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Indien und der neue Verfolgungsindex

Mittwoch 28. Februar 2018 von Alexander Seibel


Alexander Seibel

In manchen Anfragen wegen meiner geplanten Reise (5. bis 22. Februar 2018) schwang eine gewisse Unsicherheit mit. Die Nachrichten aus Indien erfĂŒllten einige mit Sorgen. „Gewaltsame Übergriffe gegen religiöse Minderheiten haben deutlich zugenommen. Laut einem Bericht des indischen Innenministeriums gab es in den letzten drei Jahren ĂŒber 2000 Angriffe auf religiöse Minderheiten, bei denen physische Gewalt angewendet wurde. Die Dunkelziffer dĂŒrfte bedeutend höher sein, viele Opfer wagen es nicht, die Polizei zu verstĂ€ndigen, denn oft ist die Polizei befangen und schĂŒtzt die TĂ€ter. Die Opfer werden im Stich gelassen. In den 200 Übergriffen auf Christen, die wir im Jahr 2017 registriert haben, nahm die Polizei nur in 25 FĂ€llen Ermittlungen auf. Das ist schockierend!“, so lautet eine Schilderung von CSI Febr. 2018 zur Situation in Indien.

Mit Sorge wird auch darauf hingewiesen, dass Indien bis 2021 ein rein hinduistischer Staat sein soll. Eine Forderung, die man nicht ignorieren sollte, weil einflussreiche Politiker dahinterstehen. Das Programm hinter dieser religiösen Ideologie ist die sogenannte Hindutva, die bestimmt, wer Hindu und Inder ist. Die Hindutva strebt ein rein hinduistisches Indien an.

Ein alter indischer Freund bestĂ€tigte leider solche Tendenzen. So hat im Bundesstaat Bihar die dort regierende Hindupartei eine Regel bzw. ein Gesetz verabschiedet, das Bild der Göttin Saraswati, die Göttin der Erziehung, in allen christlichen Schulen aufzustellen. Die gesamte Schule soll Pujaris (Hindupriester) akzeptieren, die Slokas (Hindugedichte) rezitieren. Die Brahmanen gestatten nicht, sie zu ĂŒbersetzen, damit sie ihre angeblich heilige Wirkung nicht einbĂŒĂŸen. Alle Kinder in den christlichen, oft katholischen Schulen dĂŒrfen zwar in der Bibel lesen und beten, sollen aber auch die Slokas der Brahmanis chanten. Auch soll in allen öffentlichen Schulen Yoga mit Meditation auf die Sonne als verpflichtende Morgenandacht eingefĂŒhrt werden. Yoga gehöre nun mal zu Indien bzw. zum Hinduismus.

Derselbe indische Bruder berichtete auch von erschreckenden Beispielen, wie man christliche Institutionen unterwandert und zerstört. So leitete ein feiner und bewĂ€hrter Christ ein Waisenheim. Man brachte ihm ein vierzehnjĂ€hriges MĂ€dchen unter dem Vorwand, die Eltern haben es verlassen. Gerne nahm er das Kind auf. Was er nicht wusste; es war dies eine Falle seitens der fanatischen Hindus. Sie hatten das MĂ€dchen vorher bewusst geschwĂ€ngert. Nach vierzehn Tagen behauptete die VierzehnjĂ€hrige, dieser Älteste habe sie sexuell missbraucht. Es wurde ein Schwangerschaftstest vorgenommen, der positiv ausfiel. Sofort wurde er verhaftet. Inzwischen auf Kaution freigelassen, wartet er auf seinen Prozess. Das geschah im Oktober letzten Jahres. Man wird erinnert an die Sowjetzeit, wo die Kommunisten mit Ă€hnlichen Tricks versuchten, die Gemeinden zu zerstören und verantwortliche Diener Gottes zu diskreditieren. Der wörtliche Kommentar eines anderen Freundes, den ich nach etlichen Jahren nun in Hyderabad wieder traf: „Sie wollen das Christentum zerstören“.

So wurde beispielsweise das Weihnachtsfest auf einen normalen Werktag verlegt und damit den Christen dieser besondere Feiertag genommen. Immer mehr christliche NGOs werden verboten bzw. des Landes verwiesen.

