Gemeindenetzwerk

Ein Arbeitsbereich des Gemeindehilfsbundes

Archiv für die 'Gemeinde' Kategorie

Über den Wert der Ehe von Mann und Frau

Dienstag 29. Dezember 2020 von Dr. Joachim Cochlovius


Dr. Joachim Cochlovius

 1           Die Ehe – eine göttliche Stiftung und Wohltat

 1.1        Das Wesen Gottes – Liebe und Dreieinigkeit

Wer über die Ehe nachdenkt, muss über das Menschenbild nachdenken. Und wer über das Menschenbild nachdenkt, muss über das Gottesbild nachdenken. Wir Christen glauben an einen Dreieinigen Gott. Dies ist nicht nur eine dogmatische Aussage, sondern vor allem Ausdruck des tiefsten Wesens Gottes, seiner Liebe, denn seine Liebe ist es, die ihn in die Gemeinschaft führt. Das wichtigste Kennzeichen der echten göttlichen Liebe ist ihre absolute Uneigennützigkeit, ihr beständiger Wunsch, allen Kreaturen wohlzutun, insbesondere dem Menschen. Gott hat ein unstillbares Interesse, ja eine Leidenschaft, seine Liebe der Menschheit mitzuteilen. Diese seine Liebe bestimmt auch das innere Verhältnis der drei göttlichen Personen Vater, Sohn und Heiliger Geist zueinander. Insbesondere das Verhältnis des Vaters zum Sohn, wie es sich einmalig eindrucksvoll ausdrückt in Hebr 1,1-5, und das Verhältnis des Sohnes zum Vater, wie es Hebr 5,7f. beschreibt, ist erhellend, wenn wir über das biblische Gottesbild nachdenken. Der Vater überträgt seinem Sohn das ganze Erbe, er erschafft den ganzen Kosmos durch ihn, er gibt ihm Anteil an seinem Charakter, und er bestätigt ihm seine liebende Vaterschaft an den Knotenpunkten seines irdischen Lebens. Der Sohn wiederum zeigt seine Liebe zum Vater darin, dass er in allem dessen Ehre sucht und unter Schmerzen Gehorsam unter Gottes Willen lernt. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Ehe u. Familie, Gemeinde, Gesellschaft / Politik

Wie einer das Eigentliche begreifen lernte

Donnerstag 24. Dezember 2020 von Pfr. Wilhelm Busch (1897-1966)


Pfr. Wilhelm Busch (1897-1966)

Donnernd fuhr der Zug in die Bahnhofshalle. Langsam packte der junge Student sein Köfferchen und stieg aus. Langsam ging er zum Ausgang. Einen kurzen Augenblick sah er sich um. Dann ging er langsam in die Stadt hinein. Nein, er hatte es nicht eilig, obwohl zu Hause die Mutter und die Schwestern auf ihn warteten. Seine Gedanken wanderten: Wie anders war es in den Jahren früher gewesen“ Da hatte er gar nicht schnell genug aus dem Bahnhof herauskommen können. Hinein in die Droschke nach dem schönen Stadtteil, wo die Eltern wohnten! Dort die hübsche Villa war das Elternhaus. Noch ehe die Droschke richtig hielt, war man heraus. Und Sturm geläutet am Tor! Dann kamen jubelnd die Schwestern. Und die Mutter! Und der Vater, dieser herrliche Vater! Dann kam Weihnachten mit all dem Glanz und all seiner Freude. Ja, so war es früher. – Gedankenvoll schritt er dahin. Es war ein weiter Weg. Und er hatte nicht einmal die paar Pfennige für die Straßenbahn. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Gemeinde, Kirche, Seelsorge / Lebenshilfe

Damals?

