Gemeindenetzwerk

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Bischof auf Abwegen

Montag 3. August 2015 von Konferenz Bekennender Gemeinschaften


Die Mitwirkung des EKD-Ratsvorsitzenden und bayerischen Landesbischofs Heinrich Bedford-Strohm im Kuratorium eines Islamzentrums ist fĂŒr glĂ€ubige Christen eine Zumutung und nicht hinnehmbar. Mit dem Ziel, „Muslimen bei der AusĂŒbung ihrer Religion behilflich zu sein“ auf der Grundlage des moslemischen Glaubensbekenntnisses, „es gibt keinen Gott außer Allah und Mohammad ist sein Gesandter (Prophet)“, steht das Islamzentrum im fundamentalen Widerspruch zum christlichen Glaubensbekenntnis. Auch der moderat sich gebende Islam bekĂ€mpft und leugnet Christus als Gottessohn, Heiland und Erlöser, bestreitet das Evangelium.

Heinrich Bedford-Strohm lĂ€sst sich als „Islamversteher“ in bester Absicht, ein friedliches Miteinander zwischen Christen und Muslimen zu fördern, von den Moslems instrumentalisieren, will Helfer zur guten moslemischen Glaubenspraxis sein. Das wirkt nicht nur naiv. Er handelt damit offenkundig gegen das 1. Gebot („Ich bin der Herr, dein Gott, du sollst nicht andere Götter haben neben mir.“), und stellt sich gegen die eindeutigen Aussagen christlicher Glaubensgrundlagen von Schrift und Bekenntnis, wirbt ungewollt (?) fĂŒr eine Form des Islams. Damit vertritt er die Relativierung der Wahrheit Christi („Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben, niemand kommt zum Vater denn durch mich.“ Joh. 14,6) und befördert religiöse Verwirrung und die Gefahr der Religionsvermischung. Das ist unvereinbar mit dem Bischofsamt.

Die Konferenz Bekennender Gemeinschaften protestiert gegen die Mitwirkung des Ratsvorsitzenden und bayerischen Bischofs Heinrich-Bedford Strohm im Islamzentrum auf schĂ€rfste. Sie sieht das Bischofsamt beschĂ€digt und diskreditiert. In einer Zeit der SĂ€kularisierung des Glaubens, der Herausforderung und Bedrohung durch den Islam, in einer Zeit, wo zigtausende die Kirche verlassen brauchen wir einen Bischof, der mit allen seinen Möglichkeiten die Seinen zusammenhĂŒtet, nicht einen, der denen dient, die das Christliche in Frage stellen.

Ein Ja zum selbstbewussten, aber auch kritischen Dialog mit dem Islam ist gerade auch angesichts der bedrohten Lage der Christen in islamisch geprĂ€gten Staaten und durch den islamistischen Terror ebenso geboten, wie ein Nein zur Aufgabe eigener christlicher IdentitĂ€t und Indienstnahme einer anderen Religion! Daher fordern wir Bischof Bedford-Strohm auf, die Mitwirkung beim Islamischen Zentrum um des Evangeliums willen aufzukĂŒndigen.

Wir fordern die Bayerische Landessynode auf, sich von der Haltung des Bischofs in dieser Frage zu distanzieren. Dasselbe erwarten wir auch vom Rat der EKD.

Pastor Ulrich RĂŒĂŸ,

Vorsitzender der Konferenz Bekennender Gemeinschaften in Deutschland (KBG)

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Dieser Beitrag wurde erstellt am Montag 3. August 2015 um 15:27 und abgelegt unter Kirche, Theologie.