Bei dieser Reise begleitete mich diesmal meine Frau Catherine. Kurz vor unserem Abflug wurde in Tamil Nadu ein Pastor einer Pfingstgemeinde getötet. Ebenfalls um diese Zeit hat man im SĂŒden Indiens Christen, die Bibel verteilen wollten, gestoppt und die Bibeln verbrannt. Das wurde sogar noch gefilmt. Man stelle sich vor, man hĂ€tte in Ă€hnlicher Weise Koranausgaben verbrannt. Der Aufschrei hĂ€tte bis in die EU nachgehallt. So aber gab es so gut wie keine Reaktion. Oft sind die Christen verĂ€ngstigt und eingeschĂŒchtert. Und radikale Hindus forcieren immer mehr Ghar Vapsi, die Zeremonie der RĂŒckkehr eines z.B. zum Christentum „abgefallenen“ Inders zum Hinduismus.

Eine andere Falle: Ein Inder besuchte eine Gemeinde und half ein halbes Jahr vorbildlich bei jeder Gelegenheit. Der Gemeindeleiter war beeindruckt von seinem geistlichen Verhalten und seiner Bereitschaft zu dienen. Nach einem halben Jahr bat er darum, getauft zu werden. Danach zeigte er den Pastor bei der Polizei mit der Anschuldigung an, er habe ihm angeblich Geld angeboten, damit er sich taufen lasse. Das ist in Indien strafbar. Er wurde sofort verhaftet und wartet, ebenfalls auf Kaution frei, nun auf seinen Prozess.

Wenn die derzeitige regierende Hindupartei noch mehr Wahlen gewinnen sollte, gibt es womöglich ein landesweites Verbot, Rindfleisch zu essen. Christen gelten als „Beefeater“ und dies sollte möglichst bald bestraft werden. Es gibt sogar einen Kuhminister und Ambulanzen fĂŒr KĂŒhe. Die Kuh wird immer heiliger und inzwischen wird sogar der Urin der Kuh als Medizin besonders in Ayurveda verwendet. Yoga- und Homöopathie-Experten aus Hyderabad empfehlen Kuh-Urin als Heilmittel gegen alle möglichen Krankheiten. So schreibt Tabitha BĂŒhne in ihrem neu erschienen Buch Mit Sari auf Safari: „Und es wird auch ein lukratives GeschĂ€ft mit Kuh-Urin gemacht, der als eine Art Zauberelixier verkauft wird und nach Meinung einiger Kuhhalter auch gegen eine ganze Reihe von Krankheiten helfen soll, selbst gegen Krebs“ (S. 65).

Nun hat Open Doors in seinem Verfolgungsindex Indien sogar von Platz 28 im Jahre 2014 an die 11 Stelle gesetzt, noch vor Saudi-Arabien und unmittelbar nach Persien (ideaSpektrum 3/2018). Das ist eigentlich kaum vorstellbar. Ein erfahrener Bruder, schon seit Jahrzehnten in diesem Subkontinent tĂ€tig, ersuchte um Gebet fĂŒr den Bundesstaat Karnataka, dass die derzeit regierende Partei wiederum die Wahl gewinnt. Andernfalls, so meinte er, könne die derzeitige noch sporadische Verfolgung tsunamiartig anschwellen.

Allerdings sagte ich den Geschwistern ganz offen, wie ich mir nur schwer vorstellen kann, dass es hier schlimmer als in Saudi-Arabien zugehen soll. Ich hatte oft die Gelegenheit, in Gemeinden frei zu sprechen und in Versammlungen zu verkĂŒndigen und zu unterrichten. Dabei war bei mir nicht die leiseste Furcht vorhanden, nun könnte eine Art Sittenpolizei hier einschreiten und uns womöglich sogar verhaften, was in Saudi-Arabien durchaus nicht ungewöhnlich ist. Ich fĂŒhlte mich in gewisser Hinsicht völlig frei, manchmal wie getragen von Gebeten. Jedoch hat bei unserer ersten Station in Hyderabad unser Gastgeber uns in einer eher unauffĂ€lligen Wohnung untergebracht und uns ermahnt, uns so wenig wie möglich öffentlich zu zeigen.

