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Der Urknall kommt zu Fall

Sonntag 13. November 2016 von Prof. Dr.-Ing. Werner Gitt


Prof. Dr.-Ing. Werner Gitt

Die Urknall-Theorie ist die heute weitgehend akzeptierte Theorie zur Erklärung des Ursprungs unseres Universums. Als Begründer der Urknall-Theorie gilt der belgische Theologe und Physiker Georges Lemaître (1894-1966), der 1931 für den heißen Anfangszustand des Universums den Begriff „primordia-les Atom“ oder „Uratom“, später auch „kosmisches Ei“ verwendete.

Der Begriff Urknall (engl. big bang, wörtlich also ‚Großer Knall‘) wurde von dem englischen Astro¬physiker und Kosmologen Fred Hoyle (1915-2001) geprägt. Mit dieser Wortwahl wollte er die Urknalltheorie unglaubwürdig erscheinen lassen, weil er Anhänger der dazu konkurrierenden Steady-State-Theorie war.

Die Urknalltheorien basieren auf 6 Annahmen, die nicht immer explizit genannt werden:

1)            Die Naturgesetze sind universell gültig.

2)            Das Universum sieht an jedem Ort (aber nicht zu jeder Zeit) in alle Richtungen für große Entfernungen gleich aus. Diese Annahme wird das kosmologische Prinzip genannt.

3)            Die heutige Beobachtung, dass das Universum sich ausdehnt, wird rückextrapoliert bis zu einem singulären Punkt, wo man sich Masse und Energie in einen Punkt vereinigt denkt.

4)            Es kommt noch eine philosophische Annahme dazu, und das ist die Idee des Materialismus. Es gibt nur Materie und Energie. Alles, was man in diesem Universum vorfindet, muss aus Masse und Energie entstanden sein.

5)            Über die Auslösung des Urknalls und die Herkunft von Masse und Energie wird keine Annahme getroffen. Eine solche Annahme wäre aber unbedingt notwendig, um zu einem gültigen Modell zu gelangen.

6)            Die Urknall-Theorie beruht auf dem „Methodischen Atheismus“, denn einen Gott gibt es in dem System nicht. Darum bleiben die Aussagen der Bibel auch völlig unberücksichtigt.

Wenn alle 6 Annahmen richtig sind, dann kann man mit den Berechnungen beginnen, und wenn wir korrekt rechnen, dann ist damit die Herkunftsfrage des Universums gelöst.

Ist aber auch nur eine der erforderlichen Annahmen falsch, dann ist die ganze Urknall-Idee zu Fall gekommen. Dann gilt es, eine tragfähige Alternative zu finden.

Schauen wir uns die Annahmen im Einzelnen an:

Annahme 1:

Die Naturgesetze sind universell gültig.

Diese Annahme hat sich durch zahlreiche wissenschaftliche Experimente und Beobachtungen als korrekt erwiesen.

Annahme 2:

Das kosmologische Prinzip besagt, dass das Weltall zur selben Zeit an jedem Raumpunkt und auch in alle Richtungen für große Entfernungen gleich aussieht.

Das ist die räumliche Homogenität. Die Annahme, dass es auch in jeder Richtung gleich aussieht, nennt man die räumliche Isotropie.

Schon der Blick zum Sternenhimmel mit bloßem Auge zeigt sofort, dass das Universum in der näheren Umgebung der Erde weder homogen noch isotrop ist, denn die Sterne sind unregelmäßig verteilt. Auf größerer Skala bilden die Sterne Galaxien, die allerdings auch sehr ungleichmäßig verteilt sind und zudem auch noch Galaxienhaufen bilden. Auf noch größerer Skala ist eine wabenartige Struktur erkennbar.

Die beiden Astronomen John P. Huchra und Margaret J. Geller vom Harvard Smithonian Center for Astrophysics in Cambridge, USA, fanden augenfällige Großstrukturen mit Ausmaßen von sage und schreibe 300 Millionen Lichtjahren. Der Bonner Universitätsprofessor Hans Jörg Fahr (*1939) vom Institut für Astrophysik spricht in seinem Buch „Der Urknall kommt zu Fall“ von einem Sandkorn-Universum, das sich bilden sollte, wenn es einen Urknall gegeben hätte. Also eine Gleichverteilung der Materie im Raum. Eigentlich sollte das Universum amorph und völlig strukturlos sein. Wie aber kommt der Kosmos aus dem Chaos heraus? Nirgendwo finden wir Zufälligkeit. Warum soll die Materie aus sich selbst heraus eine Form bilden? Unser Sonnensystem ist in hohem Maße strukturiert und erscheint genial konstruiert.