Mittwoch 25. November 2020 von Pfr. Dr. Theo Lehmann


Pfr. Dr. Theo Lehmann

Oktober 1989. Es klingelte. Vor der Tür standen ein paar Jungs, nass und heulend. „Herr Pfarrer, helfen Sie uns …“ Die Jungs konnten es weder fassen noch verkraften, dass die DDR mit Wasserwerfern gegen ihr eigenes Volk vorging. Einige Tage später, am 8. Oktober, fand in Karl-Marx-Stadt mein 124. Jugendgottesdienst statt. Ich predigte zu 3000 Jugendlichen über das Bibelwort Nehemia 9,33: „Wir sind in großer Not.“ Die Predigt erschien kurz danach in idea, die sie allen Bundestagsabgeordneten zustellte. Vor der Predigt wurde gesungen: Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Gemeinde, Gesellschaft / Politik

Kirchenaustritt

Samstag 24. Oktober 2020 von Lutz Scheufler


Lutz Scheufler

Die Frage nach dem Kirchenaustritt begegnet mir seit einigen Jahren immer häufiger. Das hat mit den Fehlentwicklungen in den EKD-Kirchen zu tun. Einige fragen interessiert, andere verunsichert. Für manche scheint es ihr persönlicher Missionsbefehl zu sein, gläubige Christen aus den EKD-Kirchen „herauszuretten“. Hier gibt es einige Punkte, warum mir der Kirchenaustritt aktuell nicht möglich ist: Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Gemeinde, Kirche, Kirchengeschichte, Seelsorge / Lebenshilfe

Politoffiziere

Mittwoch 14. Oktober 2020 von Lutz Scheufler


Lutz Scheufler

In der DDR war ich bei den Bausoldaten. Wehrdienst ohne Eid und Waffe. Wie überall in der Nationalen Volksarmee gab es auch bei den Spatensoldaten einen Politoffizier. Der „Politnik“ war für die politische Erziehung der Soldaten zuständig – im Sinne der marxistisch-leninistischen Ideologie natürlich. Sozialistische Persönlichkeiten sollten wir werden. Mitunter bekamen wir bei seinem Unterricht Lachkrämpfe. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Gemeinde, Gesellschaft / Politik, Kirche

Das Wunder der deutschen Einheit

Freitag 2. Oktober 2020 von Administrator


Das Wunder der deutschen Einheit – Gott führte die Regie – Es kam alles zur rechten Zeit zusammen. Die Wiedervereinigung in Stichworten

Von Walter Schrader, Berlin
Früherer Geschäftsführer von KALEB e.V.

1.) Die Machtsituation in Osteuropa:

Leonid Breshnew, Generalsekretär der KPDSU („Betonkommunist“) starb am 10.11.1982, es folgte der bereits kranke Andropow, der im Februar 1984 starb, darauf folgte Tschernenko, auch bereits krank. Er starb im Februar 1985. Darauf folgte am 11.3.1985 Michael Gorbatschow. Er musste kommen, denn ohne ihn wäre die Wiedervereinigung nicht möglich gewesen! Die Lage im ganzen „sozialistischen Lager“, also allen Ländern des Ostblocks, gerade auch in der DDR, war die wirtschaftliche Lage katastrophal. – Es gab Reformbewegungen in Sowjetunion (Glasnost und Perestroika/Öffnung und Transparenz durch Gorbatschow), Polen (Lech Walesa), Ungarn und Tschechoslowakei (Charta 77). Die DDR-Regierung (alte Männer) blieb stur. Überall rumorte es im Volk (Ruf nach Reisefreiheit, persönliche Freiheit, höherem Lebensstandard). Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Gemeinde, Gesellschaft / Politik

Was darf mich mein Glaube kosten?

