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„Geboren von der Jungfrau Maria“ – Warum Jesus Christus von einer Jungfrau geboren wurde.

Samstag 24. Dezember 2016 von Johann Hesse


Johann Hesse

Christen auf der ganzen Welt bekennen sich mit den Worten des Apostolischen Glaubensbekenntnisses zu Jesus Christus, dem Sohn des dreieinigen Gottes. Sie bezeugen dabei, dass Jesus empfangen wurde durch den Heiligen Geist und geboren wurde von der Jungfrau Maria. Doch widerspricht ein solches Bekenntnis nicht dem gesunden Menschenverstand? Ist es nicht absurd, an diese biologische Unmöglichkeit zu glauben? Und warum überhaupt sollte es wichtig sein, sich zur Jungfrauengeburt zu bekennen? Sollte man nicht ehrlicherweise auf dieses Bekenntnis verzichten?

Ein Lippenbekenntnis

Für viele Jahre meines Lebens waren die Worte des Apostolicums für mich ein Lippenbekenntnis. Ich glaubte im Herzen nicht, was ich mit dem Mund bekannte. Der Glaube an eine Jungfrauengeburt lag mir genauso fern wie der Glaube an den Sühnecharakter des Kreuzestodes oder an eine Auferstehung von den Toten. Erst als ich im Jahr 1996 ernsthaft begann, nach Gott zu suchen und beim Lesen des Johannesevangeliums entdecken durfte, dass Jesus Christus tatsächlich der gekreuzigte und auferstandene Sohn Gottes ist, füllten sich auch die Worte des Apostolischen Glaubensbekenntnisses plötzlich mit Leben. Heute ist das das Apostolische Glaubensbekenntnis für mich kein bloßes Lippenbekenntnis mehr: Ich glaube im Herzen, was ich mit dem Munde bekenne.

Theologen des 21. Jahrhundert

Selbst in der Kirche wird die Jungfrauengeburt von vielen Theologen in Frage gestellt. Der historisch-kritische Theologe meint, dass der Glaube an die Jungfrauengeburt eine nachträgliche Erfindung der ersten Christen ist („Gemeindetradition“), die erfunden wurde, um Jesus nachträglich zum Sohn Gottes erklären zu können. Bezeichnend ist z. B. eine Antwort der früheren Ratsvorsitzenden der EKD Margot Käßmann auf eine Frage des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ im Jahr 2013:

Der Spiegel: Wie sieht es aus mit der Jungfrauengeburt, also der biblischen Überlieferung, dass Maria bei der Geburt Jesu noch unberührt war?

Margot Käßmann: Da bin ich ganz Theologin des 21. Jahrhunderts. Ich glaube, dass Maria eine junge Frau war, die Gott vollkommen vertraut hat. Aber dass sie im medizinischen Sinne Jungfrau war, das glaube ich nicht… Ich denke, dass Josef im biologischen Sinne der Vater Jesu war.

Viele Theologen des 21. Jahrhundert glauben nicht an die Jungfrauengeburt. Der Bericht darüber ist für sie eine fromme Legende ohne historischen Wert. Sie sind der Überzeugung, dass der persönliche Glaube sich von diesem Bekenntnis lösen könne. Dabei werden entscheidende theologische und heilsgeschichtliche Zusammenhänge übersehen und ausgeblendet. Im Folgenden möchte ich aufzeigen, warum Jesus von einer Jungfrau geboren werden musste. Dabei lege ich die Geburtsankündigung aus dem Matthäusevangelium zu Grunde:

