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Predigt über Offb 4 und 5: Wachsam bleiben – der Herr kommt bald!

Freitag 8. Dezember 2017 von Pfr. Ulrich Hauck


Pfr. Ulrich Hauck

Den für den 1. Sonntag im Advent vorgegebenen Predigtabschnitt finden wir im Buch der Offenbarung in den Kapitel 4 und 5.  Staunen Sie über einen Blick in den offenen Himmel. Hören Sie den himmlischen Lobpreis, in den wir während der Predigt ein paar Mal einstimmen werden.

Liebe Gemeinde!

Ist das nicht eine wundervolle Offenbarung? Ein nicht leichter Abschnitt, aber voller Staunen, Vertrauen und Anbetung.

Lied: Komm, jetzt ist die Zeit, wir beten an (FJ togo, 29)

In drei Abschnitten bedenken wir dies heute:

1. Verheißung an die Gemeinde Jesu

Der Jünger und Apostel Johannes empfängt auf der Insel Patmos die Offenbarung Gottes durch Jesus Christus, der seinen Engel zu ihm sandte.

Johannes hat alles haargenau aufgeschrieben, was am „Tag des Herrn“ geschehen wird. Mit dem „Tag des Herrn“ ist nicht ein einzelner Tag gemeint, sondern die sichtbare Wiederkunft Christi mit den kommenden endzeitlichen Geschehnissen. Auffällig dabei ist, dass bei den vielfältigen Dingen, die in der Offenbarung geschildert werden, die Entrückung der Gemeinde Jesu überhaupt nicht erwähnt wird. Der Apostel Paulus schildert sie ausführlich in 1. Thessalonicher 4 und 1. Korinther 15. Hat sich Paulus etwa geirrt? Oder hat Gott vergessen, dem Johannes dies zu offenbaren? Nein, der Grund scheint vielmehr darin zu liegen, dass das Buch der Offenbarung sich nicht in erster Linie an die Christen richtet, sondern an das ersterwählte Volk Israel.

In den letzten Jahrhunderten hatten viele Ausleger immer wieder gemeint, weil die Menge der Juden Jesus als Messias abgelehnt hatten, wäre nun quasi die Kirche zum wahren Israel geworden. Und so übertrugen sie die biblischen Verheißungen an Israel auf die Kirche. Dadurch haben sie den besonderen Segen und Auftrag Israels verkannt und auch der Gemeinde Jesu die biblische Wahrheit verdunkelt.

Wie das Volk Israel zur Zeit noch eine Christusblindheit hat, so steht die christliche Kirche immer wieder in der Gefahr eine Israelblindheit zu haben.

Vom Bund Gottes mit Abraham und am Berg Sinai her, sollte uns stets gewiss sein, dass Israel eine Erwählung zum Heil für die Völker und Nationen auf Erden hat, welche einmal auf der neuen Erde und im neuen Jerusalem vollkommen in Erfüllung gehen wird.

Die Gemeinde Jesu, der Leib Christi, hat hingegen eine himmliche Erwählung, so schreibt der Apostel Paulus in Philipper 3, 20: Wir aber sind Bürger im Himmel; woher wir auch erwarten den Heiland, den Herrn Jesus Christus, der unsern geringen Leib verwandeln wird, dass er gleich werde seinem verherrlichten Leibe. Dies wird geschehen mit der Entrückung. Alle Toten, die zu Christus gehören, werden auferstehen und mit allen Lebenden, die zu Christus gehören, in den Himmel aufgenommen werden.

Wir – die wir zur Gemeinde des Christus gehören – gehen zwar mit hinein in die endgeschichtliche Zeit, hinein in die kommende letzte Jahrwoche, das sind 7 Jahre. Wir werden gemeinsam mit dem Volk Israel schlimmste Nöte erleben und das Auftreten des Antichristus auf der Weltbühne. Dieser falsche Christus wird sich in den Tempel Gottes setzen und vorgeben, selbst Gott zu sein. Aber bevor die in der Offenbarung geschilderten Plagen und Gerichtsakte Gottes über diese Welt, den falschen Christus, die Menschen und über Satan selbst ergehen, wird unsere Entrückung in den Himmel stattfinden. Durch Glaube und Taufe gehören wir zu Christus und sind versiegelt mit dem Heiligen Geist. Über unsere Zukunft ist bereits entschieden, wie uns die Evangelien, die Apostelgeschichte und die neutestamentlichen Briefe bezeugen. So schreibt Paulus in 1. Thessalonicher 5: Ihr aber seid nicht in der Finsternis, dass „der Tag“ wie ein Dieb über euch komme. Denn ihr alle seid Kinder des Lichtes und Kinder des Tages. Wir sind nicht von der Nacht noch von der Finsternis. … Denn Gott hat uns nicht bestimmt zum Zorn, sondern dazu, die Seligkeit zu besitzen durch unsern Herrn Jesus Christus, der für uns gestorben ist, damit, ob wir wachen oder schlafen, wir zugleich mit ihm leben.

