Gemeindenetzwerk

Ein Arbeitsbereich des Gemeindehilfsbundes

Predigt über 2. Korinther 4, 7-11: Warum Gott unzerbrechliche Schätze in zerbrechliche Gefäße legt.

Mittwoch 28. Juni 2017 von Dietmar Kamlah


Dietmar Kamlah

Diesen Schatz tragen wir aber in zerbrechlichen Tongefäßen, wie wir es sind, damit deutlich wird, dass die alles überragende Kraft von Gott stammt und nicht von uns. Von allen Seiten werden wir bedrängt, sind aber nicht erdrückt; wir sind oft ratlos, aber nicht kopflos, wir werden verfolgt, sind aber nicht verlassen, wir werden zu Boden geschlagen, und kommen doch nicht um. Immer und überall tragen wir das Sterben von Jesus an unserem Körper herum, damit auch sein Leben an uns deutlich sichtbar wird. Weil wir zu Jesus gehören, werden wir als Lebende ständig dem Tod ausgeliefert, damit sein Leben auch an unserem sterblichen Körper offenbar wird. (2. Korinther 4, 7-11) Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Predigten / Andachten

Euthanasiegesetz: Normen für eine Kultur des Todes?

Montag 26. Juni 2017 von Institut für Demographie, Allgemeinwohl und Familie e. V.


Institut für Demographie, Allgemeinwohl und Familie e. V.

Das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) in Karlsruhe will noch in diesem Jahr über die mehr als ein Dutzend Verfassungsbeschwerden entscheiden, die gegen das am 6. November 2015 vom Deutschen Bundestag verabschiedete „Gesetz zur Strafbarkeit der geschäftsmäßigen Förderung der Selbsttötung“ (Bundestagsdrucksache 18/5373)[1] angestrengt wurden. Gegen das umstrittene Gesetz, für das in der entscheidenden Abstimmung 360 der 602 anwesenden Bundestagsabgeordneten votierten – 233 stimmten dagegen, neun enthielten sich – und das sich gegen drei weitere konkurrierende Gesetzentwürfe durchsetzte,[2]liegen mehrere Verfassungsbeschwerden von sogenannten Sterbehilfevereinen, Palliativmedizinern und tödlich Erkrankten vor, die das Gesetz für zu restriktiv halten. Nach Ansicht des aus Ärzten bestehenden Arbeitsbündnisses „Kein assistierter Suizid in Deutschland!“, das sich ebenfalls an das Bundesverfassungsgericht wandte, ist das Gesetz hingegen nicht streng genug. Zudem sei es unvereinbar mit der hippokratischen Ethik.[3] Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Gesellschaft / Politik, Lebensrecht, Medizinische Ethik

Predigt über 1. Könige 8,20-24.27-28: Christi Himmelfahrt und die himmlische Berufung der Christen

Freitag 23. Juni 2017 von Pfr. Ulrich Hauck


Pfr. Ulrich Hauck

„Und der HERR hat sein Wort wahr gemacht, das er gegeben hat; denn ich bin zur Macht gekommen an meines Vaters David statt und sitze auf dem Thron Israels, wie der HERR zugesagt hat, und habe gebaut ein Haus dem Namen des HERRN, des Gottes Israels, 21 und habe dort eine Stätte zugerichtet der Lade, in der die Tafeln des Bundes sind, den er geschlossen hat mit unsern Vätern, als er sie aus Ägyptenland führte. 22 Und Salomo trat vor den Altar des HERRN angesichts der ganzen Gemeinde Israel und breitete seine Hände aus gen Himmel 23 und sprach: HERR, Gott Israels, es ist kein Gott weder droben im Himmel noch unten auf Erden dir gleich, der du hältst den Bund und die Barmherzigkeit deinen Knechten, die vor dir wandeln von ganzem Herzen; 24 der du gehalten hast deinem Knecht, meinem Vater David, was du ihm zugesagt hast. Mit deinem Mund hast du es geredet, und mit deiner Hand hast du es erfüllt, wie es offenbar ist an diesem Tage. … 27 Aber sollte Gott wirklich auf Erden wohnen? Siehe, der Himmel und aller Himmel Himmel können dich nicht fassen – wie sollte es dann dies Haus tun, das ich gebaut habe? 28 Wende dich aber zum Gebet deines Knechts und zu seinem Flehen, HERR, mein Gott, damit du hörst das Flehen und Gebet deines Knechts heute vor dir“. (1. Könige 8,20-24.27-28) Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Predigten / Andachten

Buchempfehlung: Gerhard Müller, Einsichten Martin Luthers – damals und jetzt. 2. Aufl. Martin-Luther-Verlag 2017; 356 Seiten, 19,00 Euro

Mittwoch 21. Juni 2017 von Administrator


Der emeritierte Erlanger Kirchenhistoriker Gerhard Müller kann zwei Jahre nach Erscheinen der 1. Auflage seines Lutherbuchs eine 2. erweiterte Auflage vorlegen. Auch sie ist dem Andenken an seine 2013 verstorbene Ehefrau gewidmet. Die Struktur des Buchs ist beibehalten, ein erster Teil behandelt Martin Luthers Werk, der zweite Teil benennt die Konsequenzen, die aus Sicht des Autors heute aus der Theologie Martin Luthers gezogen werden sollten. Der erste Teil wurde um vier Kapitel erweitert, die Luther als Bibelausleger, als Bibelbeurteiler, als Bestsellerautor und als Politiker beschreiben. Dem zweiten Teil wurde der Aufsatz „Haben Lutheraner besondere Schwierigkeiten mit Kirche?“ hinzugefügt. Außerdem hat die 2. Auflage ausführliche Personen-, Sach-, Orts- und Bibelstellenregister. Ebenso gibt es eine Aufstellung der zitierten Werke Luthers. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Buchempfehlungen, Rezensionen

Von der babylonischen Gefangenschaft der Kirche. Eine Meditation zu Luthers großer Reformationsschrift

Dienstag 20. Juni 2017 von Dr. Klaus-Rüdiger Mai


Dr. Klaus-Rüdiger Mai

Im ausgehenden 16. Jahrhundert kam das Wort von der Herzens- und von der Mauerkirche auf. Die evangelische Christenheit war in zweifacher Weise geplagt, zum einen natürlich vom steten Überlebenskampf gegen den katholischen Gegner, zum anderen intern von der nicht weniger heftig geführten Auseinandersetzung zwischen Calvinisten und Lutheranern. Für die Lutheraner kam noch eine dritte Querele hinzu, die sich aus den sich verschärfenden Spannungen zwischen Gemeindegliedern, auch Pastoren und Theologen auf der einen Seite und einem aus Theologen bestehenden sich verfestigenden kirchlichen Apparat auf der anderen Seite ergab, den man später als lutherische Orthodoxie bezeichnete. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Kirche, Theologie

Sind Kritiker homosexueller Praxis homophob?

Montag 19. Juni 2017 von Pastor Klaus Jürgen Diehl


Pastor Klaus Jürgen Diehl

In der Diskussion um die ethische Bewertung homosexueller Lebenspraxis wird den Kritikern immer häufiger vorgeworfen, sie seien homophob. … Ähnliches widerfährt übrigens denen, die aus theologischen Gründen den Islam ablehnen: Ihnen unterstellt man, islamophob zu sein. Homophobie bzw. Islamophobie sind inzwischen zu gern benutzten Schlagworten avanciert, die eine sachliche Auseinandersetzung über strittige Überzeugungen offensichtlich sinnlos erscheinen lassen sollen. Denn wer von einer Phobie bestimmt wird, leidet unter einer pathologischen Angststörung, die sein rationales Verhalten einschränkt, wenn nicht gar unmöglich macht. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Gesellschaft / Politik, Sexualethik

Verstopfte Brunnen

Freitag 16. Juni 2017 von Pfr. Matthias Köhler


Pfr. Matthias Köhler

Isaak ließ die Wasserbrunnen wieder aufgraben, die sie zur Zeit Abrahams, seines Vaters, gegraben hatten und die die Philister verstopft hatten nach Abrahams Tod, und nannte sie mit denselben Namen, mit denen sein Vater sie genannt hatte. (1. Mose 26, 18)