In Bangalore saßen Catherine und ich mit etlichen verantwortlichen Geschwistern und Bibellehrern zusammen. Ich erwĂ€hnte, dass ich einen Bericht ĂŒber die Reise verfassen werde. Auch diese Geschwister bestĂ€tigten, dass man frĂŒher öffentlich evangelisieren und auch Traktate verteilen konnte. Dies sei nun nicht mehr möglich. Auch wurde ich wegen der verĂ€nderten Situation gebeten, keine Namen, Bibelschulen oder Personen des öffentlichen politischen Lebens zu erwĂ€hnen. Im Zeitalter des Internets kann dies fĂŒr die dort lebenden Christen Folgen haben. Deswegen vermeide ich diesmal Eigennamen von Personen, manche Ortsangaben und auch andere Details.

Allerdings möchte ich noch erwĂ€hnen, dass solche Szenarien mit Angriff auf Gemeinden und Bibelkreise, VerprĂŒgeln von Christen, sich in erster Linie in lĂ€ndlichen Gebieten abspielen. In den großen StĂ€dten mit zum Teil vielen Kirchen ist man relativ sicher.

Der neue Direktor eines evangelikalen Missionswerkes erklĂ€rte zum Thema Verfolgung: Sie bewirke Reinheit, Einheit und Klarheit. Dieses Bild vermittelt die Christenheit in diesem siebtgrĂ¶ĂŸten Land der Erde derzeit allerdings leider nicht allzu oft. Das christliche Fernsehen ist in erster Linie von Vertretern des Wohlstandsevangeliums besetzt. Ein erfahrener Bruder klagte, dass Sendungen mit gesunder biblischer Lehre kaum Anklang finden und um genĂŒgend Geld zu mobilisieren, mĂŒsse man eben Kompromisse machen und manch einer, der noch eher gemĂ€ĂŸigt begann, ist nun AnhĂ€nger der “Prosperity Gospel“.

Allerdings gibt es in Indien in etlichen Teilen dieses großen Landes und besonders auch in den GroßstĂ€dten und auf dem Lande in den Dörfern und unter den Stammesvölkern sowohl Wachstum wie auch das Entstehen vieler neuer Gemeinden. In besagtem Missionswerk wurde uns ein kleines BĂŒchlein ĂŒber Luther Here I Stand  von einem gewissen R. Stanley mitgegeben. Er behandelt besonders die 4 Soli der Reformation. Bei dem Thema Gnade warnte er zu meiner Überraschung sehr deutlich vor der neuen Strömung „Hyper-Grace“ und nennt sie einen Missbrauch der Gnade. Gott sei eben so gnĂ€dig, schließlich habe er uns alle SĂŒnden vergeben. So muss man auch nach seiner Bekehrung, auch wenn man gefehlt hat, nicht mehr Buße tun. Deren fĂŒhrender Vertreter ist Joseph Prince aus Singapur, der dort eine Mega-Gemeinde leitet. Erst kĂŒrzlich trat er in Deutschland im Gospel Forum Stuttgart auf. Wie mir ein Augenzeuge berichtete, hat er mit einer Handbewegung Segnungs- und HeilungskrĂ€fte an die tausende von Zuhörern ausgeteilt. Er rief dann Leute auf, nach vorn zu kommen, die eine Heilung erfahren hĂ€tten. Eine Frau stand nach dieser „Heilungssalbung“ am ganzen Leibe zitternd in der vorderen Reihe.

ZurĂŒck zu den indischen Fernsehpredigern. Einer dieser „Gesalbten des Herrn“ hat nun sechs LeibwĂ€chter und verkauft geweihtes Öl und TaschentĂŒcher, ĂŒber die er gebetet hat. Damit lĂ€sst sich offenbar genĂŒgend Geld verdienen, um teure Fernsehprogramme immer erfolgreicher zu bestreiten. Ein anderer dieser Heilungsevangelisten hat einen besonderen „Miracledienst“ begonnen. Er wirft Leute zu Boden und bespritzt sie auch mit Wasser, Heilung natĂŒrlich inbegriffen. Besonders tragisch ist der Werdegang eines der grĂ¶ĂŸten Missionswerke ĂŒberhaupt, bzw. dessen Leiter. Er lĂ€uft herum wie ein Kardinal und hat die Zeremonie des „RingkĂŒssens“ eingefĂŒhrt. Streckenweise wird man mehr an katholische, hierarchische WĂŒrdentrĂ€ger erinnert, denn an bescheidene Diener Christi.