Die Geburt Jesu Christi geschah aber so: Als Maria, seine Mutter, dem Josef vertraut war, fand es sich, ehe sie zusammenkamen, dass sie schwanger war von dem Heiligen Geist. 19 Josef aber, ihr Mann, der fromm und gerecht war und sie nicht in Schande bringen wollte, gedachte, sie heimlich zu verlassen. 20 Als er noch so dachte, siehe, da erschien ihm ein Engel des Herrn im Traum und sprach: Josef, du Sohn Davids, fürchte dich nicht, Maria, deine Frau, zu dir zu nehmen; denn was sie empfangen hat, das ist von dem Heiligen Geist. 21 Und sie wird einen Sohn gebären, dem sollst du den Namen Jesus geben, denn er wird sein Volk retten von ihren Sünden. 22 Das ist aber alles geschehen, auf dass erfüllt würde, was der Herr durch den Propheten gesagt hat, der da spricht (Jesaja 7,14): 23 »Siehe, eine Jungfrau wird schwanger sein und einen Sohn gebären, und sie werden ihm den Namen Immanuel geben«, das heißt übersetzt: Gott mit uns. 24 Als nun Josef vom Schlaf erwachte, tat er, wie ihm der Engel des Herrn befohlen hatte, und nahm seine Frau zu sich. 25 Und er erkannte sie nicht, bis sie einen Sohn gebar; und er gab ihm den Namen Jesus. (Mt 1,18-25)

1. Geboren von der Jungfrau Maria, damit die Schrift erfüllt wird

1.1       Der Nachkomme der Frau

Fangen wir bei Adam und Eva an: Die Schlange hatte das erste Menschenpaar verführt. Dadurch kamen die Sünde und der Tod in die Welt und zu allen Nachkommen Adams und Evas. Doch Gott hatte im Beisein des ersten Menschenpaares der Schlange folgendes angekündigt:

„Und ich will Feinschaft setzen zwischen dir und der Frau, zwischen deinem Nachkommen und ihrem Nachkommen. Der soll dir den Kopf zertreten und du wirst ihn in die Ferse stechen.“ (1 Mose 3,15)

Hier leuchtet zum ersten Mal in der Bibel das Evangelium auf. Gott kündigt einen Erlöser der Menschheit an, der den Teufel besiegen wird. Der Nachkomme der Frau wird vom Teufel zwar gestochen werden, doch er wird der Schlange den Schädel zertreten, also Satan endgültig besiegen. Der angekündigte Retter wird ein Nachkomme der Frau sein. Er ist kein Nachkomme des Mannes, denn dieser wird nicht erwähnt. Diese Ankündigung erfüllt sich mit der Jungfrauengeburt. Jesus kommt nur als Nachkomme der Frau auf die Welt. Er hat gemäß der Ankündigung keinen biologischen Vater. Sein Vater ist Gott.

1.2       Das Immanuelzeichen des Propheten Jesaja

Viele tausend Jahre später um das Jahr 700 v. Chr. kündigt der Prophet Jesaja dem Volk Gottes das Zeichen des Immanuel an. In Jesaja 7,14 schreibt der Prophet:

„Darum wird euch der Herr selbst ein Zeichen geben: Siehe, eine Jungfrau ist schwanger und wird einen Sohn gebären, den wird sie nennen Immanuel“ (Jesaja 7,14).

Das hebräische Wort ha-almah bezeichnet hier eine junge unberührte Frau. Die historisch-kritische Theologie meint nun, dass Jes 7,14 nur von einer „jungen Frau“ spreche. Von einer Jungfrau sei hier gar nicht die Rede. Doch bereits die jüdischen Übersetzer, die das Alte Testament um 250 v. Chr. in Alexandria aus dem Hebräischen ins Griechische übersetzten, übersetzten ha-almah mit dem griechischen parthenos. Dieses Wort bedeutet eindeutig Jungfrau.

1.3       Gott erfüllt sein Wort

„Das ist aber alles geschehen, auf dass erfüllt würde, was der Herr durch den Propheten gesagt hat, der da spricht (Jesaja 7,14): 23 »Siehe, eine Jungfrau wird schwanger sein und einen Sohn gebären, und sie werden ihm den Namen Immanuel geben«, das heißt übersetzt: Gott mit uns.“ (Mt 1,22-23)

Doch schwerer als die Diskussion um die richtige Übersetzung des Wortes ha-almah wiegt die Bedeutung, die Gott selbst der Jesajaprophetie und dem Bericht von der Geburt Jesu beimisst. Der Herr selbst lässt durch seinen Engel mitteilen, dass die Geburt Jesu durch die Jungfrau Maria das Immanuelzeichen aus Jes 7,14 erfüllt: „Das ist aber alles geschehen, auf dass erfüllt würde, was der Herr durch den Propheten gesagt hat“. 700 Jahre nachdem es angekündigt worden war, erfüllte der Herr sein Wort. Eine Jungfrau wird schwanger und bringt einen Sohn zur Welt, durch den Gott selbst zu uns kommt. Jesus musste von der Jungfrau Maria geboren werden, damit sich das durch die Propheten angekündigte Wort erfüllte.

