Gemeindenetzwerk

Ein Arbeitsbereich des Gemeindehilfsbundes

Archiv für die 'Theologie' Kategorie

Festvortrag: 500 Jahre Reformation – 10 Jahre Internationale Martin Luther Stiftung

Montag 9. April 2018 von Dr. Michael J. Inacker


Dr. Michael J. Inacker

Hier an diesem für uns Protestanten heiligen Ort, auf der Wartburg, mit dem kraftvollen Redner Luther im Rücken den Festvortrag zu halten, ist nicht einfach. Aber wir sind als Luther-Stiftung natürlich bewusst in diesem Jahr hierhin gegangen – 500 Jahre Reformation und – etwas bescheidener – 10 Jahre Luther Stiftung: Das ist Anlass für die Veranstaltung hier, und dass wir mit einer Regel gebrochen haben: Den Festvortrag hält kein Ehrengast, sondern der Vorsitzende der Stiftung. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Kirche, Theologie

Kleines ABC der Geistesunterscheidung

Mittwoch 4. April 2018 von Dr. Joachim Cochlovius


Dr. Joachim Cochlovius

1.) Christsein heißt, Welt und Reich Gottes unterscheiden zu können. Der Heilige Geist bewirkt dieses Unterscheidungsvermögen bei jedem Christen. Sie wissen,

– dass es Frieden und Freude nur durch den Heiligen Geist gibt (Röm 14,17)

– dass sie nur mit Hilfe des Heiligen Geistes glauben können (1 Kor 12,3)

– dass sie die Liebe Gottes nur dem Heiligen Geist verdanken (Röm 5,5)

– dass sie nur durch den Heiligen Geist die lebendige Hoffnung haben (Röm 15,13; 1 Petr 1,3)

– dass sie durch Festhalten an Sünde den Heiligen Geist betrüben (Eph 4,30). Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Gemeinde, Theologie

Stolz und Vorurteil? Wie wissenschaftlich ist die Bibelwissenschaft?

Mittwoch 21. März 2018 von Dr. Markus Till


Dr. Markus Till

Was war der größte Fehler Ihres Lebens?“ fragte der Journalist. Der alte Kunstkritiker lachte. „Als ich einmal unser Kind im Kindergarten abholte baten mich die Betreuerinnen, einen Blick auf die gesammelten Kunstwerke des Kindergartens zu werfen. Leider fiel mir nicht auf, dass zwischen den Kinderbildern ein abstraktes Werk eines bekannten Künstlers hing. Das brachte mir noch für lange Zeit ein spöttisches Grinsen ein – und lehrte mich viel darüber, wie leicht man durch Vorurteile etwas Wunderbares übersehen kann.“ Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Gemeinde, Kirche, Theologie

Die große Täuschung

Mittwoch 14. März 2018 von Holger Lahayne


Holger Lahayne

Die Menschheit verbrachte die allermeiste Zeit in großem Elend. Bis auf eine recht winzige Elite lebten alle Menschen fast immer am Rande des Existenzminimums, wie wir heute sagen würden. Die ständige lebensbedrohliche Knappheit an den Mitteln der Lebenserhaltung ließ sich am einfachsten durch die Anwendung von Gewalt lösen, zu der die Skrupelloseren auch zu oft griffen: Ausbeutung und Versklavung, Raub und Plünderung, Krieg und Eroberung waren die Folge. In manchen Gegenden entstanden Machtzentren, die wir heute Hochkulturen nennen. Sie waren durch Unterdrückung nach innen und Kriegsbereitschaft nach außen gekennzeichnet. Leben auch in solch einer fortschrittlichen Kultur bedeutete meist, sein Dasein in einem despotischen Regime zu fristen. Zwangsarbeit und Rechtlosigkeit hielten die Masse der Menschen unter der Knute der wenigen Mächtigen. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Gemeinde, Theologie

Mission und Dialog gehören zusammen: Eine kritische Stellungnahme zum Anti-Konversions-Beschluss der Rheinischen Landessynode

Montag 12. März 2018 von Prof. Dr. Thomas Schirrmacher


Prof. Dr. Thomas Schirrmacher

Nachdem bereits 2016 die Kirchenleitung der Rheinischen Kirche ein Papier vorgelegt hatte, dass das missionarische Werben für den christlichen Glauben unter Muslimen grundsätzlich verwarf1, und entgegen dem globalen ökumenischen Konsens die These aufgestellt hatte, dass sich Dialog und Mission gegenseitig ausschließen, hat nun die Rheinische Landessynode mit 210 von 224 Stimmen diesen Kurs mit ihrem Beschluss „Für die Begegnung mit Muslimen. Theologische Positionsbestimmung“2 bestätigt. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Kirche, Theologie, Weltreligionen

Das Kreuz – Stolperstein der Theologie

Donnerstag 8. Februar 2018 von Dr. Markus Till


Dr. Markus Till

Der stellvertretende Opfertod Jesu ist der innerste Kern des Evangeliums. Die theologische Verwirrung um die Bedeutung des Kreuzes zeigt, wie sehr das vorherrschende Schriftverständnis der Kirche schadet.

„Heute geht’s ans Eingemachte.“ Mit diesen Worten beginnt Dr. Thomas Breuer seinen Worthaus-Vortrag über die Bedeutung des Kreuzestodes.1 Auch der ehemalige Präses der EKD, Nikolaus Schneider, sieht in der Kreuzestheologie den „Eckstein und Stolperstein“ der Theologie- und Kirchengeschichte.2 Der Theologe Werner Thiede spricht gar vom „Kernbestand“ und „innersten Heiligtum aller großen Konfessionen“.3 Ihnen allen ist also klar: Beim Kreuz geht es um den innersten Kern des Evangeliums. Wer die Kreuzestheologie ändert, verpasst dem Christentum keinen neuen Haarschnitt –  er nimmt eine Herztransplantation vor. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Allgemein, Kirche, Theologie

Reformation aktuell: Die Mündigkeit aller Christen, alle Lehre zu beurteilen

Dienstag 6. Februar 2018 von Pfr. Dr. Wolfgang Reinhardt


Pfr. