Gemeindenetzwerk

Ein Arbeitsbereich des Gemeindehilfsbundes

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Wie Christen leben sollen (Predigt über Luk 6,36-42)

Samstag 30. September 2017 von Martin Luther (1483-1546)


Martin Luther (1483-1546)

Darum seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist. Richtet nicht, so werdet ihr auch nicht gerichtet. Verdammt nicht, so werdet ihr auch nicht verdammt. Vergebet, so wird euch vergeben. Gebt, so wird euch gegeben. Ein voll, gedrückt, gerüttelt und überflüssig Maß wird man in euren Schoß geben; denn eben mit dem Maß, da ihr messet, wird man euch wieder messen. Und er sagte ihnen ein Gleichnis: Mag auch ein Blinder einen Blinden den Weg weisen? Werden sie nicht alle beide in die Grube fallen? Der Jünger ist nicht über seinen Meister; wenn der Jünger ist wie sein Meister, so ist er vollkommen. Was siehst du aber einen Splitter in deines Bruders Auge, und des Balken in deinem Auge wirst du nicht gewahr? Oder wie kannst du sagen zu deinem Bruder: halte still, Bruder, ich will den Splitter aus deinem Auge ziehen; und du siehst selbst nicht den Balken in deinem Auge? Du Heuchler, zieh zuvor den Balken aus deinem Auge und besiehe dann, dass du den Splitter aus deines Bruders Auge ziehest (Luk 6,36-42). Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Predigten / Andachten

Predigt zum Epiphaniasfest über Luk 2,41-52

Dienstag 3. Januar 2017 von Martin Luther (1483-1546)


Martin Luther (1483-1546)

Und seine Eltern gingen alle Jahre gen Jerusalem auf das Passafest. Und da er zwölf Jahr alt war, gingen sie hinauf denn Jerusalem, nach Gewohnheit des Festes. Und da die Tage vollendet waren, und sie wieder zu Hause gingen, blieb das Kind Jesus zu Jerusalem, und seine Eltern wussten es nicht. Sie meinten aber, er wäre unter den Gefährten, und kamen eine Tagereise und suchten ihn unter den Freunden und Bekannten. Und da sie ihn nicht fanden, gingen sie wiederum gen Jerusalem und suchten ihn. Und es gab sich nach drei Tagen, fanden sie ihn im Tempel sitzen mitten unter den Lehrern, dass er ihnen zuhörte und sie fragte. Und alle, die ihm zuhörten, verwunderten sich seines Verstandes und seiner Antwort. Und da sie in sahen, entsetzten sie sich. Und seine Mutter sprach: Mein Sohn, warum hast du uns das getan? Siehe, dein Vater und ich haben dich mit Schmerzen gesucht. Und er sprach zu ihnen: Was ist es, dass ihr mich gesucht habt? Wisset ihr nicht, dass ich sein muss in dem, dass meines Vaters ist? Und sie verstanden das Wort nicht, dass er mit ihnen redete. Und er ging mit ihnen hinab und kamen gen Nazareth und war ihnen untertan. Und seine Mutter behielt alle diese Worte in ihrem Herzen. Und Jesus nahm zu an Weisheit, Alter und Gnade bei Gott und den Menschen. (Luk 2,41-52) Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Allgemein

Verteidigungsrede Martin Luthers auf dem Reichstag zu Worms (1521)

Freitag 28. Oktober 2016 von Martin Luther (1483-1546)


Martin Luther (1483-1546)

Allergnädigster Herr und Kaiser! Durchlauchtigste Fürsten! Gnädigste Herrn!

Ich erscheine gehorsam zu dem Zeitpunkt, der mir gestern abend bestimmt worden ist, und bitte die allergnädigste Majestät und die durchlauchtigsten Fürsten und Herren um Gottes Barmherzigkeit wollen, sie möchten meine Sache, die hoffe ich, gerecht und wahrhaftig ist, in Gnaden anhören. Und wenn ich aus Unkenntnis irgend jemand nicht in der richtigen Form anreden oder sonst in irgendeiner Weise gegen höfischen Brauch und Benehmen verstoßen sollte, so bitte ich, mir dies freundlich zu verzeihen; denn ich bin nicht bei Hofe, sondern im engen mönchischen Winkel aufgewachsen und kann von mir nur dies sagen, daß ich bis auf diesen Tag mit meinen Lehren und Schriften einzig Gottes Ruhm und die redliche Unterweisung der Christen einfältigen Herzens erstrebt habe. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Kirche, Theologie

„Der Teufel muss uns feind sein“

Freitag 2. September 2016 von Martin Luther (1483-1546)


Martin Luther (1483-1546)

Der Reformator Martin Luther(1483–1546) hat viel über den geistlichen Kampf des Gläubigen gegen den Teufel gesagt und geschrieben. Es folgen, in Interview-Form, einige Auszüge aus seinen berühmten «Tischreden», in denener auf das Thema einging.

Herr Luther, wie würden Sie den Teufel charakterisieren?