Es tut gut, wie bodenständig und lebensnah Gottes Wort ist. Da lesen wir von Isaak, wie er mit Gottes Hilfe ein ganz praktisches Problem des Lebens, ja des Überlebens löst. Denn ums Überleben geht es bei dieser Freilegung der bewährten aber leider von den Feinden verstopften Brunnen. Im Jahr des Reformationsjubiläums kann uns dies alttestamentliche Ereignis ein eindrückliches Bild für das sein, was Reformation bedeutet. Luther sah es so, als er in einer Predigt über 1. Mose 26 ausführte: Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Predigten / Andachten

Kann denn Liebe Sünde sein? Wo die Grenzen für eine christliche Kirche liegen

Donnerstag 15. Juni 2017 von Prof. Dr. Dr. h.c. Wolfhart Pannenberg (1928-2014)


Prof. Dr. Dr. h.c. Wolfhart Pannenberg (1928-2014)

Kann Liebe Sünde sein? Nach der ganzen Tradition christlicher Lehre gibt es verkehrte, perverse Liebe. Die Menschen sind zur Liebe geschaffen, als Geschöpfe Gottes, der Liebe ist, aber diese Bestimmung der Menschen wird, wo sie sich von Gott abgewendet haben, pervertiert. Das ist überall da der Fall, wo Menschen anderes mehr lieben als Gott. So sagt Jesus: „Wer Vater und Mutter mehr liebt als mich, ist meiner nicht wert“ (Matthäus 10,37). Sogar für die Liebe zu den Eltern gilt also, dass die Liebe zu Gott den Vorrang haben muss, obwohl doch die Liebe zu den Eltern Gegenstand des vierten Gebotes ist. Der Wille Gottes – oder mit der Verkündigung Jesu zu sprechen: Die Herrschaft Gottes über unser Leben – soll bei unserer Lebensführung der Leitstern unserer Selbstbestimmung sein. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Kirche, Sexualethik

Familientage im Mai – verpasste Gelegenheiten, gegenläufige Trends

Montag 12. Juni 2017 von Institut für Demographie, Allgemeinwohl und Familie e. V.


Institut für Demographie, Allgemeinwohl und Familie e. V.

Durch die Entschließung A/RES/47/237 der Vollversammlung der Vereinten Nationen wurde der Internationale Tag der Familie zum offiziellen Gedenk- und Aktionstag weltweit. In diesem Jahr lag der thematische Schwerpunkt auf der Rolle der Familie bei der Förderung der frühkindlichen Erziehung und den Möglichkeiten für lebenslanges Lernen für Kinder und Jugendliche, die Bedeutung sämtlicher Bezugspersonen in der Familie (Vater, Mutter, Großeltern und Geschwister) und die Bedeutung der elterlichen Erziehung für das Wohlergehen von Kindern. Familienorganisationen und Politiker hätten sich in diesem Jahr also öffentlich engagieren können, ohne als „Hassredner“ diskreditiert zu werden. Aber es kam erstaunlicherweise ganz anders. Man hörte nichts. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Ehe u. Familie, Gesellschaft / Politik

Christus siegt über Tod und Grab – zum einhundertsten Todestag von Hermann von Bezzel

Donnerstag 8. Juni 2017 von Hermann von Bezzel (1861-1917)


Hermann von Bezzel (1861-1917)

Am 8. Juni 1917, also vor einhundert Jahren, starb der Theologe Hermann von Bezzel. Bezzel war Rektor der Diakonissenanstalt Neuendettelsau und ab 1909 Leiter des Oberkonsistoriums der Kirchenleitung der bayerischen Evangelisch-Lutherischen Kirche in München. Pastor Heinrich Kemner setzte sich in „Christus oder Chaos“ mit der Theologie Hermann von Bezzels im Verhältnis zur Theologie Luthers auseinander und zitierte ihn immer wieder in Predigten und Veröffentlichungen. Im Gedenken an Bezzels hundertsten Todestag drucken wir nachfolgend Auszüge aus einer Katechismuspredigt von Hermann von Bezzel zum 2. Glaubensartikel: Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Kirche, Theologie