Freitag 25. September 2020 von Manfred Müller


Manfred Müller

Es ist gut, einmal darüber nachzudenken, was uns unser Glaube kosten darf. Die Jünger durfte ihr Glaube alles kosten, weil sie in Jesus einen Schatz gefunden hatten, den sie nicht mehr verlieren wollten. So hat sich ihr Glaube sogar im Leiden bewährt. Alle Jünger, bis auf Johannes, wurden nur wegen ihres Glaubens getötet. Lukas schreibt an anderer Stelle, dass es durch viele Bedrängnisse hindurchgeht. Es ist gut, wenn wir das wissen. Dann sind wir nicht überrascht, wenn in unserem Leben Dinge nicht so laufen, wie wir uns das gedacht haben. Es hilft uns, das zu wissen, weil wir so lernen, auch die schwierigsten Dinge im Glauben richtig einzuordnen. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Christentum weltweit, Gemeinde

Wer für Migration plädiert, sollte auch deren Kosten tragen

Sonntag 13. September 2020 von Peter Hahne


Peter Hahne

Ohne Zweifel: Die Zustände im griechischen Flüchtlingslager Moria (für Migranten) sind eine menschliche Tragödie. Eine Katastrophe ist es allerdings auch, wie plötzlich von Leuten, die es sonst nicht so genau mit der Bibel nehmen, die weltbekannte Geschichte vom „Barmherzigen Samariter“ instrumentalisiert wird. Man sollte sie wieder lesen! Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Gemeinde, Gesellschaft / Politik, Kirche

Offener Brief zu den „Elf Leitsätzen“ des „Zukunftsteams der EKD“

Donnerstag 20. August 2020 von Pfr. Dr. Hans-Gerd Krabbe


Pfr. Dr. Hans-Gerd Krabbe

Betr.: „Elf Leitsätze für eine aufgeschlossene Kirche“, erarbeitet vom ›Z-Team‹, dem Zukunftsteam der EKD.

Sehr geehrte Mitglieder des Rates, der Synode, des Zukunftsteams der EKD,

die »Elf Leitsätze« (›EL‹) können niemanden unberührt sein lassen, dem die Kirche Jesu Christi wichtig und ein Herzensanliegen ist — der die Gottesdienste aufsucht, weil er den Trost des Evangeliums für seine Seele braucht — der sich in seine Gemeinde vor Ort einbringt, weil´s ihm mehr als nur etwas bringt für sein eigenes (Glaubens-)Leben und für den Dienst der Nächstenliebe, dem er sich verpflichtet weiß. Er braucht die Ortsgemeinde, wie die Ortsgemeinde ihn braucht. Er braucht die Gottesdienste, um GOTT zu loben und zu danken — um GOTT die Ehre zu erweisen, die wir alle IHM zu geben schuldig sind — um GOTT zu bitten um Schutz und Geleit, um Führung und Bewahrung, um Kraft, Hilfe und Orientierung. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Gemeinde, Kirche

Einladung zum „Marsch für das Leben“ am 19.9.20 in Berlin

Donnerstag 13. August 2020 von KALEB


KALEB

„Mitmarschierer“ ist ein Wort, das in meinen Ohren keinen guten Klang hat. Wahrscheinlich liegt das an den Mai-Demonstrationen aus meinen Kindertagen. Die Schulklassen mussten sich ewig lange im Unterdorf meines Heimatortes anstellen, um dann mit Fähnchen winkend die Dorfstraße aufwärts zu ziehen, an Kirche und Schule vorbei bis zum Turnhallenplatz, wo es langweilige Reden gab, bevor dann endlich der schulfreie Tag zu genießen war. Hinter den Schulklassen liefen die Werktätigen der Volkseigenen Betriebe, denen die Abteilungsleiter 5 DDR-Mark in die Hand gedrückt hatten für die Teilnahme am Marsch. Außerdem winkte ja auch die Prämie als „Kollektiv der sozialistischen Arbeit“, die durch Nichtteilnahme an der Mai-Demonstration gefährdet worden wäre. Das waren sie also, die typischen „Mitmarschierer“. Sie waren nicht überzeugt, aber sie waren auch nicht dagegen und mit leichtem Druck ließen sie sich dann doch bewegen. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Gemeinde, Gesellschaft / Politik, Lebensrecht