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Stellungnahme des Dallas Theological Seminary zum Urteil des Obersten Gerichtshofs der U.S.A. zur sog. „Homo-Ehe“

Montag 29. Juni 2015 von Dallas Theological Seminary


Dallas Theological Seminary

Das Urteil des Obersten Gerichtshofs vom 26. Juni, das die gleichgeschlechtliche Ehe in den Vereinigten Staaten von Amerika legalisiert, hat uns Mitarbeiter am Dallas Theological Seminary sehr betroffen gemacht. Diese Entscheidung versucht auf juristischem Wege – jedoch zu Unrecht – die Institution der Ehe, wie sie Gott von Beginn der Schöpfung an gestiftet hat, auszuweiten.

Wir werden weiterhin an der biblischen Sicht von Ehe und Sexualität festhalten und diese vertreten, weil wir davon überzeugt sind, dass diese Haltung zum Leben und zur Ehe Gott ehrt und erfüllendes Leben ermöglicht, wie es von Gott ursprünglich gedacht war.

Als Jesus die Frage der Jünger zur Ehescheidung beantwortete, bezog er sich dabei auf die Schöpfung und stellte die ursprüngliche Intention der Ehe dar. Die Ehe war von Anbeginn der Schöpfung als ein dauerhafter und exklusiver Bund zwischen einem Mann und seiner Frau angelegt (1 Mose 2,24; Matthäus 19,4-9; Markus 10,5-9).

Gottes Absicht mit dem Ehebund waren die Fortpflanzung und die persönliche Erfüllung der Eheleute. Außerdem sollten Mann und Frau in der Ehe Gottes Ebenbild widerspiegeln sowie die von Gott gewünschte innige Gemeinschaft zwischen Gott und seinem Volk darstellen (1 Mose 1,27-28; 2,18-24; Epheser 5,31-33).

Die Gottesebenbildlichkeit wird durch beide, Mann und Frau, dargestellt. Im Ehebund sollten Mann und Frau in sich ergänzender Unterschiedlichkeit kooperieren, um die Schöpfung zu bebauen und zu bewahren.

Wir glauben, dass Gott die Intimität der Geschlechter und den Geschlechtsverkehr ausdrücklich auf die heterosexuell geschlossene Ehe beschränkt hat (Epheser 5,3; Kolosser 3,5; 1 Korinther 6,9). Es ist Gottes Absicht, dass die Verheirateten ihren Ehepartnern treu sind und die Unverheirateten rein und sexuell enthaltsam leben (1 Thessalonicher 4,3).

In der Vergangenheit lautete der Leitvers unseres Theologischen Seminars aus 2 Timotheus 4,2: „Preach the word“ („Predige das Wort“). Wir werden uns auch in Zukunft an dieses Motto halten und andere entsprechend zurüsten. Unser jetziger Leitvers lautet: „Teach Truth. Love well“ („Lehre die Wahrheit, liebe aus reinem Herzen“). Wir sind im zunehmenden Maße von einer Kultur umgeben, die unsere biblischen Werte und Verhaltensmaßstäbe nicht teilt. Desto mehr sind wir aufgefordert zu lieben und für die zu beten, deren Überzeugung wir nicht teilen können. Das hat Jesus ebenfalls gelehrt (Matthäus 5,44). Je mehr die Kultur unserer Zeit der des Römischen Reiches zur Zeit des Neuen Testaments gleicht, desto mehr müssen wir uns vergegenwärtigen, dass Jesus Christus gerade in solch ein kulturelles Umfeld hineingeboren wurde und sich das Evangelium gerade in solchen Zeiten ausbreitete. Möge Gott dies auch in unserer Zeit schenken.

Dr. Mark L. Bailey, 26.6.2015

Präsident des Dallas Theological Seminary, Dallas, USA

Quelle: DTS Website

Übersetzung: Johann Hesse

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Dieser Beitrag wurde erstellt am Montag 29. Juni 2015 um 16:02 und abgelegt unter Ehe u. Familie, Gesellschaft / Politik, Kirche, Sexualethik, Theologie.