebiet von Identitätsfragen und Sexualität nun seit rund zehn Jahren in den sehr unterschiedlichen Arbeitsfeldern Beratung, Seelsorge, Konzeptentwicklung und Fortbildung Hilfsangebote macht. Die Presse hat sich in dieser zehnjährigen Geschichte häufig für unsere Arbeit interessiert. Insbesondere das Zeugnis der persönlich erlebten Veränderung im Bereich der homosexuellen Orientierung wurde dabei regelmäßig Thema und zum Stein des Anstoßes. Meistens richtet sich die Kritik direkt gegen die Person Markus Hoffmann, der die Arbeit leitet und mit seinem persönlichen Lebenszeugnis für eine Veränderbarkeit sexueller Orientierung steht. Hierzu gehört auch der jüngste Vorfall mit dem Ergebnis, daß der öffentliche Druck von Lobbygruppen zusammen mit der Presse unsere Teilnahme an einem Kongreß in Graz in Österreich unmöglich gemacht hat. Wie ist es dazu gekommen?

Kongreß „Religiosität in Psychiatrie und Psychotherapie“ in Graz

Die APS (Akademie für Psychotherapie und Seelsorge) sprach im Laufe des letzten Jahres alle Referenten, die regelmäßig auf den Kongressen der Akademie referieren, auf die Möglichkeit an, im Rahmen des in Graz vom 11.-13. Oktober stattfindenden Kongresses „Religiosität in Psychiatrie und Psychotherapie“ zu sprechen. Da Markus Hoffmann zu den Referenten gehört, die in der Vergangenheit einen Workshop auf solchen Kongressen abgehalten hat, wurde auch er zu einer Bewerbung für den Kongreß ermutigt. Hoffmann reichte auch zwei Workshopbeiträge ein, die beide angenommen wurde. Der erste Workshop über das von Markus Hoffmann verfaßte Gruppenseelsorgekonzept „Aufbruch Leben“ (derzeit wird dieses Konzept in rund 40 christlichen Gemeinden in Deutschland, Österreich und der deutschsprachigen Schweiz von rund 350 ehrenamtlichen Mitarbeitern durchgeführt) wurde in der Folge ebenso angenommen, wie der Workshop zum Thema „Umgang mit Homosexualität in der Psychotherapie“. Um sich innerhalb der korrekten psychiatrischen Diagnostik auszudrücken, vereinbarte die Kongreßleitung in der Person von Priv. Dozent Dr. Bonelli mit Markus Hoffmann die Veränderung des Workshop-Titels. Er wurde in „ich-dystone Sexualorientierung“ umbenannt.

Eine sexuelle Orientierung zu haben, die man als nicht zu sich gehörend empfindet, ist nämlich eine offizielle Störungsdiagnose nach ICD-10. Mißverständnisse sollten so vermieden werden, wie zum Beispiel der jetzt erhobene Vorwurf, die Zulassung und Durchführung des Workshops beinhalte automatisch die ethische Entscheidung, Homosexualität sei von vornherein etwas, das man therapieren müsse – also eine Krankheit. War doch Homosexualität 1992 von der Weltgesundheitsorganisation aus politischen Gründen aus dem Diagnoseregister psychischer Erkrankungen (ICD) gestrichen worden.

Kaum war der Workshop zur „ich-dystonen Sexualorientierung“ im Kongreßprogramm veröffentlicht, meldeten sich verschiedene Homosexuellenverbände, insbesondere aus Deutschland und den USA zu Wort, da sie sich durch diesen Kongreßbeitrag diskriminiert sahen. Die Befürchtung der Protestierenden war, daß wenn jemand über ein solches Thema oder gar über Homosexualität und deren Veränderbarkeit auf einem psychiatrischen Kongreß reden würde, daß es dann nur ein kleiner Schritt sei, Homosexualität wieder zur Krankheit zu erklären. Dies sei Diskriminierung.