Und was ist mit den Zweifeln der Theologen des 21. Jahrhundert? Sollte Gott an biologische Vorgänge gebunden sein, die er selbst in seiner Allmacht erschaffen hat? Sollte Gott nicht in der Lage sein, die Grenzen der Empirie zu durchbrechen? Weil Gott allmächtig ist, kann er natürlich eine Jungfrau durch die Kraft des Heiligen Geistes schwanger werden lassen: „Denn wenn er spricht, so geschieht’s; wenn er gebietet, so steht’s da“ (Ps 33,9).

2. Geboren von der Jungfrau Maria, damit die Sünden bezahlt werden

Die Worte des Engels an Josef beinhalten noch einen weiteren Hinweis darauf, warum Jesus unbedingt von einer Jungfrau geboren werden musste:

Als er noch so dachte, siehe, da erschien ihm ein Engel des Herrn im Traum und sprach: Josef, du Sohn Davids, fürchte dich nicht, Maria, deine Frau, zu dir zu nehmen; denn was sie empfangen hat, das ist von dem Heiligen Geist. Und sie wird einen Sohn gebären, dem sollst du den Namen Jesus geben, denn er wird sein Volk retten von ihren Sünden“ (Mt 1,20-21).

Jesus bedeutet „Jahwe rettet“. Der Name Jesu ist Programm. Er ist gekommen, um Israel und die Völkerwelt von ihren Sünden zu retten.

2.1       Der von Gott getrennte Mensch

Die Sünde Adams und Evas brachte den Tod in diese Welt. Der Mensch stirbt, weil er ein Sünder ist. Der Tod ist die Strafe für die Abwendung von Gott (Röm 6,23). Er zeigt an, dass wir von Gott getrennt sind.

Deshalb, wie durch einen Menschen die Sünde in die Welt gekommen ist und der Tod durch die Sünde, so ist der Tod zu allen Menschen durchgedrungen, weil sie alle gesündigt haben“ (Römer 5,12).

Die Sünde ist die Ursache dafür, dass der Mensch von Gott getrennt ist und sterben muss. Wer das Sündenproblem der Menschheit löst, hebt die Trennung des Menschen von Gott auf und besiegt den Tod. Doch wer ist in der Lage, die Sünde zu beseitigen und den Tod zu besiegen? Wer ist in der Lage, die Schuld der Menschheit auf sich zu nehmen und für unsere Sünden zu bezahlen?

2.2       Die Sünde muss mit einem Opfer bezahlt werden

Gott legt in seinem Wort fest, dass die Sünde immer den Tod des Sünders nach sich zieht (1 Mose 2,17; Röm 6,23). Ohne den Tod eines stellvertretenden Opfers gibt es keine Sündenvergebung und ohne Blutvergießen keine Sühnung der Schuld (3 Mose 17,11; Hebr 9,22). Die Sünden der Menschheit können nur gesühnt werden, wenn jemand bereit ist für diese Sünden in den Tod zu gehen.

2.3       Das Opfer muss heilig und perfekt sein

Die Gott dargebrachten Tieropfer des Alten Bundes mussten immer „ohne Fehler“ sein. So wird es in den Opferbestimmungen wiederholt gefordert (z. B. 3 Mose 1,3; 4,3 u. v. m.). Das bedeutet, dass die Sühnung der Sünden nur durch ein absolut perfektes, fehlerloses und sündloses Opfer möglich ist.

2.4       Das Opfer muss von einem Menschen erbracht werden

Die Heilige Schrift legt fest, dass die von Menschen begangenen Sünden auch von Menschen gesühnt werden müssen. Der Tod eines Opfertieres sühnt nicht die Untaten der Menschen, „denn es ist unmöglich, durch das Blut von Stieren und Böcken Sünden wegzunehmen“ (Hebr 10,4). Nur ein Mensch kann die Sünden der Menschen bezahlen.

