Gemeindenetzwerk

Ein Arbeitsbereich des Gemeindehilfsbundes

Archiv für die 'Weltreligionen' Kategorie

Wahrheit und Toleranz

Mittwoch 11. Januar 2017 von Dr. Jürgen Spieß


Dr. Jürgen Spieß

Nach Lessing haben alle Religionen einen gemeinsamen Kern. Dieser Kern ist die tätige Liebe. Streitobjekt in der Ringparabel aus Lessings Stück „Nathan der Weise“ sind drei Ringe, bei denen man nicht mehr feststellen kann, welcher der echte Ring ist. In dieser Parabel erben drei Brüder einen Ring; die drei Ringe sehen alle gleich aus, aber nur einer ist echt. Es stellt sich schließlich auch heraus, dass es unbedeutend ist, welcher Ring der echte ist. Der Kern der drei Religionen Christentum, Judentum und Islam ist tätige Liebe. Man kann in der Liebe tätig sein, egal, ob der Ring, den man trägt (bzw. die Religion, an die man glaubt), echt ist oder nicht. Man braucht ihn dazu nicht. Dieses Bild von den drei Ringen hat viele Zuschauer und Leser bis heute überzeugt. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Theologie, Weltreligionen

Glauben Christen und Muslime an den gleichen Gott?

Dienstag 10. Januar 2017 von Dr. Rolf Hille


Dr. Rolf Hille

Deutschland ist durch den Terroranschlag in Berlin aufgewühlt. Sind wir dem Islamismus und seiner Gewaltbereitschaft ausgeliefert? Was kann unsere freiheitliche Gesellschaft gegen die Bedrohung tun? Die Fragen, die hier zu stellen sind, lassen sich nicht von den religiösen Hintergründen ablösen. Für Christen gilt es, sowohl für ein friedliches Zusammenleben einzutreten, als auch eindeutig am christlichen Glaubensbekenntnis und der Geltung des Missionsbefehls festzuhalten. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Kirche, Theologie, Weltreligionen

Gott gesucht, Jesus gefunden

Montag 12. Dezember 2016 von Maamun Kamran


Maamun Kamran

Konvertit Maamun Kamran ist einer von 17 Millionen Migranten in Deutschland. Er wuchs in einer muslimischen Familie im Irak auf. Heute lebt er im fränkischen Weißenburg und ist als Kalligraf für die Evangelische Ausländerseelsorge tätig. Maamun Kamran verbringt eine glückliche Kindheit mit elf Geschwistern in Bagdad. Obwohl sie zu Hause nicht über Gott sprechen, interessiert ihn das Thema. Er fragt sich, ob es einen Gott gibt, und beschäftigt sich deswegen mit dem Koran und seinen unterschiedlichen Auslegungen. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Christentum weltweit, Weltreligionen

„Hat nichts mit dem Islam zu tun“?

Dienstag 6. Dezember 2016 von Gatestone Institute


Gatestone Institute

Zum ersten Mal hat sich eine Persönlichkeit des europäischen Kirchen-Establishments gegen ein Argument geäußert, das ISIS entlastet und von Mitgliedern der westlichen politischen und kulturellen Elite regelmäßig verbreitet wird. Justin Welby, Erzbischof von Canterbury, sprach am 17. November in Frankreich; dort sagte er, mit religiös motivierter Gewalt in Europa fertig zu werden, „erfordert eine Bewegung weg von dem Argument, das zunehmend beliebt geworden ist: zu sagen, dass ISIS ’nichts mit dem Islam zu tun hat’… Bis religiöse Leiter aufstehen und die Verantwortung für das Tun derer übernehmen, die etwas im Namen ihrer Religion tun, werden wir keine Lösung erleben.“ Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Gesellschaft / Politik, Weltreligionen

Hier irrt der Bischof: Beten nicht zu demselben Gott

Dienstag 29. November 2016 von Pfr. Ulrich Parzany


Pfr. Ulrich Parzany

Die Kasseler Tageszeitung „Hessische Allgemeine“ (HNA) präsentierte am 24.11.2016 in großer Aufmachung ein Interview mit  Bischof Martin Hein von der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKK). Dessen Botschaft war eindeutig: Juden, Christen und Muslime beten zu demselben Gott. Das lese ich als Kasseler morgens nach dem Frühstück und bin erstaunt, wie klar und geradezu schroff der Bischof seine Meinung kundgibt. Oder bin ich erschrocken? Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Gesellschaft / Politik, Kirche, Theologie, Weltreligionen

Extremisten bedrohen Richter und Politiker – Blasphemie-Prozesse können nicht nur für die Angeklagten tödliche Folgen haben

Montag 7. November 2016 von Internationale Gesellschaft für Menschenrechte


Internationale Gesellschaft für Menschenrechte

Islamabad (7. November 2016) – Richter und Anwälte, die in Pakistan mit Blasphemie-Fällen zu tun haben, werden zunehmend bedroht. Damit ist die Unabhängigkeit der Gerichte in diesen heiklen Fällen immer öfter ausgehebelt. Diese Einschätzung vertritt die in Frankfurt ansässige Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM). Der prominenteste Fall ist der der fünffachen christlichen Mutter Asia Bibi. Am 13. Oktober sollte zuletzt über ihren Fall verhandelt werden. Einer der drei Richter an Pakistans Oberstem Gericht, Iqbal Hameed-ur-Rehman, hatte sich erst zum Prozessauftakt für befangen erklärt und am 26. Oktober sein Ausscheiden aus dem Dienst verkündet. Deswegen wird die Berufungsverhandlung verschoben. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Christentum weltweit, Weltreligionen

Glauben Christen und Muslime an denselben Gott?