Mit dieser Argumentation der Empörung schrieben unterschiedliche, sich als homosexuell bezeichnende Studenten an Professoren, die beim Kongreß sprechen sollten, um sie zum Protest zu bewegen. Daneben formulierten mehrere Psychologen, die sich in der Homosexuellen-Bewegung engagieren, ihren Einspruch gegen den Workshop gegenüber der Kongreßleitung. Zeitgleich wurden auch Pharmakonzerne angeschrieben, die den Kongreß als Sponsoren unterstützen, und zum Rückzug vom Kongreß gedrängt. Politisch wurde auch der Landeshauptmann Franz Voves von der Partei SPÖ zum Beispiel von den österreichischen Grünen unter Druck gesetzt, den Ehrenschutz (entspricht der Schirmherrschaft) für den Kongreß abzulehnen. Tatsächlich erreichten die Proteste ihr Ziel: mehrere Referenten drohten damit, ihren Beitrag zurückzuziehen, ebenso drohten Pharmakonzerne und der SPÖ-Politiker Voves damit, den Kongreß nicht länger zu unterstützen, wenn Hoffmann käme. Daher einigten sich schließlich Markus Hoffmann und die Veranstalter darauf, daß Markus Hoffmann seinen Beitrag am Kongreß zurückzieht, „da ihm eine geordnete wissenschaftliche Diskussion nicht mehr möglich erschien“. Bei genauer Lesart aber wurde Markus Hoffmann durch einen wohl organisierten Protest aus den Reihen der Schwulen- und Lesbenbewegung aus dem Kongreß gemobbt.

Erfahrungen mit der Presse

Dieser Vorgang ist nur einer von vielen Angriffen in der Geschichte des Vereins wuestenstrom e.V. In jedem dieser Angriffe wiederholt sich ein Muster desselben Verhaltens von Seiten der Presse. So treten seit Jahren immer wieder Journalisten von unterschiedlichen Zeitungen und Fernsehsendungen an uns heran und versprechen, großes Interesse und Aufgeschlossenheit gegenüber unserer Arbeit zu haben. Sie geben vor, ganz unvoreingenommen über unterschiedliche Ansätze des Erlebens oder auch der Begleitung von Menschen mit homosexuellen Empfindungen berichten zu wollen. Sind wir nicht zu einem Interview oder ausschließlich zur schriftlichen Beantwortung von Interviewfragen bereit, wird häufig ausschließlich auf (diffamierendes) Archivmaterial oder auf die Aussagen von militanten Gegnern unserer Arbeit zurückgegriffen. Wenn wir zu einem Interview bereit sind, wie sehr ausführlich für die ZEIT für deren im Januar veröffentlichten Artikel „Heilung in Gottes Namen“, beschreiben wir dann gern differenziert unsere sehr unterschiedlichen Arbeitsfelder, erklären unser Vorgehen in der Beratung von Menschen mit homosexuellen Empfindungen (die für die Presse natürlich besonders interessant scheinen), erzählen die Geschichte unseres Vereins, grenzen uns von Umpolungs-, Konversions- und solchen Angeboten ab, die magische „Heilungen“ versprechen usw. Regelmäßig verweisen wir auf unsere ausführliche Selbstverpflichtung, die wir als Ethik formuliert haben, und die von unterschiedlichen Fachpersonen (Therapeuten und Therapieforschern) als vorbildlich bezeichnet wird. Auch erklären wir gern, wie wir die Ethik und Professionalität unseres Beratungsangebots (z.B. die Ergebnisoffenheit) unter anderem durch fachliche Supervision gewährleisten. All diese Informationen befinden sich auch zum Nachlesen auf unserer Webseite. Wir haben schließlich nichts zu verbergen.

