Gemeindenetzwerk

Ein Arbeitsbereich des Gemeindehilfsbundes

Archiv für 2004

Warum bis zur Ehe warten? Warum überhaupt heiraten?

Mittwoch 29. Dezember 2004 von Dr. Joachim Cochlovius


Dr. Joachim Cochlovius

Warum bis zur Ehe warten? Warum überhaupt heiraten?

1. Wir sind auf der Welt, um zu lieben

Gott erschafft jeden einzelnen Menschen mit der erklärten Absicht, ihn zu seinem „Ebenbild“ umzugestalten (1. Mose 1,26f.). Das bedeutet, daß Gott den Menschen liebesfähig machen will, denn er selber ist ja reine Liebe (1. Joh. 4,17). Deswegen ist jeder Mensch empfänglich für Liebe, und deswegen ist auch jeder dazu angelegt, lieben zu können. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Ehe u. Familie, Theologie

Idea-Interview mit Prof. Klaus Berger

Donnerstag 23. Dezember 2004 von idea e.V.


idea e.V.

“Es begab sich aber zu der Zeit …“ beginnt die Weihnachtsgeschichte des Evangelisten Lukas. Bei vielen Universitätstheologen haben Lukas und seine Kollegen allerdings keinen guten Ruf weil ihre Berichte an zahlreichen Stellen für Legenden gehalten werden. Eine Ausnahmeerscheinung unter den Theologieprofessoren ist der Heidelberger Neutestamentler Klaus Berger. Er vertritt in seinem neuen Jesus-Buch die Ansicht, daß es gute Gründe gibt, den biblischen Autoren zu vertrauen gerade auch in ihrer Überlieferung der Weihnachtsereignisse. idea-Reporter Marcus Mockler sprach mit Berger über den Wahrheitsanspruch biblischer Autoren und über Irrtümer in modernen Jesus-Bildern. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Interview

Das verführerische Versprechen der Verständlichkeit

Sonntag 12. Dezember 2004 von Pfr. Dr. Stefan Felber


Pfr. Dr. Stefan Felber

Das verführerische Versprechen der Verständlichkeit
Kritische Anfragen an moderne Bibelübersetzungen

1. Der Mensch rückt an die Stelle Gottes – der Wechsel des Subjekts in den neueren Bibelübersetzungen

1.1 Vorbemerkung

Die Textbeispiele an unseren Abenden sind, da wir deutsch sprechen, in erster Linie aus denjenigen deutschen Übersetzungen geschöpft, die nach dem Prinzip der dynamischen Äquivalenz arbeiten. Dieses sind vor allem die „Hfa“ und die „GN“: dies sind die meistbeworbenen und meistgenutzten modernen Übersetzungen im deutschen Sprachraum. Wenn wir in England und Amerika wären, würden wir englische Bibeln heranziehen, die nach der „dynamischen Äquivalenz“ abgefaßt sind. Damit soll von allem Anfang klar sein, daß hier niemand diffamiert werden soll. Wir wollen weder einen Verlag und noch einzelne Übersetzer, die hier mitgearbeitet haben, persönlich angreifen oder ihre gute Absicht in Frage stellen. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Theologie

Der gewollte Kulturbruch – Ideologie und Strategie der Schwulenbewegung

Mittwoch 8. Dezember 2004 von Pfr. Rolf-Alexander Thieke


Pfr. Rolf-Alexander Thieke

Der gewollte Kulturbruch – Ideologie und Strategie
der Schwulenbewegung

Die überrumpelte Gesellschaft

Im Februar 2001 bekannte sich der Badische Landesbischof Dr. Ulrich Fischer zu einer Kritik an der aufgezwungenen Debatte über Homosexualität.[1] Er mahnte: „Wir dürfen uns als Kirche nicht von der Schwulenbewegung instrumentalisieren lassen.“ Schon Monate vor dem Beschluß des Bundestags zum „Lebenspartnerschaftsgesetz“ zog er Bilanz: Die Aufmerksamkeit für die Frage, wie die Kirche zu homosexuellen Partnerschaften stehe, sei „unverhältnismäßig“. Faktisch werde die Kirche von den Schwulen- und Lesbengruppen für die Propagierung ihrer Lebensweisen („Lebensformen“) instrumentalisiert. Die Mißachtung von Ehe und Familie in unserer Gesellschaft fänden demgegenüber weit weniger Beachtung. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Gesellschaft / Politik, Sexualethik

Gutachtliche Stellungnahme zur kirchlichen Beurteilung des homosexuellen Zusammenlebens von Ordinierten

Mittwoch 8. Dezember 2004 von Prof. Dr. Dr. h.c. Wolfhart Pannenberg (1928-2014)


Prof. Dr. Dr. h.c. Wolfhart Pannenberg (1928-2014)

Gutachtliche Stellungnahme zur kirchlichen Beurteilung des homosexuellen Zusammenlebens von Ordinierten

In meinem Aufsatz über ,,Maßstäbe zur kirchlichen Urteilsbildung über Homosexualität“ von 1994 (wieder abgedruckt in meinen Beiträge(n) zur Ethik; 2004) habe ich bereits darauf hingewiesen, daß die mehr oder weniger scharfe Ablehnung homosexueller Praxis in ausnahmslos allen einschlägigen biblischen Texten dem Urteil einer an die Autorität der Schrift gebundenen Kirche zum Thema der Homosexualität sehr enge Grenzen setzt. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Sexualethik, Theologie

