Sonntag 30. November 2025 von Pfr. Wilhelm Busch (1897-1966)
In meiner früheren Gemeinde in Bielefeld warf ich einmal in unserem Jugendkreis die Frage auf, was den Jungen im Gottesdienst am besten gefiele. Da rief gleich einer: »Am schönsten ist es, wenn am Schluss das Vaterunser gesungen wird!« Wir fragten: »Warum gefällt dir das am besten?« Da sagte er: »Seht, die ganze Woche ist man unter den Menschen, die Gott die Ehre verweigern, die sein Heil verachten und seine Gemeinde verspotten. Und selbst ist man auch meist so kümmerlich. Da ist es dann ein erhabener Augenblick, wenn die ganze Gemeinde am Schluss des Vaterunsers einstimmt in den Lobgesang und alle Gott die Ehre geben! Da wird mein Herz weit, und ich kann gar nicht laut genug mit einstimmen: Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit!« Durch diese Worte des Jungen ist mir der Schluss des Vaterunsers so wichtig geworden. Und darum möchte ich euch den Schluss auslegen. »Denn dein ist das Reich!« Den ganzen Beitrag lesen »
Kategorie: Predigten / Andachten
Samstag 29. November 2025 von Pfr. Dr. Hans-Gerd Krabbe
Mit einem Festakt beging der Verein D.A.V.I.D sein 25-jähriges Jubiläum in der Cruciskirche zu Sondershausen (Thüringen) innerhalb seiner Jahrestagung vom 7.-9. November. Erfreulich viele Teilnehmer waren angereist, darunter vier Gründungsmitglieder.
Die bisherige Vorsitzende Prof. i.R. Dr. Gisela Kittel (Detmold) berichtete aus der Geschichte des Vereins, der sich damals in Wiesbaden gegründet hatte. Auslöser war ein sog. Ungedeihlichkeitsverfahren gegen den Gemeindepfarrer – vergleichbar den heutigen Paragraphen 79 und 80 im Pfarrerdienstgesetz der EKD (2010). Dieses Verfahren kann jeden Pfarrer treffen und in den Wartestand, ja sogar in den vorzeitigen Ruhestand führen, wenn die Stellensuche erfolglos bleibt. »Eine nachhaltige Störung in der Wahrnehmung des Dienstes« reicht aus, um ein Versetzungsverfahren gegen den Pfarrer zu initiieren. »Die Gründe für die nachhaltige Störung müssen nicht in der Person oder im Verhalten der Pfarrerin oder des Pfarrers liegen.« Den ganzen Beitrag lesen »
Kategorie: Kirche, Pressemeldungen
Mittwoch 26. November 2025 von Die Tagespost
Die Bewegung „Crossbearers“ will die evangelischen Landeskirchen von unten her reformieren. Doch kann das gelingen? Jorge Monsalve meint: Ja, mit 95 neuen Thesen und dem Kreuz. Kürzlich fand in Wittenberg, der Wiege der Reformation, die Konferenz „Echoing Wittenberg 2025“ statt. Dabei wurden 95 neue Thesen der Öffentlichkeit präsentiert, die zu einer Erneuerung der evangelischen Landeskirchen beitragen sollen. Der Veranstalter „Crossbearers“, zu deutsch „Kreuzträger“, will die Kirchen von innen her zur eigenen Tradition zurückführen. Im Interview spricht Jorge Monsalve, Sekretär des Leitungsteams von „Crossbearers“, über die Krise in der protestantischen Verkündigung, 95 neue Thesen mit dem Kreuz Christi im Mittelpunkt sowie über das Verhältnis von Glaube und Politik. Den ganzen Beitrag lesen »
Kategorie: Interview, Kirche, Theologie
Sonntag 23. November 2025 von Dr. Joachim Cochlovius

Matth. 5,27-30 geht es um das Thema Ehebruch, in 5,31-32 und 19,1-9 um das Thema Ehescheidung. Matth. 5 gehört zur Bergpredigt, ist also Teil der Jüngerbelehrung. Matth. 19,1-9 schildert ein Streitgespräch zwischen Jesus und den Pharisäern. Die Pharisäer beriefen sich bei ihrer Scheidungspraxis auf ein Zugeständnis des Mose (5 Mose 24,1-4), das die Scheidung unter strengen Auflagen erlaubte. Dazu muss man Folgendes bedenken: Das Streitgespräch fand in Peräa statt, das zum Hoheitsgebiet des Königs Antipas gehörte. Dessen Eheschließung mit seiner Nichte Herodias, die er seinem Halbbruder Herodes Philippus ausgespannt hatte, war zu dieser Zeit ein großes Gesprächsthema. Jesus war auf dem Weg nach Jerusalem. Offensichtlich wollten die Pharisäer mit ihrer Frage nach der Ehescheidung Jesus zu einer Stellungnahme gegen König Antipas provozieren. Dann hätten sie leichtes Spiel gehabt, ihn beim König anzuschwärzen und seine Festnahme zu erwirken. Schon ihre Fragestellung zeigt ihre unlautere Gesinnung. Während es sich bei der Scheidungserlaubnis durch Mose um ein Zugeständnis an die „Herzenshärtigkeit“ des Volkes handelte, wie Jesus unterstreicht, sprechen sie von einer „Anordnung“ Moses. Den ganzen Beitrag lesen »
Kategorie: Ehe u. Familie, Kirche, Seelsorge / Lebenshilfe, Sexualethik, Theologie
Freitag 21. November 2025 von Treffen Christlicher Lebensrecht-Gruppen
Lebensrecht-Forum am 7.3.2026
In diesem Sinne herzliche Einladung zum Frühjahrsforum des TCLG am 7.3.2026! Das gesellschaftliche und politische Klima scheint immer kälter und unchristlicher, ja antichristlicher zu werden – und immer mehr bröckelt der Schutz menschlichen Lebens. Wie wirkt sich das auf ethische Themen aus? Was bedeutet dies für unser aller Zukunft? Den ganzen Beitrag lesen »
Kategorie: Gesellschaft / Politik, Lebensrecht, Medizinische Ethik
Donnerstag 20. November 2025 von Dr. Joachim Cochlovius
Zum Leitartikel von Nikolas Busse „Europas Abstieg“ (F.A.Z., 30.10.2025): Den schleichenden Macht- und Einflussverlust der EU finde ich in diesem Artikel zutreffend diagnostiziert, und ich möchte mich dafür bedanken. Auch der Vorwurf einer „weltfremden Mentalität“, die der übrigen Welt die eigene Klima- und Asylpolitik aufzudrängen versucht, ist m.E. stichhaltig. Schon 2015 wurde ich in Australien mit Kopfschütteln auf die Migrationspolitik von Angela Merkel hin angesprochen. Den ganzen Beitrag lesen »
Kategorie: Gesellschaft / Politik
Dienstag 18. November 2025 von Administrator
WALACH, Harald: Verschachtelte Wahrheit. Ein Corona-Roman, Swalmen (NL): Etica.Media, 22025 (2024), 470 Seiten, 21,09 €.