Die Berichte, die dann von solchen Journalisten, zum Beispiel Frau Karin Kontny von der ZEIT, schließlich veröffentlicht wurden, enthielten aber grundsätzlich keine dieser Informationen oder Differenzierungen. Versehen mit vielen Unterstellungen und Falschinformationen, die insbesondere die Person Markus Hoffmann diskreditieren sollten, wurde kurzerhand wahlweise von „Sekte“ oder „evangelikal-fundamentalistischer“ Organisation gesprochen, betrieb wuestenstrom „Umpolung“ oder „Konversionstherapie“ (meist mit dem Hinweis auf „bekanntermaßen“ grausame Methoden) und versprachen wir gegen immense Geldsummen „Heilung“ von der „Krankheit“ oder der „Sünde“ Homosexualität. Unsere Darstellungen wurden dabei ignoriert oder als Unwahrheiten eingestuft. Letztlich wurde auf diese Weise eine Organisation – egal, was sie sonst anbietet oder sagt – allein deshalb als „menschenverachtend“ dargestellt, weil sie Anfragen an das Phänomen Homosexualität hat und Veränderungen in diesem Bereich sexueller Orientierung schildert. Offenbar erschien es als überflüssig oder unangemessen, eine solche Organisation in ihrer Würde und in den Persönlichkeitsrechten ihrer Mitarbeiter und den betreuten Ratsuchenden zu schützen oder auch nur ihre Aussagen korrekt wiederzugeben.

Wie können wir uns ein solches Phänomen erklären? Sicherlich gibt es unterschiedliche Ansätze, so etwas zu verstehen. Natürlich verkaufen sich in der Öffentlichkeit Skandale (von Diskriminierungen und sektiererischen Vereinigungen, die Menschen in ihre Fänge bekommen) besser, als allzu differenzierte Informationen. Und sicherlich haben auch diejenigen nicht Unrecht, die auf den mittlerweile großen Einfluß „homosexueller Lobby-Gruppen“ hinweisen. Schließlich sind es gerade solche Interessengruppen, die auf unterschiedlichen Ebenen von Medien, Politik, Kirche und anderen gesellschaftlichen Gruppen massiv gegen unseren Verein vorgehen.

Unwissenschaftliche Grundentscheidung
einer „homosexuellen Identität“

Wenn wir die Vorgänge aber auf der Grundlage der Wissenssoziologie betrachten, nehmen wir noch eine ganz andere, letztlich philosophische Dimension wahr. Wir beobachten, daß in weiten Teilen der öffentlichen Diskussion und damit auch von den Medien in der Regel eine Grundentscheidung vorausgesetzt wird. Diese Grundentscheidung, die von Sozialwissenschaftlern essentialistisch genannt wird, geht von der Existenz eines per se „homosexuellen Menschen“ aus. Ein solcher Mensch habe eine angeborene „homosexuelle Natur“ oder ein „homosexuelles Wesen“, wie andere ein heterosexuelles Wesen hätten. Im christlichen Kontext wird auf derselben Grundlage manchmal von einer Schöpfungsvariante gesprochen. Diese philosophisch anthropologische Formulierung einer speziellen Natur oder eines speziellen Wesens nun wird zur Grundlage des ethischen, gesellschaftlichen, politischen Umgangs mit dem Phänomen Homosexualität.

Diese Sichtweise hat sich in der Öffentlichkeit durchgesetzt, sodaß die Medien auf der einen, aber durchaus auch unterschiedliche Wissenschaftler auf der anderen Seite von diesem Essentialismus der Festschreibung einer „homosexuellen Identität“ ausgehen. Wer diese angeborene Identität zum Beispiel durch die Beobachtung von Veränderbarkeit hinterfragt, müsse nach dieser Logik fundamentalistisch religiöse und homophobe Motive haben und diskriminiere automatisch Menschen, die diese „spezielle Natur“ ausgeprägt hätten. In diesem Kontext war unser Versuch, mit der Arbeitsgruppe HuK (Homosexuelle und Kirche) ins Gespräch zu kommen, zum Scheitern verurteilt. Unsere differenzierte Haltung konnten die Beteiligten der HuK in ihrem Denkhorizont nicht verstehen: Wir sprachen ihnen ihr Christsein nicht ab, obwohl wir für uns persönlich zu anderen ethischen Entscheidungen in Bezug auf die Homosexualität gekommen waren. Ebenso redeten wir sie nicht von vornherein krank, und sprachen doch eindeutig von Veränderungsmöglichkeiten der sexuellen Orientierung. Mit dieser Haltung wollten wir ins Gespräch kommen. Für die Vertreter der HuK war aber nur interessant: unterstützen wir die Ansicht der unabänderlichen, unhinterfragbaren homosexuellen Identität und sind damit politisch auf ihrer Seite, oder haben wir Anfragen und andere ethische Haltungen und sind damit ihre Gegner? So wurde deutlich, daß für die HuK ein Gespräch nur zustande kommen kann, wenn man sich von deren politischen Zielen vereinnahmen läßt.