Selber konnte ich eigentlich, so wie auch bei frĂŒheren Indienbesuchen, verkĂŒndigen, evangelisieren und unterweisen. Besonders in Bangalore hatte ich fast stĂ€ndig Dienste und Unterricht. Am Sonntag war die Halle voll und ich predigte meine Lieblingsbotschaft, nĂ€mlich Heilsgewissheit bzw. Vergebung der SĂŒnden. Der Leiter gab danach einen Aufruf und es kamen auch tatsĂ€chlich etliche nach vorne. Jedoch bin ich mit Zahlen vorsichtig, weil nur Gott allein weiß, was hier echt ist und Ewigkeitswert hat.

Nach solch einem Vortrag stand ein Amerikaner vor der TĂŒr der Chapel. Er erzĂ€hlte, wie in seiner Heimat ein gewisser Michael Woodward in einem AbfallkĂŒbel in einer Tankstelle eine Gideonbibel fand. Er fischte sie heraus, las in der Heiligen Schrift und bekehrte sich. Er schloss sich erst zwei Jahre spĂ€ter einer Baptistengemeinde an. Jetzt ist er nach theologischer Ausbildung Pastor dieser Gemeinde. Das sind Mut machende Berichte ĂŒber die Wirksamkeit von Gottes Wort.

NatĂŒrlich fragten mich auch etliche der indischen Geschwister, was mit Deutschland eigentlich los ist. Das Land, das, wie es eine auslĂ€ndische Zeitschrift formuliert hat, seinen eigenen Untergang sogar noch selber finanziert. Hierin ist es wirklich in der Geschichte einmalig. Ich habe da kein Blatt vor den Mund genommen und offen meine Meinung gesagt. Ich verwies im Zuge einer Bibelarbeit gewöhnlich auf 5. Mose 28, Vers 43. Denn es mĂŒsste allmĂ€hlich auffallen, das diejenigen, die am lauteste „Refugees welcome“ rufen, besonders die GrĂŒnen, Linken und Antifaschisten, am meisten fĂŒr die Abtreibung sind. Also keine Willkommenskultur fĂŒr das eigene Volk, dafĂŒr die Arme umso mehr fĂŒr auslĂ€ndische Zuwanderer ausgebreitet. Wenn man dann auch noch lesen muss, wie dieser Staat echte FlĂŒchtlinge, die sich vom Islam zum Christentum bekehrt haben, buchstĂ€blich gnadenlos abschiebt und sie in die HĂ€nde ihrer Henker ausliefert (ideaSpektrum Nr. 3/2017), Salafisten aber viel eher bleiben dĂŒrfen, dann hat man den Eindruck, das Land der Reformation wird immer antichristlicher. Deutschland leidet unter einer ideologischen Autoimmunerkrankung und wird von seiner eigenen Regierung ziemlich alternativlos an die Wand gefahren.

Viel schlimmer ist, was man unschuldigen Kindern zumutet. Schon in der ersten Klasse im Bundesland Hessen soll sexuelle Vielfalt vermittelt werden. Mit einer Hybris, die weder die Kommunisten noch die Nazis kannten, wird nun die Ehe neu definiert und dem lebendigen Gott und seinen Geboten der totale Krieg erklĂ€rt. Und dies alles unter dem Deckmantel der angeblich toleranten Gleichstellung. Ich kann mich nur dem Urteil von Uwe Holmer anschließen, der zu Recht in einem Leserbrief schreibt: „Ich bin richtig sauer, ja empört ĂŒber unsere Regierungen, die das Gender-Umerziehungsprogramm auf allen Ebenen aktiv befördern“ (idea/Spektrum 1/2 2018). Oder, wie es ein anderer Christ formulierte: „Es ist ein Verbrechen.“

Noch schlimmer, nun will man sogar in die Kitas die schwul-lesbische pervertierte Weltsicht wehrlosen Kindern ĂŒberstĂŒlpen. Ich habe den Geschwistern in Indien ganz offen gesagt, wie Gott Deutschland meiner Meinung nach mitsamt seiner Christenheit dahingegeben hat, nachzulesen in Röm. 1,22ff. Was soll man davon halten, dass in der evangelikalen Jugendzeitschrift vom SCM-Bundesverlag, nĂ€mlich DRAN NEXT, Holy Yoga (05/2017) empfohlen wird? Die Reaktion der indischen Geschwister auf diese Empfehlung: UnglĂ€ubiges Staunen bis Fassungslosigkeit. So erzĂ€hlte mir ein indischer Arzt, der zu Jesus gefunden hatte und in den USA sein Medizinstudium absolvierte, Folgendes: Im Zuge seiner Ausbildung wurde unter Verhaltenswissenschaften in dem Fachbereich Was sind alternative Therapien? Yoga, Akupunktur und Meditation angeboten. Er lehnte diese Kurse mit der Bemerkung ab, „ich kommen aus dem Hinduismus, ich möchte nicht dorthin zurĂŒckkehren.“ Sein leitender Arzt gestattete ihm seine Verweigerung. Seine Kollegen von der Psychologie und Psychotherapie waren jedoch von da an nicht mehr so gut auf ihn zu sprechen.