Die Gemeinde Jesu hat also eine himmlische Berufung, das Volk Gottes – Israel – hat eine irdische Berufung.

Ich folge hierin der Auslegung von Joachim Cochlovius, der dies folgendermaßen zusammenfasst (S.57): „Die … christlichen Gemeinden … sind zwar die Erstempfänger des Buchs der Offenbarung. Aber die Prophetie dieses Buchs zielt auf Menschen aus dem Volk Israel, die in der endgeschichtlichen Zeit leben werden und dann die Ermahnung und den Trost dieser Botschaft dringend brauchen.

Die christliche Kirche ist von Gott also eingesetzt als treue Hüterin der Offenbarung, damit das Volk Israel in der großen Bedrängnis, diese Offenbarung als Hilfe, Richtschnur und Tröstung hat.

Liebe Glaubensgeschwister!

Als Kinder Gottes, die ihr Bürgerrecht im Himmel haben, feiern wir heute den 1. Sonntag im Advent. Die Adventszeit ist eine Vorbereitungs- und Bußzeit. Wir erinnern uns an die erste Ankunft unseres Herrn und Heilandes im Stall zu Bethlehem. Und wir bereiten uns auf die noch ausstehende zweite sichtbare Ankunft unseres Herrn vor. Wir müssen uns immer neu bewusst werden, warum Gott Mensch geworden ist, welche Verheißungen er mit seiner Wiederkunft am Ende erfüllen wird und was es heißt, heute als Kind Gottes zu leben.

Auch wenn es etwas klischeehaft klingt: Ein kinderloses Ehepaar aus Deutschland nimmt ein verwahrlostes, verstossenes Kind aus den indischen Slums bei sich auf, als wäre es ihr eigenes. Nun hat es ein Dach über dem Kopf, genug zu essen, schöne Kleider und vor allem liebevolle Zuwendung. Meint ihr wirklich, dieses Kind würde hier wieder anfangen als Schmuddelkind zu leben?

Genauso soll es bei dir sein. Christus hat dich zum Kind Gottes gemacht. Mit seinem Blut hat er dich reingewaschen von all deiner Sünde, von deinem Tod und der Macht der Finsternis hat er dich befreit. Ein neues Leben hast du bekommen. Ein weißes, reines Kleid hat er dir angezogen. Mit seinem Geist und seiner Liebe erfüllt er dich.

Willst du nun etwa wieder zurückfallen in deinen alten Zustand und wieder anfangen als Kind dieser Welt zu leben?

Macht euch immer wieder klar, was Jesus für dich getan hat. Als Sohn Gottes entäußerte er sich selbst, verließ den Himmel, ist Mensch geworden und nahm Knechtsgestalt an. Er erniedrigte sich selbst und ward gehorsam bis zum Tode, ja zum Tode am Kreuz. Am Kreuz von Golgatha hat er die Schuld aller Welt auf sich genommen. Auch für deine Schuld hat er sich als Opfer hingegeben, damit du durch Taufe und Glaube Kind Gottes wirst. Aus Liebe zu dir hat sich Gott dies so viel kosten lassen, er hat seinen geliebten Sohn dieser Welt preisgegeben. Willst du wirklich wieder anfangen als Kind dieser Welt zu leben? Also der Welt, die Christus gekreuzigt hat?

Der Apostel Petrus ermahnt uns deshalb (1.Petrus 1,13-15): Darum umgürtet eure Lenden und stärkt euren Verstand, seid nüchtern und setzt eure Hoffnung ganz auf die Gnade, die euch dargeboten wird in der Offenbarung Jesu Christi. Als gehorsame Kinder gebt euch nicht den Begierden hin, in denen ihr früher in eurer Unwissenheit lebtet; sondern wie der, der euch berufen hat, heilig ist, sollt auch ihr heilig sein in eurem ganzen Wandel.