2.5       Die Quadratur des Kreises

Es geht hier um nicht weniger geht als die Quadratur des Kreises. Die Heilige Schrift verlangt 1.) ein Opfer unter Hingabe des Lebens 2.) ein fehlerloses Opfer 3.) das Opfer eines Menschen. Weil es keinen Menschen aus der Nachkommenschaft Adams und Evas gibt, der fehlerlos und sündlos ist, konnte niemand dieses Opfer erbringen. Die Menschheit war rettungslos verloren.

2.6       Der angekündigte Erlöser

Hier nun kommt der „Nachkomme der Frau“ ins Spiel, den Gott bereits am Anfang der Menschheitsgeschichte angekündigt hatte. Der Sohn Gottes kommt aus der Gegenwart Gottes in unsere Welt, um Satan und seine Werke zu vernichten und den Menschen zu erlösen. Die Jungfrau Maria empfängt Jesus Christus durch das Wirken des Heiligen Geistes. Sie bringt den Sohn Gottes zur Welt, der ausschließlich ein „Nachkomme der Frau“ ist. Somit ist er ein Mensch, jedoch kein sündiger Mensch aus der Nachkommenschaft Adams und Evas. Weil er der Sohn Gottes ist, ist er ohne Fehler und ohne Sünde (Hebr 4,15). Am Kreuz von Golgatha vergießt er sein Blut und opfert sein Leben, um für unsere Sünden zu bezahlen (Hebr 9,1-28).

Darum sagt Jesus: „Der Menschensohn ist nicht gekommen, um sich bedienen zu lassen, sondern um zu dienen und sein Leben zu geben als Lösegeld für Viele“ (Mk 10,45).

Jesus Christus ermöglicht die Quadratur des Kreises. 1.) Er opfert sein Leben für unsere Sünden am Kreuz von Golgatha  2.) Als wahrer Gott und wahrer Mensch, bringt er ein fehlerloses Opfer 3.) Als wahrer Gott und wahrer Mensch trägt er die Sünden der Menschheit.

2.7       Nur Jesus rettet

Gott sandte seinen Sohn in diese Welt, damit er uns von unseren Sünden rettet: „Und sie wird einen Sohn gebären, dem sollst du den Namen Jesus geben, denn er wird sein Volk retten von ihren Sünden“ (Mt 1,21). Um diesen Plan auszuführen, musste der Sohn Gottes aus der Gegenwart Gottes durch die Geburt einer Jungfrau in unsere Welt kommen, um als Mensch für unsere Sünden zu sterben. Nur Jesus Christus kann uns retten. Wenn wir ihm heute unsere Sünden bekennen, dann vergibt er uns gern:
„Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns vergibt und reinigt uns von aller Ungerechtigkeit.“ (1 Joh 1,9)

3. Geboren von der Jungfrau Maria, damit Gottes Sohn Mensch werden kann

3.1       Gott mit uns?

„Siehe, eine Jungfrau wird schwanger sein und einen Sohn gebären, und sie werden ihm den Namen Immanuel geben«, das heißt übersetzt: Gott mit uns.“ (Mt 1,23)

Sollte der allmächtige Gott, der Schöpfer des Himmels und der Erde, in unsere Welt kommen können? Diesen Gedanken kann der natürliche Mensch nicht fassen.

Der aufgeklärte Mensch des 21. Jhdt. sieht in Jesus Christus einen weisen und toleranten Religionsgründer. Er ist ein großartiges Vorbild, weil er bereit war, für seine Ideale und das Gute zu sterben, aber mehr ist er nicht. Sohn Gottes? Niemals!

Wie die aufgeklärte Moderne so lehnt auch der Islam lehnt die Menschwerdung des Sohnes Gottes ab.

Der Islam sieht in Jesus einen großen Propheten. Rein, erhaben, von einer Jungfrau geboren, der Zeichen und Wunder tat, ein gewaltiger und von Gott gesegneter Prophet, einer der größten Propheten überhaupt. Aber Sohn Gottes? Nein, niemals.

