Gemeindenetzwerk

Ein Arbeitsbereich des Gemeindehilfsbundes

Archiv für die 'Predigten / Andachten' Kategorie

Wir warten Dein, o Gottes Sohn

Montag 7. Dezember 2020 von Pfr. Ulrich Hauck


Pfr. Ulrich Hauck

Predigt über Jakobus 5,7-11.19 und 20 am 2. Sonntag im Advent 2020

»Wir warten dein, o Gottessohn, / und lieben dein Erscheinen. Wir wissen dich schon auf dem Thron / Und nennen uns die deinen. /Wer an dich glaubt, erhebt sein Haupt / Und siehet dir entgegen. / Du kommst uns ja zum Segen.«

Liebe Gemeinde!

Das lässt sich leichter singen als sagen und auch leichter sagen als leben. Ja, wir freuen uns alle auf Weihnachten, um das Erscheinen des Gottessohnes zu feiern. Freuen wir uns aber auch auf sein zweites sichtbares Kommen, wenn er als Weltenrichter erscheint, die alte Welt vergeht und er seinen neuen Himmel und seine neue Erde aufrichtet? Oder ist das für uns nur ein Störfaktor in unserer schönen Vorweihnachtszeit?

Der Apostel Jakobus lehrt uns heute darüber nachzudenken in vier Punkten: 1. Seid geduldig; 2. Stärkt Eure Herzen; 3. Nehmt zum Vorbild die Propheten; 4. Bekehrt den Sünder unter euch von seinem Irrweg Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Predigten / Andachten

Predigt: Sechs Tage oder Milliarden Jahre – wie lange brauchte Gott für die Erschaffung der Welt?

Sonntag 29. November 2020 von Johann Hesse


Johann Hesse

In der Schule haben wir gelernt, dass das Universum vor 14 Milliarden Jahren mit dem Urknall entstanden sein soll. Die Erde soll dann rund 10 Milliarden Jahre später entstanden sein. Vor rund 2 Millionen Jahren sollen sich die ersten Menschenarten von Ostafrika her auf der Erde ausgebreitet haben. Folgt man der Evolutionstheorie, dann sind der Kosmos, die Erde mit ihrer Fauna und Flora das Ergebnis vieler Zufälle. Die Geschichte der Evolution ist eine Geschichte ohne Ziel, Planung und Design. Einen Schöpfer gibt es dieser Theorie nach nicht. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Predigten / Andachten, Schöpfung / Evolution

Erzbischof Janis Vanags, Predigt zum lettischen Nationalfeiertag am 18.11.20

Montag 23. November 2020 von Erzbischof Janis Vanags


Erzbischof Janis Vanags

Guten Morgen, Lettland!

Mit diesem Festgottesdienst beginnen wir die Feier des 102. Jahrestages der Gründung unseres lettischen Staates. In diesem Jahr möchte ich uns allen dazu gratulieren, insbesondere zu der Tatsache, dass wir heute wie jedes Jahr den 18. November feiern können. Vielleicht haben Sie auf YouTube ein Video gesehen, in dem ein nettes Mädchen mit einer Tasse Kaffee aus dem Fenster schaut, während das sorglose Lied „Raindrops“ (Regentropfen) erklingt. In der Nähe steigt ein Atompilz auf. Ein außerirdisches Schiff taucht aus dem dunklen Wirbel am Himmel auf. Sie runzelt ein wenig die Stirn, lächelt den Tyrannosaurus an, der hinter einem Baum lauert und freundlich einer Menge Zombies zuwinkt, die sich der Straße nähern. Der Titel des Clips lautet „Ein normaler Tag 2020“. Menschen, die lächeln können, drücken so ihre Gefühle über das Unglaubliche, das geschieht, aus. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Gesellschaft / Politik, Kirche, Predigten / Andachten

Gewaltiges steht uns bevor – Wohin treibt die Weltgeschichte?