Wie Gott die Thesis der heiligen zehn Gebote ist, so ist der Teufel die Antithesis desselben. Wer daher den Teufel sehen will, der sehe den umgekehrten Dekalog an. Sein Haupt ist gegen die erste Tafel, dass wir Gott nicht vertrauen, nicht lieben, nicht fürchten sollen, was er von uns im ersten Gebot fordert. Im zweiten verlockt er uns zur Lästerung, zum Murren wider Gott und zum Missbrauch seines Namens mit dem Mund und mit der Zunge. Gegen das dritte reizt er, dass wir Gottes Wort nicht hören, sondern es in Zweifel ziehen und dasselbe nebst seinen Dienern verachten, das Wort übel gebrauchen. Das sind die Ohren und der Hals des Teufels. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Seelsorge / Lebenshilfe, Theologie

Christi Himmelfahrt – was für ein tröstliches und freudenreiches Fest!

Donnerstag 5. Mai 2016 von Martin Luther (1483-1546)


Martin Luther (1483-1546)

Er führte sie aber hinaus gen Bethanien und hob die Hände auf und segnete sie. Und es geschah, da er sie segnete, schied er von ihnen, und fuhr auf gen Himmel. Sie aber beteten ihn an, und kehrten wieder gen Jerusalem mit großer Freude, und waren allewege im Tempel, preisten und lobten Gott. (Lukas 24, 50 – 53)

Man begeht heute den Tag der Himmelfahrt unseres Lieben Herrn Christi, um des Artikels willen in unserem Glauben, da wir also sprechen: Ich glaube an Christus, der aufgefahren ist gen Himmel, und sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters, von dannen er kommen wird, zu richten die Lebendigen und die Toten. Dieser Artikel ist eine Ursache, daß wir den heutigen Tag feiern, auf das wir nicht allein lernen, wie solche Himmelfahrt zugegangen ist, sondern auch, was Christus dadurch ausgerichtet und damit anzurichten gemeint hat. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Predigten / Andachten, Theologie

Eine einfältige Weise, den Glauben zu betrachten

Freitag 30. Oktober 2015 von Martin Luther (1483-1546)


Martin Luther (1483-1546)

Wer nun übrige Zeit hat, oder sonst lustig ist, der mag mit dem Glauben auch also thun, und ein viergedrehtes Kränzlein daraus machen. Der Glaube aber hat drey große Hauptstücke oder Artikel, nach den drey Personen göttlicher Majestät, wie sie vorhin auch in dem Katechismo getheilet sind.

Der erste Artikel. Von der Schöpfung.

Ich glaube an Gott den Vater, allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erden.

Hie leuchtet erstlich ein großes Licht in dein Herz, so du es willst haben, und lehret dich mit kurzen Worten, was mit allen Zungen und vielen Büchern nicht ausgeredt noch ausgeschrieben werden kann. Nämlich, was du bist, wo du herkommst, wo Himmel und Erden herkommen. Denn du bist Gottes Geschöpf, Gemachte, Kreatur und Werk. Das ist, von dir selbst, und in dir selbst bist du nichts, kannst nichts, weißt nichts, vermagst nichts. Denn was bist du vor 1000 Jahren gewesen? Was ist Himmel und Erden vor 6000 Jahren gewesen? Eben so gar nichts, als nichts ist, so nimmer nicht geschaffen soll werden. Was du aber bist, weißt, kannst, vermagst, das heißt Gottes Geschöpfe, wie du hie mit deinem Munde bekennest. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Kirche, Seelsorge / Lebenshilfe, Theologie

Predigt über Mt. 8,1-13 (3. Sonntag nach Epiphanias)

Sonntag 25. Januar 2015 von Martin Luther (1483-1546)


Martin Luther (1483-1546)

Da er aber vom Berge herab ging, folgte ihm viel Volks nach. Und siehe, ein Aussätziger kam und betete ihn an und sprach: Herr, so du willst, kannst du mich wohl reinigen. Und Jesus streckte seine Hand aus, rührte ihn an und sprach: Ich will’s tun; sei gereinigt. Und alsbald ward er von seinem Aussatz rein. Und Jesus sprach zu ihm: Siehe zu, sags niemand; sondern gehe hin und zeige dich dem Priester und opfere die Gabe, die Moses befohlen hat, zu einem Zeugnis über sie. Da aber Jesus einging zu Kapernaum, trat ein Hauptmann zu ihm, der bat ihn, und sprach: Herr, mein Knecht liegt zu Hause und ist gichtbrüchig und hat große Qual. Jesus sprach zu ihm: Ich will kommen und ihn gesund machen. Der Hauptmann antwortete und sprach: Herr, ich bin nicht wert, daß du unter mein Dach gehst; sondern sprich nur ein Wort, so wird mein Knecht gesund. Denn ich bin ein Mensch, dazu der Obrigkeit untertan und habe unter mir Kriegsknechte; noch wenn ich sage zu einem: Gehe hin, so geht er; und zum anderen: Komm her, so kommt er; und zu meinem Knecht: Tu das, so tut ers. Da das Jesus hörte, verwunderte er sich und sprach zu denen, die ihm nachfolgten: Wahrlich, ich sage euch, solchen Glauben habe ich in Israel nicht gefunden. Aber ich sage euch: Viele werden kommen vom Morgen und vom Abend und mit Abraham und Isaak und Jakob im Himmelreich sitzen. Aber die Kinder des Reichs werden ausgestoßen in die äußerste Finsternis hinaus, da wird sein Heulen und Zähneklappen. Und Jesus sprach zu dem Hauptmann: Gehe hin, die geschehe, wie du geglaubt hast. Und sein Knecht ward gesund zu derselbigen Stunde. (Matthäus 8,1-13) Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Predigten / Andachten