Das ist keine Drohung, auch kein neues Gesetz, sondern eine liebevolle und ernste Ermahnung, nun das auch zu leben, was wir sind: Kind Gottes.

Adventlich leben bedeutet nun Buße tun, sich vorbereiten und viel Freude auf das, was kommt! Als Gemeinde Jesu dürfen wir adventlich leben, weil uns als Kinder Gottes die Ewigkeit bei Gott bereits zugesagt ist. Wenn dir das nicht 100-prozentig klar ist, dann sei dir gesagt, dass Gott dir ein Pfand dafür gegeben hat (Epheser 1, 14f): In ihm seid auch ihr, die ihr das Wort der Wahrheit gehört habt, nämlich das Evangelium von eurer Rettung – in ihm seid auch ihr, als ihr gläubig wurdet, versiegelt worden mit dem Heiligen Geist, der verheißen ist, welcher ist das Unterpfand unsres Erbes, zu unsrer Erlösung, dass wir sein Eigentum würden zum Lob seiner Herrlichkeit.

Das ist der Grund mit großer Freude Weihnachten zu feiern: Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.

Freuet Euch! Der HErr ist nahe! (Phil.4,4)

2. Verheißung an Israel

Auch wenn das Buch der Offenbarung und damit auch die Thronsaalvision nicht in erster Linie an uns Christen gerichtet sind, so können wir dennoch daraus lernen. Es kann uns nicht gleichgültig sein, was mit Israel geschieht, denn Israel ist der ältere Bruder der Kirche. Der Jude und Apostel Paulus beschreibt das Zueinander ausführlich in Römer 9 bis 11.

Es gehört zur Wesensart von Kirche, solidarisch mit Israel zu sein. Wer als Christ lebt, lebt aus der Liebe des Christus, welcher von seinen irdischen Eltern her aus dem Stamm Juda kommt. Wer Christus liebt, trägt in seiner Wesensart auch die Liebe zu Israel in sich! Als die Nazis im Dritten Reich Gott verachtet und die Juden vernichtet haben, hat Dietrich Bonhoeffer den Satz geprägt: „Nur wer für die Juden schreit, darf gregorianisch singen.“ In dieser Solidarität und Liebe zu Israel wollen wir jetzt in die Thronsaalvision hineinhören und zwischendrin drei Loblieder anstimmen.

Johannes schaut in einer großartigen Vision in den Thronsaal Gottes. Und zwar schaut er hinein in die kommende Zeitphase, wenn die endzeitlichen Ereignisse in Gang gesetzt werden. Er sieht auf dem Thron Gott selbst sitzen. Daneben stehen 24 Throne, auf denen die 24 himmlischen Ältesten sitzen. Das sind keine Menschen, sondern besondere Engelwesen. In Anlehnung daran hatte auch David für den Tempel- und Gottesdienst des Volkes Israel 24 Priesterklassen eingesetzt. Auch Mose hatte bereits Einblick in den himmlischen Thronsaal haben dürfen und Anleitung bekommen, die Stiftshütte nach dem himmlischen Vorbild zu bauen.

Es ist aber keine friedliche Szene, die Johannes hier schaut. Blitze, Stimmen, Donner und brennende Fackeln sind Gerichtssymbole.

Um den Thron sind vier himmlische Lebewesen. Sie repräsentieren die gesamte belebte Kreatur vor Gott, wovon die belebte Kreatur hier auf Erden ein Abbild ist, die noch immer seufzt und sich ja nach Erlösung aus dieser Vergänglichkeit sehnt. Drei der Lebenwesen tragen ein tierisches Gesicht, eines ein menschliches. Der Mensch gehört zur Schöpfung und hat zugleich in ihr einen einzigartigen Platz, weil er Anteil an der Herrlichkeit und die Ebenbildlichkeit Gottes empfangen hat. Deshalb ist er die Krone der Schöpfung.

Und gemeinsam sprechen diese vier Wesen im lichtdurchfluteten Thronsaal: „Heilig / heilig / heilig ist Gott der Herr, der Allmächtige, der da war und der da ist und der da kommt.“

Und dann sieht und hört Johannes die 24 Ältesten, wie sie niederfielen vor dem, der auf dem Thron saß. Und sie beten den an, der da lebt von Ewigkeit zu Ewigkeit und sprechen: „Herr, unser Gott, du bist würdig, zu nehmen Preis und Ehre und Kraft; denn du hast alle Dinge geschaffen, und durch deinen Willen waren sie und wurden sie geschaffen.“

Lied: So groß ist der Herr (FJ togo, 7)

Und danach sieht Johannes die rechte Hand dessen, der auf dem Thron sitzt. Die Allmacht und der Sieg Gottes werden deutlich. In seiner Hand ist eine Schriftrolle mit sieben Siegeln.