Warum ist ein Kinderzimmer aufgeräumt? Normalerweise ist es unaufgeräumt und die Spielsachen liegen in zufälliger Verteilung auf dem Fußboden. Wenn die Kinder nicht aufräumen, dann war es der Ordnungssinn der Mutter, die Struktur ins Kinderzimmer hineinbrachte. Wer aber brachte die Ordnungsstruktur ins Universum, wenn gemäß Annahme 6 kein Gott ins Spiel gebracht werden darf? Die Antwort lautet: dunkle Materie und dunkle Energie!

Was sollen diese exotischen Phänomene bewirken? Sie sollen durch gewaltige Gravitationsfelder die Ordnungsstruktur bewirkt haben. In „Physics Today“ nennt Ofer Lahav vom University College London sogar die prozentualen Anteile: 5 % normale Materie, 25 % dunkle Materie, 70 % dunkle Energie – 5 % Realität und 95 % reine Spekulation! Die dunkle Materie ist eine reine Erfindung:

–              Es ist somit eine Materie, die dem Beobachter völlig verborgen bleibt

–              Sie fällt auch nicht durch irgendwelche Wechselwirkung im Universum auf

–              Man sieht sie nicht, aber man braucht sie dringend als gravitatives Bindemittel zur Erklärung der verschiedenen Strukturen aller Größenhierarchien in unserem Universum.

–              Ohne die dunkle Materie scheint es aussichtslos, die Strukturen im Weltall irgendeiner Erklärung zuzuführen.

–              Die dunkle Materie ist also eine reine Wunschform von Materie.

Annahme 3:

Die heutige Beobachtung, dass das Universum sich ausdehnt, wird rückextrapoliert bis zu einem singulären Punkt, wo man sich Masse und Energie in einen Punkt vereinigt denkt. Der US-amerikanische Astronom und Namensgeber des bekannten Hubble-Teleskops Edwin Hubble (1889-1953) entdeckte 1929, dass das Universum sich ausdehnt. Diese messbare Expansionsgeschwindigkeit nennt man Hubble-Konstante. Sie beträgt: H0 = (67,15 ± 1,2) km/s /Mpc) Mpc = Megaparsekunde

Bildet man den Kehrwert davon, dann kommt man auf 1/H0 = 14,7 Milliarden Jahre, und das definiert man als das Alter des Universums. Wer aber sagt, dass das, was heute beobachtet wird, immer war? Dafür gibt es keine wissenschaftliche Begründung!

Beispiel: Großer Behälter mit tropfendem Wasserhahn!

Nach der Hubble-Formel v = H d (v = Ausdehnungsgeschwindigkeit; d = Abstand einer Galaxie von uns) sollten sich alle Galaxien von uns entfernen. Das ist aber nicht der Fall: Der Andromedanebel ist eine unserer nächsten Galaxien, aber er entfernt sich nicht von uns, sondern bewegt sich auf uns zu, und zwar mit einer Geschwindigkeit von 410 000 km/h.

Annahme 4:

Es ist die philosophische Annahme des Materialismus. Es gibt nur Materie und Energie. Alles, was man in dieser Welt vorfindet, muss aus Masse und Energie entstanden sein. Nach der Urknall-Theorie hat dieses Universum auch das Leben hervorgebracht. Jedes Lebewesen enthält riesige Mengen an Information. Information aber ist nach den Naturgesetzen der Information (siehe: „Information – Der Schlüssel zum Leben“) eine nichtmaterielle Größe, die nicht aus der Materie stammen kann. Information ist aber in großer Menge in unserem Universum vorhanden. Da die Urknall-Theorie auf Materialismus beruht, ist sie somit eine falsche Ursprungstheorie.

Annahme 5:

Annahme 5 ist eigentlich keine Annahme, sondern eine fehlende Annahme: Über die Auslösung des Urknalls und die Herkunft von Masse und Energie wird keine Annahme getroffen. Eine solche Annahme wäre aber unbedingt notwendig, um zu einem gültigen Modell zu gelangen.

Annahme 6:

Die Urknall-Theorie beruht auf dem „Methodischen Atheismus“, denn einen Gott gibt es in dem System nicht. Mathematik ist eine Strukturwissenschaft, d.h. sie befasst sich mit nicht realen Dingen, sondern nur mit logischen Gedankengängen. Mathematik kann somit auch „ohne Gott“ betrieben werden. Wenn aber Gott der Urheber aller Dinge ist, dann gelangen die realen Wissenschaften auf Irrwege, wenn sie insbesondere Ursprungsfragen „ohne Gott“ beantworten wollen.

Was ist das Fazit unserer Überlegungen?

Von den 6 Annahmen ist nur eine einzige wissenschaftlich nachweisbar. Die Urknall-Theorie beruht darum auf 5 falschen Annahmen. Damit ist der Urknall zu Fall gekommen! Den Urknall hat es nie gegeben!

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Dieser Beitrag wurde erstellt am Sonntag 13. November 2016 um 14:11 und abgelegt unter Allgemein.