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Die Wahrheit

Dienstag 3. Oktober 2006 von Eva Herman


Eva Herman

Die Wahrheit

Kaum ein Abend vergeht, an dem nicht in den unterschiedlichsten Fernsehkan├Ąlen ├╝ber die Vereinbarkeit von Kind und Karriere und die Rolle der Frau in der heutigen modernen Gesellschaft erhitzt diskutiert wird. W├Ąhrend bereits vor dem Erscheinen meines Buches ÔÇ×Das Eva-PrinzipÔÇť die Emotionen hochschlugen und mir von zahlreichen ÔÇ×├ÂffentlichenÔÇť Frauen Blondheit und Therapiebed├╝rftigkeit attestiert wurde, verlaufen die Debatten inzwischen etwas sachlicher. Das ist wichtig f├╝r unsere Gesellschaft, besonders f├╝r jeden einzelnen Menschen, um sich bewu├čter mit seiner selbst geschaffenen Position in dieser Welt auseinanderzusetzen.

Es ist deutlich geworden, da├č ein Nerv getroffen wurde bei der ├╝berwiegenden Zahl der Menschen in Deutschland. Und wir m├╝ssen uns fragen, warum? Die Antwort ist sehr einfach: Weil unsere Ordnung aus den Fugen ger├Ąt, nahezu jeder davon pers├Ânlich betroffen ist und es zunehmend deutlicher sp├╝rt. Unsere Systeme funktionieren nicht mehr und wir sind die Verlierer, wenn wir uns auf Einrichtungen wie Politik, Wirtschaft, Industrie alleine verlassen. Es geht in Wirklichkeit nur noch um zwei Dinge: Gewinn und Kostensenkung. Und es sind die gro├čen Materialisten, die zur Zeit alle Schlachten scheinbar gewinnen: Sie fusionieren unsere Welt zu Tode, doch sind sie andererseits unf├Ąhig, die man├Âvrierunf├Ąhigen Riesentanker noch zu steuern.

Der einzelne Mensch kann nichts mehr ausrichten. Vermeintlich hilflos mu├č er zusehen, wie er selbst Glied der gro├čen Kette geworden ist und, ohne es wirklich zu w├╝nschen, den Zersetzungsproze├č aktiv unterst├╝tzt.

Es bleibt ihm die eine, allerdings sehr gewichtige und letztlich f├╝r ihn alles entscheidende Chance, das Ruder selbst in die Hand zu nehmen und zu entscheiden, was er will, vor allem jedoch auch, was er nicht will! Wir befinden uns inmitten dieser Bestandsaufnahme, die f├╝r jeden Einzelnen von uns Kr├Ąfte freisetzen kann, mit denen er schlie├člich Ver├Ąnderung schafft. Dazu braucht er Mut. Mut vor allem zur Selbsterkenntnis.

H├Ąufig werde ich gefragt, warum ausgerechnet ich dieses Buch geschrieben habe. Als eine moderne, prominente Frau, die alles erreicht hat, Karriere machte, Tagesschausprecherin war. Die Frage ist so oberfl├Ąchlich wie ein gro├čer Teil der j├╝ngsten Diskussion. Denn nur wer aus eigenem Erleben seine Erfahrungen zieht und die Gesetze des Lebens allm├Ąhlich erkennt, erh├Ąlt einen Anspruch auf Wahrheit.

Woran aber erkennt man die Wahrheit, das absolut Richtige? Blinder Glauben allein ist kein Beweis. Nur das Erkennen, da├č das wahre Geschehen ├╝berall, in allem, im Materiellen und im Geistigen, in denselben Gesetzm├Ą├čigkeiten verankert ist, kann uns volle Gewi├čheit bringen.

Nehmen wir all die demographischen Erhebungen und die erkennbaren Zeichen unserer Zeit: Wir sterben aus, die Wohlstandsschere geht auseinander, Gef├╝hle werden ersetzt durch ├ľffentlichkeit und Medien, nichts funktioniert mehr richtig. Weil wir gegen die Gesetze handeln, die Gesetze der Liebe, des Miteinanders, des ├ťberlebens.

Letztlich bleibt nach all dem Geschrei ohnehin nur die eine entscheidende Frage ├╝brig, was mit jedem einzelnen von uns n├Ąmlich werden wird, wenn wir diese Erde wieder verlassen m├╝ssen und vor den Himmelsthron treten. Dorthin, wo unser Tun und Handeln kritischster Pr├╝fung unterzogen werden wird. Glauben Sie wirklich, da├č uns Geld und Machtstreben dort dann noch weiterhelfen? Oder Resignation und schlie├člich Kapitulation vor dem eigenen, so wertvollen Leben?

Ich pers├Ânlich f├╝rchte zudem, da├č es mir kaum zum Vorteil gereichen wird, wenn ich mich dort oben tapfer darauf berufe, fr├╝her einmal karrierebewu├čt und prominent gewesen zu sein. Es k├Ânnte mir allenfalls die Gegenfrage einbringen, wozu ich diese Prominenz genutzt habe.

Aus: www.eva-prinzip.com

3. Oktober 2006

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Dieser Beitrag wurde erstellt am Dienstag 3. Oktober 2006 um 16:59 und abgelegt unter Ehe u. Familie.