Und ein starker Engel, alles deutet hin auf den Erzengel Michael, der ruft mit großer Stimme: „Wer ist würdig das Buch aufzutun und die Siegel zu brechen?“

Das Öffnen der sieben Siegel sind göttliche Strafmaßnahmen in der endgeschichtlichen Zeit. Und wer das Buch öffnet, der ist eingesetzt zum König aller Könige und zum Richter über Lebende und Tote.

Das ist nur zu verstehen, wenn man Daniel 7 und 12 kennt, dort wird derselbe Vorgang beschrieben. Der Prophet Daniel sieht, wie Gott die Macht, Ehre und Herrschaft dem „Menschensohn“ überträgt. „Menschensohn“ ist ein Hoheitstitel, der Messiastitel. Dieser errettet das Volk Israel, alle diejenigen, die sich nicht dem falschen Christus beugen und die im „Buch des Lebens“ eingetragen sind. Menschen werden von den Toten auferstehen, die einen zum ewigen Leben, die anderen zur ewigen Schmach. Und das neue Israel wird erleuchtet sein von Christus, dem Licht der Welt.

Und in Offenbarung 5 heißt es: Einer der himmlischen Priesterältesten, ein Engelwesen, ruft Johannes zu: „Siehe! Schau auf, sieh doch hin!“ Schau auf den „Löwen aus Juda“, schau auf den „Sproß Davids“. Und Johannes sieht das geschlachtete, tödlich verwundete und wieder lebendig gewordene Lamm, das jetzt voller Kraft und Leben ist. Dieses steht am hochheiligen Gerichtstthron. Seine sieben Hörner und die sieben Augen stehen für die Vollständigkeit des göttlichen Gerichts in der Endzeit: Wenn die christusfeindlichen Völkerheere vernichtet und der falsche Christus, der falsche Prophet und die Ungläubigen und Götzendiener und zuletzt Satan selbst in den feurigen Pfuhl geworfen werden.

Lied: Du bist die Kraft, die mir oft fehlt (FJ III, 83)

Johannes sieht, wie das Lamm das Buch nimmt aus der rechten Hand dessen, der auf dem Thron sitzt. Mit dieser siebenfach versiegelten Schriftrolle übernimmt Jesus Christus die richterliche Hoheit und die ewige Herrschaft über die sichtbare und unsichtbare Welt. Er ist der Herr aller Herren und König aller Könige. Durch all die Gerichtsakte bringt Christus alles dem letzten großen Ziel Gottes entgegen: dem neuen Himmel und der neuen Erde mit dem neuen Jerusalem. Und Christus wird unumschränkt HErr sein über diese neue Schöpfung.

Es folgt eine große Huldigungszermonie. Die vier himmlischen Lebewesen und die 24 himmlischen Ältesten fallen erneut vor dem Lamm nieder. Und jeder der Ältesten hat in der einen Hand eine Harfe, in der anderen eine goldene Schale mit Räucherwerk. Das sind die Gebete der Heiligen, der Überwinder; und sie singen ein neues Lied:

„Du bist würdig, zu nehmen das Buch und aufzutun seine Siegel; denn du bist geschlachtet und hast mit deinem Blut Menschen für Gott erkauft aus allen Stämmen und Sprachen und Völkern und Nationen und hast sie unserm Gott zu Königen und Priestern gemacht, und sie werden herrschen auf Erden.“

„Das Lamm, das geschlachtet ist, ist würdig, zu nehmen Kraft und Reichtum und Weisheit und Stärke und Ehre und Preis und Lob.“

„Dem, der auf dem Thron sitzt, und dem Lamm sei Lob und Ehre und Preis und Gewalt von Ewigkeit zu Ewigkeit!“

Und die vier Gestalten sprechen: Amen!

Lasst auch uns das Lamm Gottes, unseren Herrn und Heiland Jesus Christus bekennen und anbeten.

Lied: Würdig und herrlich ist das Lamm (FJ I, 45)

3. Wachsam bleiben

Advent – adventlich leben.