Samstag 31. Oktober 2020 von Pfr. Wilhelm Busch (1897-1966)


Pfr. Wilhelm Busch (1897-1966)

Diese Frage war zu allen Zeiten aktuell. Heute aber lassen uns die Ereignisse – die Zeichen der Zeit! – immer mehr aufhorchen (Mt 16,3). Der Mensch hat sich hineingestürzt in einen gefährlichen Strudel, der ihn schier zu verschlingen droht. Hetze, Angst und ein banges Schauen in die Zukunft sind Merkmale, die er nicht mehr loswerden kann. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Predigten / Andachten

War der „Vater des Glaubens“ ein Lügner?

Freitag 16. Oktober 2020 von Jörgen Bauer


Jörgen Bauer

„Abraham aber zog von dannen ins Südland und wohnte zwischen Kadesch und Schur und lebte nun als ein Fremdling zu Gerar. Er sagte aber von Sara, seiner Frau: Sie ist meine Schwester. Da sandte König Abimelech, der König von Gerar, hin und ließ sie holen“ (1 Mose 20, Verse 1 und 2). Hier wiederholt sich die Geschichte von Abram und Sarai in Ägypten (1 Mose 12, Verse 10 ff.) wo Mose seine Frau als seine Schwester ausgab. Dies, weil sie sehr schön war und Abram befürchtete, getötet zu werden, damit die Ägypter seiner Frau habhaft werden konnten. Diese Lüge brachte Abram große Vorteile. Der Pharao nahm sich der Sarai an und Abram bekam als Gegenleistung erhebliche materielle Zuwendungen. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Predigten / Andachten

Andacht über Mt 10,12 und 13

Samstag 10. Oktober 2020 von Elias Schrenk (1831-1913)


Elias Schrenk (1831-1913)

Wenn ihr aber in ein Haus geht, so grüßt es; und wenn es das Haus wert ist, wird euer Friede auf sie kommen. Ist es aber nicht wert, so wird sich euer Friede wieder zu euch wenden.

Jesu Jünger sollen nicht überall Herberge nehmen. Der Herr sagt ausdrücklich: wenn ihr in eine Stadt oder Markt geht, da erkundigt euch, ob jemand darinnen sei, der es wert ist; und bei demselben bleibt. Ein Kind Gottes darf, ja soll bei aller Demut ein Bewusstsein seiner königlichen Stellung haben, es soll sich nichts vergeben und in keinem Haus einkehren, wo es vielleicht sogar in Gefahr kommen könnte, wo Feinde des Herrn sind; von solchen darf es nichts erbitten. Wer ist es wert, einen Jünger Jesu zu beherbergen? Der Herr sandte seine 12 Jünger nach Matthäus 10 zunächst zu Israel. Ein Israelit, der Gott fürchtete, war es wert, dass man bei ihm einkehrte; bei ihm konnte man ja auch auf Annahme des Evangeliums hoffen, und wenn man in seinem Hause eine Versammlung hielt, so war man auch sicher, dass durch ein solch gottesfürchtiges Haus die Sache des Herrn nicht verunglimpft wurde. Wenn nun die Jünger in einem solch würdigen Hause einkehrten, so kam ihr Friede auf dasselbe Haus, was ja natürlich nur dann stattfinden konnte, wenn sie Kinder des Friedens waren. Wir sollen also so stehen, dass, wo wir hinkommen, Friede und Segen mit uns einkehre. Es ist das für uns eine Aufforderung, dass wir auch mit Jesu reifen, in ihm seien, wo wir uns befinden. Jesu Jünger sind Verwandte, und wo ein Verwandter herbergt, da steht der Himmel offen über dem Haus. So belohnt der Herr hier schon reichlich, was man an den Seinen tut. Ach, dass wir in allem himmlisch dächten! Schon oft habe ich gesehen, dass die Häuser, in denen viele Kinder Gottes aus- und eingingen, wunderbar gesegnet waren, auf Geschlechter hinaus. Wer säet im Segen, der wird auch ernten im Segen.

Lieber Herr Jesus! Segne mich je mehr und mehr und setze mich zum Segen. Wo immer ich sei, lass mich mit Dir dastehen, damit ich Frucht bringe. Amen!

Quelle: Suchet in der Schrift. Elias Schrenk, Andachten für jeden Tag. 3. Aufl. Bielefeld 2016. Das Buch kann für 10 Euro plus Versandkosten über die Geschäftsstelle des Gemeindehilfsbundes (Mühlenstr. 42, 29664 Walsrode; Tel.: 05161/911330; Email: info@gemeindehilfsbund.de) bezogen werden.

