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Ausweg aus dem Massenwahn

Donnerstag 6. Oktober 2016 von Christa Meves


Christa Meves

Angesichts der ├ťbernahme des Gender-Trends bis hinein in unsere Institutionen wirft sich einmal mehr die Frage auf, wie es ├╝berhaupt m├Âglich sein kann, dass hierzulande in k├╝rzester Zeit einer staatlich eingebundenen Gesellschaft ein solcher Verlust des gesunden Menschenverstandes zugunsten einer hirnrissigen Verf├╝hrung passieren kann. Psychologisch ist das allerdings kein unerkl├Ąrliches Ph├Ąnomen – zumindest seit Gustave Le Bon mit seinem Werk „Die Psychologie der Massen“ im Jahr 1912 Aufkl├Ąrungsarbeit geleistet hat. Diese hat sich allerdings bereits nach 25 Jahren schon einmal massiv als vergeblich erwiesen, wie es sich bei der Erscheinung des Hitlerwahns zeigte. Wie im Status rauschartiger Verliebtheit beherrschte pl├Âtzlich Verf├╝hrtheit von einem abstrusen Diktator die Szene und riss das Land in millionenfachen Tod und millionenfache Schuld.

Wir k├Ânnten dieses schaudernd als Historie zur Kenntnis nehmen, aber sind wir damit vor einem „Nie wieder“ bewahrt? Bedr├Ąngend taucht es auf, dass b├Âser Geist abermals hierzulande machtvoll zugegriffen hat. Dabei sind die Mechanismen der Verf├╝hrung so eindeutig, wie Le Bon sie beschrieb. Heute k├Ânnten – besser noch als damals – die neuen Forschungsergebnisse der Biologie des Menschen mitsamt der neuen Hirn- und Hormonforschung ├╝ber die Ursachen dieses beachtenswerten Ph├Ąnomens aufkl├Ąren; denn mittlerweile l├Ąsst sich nachweisen, dass ein erheblicher Teil unseres Menschseins von biologischen Mechanismen dominiert ist – durchaus ├Ąhnlich, wie sie bei in Gruppen lebenden S├Ąugetieren vorherrschen. Ein Teil von uns besteht aus einer Schafs-Natur, worauf Jesus Christus uns bereits hingewiesen hat. Es ist n├Ąmlich ein Masseninstinkt, der uns zum Zusammenhalt mit dem Mainstream dr├Ąngt. Bei Schafen geschieht das durch Bl├Âken auf dem gleichen Ton. Und das hei├čt: In jedem von uns gibt es unbewusst ein Bed├╝rfnis, uns dem vorrangig verbreiteten Trend anzugleichen. Das erzeugt in uns t├Ąuschenderweise das Gef├╝hl, dem Richtigen, dem Fortschrittlichen zuzugeh├Âren; denn ein solches Verhalten dient blind dem ├ťberlebenswillen unseres Lebenstriebes: Als ein Glied in einer m├Ąchtigen Gruppe f├╝hlen wir uns eben besch├╝tzt!

Heute ist mithilfe der neuen Technik sogar globale Verf├╝hrung zur Vereinheitlichung der Menschen – wie das einst beim Hitlerwahn der Massen m├Âglich war. Wie damals wird das nur von einigen verantwortungsbewussten Widerst├Ąndlern erkannt und ohne Aussicht auf Erfolg zu verbreiten gesucht. Aber insgesamt rollt die Lawine unaufhaltsam dem von Gottes Widersacher gewollten und inszenierten Abgrund zu. Die Mittel dazu werden international von bewusst verf├╝hrenden oder selbst verf├╝hrten Medienmachern (in Offb 13 dem Adlatus des Antichristen) in Szene gesetzt. Blind mitlaufend halten es heute junge M├╝tter bereits in gro├čer Zahl f├╝r scheinbar zwingend notwendig, ihre Babys und Kleinkinder in Krippen abzugeben. Zu ideologischer Blindheit verf├╝hrt, sind sie und die Ihren nicht mehr in der Lage, die Wahrheit der wissenschaftlichen Studien ├╝ber die dann entstehenden Sch├Ąden zur Kenntnis zu nehmen. Auf dem Boden einer allgemein entfesselten Sexualit├Ąt h├Ąlt eine Mehrheit von B├╝rgern Verh├╝tung und Abtreibung f├╝r gesellschaftlich w├╝nschenswert, ohne den bereits erheblichen Geburtenschwund als Bedrohung zu sehen.

Aus der bedr├Ąngenden Vielfalt sei zur Verdeutlichung der Methode der Verf├╝hrung ein Beispiel herausgegriffen, das gerade virulent ist: Leuchtet es nicht jedem Menschen ein, dass es w├╝nschenswert ist, genetisch gesunde Nachkommen zu haben? Und scheint es sich jetzt nicht doch anzubahnen, dass man durch eine entsprechende Eugenik diesen seligen Zustand mithilfe von direkten Eingriffen ins Genom erwirken k├Ânnte – rechtzeitig, bereits beim ungeborenen Kind? Scheint das nicht vern├╝nftig, bevor etwa das Leiden eines jungen Paares einsetzt, nachdem unmittelbar nach der Geburt klar wird, dass das Kind nie wird ein normales Leben f├╝hren k├Ânnen, sondern wom├Âglich Tr├Ąger einer vererbbaren Krankheit sei? Ist es dann nicht bald f├╝r unsere wissenschaftlich versierte Bev├Âlkerung mehr als plausibel, wenn man mithilfe der Technik so etwas bereits durch Ver├Ąnderung des Genoms, durch Ausschaltung des Unerw├╝nschten rechtzeitig einleitet? Die Bereitschaft, dem mehrheitlich zuzustimmen, ist auf diese Weise jetzt schon in der Vorbereitung, um ein sogenanntes Genome-Editing in der Allgemeinheit durchzusetzen. Erwirkt werden soll so die Zustimmung zur Ver├Ąnderung eines ungeborenen Kindes, das aber doch wie eine Nuss seinen festgelegten Lebensplan in seinem verschlossenen Geh├Ąuse mit sich f├╝hrt.

Und dergleichen Beispiele – mit unzul├Ąssigen ├ťbergriffen in die von Gott geschaffene Natur und Wesenheit des Menschen – lie├čen sich nun schrecklicherweise beliebig erg├Ąnzen. Und wer erkennt, dass damit der Naturordnung unseres Gottes und damit leichtfertig SEINER Allmacht zu trotzen versucht wird? Bleibt noch Zeit, sich einem solchen Verhalten, das tierischer als jedes Tier ist (Goethe), zu entwinden? Dem muss schleunigst die individuelle Einsicht vorausgehen, sich in Bu├čfertigkeit dem Gruppengeist mit der Neigung zum Massenwahn zu entziehen, um – in Besinnung auf die christliche Wahrheit – bei jeder Entscheidung, bei jeder Stellungnahme dem vernichtenden Trend zu widerstehen. Denn vorrangig sind wir nach Gottes Ebenbild geschaffen. Nur mit diesem Geist k├Ânnen wir Hoffnung auf eine gesunde menschenw├╝rdige Zukunft gewinnen.

Christa Meves, Rundbrief „Meves-Aktuell“ vom 4.10.2016

 

 

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Dieser Beitrag wurde erstellt am Donnerstag 6. Oktober 2016 um 9:51 und abgelegt unter Ehe u. Familie, Gesellschaft / Politik.