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Ehe für alle – Wenn der Teufel die Feder führt

Montag 21. August 2017 von Johann Hesse


Johann Hesse

„Aber von Beginn der Schöpfung an hat Gott sie geschaffen als Mann und Frau. Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und wird an seiner Frau hängen, und die zwei werden ein Fleisch sein. So sind sie nun nicht mehr zwei, sondern ein Fleisch. Was nun Gott zusammengefügt hat, soll der Mensch nicht scheiden“ (Markus 10,6-9).

Am 30. Juni stimmten 393 Abgeordnete des Deutschen Bundestages bei 226 Gegenstimmen und vier Enthaltungen für die Einführung der sogenannten „Ehe für alle“. Ein schwarzer Tag für unser Land. Rückenwind für diese Entscheidung kam aus Hannover. Zwei Tage zuvor hatte der Rat der EKD verlautbaren lassen, dass eine Öffnung der Ehe auch für „gleichgeschlechtlich liebende Menschen, die den Wunsch nach einer lebenslang verbindlichen Partnerschaft haben“, die Bedeutung der Ehe keineswegs schmälern, sondern nur unterstreichen könne.

Der Teufel selbst hat hier die Feder geführt, denn frecher, dreister und unverschämter kann man dem Wort Christi wohl kaum widersprechen. Die Ehe ist eben keine kulturelle Errungenschaft des Menschen, die er beliebig auflösen oder verändern kann, sondern eine in der Schöpfung angelegte Stiftung Gottes: „Aber von Beginn der Schöpfung an hat Gott sie geschaffen als Mann und Frau“. Der Mann, der sein Elternhaus verlässt, soll sich eine Frau als Ehepartner suchen, um an ihr zu „hängen“ (wörtlich: kleben) und mit ihr „ein Fleisch“ zu werden. Der Mann soll sich eben keinen Mann, sondern eine Frau suchen – die Frau einen Mann. Erst durch den Sündenfall und die Abkehr von Gott entsteht das Verlangen nach gleichgeschlechtlicher Liebe. Gottes Gesetz schiebt dem einen Riegel vor: „Du sollst nicht bei einem Mann liegen wie bei einer Frau; es ist ein Gräuel“ (3 Mose 18,22). Der Apostel Paulus bezeichnet homosexuelle Beziehungen als widernatürlich (Röm 1,26). Wer homosexuell verkehrt, „wird das Reich Gottes nicht ererben“ (1 Kor 6,9-10). Paulus verschweigt nicht, dass eine Umkehr und Neuorientierung möglich ist: „Und solche sind einige von euch gewesen. Aber ihr seid reingewaschen, ihr seid geheiligt, ihr seid gerecht geworden durch den Namen des Herrn Jesus Christus und den Geist unseres Gottes“ (1 Kor 6,11).

„Was nun Gott zusammengefügt hat, soll der Mensch nicht scheiden“. Jesus untersagt hier die Ehescheidung. Doch im übertragenen Sinn gilt dies auch für die Institution Ehe an sich. Die Ehe ist Gottes gute Idee und Stiftung. Mit ihr fügt er einen Mann und seine Frau in einer lebenslangen Treuegemeinschaft zusammen. Hier empfangen beide den Segen Gottes und öffnen sich für das Geschenk der Fruchtbarkeit. Weder die Evangelische Kirche noch der Bundestag haben das Recht, diese gute Einrichtung Gottes aufzulösen oder umzudeuten.

Johann Hesse, Walsrode

Quelle: 144. Rundbrief an die Mitglieder und Freunde des Gemeindehilfsbundes (18.8.2017)

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Dieser Beitrag wurde erstellt am Montag 21. August 2017 um 12:47 und abgelegt unter Ehe u. Familie, Gesellschaft / Politik, Kirche, Sexualethik.