Das Vorhandensein einer unveränderbaren homosexuellen Identität entspricht aber weder unseren Erfahrungen im eigenen Erleben und in der Begleitung von betroffenen Menschen, noch entspricht es unserem Menschenbild, das jüdisch-christlich von der Ebenbildlichkeit von Mann und Frau gemeinsam ausgeht, die aufeinander hin geschaffen sind.

Die sexualwissenschaftliche Sicht

Aber auch alle sozialwissenschaftlichen Sexualforscher Deutschlands (z.B. Gunter Schmidt, Volkmar Sigusch, Erwin Haeberle, Rolf Gindorf) bestreiten das Vorhandensein einer per se „homosexuellen Natur“ in diesen Menschen. Ähnlich wie der Herausgeber des renommierten „Journal of Homosexuality“ in den USA, John P. De Cecco, beschreiben zum Beispiel Rolf Gindorf oder auch Erwin Haeberle die Geschichte der „homosexuellen Identität“ als politische Propaganda einer sich radikalisierenden „Schwulen-Lobby“, die jenseits wissenschaftlicher Empirie den Beweis der „Natürlichkeit“ ihrer sexuellen Orientierung zur Grundlage ihres „Befreiungskampfes“ hin zur vollständigen Anerkennung macht. Diese Sexualwissenschaftler kritisieren denn auch das nachhaltige Desinteresse vieler Wissenschaftler am Forschungsgegenstand „Homosexualität“. So werde der aktuelle Diskurs denn auch jenseits wissenschaftlicher Redlichkeit geführt und zum Beispiel die angeborene sexuelle Identität selbst im Bereich von Psychologie und Psychiatrie einfach – im Sinne des Essentialismus – vorausgesetzt. Selbst der Rückgriff auf Beobachtungen im Tierreich wird nicht gescheut, um in scheinbar direkter Entsprechung die „Natürlichkeit“ und damit „Normalität“ und damit „Gleichwertigkeit“ einer „homosexuellen Identität“ nachzuweisen (vgl. Berichte über „schwule Schwäne“, „schwule Schafe“, „schwule Pinguine“ und ähnliches). „Homosexuelle Menschen“ gebe es dem Wort nach, aber auch als unterscheidbare Gruppe von Individuen erst seit Ende des 19. Jahrhunderts. Davor gab es die Vorstellung einer abgrenzbaren (homo-)sexuellen Orientierung oder gar sexuellen Identität nicht. Auch die rechtlich schwierige Kategorie einer sexuellen Identität machen die Forscher bewußt: heute kann sich jeder, der daraus Gewinn schlagen kann, per Selbstzuschreibung einer homosexuellen Identität zu einer diskriminierten Minderheit zählen und Sonderrechte für sich einfordern.

Auch wenn wir sie hier zitieren, ist darauf hinzuweisen, daß die Sexualwissenschaftler eine willentliche Veränderung von sexueller Orientierung nicht vorschlagen. Sie beschreiben zwar, daß es (natürliche) und auch willentliche Veränderung und Flexibilität der Sexualität gibt, verpflichten sich aber der Ethik, daß sie als Forscher einer deskriptiven Wissenschaft keine normativen Aussagen über gesunde und nicht gesunde Sexualität treffen können. Somit schlagen sie allein die Aushandlungsethik vor (zum Beispiel Gunter Schmidt), wonach jegliche Sexualität als gesund zu betrachten sei, die zwischen erwachsenen Menschen einmütig vereinbart werde.