Klappentext (Abstract): Harald Walachs „Schöne neue Welt”! Der Psychologe, Philosoph und Gesundheitswissenschaftler zeichnet in seinem Roman „Verschachtelte Wahrheit” die Welt nach Corona und vor allem, wie es dazu kam: nämlich die wahren Geschichten hinter deren Corona Geschichte. Zu welchem politischen System haben die zunehmenden Grundrechtseinschränkungen und ein religiös anmutendes, transhumanistisches Weltbild geführt? Wissenschaftlich fundiert und detailgetreu stellt er dem „betreuten Leben und Denken” in den Volksrepubliken die als Gegenentwurf gegründete Freie Alpenrepublik entgegen. Ein Staat, in dem Strahlenfreiheit, Arbeit in überschaubaren sozialen Zusammenhängen und gesellschaftlicher Zusammenhalt ihre Renaissance feiern – vielleicht das Modell für unsere Zukunft? Den ganzen Beitrag lesen »
Kategorie: Buchempfehlungen, Gesellschaft / Politik, Medizinische Ethik
Sonntag 16. November 2025 von Jörgen Bauer
Alle Religionen, und vor allem die alten Kulturen wussten davon, dass mit dem Tod nicht „alles aus“ ist. Und alle Religionen wissen auch, dass wir über unser Leben Rechenschaft geben bzw. die Folgen eines verfehlten Lebens tragen müssen. Es handelt sich hier vermutlich um ein allen Menschen gemeinsames Urwissen. Dass es bei uns viele gibt, die meinen, dass mit dem Tod „alles aus“ ist, ist die Folge einer materialistischen Grundeinstellung, die nur das gelten lässt, was unmittelbar sicht-, mess- und beweisbar ist, wonach dann das ganze Leben ausgerichtet wird. Den ganzen Beitrag lesen »
Kategorie: Predigten / Andachten
Mittwoch 12. November 2025 von Prädikant Thomas Karker
Worte haben wir, immer mehr, eine ganze Flut von Worten. Der Schöpfer hat uns einen Mund und eine Stimme gegeben. Wir müssen nicht brüllen wie ein Löwe oder bellen wie ein Hund oder zwitschern wie ein Vogel, sondern können reden wie ein Mensch. Seit Adam haben wir das gesprochene Wort. Dann entwickelten findige Ägypter heilige Bildzeichen. Mit Griffel und Meißel gruben sie Hieroglyphen in Platten und Steine ein. Andere Völker ahmten die Schriftsysteme nach. Seit Pharao haben wir das geschriebene Wort. Dann arbeitete der Mainzer Johannes Gutenberg an der Verwirklichung seiner Idee. Das Problem des Buchdrucks beschäftigte ihn Tag und Nacht. Im Jahre 1455 konnte er seine erste lateinische Bibel vorlegen, ein prächtiges Meisterstück. Seit Gutenberg haben wir das gedruckte Wort. Den ganzen Beitrag lesen »
Kategorie: Kirche, Predigten / Andachten, Theologie
Dienstag 11. November 2025 von Gemeindehilfsbund
In einer Predigt, die ich am 19. Oktober in der Prot. Kirche Niederhorbach zum Thema „Gebeugte Knie für die unermessliche Liebe Christi“ (Eph 3,14-21) gehalten habe, hatte ich, Johann Hesse, an die Vergänglichkeit des Menschen erinnert und sinngemäß gesagt, dass „wir dann einst in ein Grab gelegt und von Würmern zerfressen würden“. Unmittelbar nach der Predigt wurde ich bereits darauf angesprochen und darauf hingewiesen, dass Würmer keine Fleischfresser sind. Später erhielt ich dann die Zuschrift eines Mitgliedes des Gemeindehilfsbundes, in der er ebenfalls auf diesen Punkt einging. Da ich die Hinweise für mich selbst hilfreich fand, gebe ich diese gerne weiter. Den ganzen Beitrag lesen »
Kategorie: Seelsorge / Lebenshilfe