  • Adventlich leben bedeutet, der sichtbaren Wiederkunft Christi gewiss zu sein.
  • Adventlich leben bedeutet, die Ankunft des Christus in deinem Leben zu feiern und zu leben.
  • Adventlich leben bedeutet, immer wieder Buße zu tun und sein Licht leuchten zu lassen.
  • Adventlich leben bedeutet mitten in Familie, Schule, Beruf und Freizeit den Auftrag unseres Herrn zu befolgen.
  • Adventlich leben bedeutet auch die Zeichen der Zeit am Wort Gottes zu prüfen und zu verstehen. Aber ja nicht in ein Berechnen von Jahreszahlen und bestimmten Daten verfallen, solches hat schon viel Schaden in der Gemeinde Jesu angerichtet. Jesu sagt: Von dem Tage aber und von der Stunde weiß niemand, auch die Engel im Himmel nicht, auch der Sohn nicht, sondern allein der Vater.

In der Endzeitrede Jesu in Matthäus 24, in 2. Thessanlonicher 2, in Offenbarung 13 und anderen Stellen finden wir aber Hinweise, was vor und in der letzten Zeit geschehen wird:

  • Ein großer Glaubensabfall wird geschehen. Viele werden verführerischen Geistern und Lehren von Dämonen anhängen, verleitet durch Heuchelei der Lügenredner. (1.Tim.4,1f)
  • Die Rückkehr des Volkes Israel ins verheißene Land muss zuvor geschehen. Das ganze Volk Israel, also aus allen Stämmen, wird wieder hergestellt (Hes.36,24f; Lk.21,29-31).
    Zum ersten Mal seit fast zweitausend Jahren haben die Juden seit 1948 wieder einen eigenen Staat und viele ziehen nach Israel.
  • Kriege, Hungersnöte und Erdbeben werden zunehmen.
  • Das Evangelium vom Reich Gottes wird in der ganzen Welt zum Zeugnis für alle Völker gepredigt sein.
    Missionsgesellschaften und Bibelübersetzer werden in den nächsten Jahren dieses Ziel erreichen.
  • Es wird Tendenzen zu einer Einheits-Welt-Regierung geben, welche die globalen Medien, Kauf- und Wirtschaftsstrukturen in ihrer Macht hat.
  • Der Antichristus wird offenbar werden, sich in den Tempel Gottes setzten und vorgeben, er sei Gott.
  • Zuvor muss Satan noch der letzte Zugang zum Bereich des Himmels genommen werden, er wird vom Erzengel Michael gewaltsam aus dem Himmel auf die Erde geworfen werden (Offenbarung 12, 7ff).
  • Durch das Wirken Satans wird der Antichristus mit großer Kraft lügenhafte Zeichen und Wunder vollbringen und viele verführen.

Das alles soll uns nicht schrecken, sondern klare Erkenntnis schenken. Jesus sagt zu seinen Jüngern: Wenn aber dieses anfängt zu geschehen, dann seht auf und erhebt eure Häupter, weil sich eure Erlösung naht.

Viele Entwicklungen deuten das nahende Geschehen an. Der „Tag des Herrn“ und damit die endzeitlichen Geschehnisse auf der alten Erde sind im Kommen. Der sichtbar wiederkommende Christus wird die Seinen in den Himmel entrücken, er wird Gericht halten, den Satan und sein Reich der Finsternis endgültig besiegen. Er wird das Herrlichkeitsreich Gottes vollenden mit einem neuen Himmel, einer neuen Erde und einem neuen Jerusalem.

Lasst uns das Buch der Offenbarung treu aufbewahren, insbesondere für Israel, damit sie Christus, den hellen Morgenstern, erkennen und annehmen, der mit den letzten Worten der Heiligen Schrift selbst bestätigt:

Ich bezeuge allen, die da hören die Worte der Weissagung in diesem Buch: ... Es spricht, der dies bezeugt: Ja, ich komme bald. –

Amen, komm, Herr Jesus!

Die Gnade des Herrn Jesus sei mit allen!

Pfr. Ulrich J. Hauck, Gottesdienst in der Prot. Kirchengemeinde Landau-Mörzheim, 03.12.2017

Der Gottesdienst wurde veranstaltet vom Netzwerk bekennender Christen – Pfalz, Gemeindehilfsbund, Prot. Kirchengemeinde Mörzheim.

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Dieser Beitrag wurde erstellt am Freitag 8. Dezember 2017 um 15:56 und abgelegt unter Predigten / Andachten.