Drei Motive: Eigeninteresse, Essentialismus, politischer Druck

Von all diesen wissenschaftlichen Auseinandersetzungen nun wissen die Journalisten aber nichts oder wollen nicht davon wissen. Sie scheinen bestimmte Ziele und Motive zu haben, die jenseits bloßer Information liegen. Die meisten von ihnen zitieren Psychologen, die sich selbst als „Homosexuelle“ bezeichnen welche deshalb verständlicherweise auch deutlich mehr politische als wissenschaftliche Ziele haben. Besonders gern werden Psychologen aus dem politisch arbeitenden Verband lesbischer Psychologinnen und schwuler Psychologen (VLSP) für Interviews angefragt. Interessanterweise wird aber gerade diese Vorentscheidung für eine Lobbygruppe in den Artikeln der Journalisten verschwiegen. Dort sind es dann schlicht Psychologen (gern mit Doktor-Titeln), die sich aus scheinbar fachlichen Gründen mit dem Thema Sexualität und mit uns als Organisation auseinandergesetzt haben. Doch in der Regel gehört das Thema Sexualität nicht zur Ausbildung oder gar zum Arbeitsschwerpunkt dieser „Fachleute“ und keiner dieser bislang zitierten Psychologen kennt uns oder unsere Arbeit tatsächlich.

Sicherlich ist aber auch mit der oben genannten Grundentscheidung, daß es den homosexuell geborenen Menschen gäbe, die Basis einer Ethik, die unsere Fragen und unsere Angebote diskriminierend erscheinen lassen. So fühlen sich Menschen, die uns verleumden, meist ohne uns zu kennen, im Recht und auf der Seite der Menschenrechte. Auf derselben Grundlage werden derzeit im Übrigen offenbar auch die Ergebnisse einer vom deutschen Lesben- und Schwulenverband in Auftrag gegebene Studie bewertet. Danach hätten viele, insbesondere männliche Jugendliche zwischen 14 und 20 Jahren (nahezu 50% mit deutschen Eltern und nahezu 80% mit Migrationshintergrund) es als abstoßend bezeichnet, wenn zwei Männer sich in der Öffentlichkeit küßten. Diese Gefühlsäußerung von jungen Menschen wird nun – der vorausgesetzten Ethik gemäß – direkt als Diskriminierung, Homophobie und als ersten Schritt zur Gewalt gegen „Schwule und Lesben“ gewertet. Und selbstverständlich wird gefordert, daß die Aufklärungsarbeit, insbesondere auch bei der Integration von Ausländern noch deutlich intensiviert werden müsse. Solche Gefühle von Jugendlichen dürfen nicht sein.

Schließlich ist aber vielleicht heute auch der gesellschaftliche Druck auf Einzelpersonen und Organisationen tatsächlich so groß, daß es Vielen nützlicher oder gar als einzige Möglichkeit erscheint, dem politisch massiv auftretenden Teil der „Gruppe der Homosexuellen“ möglichst viele Zugeständnisse zu machen. Wer möchte schon, wie jüngst eine Bürgermeisterin, die zum Christover-Street-Day keine Regenbogenfahne im Rathaus aufhängen wollte, unter massiven Druck und Rücktrittsforderungen geraten?

Fazit

Wuestenstrom wird weiterhin Zeugnis geben von der Veränderung (auch im Bereich sexueller Orientierung), die wir erlebt haben und immer wieder erleben und darin Menschen begleiten. Dem Meinungsdiktat einer nur scheinbar freiheitlichen Öffentlichkeit wollen wir uns entgegenstellen. Nicht zuletzt schulden wir diese ausführliche Auseinandersetzung den vielen Ratsuchenden, die uns vertrauen, in die Zusammenarbeit mit uns ihre Hoffnung setzen und durch die öffentlichen Verleumdungen unserer Arbeit und von Markus Hoffmann als Person immer wieder in ihrem schwierigen psychischen Prozess verunsichert werden.