Der Islam und der moderne Mensch des 21. Jahrhundert gehen hier Hand in Hand und darum passt der Islam auch viel besser zum modernen Europa des 21. Jahrhundert. Das moderne Europa und der Islam können nicht mehr glauben, dass in Jesus Christus der Sohn Gottes auf diese Welt gekommen ist.

3.2       „Empfangen durch den Heiligen Geist“

Jeder Mensch und auch jeder Prophet wurde von einem Mann und einer Frau geboren. Nur Jesus Christus wurde von einer Jungfrau geboren. Nur von ihm heißt es: „Als er noch so dachte, siehe, da erschien ihm ein Engel des Herrn im Traum und sprach: Josef, du Sohn Davids, fürchte dich nicht, Maria, deine Frau, zu dir zu nehmen; denn was sie empfangen hat, das ist von dem Heiligen Geist“ (Mt 1,20). Und im Lukasevangelium spricht der Engel zu Maria: „Der Heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten; darum wird auch das Heilige, das geboren wird, Gottes Sohn genannt werden“ (Lk 1,35). Jesus Christus ist mehr als ein hochgelobter und gepriesener Prophet. Er ist es, den die Propheten angekündigt hatten und auf den Israel gewartet hatte. Er ist der Erlöser und Retter der Menschen. Er rettet uns aus der Sünde, er besiegt den Tod, er versöhnt mit Gott und bringt das ewige Leben.

3.3       Gott mit uns!

Der Engel sagte zu Josef, dass sie ihn Immanuel nennen werden. Übersetzt bedeutet das: „Gott mit uns!“ Und tatsächlich kommt in Jesus Christus der Sohn Gottes und damit Gott selbst zu uns. Jesaja hatte 700 Jahre zuvor von dem Immanuel-Kind vorausgesagt, dass es „Wunder-Rat, Gott-Held, Ewig-Vater, Friede-Fürst“ heißen werde (Jes 9,5). Der Engel sagte zu Maria:  „Er wird Gottes Sohn genannt werden“ (Lk 1,35). Später wird der Apostel Paulus an die Kolosser schreiben: „In ihm wohnt die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig“ (Kol 2,9). Und an die Korinther: „Denn Gott war in Christus und versöhnte die Welt mit sich selber und rechnete ihnen ihre Sünde nicht zu“ (2 Kor 5,19). Und Zacharias sang in seinem Lobgesang: „Gelobt sei der Herr, der Gott Israels! Denn er hat besucht und erlöst sein Volk“ (Lk 1,68).

Welch ein Wunder! Der allmächtige Gott besucht in dem Mensch Jesus Christus sein Volk Israel und damit die ganze Menschheit, um für ihre Sünden zu bezahlen und den Tod zu besiegen. Wer sich klar macht, was für ein Wunder hier geschah, dem wird es nicht schwerfallen, an die Empfängnis durch den Heiligen Geist und die Jungfrauengeburt zu glauben. Es ist doch klar, dass der Sohn Gottes nicht durch eine ganz normale Zeugung von einem Mann und einer Frau in diese Welt kommen konnte. Dann wäre er doch ein ganz normaler Mensch gewesen. Weil Jesus wahrer Gott und wahrer Mensch war, musste er von einer Jungfrau geboren werden.

Es gibt keinen ersichtlichen Grund, die Aussagen des Apostolischen Glaubensbekenntnisses in Zweifel zu ziehen. Auch im 21. Jahrhundert halten wir daran fest und bekennen mit der fröhlichen Gewissheit des Glaubens: Jesus Christus wurde durch den Heiligen Geist empfangen und von der Jungfrau Maria geboren, damit 1.) das prophetische Wort erfüllt, 2.) unsere Sünden bezahlt und 3.) Gott Mensch werden konnte. Gelobt sei der Name Gottes von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Prediger Johann Hesse, Predigt am 4.12.2016 in der Evangelisch Freikirchlichen Gemeinde, Verden/Aller

 

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Dieser Beitrag wurde erstellt am Samstag 24. Dezember 2016 um 0:51 und abgelegt unter Predigten / Andachten, Theologie.