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Dänisches Netzwerk für evangelisch-lutherischen Glauben

Sonntag 27. Juli 2008 von Henrik Astroem


Henrik Astroem

Dänisches Netzwerk für evangelisch-lutherischen Glauben

„Das Netzwerk soll eine klare sammelnde Stimme für evangelisch-lutherisches normales Christentum in Dänemark sein. Das ist jetzt notwendig“, sagt Henrik Hœjlund, der Sprecher des evangelisch-lutherischen Netzwerkes, das im Sommer 2006 gebildet wurde. Bis jetzt haben sich circa 500 Personen verschiedener kirchlicher Herkunft dem Netzwerk angeschlossen.

 HenrikHoejlund

Bei der Bildung des Netzwerkes geht es darum, einen kirchlichen Bereitschaftsverband zu schaffen. Wenn der „Lawinenabgang“ kommt, stehen wir fest zusammen, erklärt Henrik. Die Idee des Netzwerkes wurde vor drei Jahren geboren, als die dänischen Bischöfe anfingen, über die Einführung eines kirchlichen Trauformulars für Homosexuelle zu debattieren. Der Vorsitzende der Inneren Mission telefonierte mit einer Anzahl von Pfarrern und sagte, daß wir nun etwas tun müßten, berichtet Henrik. Das war der Anfang des Netzwerkes.

Ein halbes Jahr später versammelte sich eine größere Gruppe, die ein ganzes Jahr lang Gespräche führte. Das Resultat war die Bildung des Netzwerkes in Verbindung mit einem großen Festgottesdienst in Odense im Sommer 2006. In diesem Zusammenhang wurde auch die „Odensedeklaration über den Glauben der Kirche“ präsentiert, eine kurze Zusammenfassung des Bekenntnisses der Kirche. (Man kann sie im Internet unter http://luthersk-netvaerk.dk/ nachlesen.)

Seit das Netzwerk gebildet wurde haben wir unter uns sehr viel daran gearbeitet Gestalt anzunehmen. Wir fragten uns: „Was sind wir und was sollen wir tun?“, berichtet Henrik. Die Massenmedien entdeckten, daß es uns gibt und wir fanden viel Aufmerksamkeit. Offenbar fand man uns gut, aber wir wollten mehr als das. Das Netzwerk baut auf der „Johannes 3,16-Vision“, der Notwendigkeit, daß die Menschen nicht verloren, sondern erlöst werden. Das ist der Grund für den Teil des „Kirchenkampfes“ des Netzwerkes. Die Absicht ist, Irrlehren niederzureißen und eine Gegenstimme in der Zeit zu sein, damit das Evangelium laut wird. Die Leitung des Netzwerkes besteht aus neun Personen. Mit dem Netzwerk ist auch eine „Inspirationsgruppe“ bestehend aus 30 Personen verschiedener kirchlicher Herkunft verbunden. Sie soll die Leitung unterstützen, erklärt Henrik. … Bei den Bischöfen fand das Netzwerk unterschiedliche Reaktionen. Einige haben sich kritisch geäußert. Mein eigener Bischof hat eine entspanntere Einstellung dazu, geprägt von dem Freiheitsgedanken Grundtvigs, berichtet Henrik. … Beim Vergleich des Netzwerkes mit der Missionsprovinz in Schweden und der Strandebarm Propstei in Norwegen ist der Unterschied festzustellen, daß das Netzwerk bisher keine Ordinationen durchführt. In Schweden ist die Situation mehr zugespitzt als in Dänemark. Die Missionsprovinz wurde in einer akuten Krise gebildet. Wir haben weiterhin Bischöfe, die dafür einstehen, daß auch bibeltreue Kandidaten ordiniert werden. Wir sind noch nicht so hart unterdrückt, obgleich ich glaube, daß wir uns einer Situation nähern, wo wir ähnlich handeln müssen wie die Missionsprovinz, sagt Henrik Hœjlund.

Aus Kyrka och Folk, Nr. 19, 8. Mai 2008 (gekürzt)
Aus: BRÜDERN, Rundbrief für Christen Augsburgischen Bekenntnisses Juni/Juli 2008

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Dieser Beitrag wurde erstellt am Sonntag 27. Juli 2008 um 12:08 und abgelegt unter Christentum weltweit, Kirche.