Brief an Kurfürst Friedrich den Weisen vom 5. März 1522

Donnerstag 11. September 2014 von Martin Luther (1483-1546)


Martin Luther (1483-1546)

Dem Durchlauchtigsten, Hochgebornen Fürsten und Herrn, Herrn Friedrich, Herzogen zu Sachsen, des heiligen römischen Reichs Kurfürsten, Landgrafen in Thüringen, Markgrafen zu Meissen, meinem gnädigsten Herrn und Patron.

Gunst und Friede von Gott unserm Vater, und unserm Herrn Jesu Christo, und mein untertänigster Dienst.

Durchlauchtigster, Hochgeborner Kurfürst, Gnädigster Herr! E. K. F. G. 1) Schrift und gnädiges Bedenken ist mir zukommen auf Freitag zu Abend, als ich auf morgen, Sonnabend, wollt ausreiten. Und daß es E. K. F. G. aufs Allerbeste meine, bedarf freilich bei mir weder Bekenntnis noch Zeugnis; denn ich mich deß, so viel menschlich Erkundung gibt, gewiß achte. Wiederum aber, daß ichs auch gut meine, dünkt mich, ich wisse es aus höherer denn aus menschlicher Erkundigung; damit aber ist nichts getan. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Gemeinde, Gesellschaft / Politik, Kirche, Seelsorge / Lebenshilfe

Predigt zum Ostersonntag über Mt 28,1-10

Sonntag 20. April 2014 von Martin Luther (1483-1546)


Martin Luther (1483-1546)

Am Abend aber des Sabbats, welcher anbricht am Morgen des ersten Feiertages der Sabbate, kam Maria Magdalena und die andere Maria, das Grab zu besehen. Und siehe, es geschah ein großes Erdbeben. Denn der Engel des Herrn kam vom Himmel herab, trat hinzu und wälzte den Stein von der Tür und setzte sich darauf. Und seine Gestalt war wie der Blitz und sein Kleid weiß wie der Schnee. Die Hüter aber erschraken vor Furcht und wurden, als wären sie tot. Aber der Engel antwortete und sprach zu den Weibern : Fürchtet euch nicht; ich weiß, daß ihr Jesum, den Gekreuzigten suchet. Er ist nicht hier; er ist auferstanden, wie er gesagt hat. Kommt her und sehet die Stätte, da der Herr gelegen hat! Und gehet eilend hin und saget es seinen Jüngern, daß er auferstanden sei von den Toten. Und siehe, er wird vor euch hingehen nach Galiläa; da werdet ihr ihn sehen. Siehe, ich hab`s euch gesagt. Und sie gingen eilend zum Grabe hinaus mit Furcht und großer Freude und liefen, daß sie es seinen Jüngern verkündigten, siehe, da begegnete ihnen Jesus und sprach: Seid gegrüßet! Und sie traten zu ihm und griffen an seine Füße und fielen vor ihm nieder. Da sprach Jesus zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Gehet hin und verkündigt es meinen Brüdern, daß sie gehen nach Galiläa; daselbst werden Sie mich sehen. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Predigten / Andachten

Predigt am Palmsonntag

Freitag 11. April 2014 von Martin Luther (1483-1546)


Martin Luther (1483-1546)

Johannes 12,12-19

„Des anderen Tages, viel Volks, das aufs Fest gekommen war, da es hörte, daß Jesus kommt gen Jerusalem; nahmen sie Palmenzweige, und gingen hinaus ihm entgegen, und schrien: Hosianna, gelobet sei, der da kommt in dem Namen des Herrn, ein König von Israel. Jesus aber überkam ein Eselein, und ritt darauf; wie denn geschrieben steht: Fürchte dich nicht, du Tochter Zion; siehe, dein König kommt reitend auf einem Eselsfüllen. Solches aber verstanden seine Jünger zuvor nicht; sondern da Jesus verklärt ward, da dachten sie daran, daß solches war von ihm geschrieben, und sie solches ihm getan hatten. Das Volk aber, daß mit ihm war, da er Lazarus aus dem Grabe rief, und von den Toten auferweckte, rühmte die Tat. Darum ging ihm auch das Volk entgegen, da sie hörten, er hätte solches Zeichen getan. Die Pharisäer aber sprachen unter einander: ihr sehet, daß ihr nichts ausrichtet; siehe, alle Welt läuft ihn nach.“ Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Gemeinde, Kirche, Theologie