Wem meine Worte wieder einmal zu scharf sind, möge es mir nachsehen. Man verzeihe meine „Klagelieder“. Doch der Gedanke, dass der Staat als sexueller FrĂŒherzieher agiert und das Erziehungssystem sogar die Geschlechterumwandlung propagiert, ist fĂŒr mich ein Horror. So etwas schien vor noch relativ kurzer Zeit völlig undenkbar und hĂ€tte man damals als Ausdruck kranker Gehirne diagnostiziert.

Wir haben nicht nur die zunehmende Gesetzlosigkeit, die unser Herr Jesus in Matth. 24,12 voraussagt und die mit der „Ehe fĂŒr alle“ einen traurigen Höhepunkt erreicht hat. Dieses Szenario ist auch die „BlĂŒtezeit“ fĂŒr falsche Propheten, wie uns der Vers unmittelbar davor verrĂ€t. So breitet sich z.B. das sogenannte „Hörende oder prophetische Gebet“ streckenweise wie ein Steppenbrand in einst nĂŒchternen Gemeinden und evangelikalen Einrichtungen aus. Dabei haben die Initiatoren dieser Strömung, Manfred und Ursula Schmidt erklĂ€rt, Gott mĂŒsse heute in Bildern sprechen, um dadurch den Verstandesfilter der betenden BotschaftsempfĂ€nger zu umgehen.

Das aber sind die bald klassischen Techniken des medialen Empfangs von Impulsen aus der Geisterwelt. Statt Bibelstunden zur Betrachtung des Wortes Gottes, nun Vertiefung der GlĂ€ubigen in Hellseherei und Wahrsagerei? Auch wenn man es nicht gerne hört, wir sind leider dahingegeben. Aus dieser Perspektive betrachtet passt dieses Szenarium auch mit der zunehmenden Verfolgung (Matth. 24, Vers 9) zusammen. Das soll nicht ausschließen, dass Gott immer noch durch seine Kinder viele erreichen möchte.

Treffen mit alten indischen Freunden, deren Sohn Gershom (Name geĂ€ndert) sich medizinisch und evangelistisch vorbildlich einsetzt. Er hat das Kinderheim seines Vaters ĂŒbernommen, steht aber derzeit innerlich wie Ă€ußerlich unter großem Druck. Er war sehr dankbar fĂŒr die Spenden, die wir ihm weitergegeben haben. In dieser bedrĂ€ngten Situation war unser Besuch und die damit auch verbundene finanzielle Hilfe fĂŒr ihn eine große Gebetserhörung und geistliche StĂ€rkung.

Jedenfalls wurde mir öfters bewusst, dass fĂŒr diesen Einsatz offenbar viel gebetet wurde. Ich darf rĂŒckblickend sagen, dass eigentlich fast alles problem- und klaglos verlief. Auch die Möglichkeit, hunderte von Studenten zu unterrichten und die damit verbundenen positiven Reaktionen waren ein nicht selbstverstĂ€ndliches Geschenk. An dieser Stelle möchte ich auch jenen meinen besonderen Dank aussprechen, die diese Reise zum Teil großzĂŒgig finanziell unterstĂŒtzt haben und deren IdentitĂ€t ich manchmal gar nicht feststellen konnte. Aber vor allem den treuen Betern sei von Herzen gedankt. Erst die Ewigkeit wird zeigen, was diese FĂŒrbitte alles an Bewahrung, Frucht und Segen bewirkt hat.

Alexander & Catherine Seibel

Zum Reisebericht mit Bildern hier klicken.

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Dieser Beitrag wurde erstellt am Mittwoch 28. Februar 2018 um 10:47 und abgelegt unter Christentum weltweit.