Freitag 4. November 2016 von Holger Lahayne


Holger Lahayne

„Wer‘s nicht einfach und klar sagen kann, der soll schweigen und weiterarbeiten, bis er es klar sagen kann.“ Dies schrieb der Philosoph Karl R. Popper (1902–1994) nicht nur seinen Berufsgenossen ins Stammbuch. Natürlich gilt dies auch für Journalisten, die sich an diesen Grundsatz aber meist schon intuitiv halten; und wenn sie es zu lange doch nicht tun, sorgen die Kräfte des Marktes dafür, dass Unklarheit in den Medien nicht überhandnimmt. Eine Zeitung, die kaum einer versteht, bleibt am Kiosk liegen. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Kirche, Theologie, Weltreligionen

Die Situation der Christen weltweit verschlechtert sich dramatisch

Freitag 7. Oktober 2016 von Deutsche Evangelische Allianz


Deutsche Evangelische Allianz

Millionen Menschen auf der Welt leiden gegenwärtig wegen ihres Glaubens. Die unzähligen gezielten Aktionen gegen Christen erschrecken. Im Nahen Osten und in Afrika geschieht Verfolgung in Form von ethnischen Säuberungen und Völkermord. Zu beobachten ist dies vor allem im Norden, Nordosten und den zentralen Landesteilen Nigerias, in Syrien, dem Irak, dem Sudan (Nuba-Berge), Somalia und dem Nordosten Kenias. Die Verfolgung ge­schieht hier systematisch und wird von den Regierungen oder anderen Ak­teuren unterstützt oder einfach geduldet. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Christentum weltweit, Weltreligionen

Dialog, Wahrheit und Mission – Worüber können und sollten Christen mit Muslimen reden?

Mittwoch 7. September 2016 von Prof. Dr. Ulrich Eibach


Prof. Dr. Ulrich Eibach

Voraussetzung jedes Dialogs ist, dass man die wesentlichen Aussagen des eigenen Glaubens kennt und befähigt ist, sie ins Gespräch mit Anhängern anderer Religionen einzubringen. Dazu gehört auch, dass man hinreichend Kenntnisse über die Religion der Gesprächspartner hat. Äußerst fraglich aus christlicher Sicht ist allerdings eine theologische Ausgangsbasis, wonach man mit der Möglichkeit rechnen muss, dass es auch Wahrheitsansprüche in anderen Religionen gibt, die dem christlichen Glauben widersprechen. Anders ausgedrückt hieße das: Geltungsansprüche gelten nur innerhalb einer bestimmten Religion. Man müsse deshalb auf Mission verzichten und die widersprüchlichen Geltungsansprüche möglichst verschweigen, denn die wahre Religion findet sich in keiner der geschichtlich gewordenen Religionen (vgl. G. E. Lessing). Jedes Geltendmachen einer Wahrheit bedrohe angeblich den gesellschaftlichen Frieden. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Kirche, Weltreligionen

Von der Not und der Kunst zu überzeugen

Mittwoch 10. August 2016 von Holger Lahayne


Holger Lahayne

Heutzutage jemandem direkt zu sagen, dass man eine vorgetragene Meinung für falsch hält, gilt weithin als intolerant. Daniel von Wachter nahm diese postmoderne Haltung jüngst in einem Interview unter die Lupe: „Es hat keinen Sinn, zu sagen: ‘Wenn jemand das anders sieht als ich, dann hat er ebenfalls recht.’ Das ist ein Widerspruch, es ist unvernünftig, so etwas zu sagen.“ Es ist „unlogisch, wenn ich etwas glaube und das Gegenteil auch für richtig halte.“ Der Philosoph warnt davor, Wahrheit und Logik gegen die Liebe auszuspielen, nach dem Motto: es sei liebevoll, Widersprüche „auszuhalten“; „damit ich mehr Liebe übe, darf ich niemandem mehr widersprechen“. Sicher soll man anderen seine Position nicht mit Gewalt aufzwingen, und man soll sich auch in Gemeinden nicht wegen jeder Meinungsverschiedenheit trennen. „Aber es ist töricht zu sagen: ‘Ich meine X, aber ich will nicht sagen, dass Nicht-X falsch wäre’.“ Von Wachter ist überzeugt, dass „es sogar liebevoller [ist], wenn ich versuche, ihn zu überzeugen, weil ich ja will, dass der andere auch die Wahrheit, also die richtige Auffassung erlangt.“ Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Kirche, Theologie, Weltreligionen