Kategorie: Predigten / Andachten

Predigt über Markus 8,1-9 zum Erntedankfest 2020

Dienstag 6. Oktober 2020 von Pfr. Ulrich Hauck


Pfr. Ulrich Hauck

Liebe Gemeinde, wenn wir den Erntedanktag nicht einfach deswegen feiern, weil er halt zur kirchlichen Folklore dazugehört, dann sind wir in diesem Jahr besonders herausgefordert, über Erntedank nachzudenken. Zwar ist die Landwirtschaft vergleichsweise glimpflich durch die Corona-Verordnungen gekommen, aber für viele andere ist dieses Jahr in ökonomischer Hinsicht ein Horrorjahr. Die Wirtschaft ist eingebrochen, viele waren oder sind in Kurzarbeit, andere haben ihren Arbeitsplatz verloren oder kämpfen um ihre Existenz. Und unseren Kindern haben wir einen riesigen Schuldenberg aufgetürmt. Und dann Erntedank feiern? Wie passt das zusammen? – Oder wäre nicht viel eher ein Erntebitttag oder ein Tag der Klage angemessener als ein Erntedanktag? Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Predigten / Andachten

Andacht über Matth. 11,28

Samstag 26. September 2020 von Elias Schrenk (1831-1913)


Elias Schrenk (1831-1913)

Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken. (Matthäus 11, 28)

Der Zöllner „stand von ferne“; aber seiner Gesinnung nach war er dem Herrn nahe, er war bußfertig. Viele stehen nicht nur äußerlich, sondern auch innerlich dem Herrn fern. Er ruft sie zu sich. Es ist ein großer Unterschied, bei Jesus zu sein oder viel von ihm gehört zu haben. Ach, wie viele wissen gar manches von ihm, aber sie sind noch nie als mühselig und beladen mit ihm in persönliche Unterredung und Verbindung getreten. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Predigten / Andachten

Die Bekehrung der Herzen

Freitag 18. September 2020 von Pfr. Wilhelm Busch (1897-1966)


Pfr. Wilhelm Busch (1897-1966)

„Am nächsten Tag stand Johannes abermals da und zwei seiner Jünger;  und als er Jesus vorübergehen sah, sprach er: Siehe, das ist Gottes Lamm! Und die zwei Jünger hörten ihn reden und folgten Jesus nach.“ (Johannes 1,35-37)

Das größte Wunder ist es, wenn ein Mensch sich zum lebendigen Gott bekehrt. Dass es so etwas gibt! Dass ein Mensch von heute auf morgen die ganze Richtung seines Lebens ändert: Während er vorher nur darauf aus war, Geld zu verdienen, sein Leben zu genießen oder sich einen Namen zu machen, strebt so ein bekehrter Mensch auf einmal nach einem Ziel, das gar nicht im Bereich der sichtbaren Welt liegt. Während er bisher seinen Weg selbst wählte oder sich nach seiner Umwelt richtete, lässt er sich nun auf einmal von einer unsichtbaren Hand leiten. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Predigten / Andachten

Predigt über Hebr 11,7: Der Sintflutbericht und seine Bedeutung für uns heute

Samstag 5. September 2020 von Johann Hesse


Johann Hesse

„Kann die Erzählung von der Sintflut historisch gemeint sein?“ So fragt Prof. Siegfried Zimmer in einem Vortrag auf www.worthaus.de. Zimmer meint, wenn man den Sintflutbericht einer literarischen Gattungsanalyse unterziehe, dann müsse man feststellen, dass die Sintflut gar nicht als historischer Bericht verstanden werden wolle. Wie viele andere Theologen auch hält Zimmer den biblischen Sintflutbericht für eine „mythologische Fluterzählung“, die uns sagen will, dass Gott die Beziehung mit dem Menschen durchhält. Tatsächlich gegeben habe es aber weder die weltweite Flut noch den Bau der Arche. Doch was sagt die Bibel selbst über das große Flutereignis und den Bau der Arche und was sollen wir daraus lernen? Wir hören auf den siebten Vers des elften Kapitels des Hebräerbriefes: Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Predigten / Andachten