Adventspredigt über Jeremia 23,5-8

Mittwoch 8. Dezember 2004 von Dr. Rolf Sauerzapf


Dr. Rolf Sauerzapf

Adventspredigt über Jeremia 23,5-8

Liebe Gemeinde,

anders als das Kalenderjahr, das mit dem 1. Januar als Neujahrstag beginnt, beginnt das Kirchenjahr mit dem 1. Adventssonntag. Was das Kirchenjahr mit seiner Dramaturgie bedeutet, erleben wir besonders in den Gottesdiensten. Die großen Themen vom Kommen Gottes in Jesus Christus, seinem Leiden, Sterben und Auferstehen und die Ausgießung des Heiligen Geistes bestimmen in den großen Festen die Verkündigung. Die Lieder und Gebete, ja die liturgische Farbe im sog. Antependium (Parament) an Altar und Kanzel bekommen ihre Eigenart ebenfalls vom Gang des Kirchenjahrs. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Predigten / Andachten

Allgemeines Priestertum, Ordination und Beauftragung nach evangelischem Verständnis – Teil I

Montag 29. November 2004 von VELKD-Bischofskonferenz


VELKD-Bischofskonferenz

Allgemeines Priestertum, Ordination und Beauftragung nach evangelischem Verständnis 
Teil I

Einführung

Im Zuge der Klausurtagung der Bischofskonferenz im März 1997 über „Das evangelische Pfarrhaus und das Pfarrerbild: Erwägungen zum Amtsverständnis und Dienstverhältnis der Pfarrerin und des Pfarrers“ ist festgestellt worden, dass eine neuerliche Klärung des Ordinationsverständnisses bzw. eine Verhältnisbestimmung von Allgemeinem Priestertum und ordinationsgebundenem Amt notwendig ist. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Kirche, Theologie

Allgemeines Priestertum, Ordination und Beauftragung – Teil II

Sonntag 28. November 2004 von VELKD-Bischofskonferenz


VELKD-Bischofskonferenz

Allgemeines Priestertum, Ordination und Beauftragung nach evangelischem Verständnis 
Teil II

3.4 Das mit der Ordination übertragene Amt
in der reformatorischen Theologie

Von 1520 an bis in seine späten Schriften hält Luther die Allgemeinheit der Berechtigung und Verpflichtung zum priesterlichen Dienst und die damit gegebene Verantwortung jedes Christenmenschen für den Dienst am Evangelium fest. (29) Gleichzeitig hat er jedoch nie die uneingeschränkte, eigenmächtige Ausübung aller priesterlichen Funktionen durch jeden Gläubigen gebilligt, sondern von Beginn an zusammen mit der These vom Allgemeinen Priestertum an der Notwendigkeit eines eigens zu ordnenden und ordnungsgemäß zu übertragenden Amtes festgehalten. Es handelt sich um eine Notwendigkeit im strikten Sinn, d. h. es liegt nicht im Belieben der Gemeinde, diese Übertragung zu ordnen und vorzunehmen oder nicht. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Kirche, Theologie

Allgemeines Priestertum, Ordination und Beauftragung – Teil III

Samstag 27. November 2004 von VELKD-Bischofskonferenz


VELKD-Bischofskonferenz

Allgemeines Priestertum, Ordination und Beauftragung
nach evangelischem Verständnis
Teil III

4.6 Ordination zu einem ehrenamtlich wahrgenommenen Dienst

Im Blick auf die sich abzeichnenden Schwierigkeiten der ausreichenden Besetzung von Pfarrstellen bildet die Ordination mit dem Ziel, das Amt ehrenamtlich auszuüben, eine inzwischen weitgehend eingeführte, erprobte und bewährte Möglichkeit. Wenn ein kirchliches Interesse und ein Dienstauftrag vorliegen, wenn die Voraussetzungen einer abgeschlossenen Ausbildung gegeben sind und die Dienstaufsicht sowie die Einbindung in die Gemeinschaft der Ordinierten geregelt sind und wenn schließlich der Lebensunterhalt der betreffenden Person anderweitig gesichert ist, können Personen ordiniert werden, die ihren Dienst ehrenamtlich wahrnehmen. (53) Dies ergibt sich aus den vorangehenden grundsätzlichen theologischen Erwägungen. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Kirche, Theologie

Die Krise der Ehe und die Lebensformen der Geschlechter

Freitag 15. Oktober 2004 von Prof. Dr. Ulrich Eibach


Prof. Dr. Ulrich Eibach

Die Krise der Ehe und die Lebensformen der Geschlechter

1. Problemanzeige: Der „Zeitgeist“ als hermeneutischer Schlüssel?

Die Ehe ist – glaubt man den „Gebildeten“ unter ihren Verächtern – ein „auslaufendes“ und zudem noch repressives Modell, das man endgültig auf die Abstellgleise vorgestriger Wertvorstellungen deponieren sollte. Auch in den Kirchen will man den Anschluß an die „Postmoderne“ nicht verlieren, in der immer neue Lebensformen der Geschlechter entwickelt werden. Wie soll man sich zu diesen neuen Lebensformen (freie Lebensgemeinschaften, Lebensabschnittsbeziehungen, homosexuelle und auch bisexuelle Beziehungen u.a.) verhalten? Diskriminiert man die Menschen nicht, die so leben, wenn man seitens der Kirchen an den „Institutionen“ Ehe und Familie als allein gültige normative Leitbilder für das Leben der Geschlechter festhält? Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Ehe u. Familie, Sexualethik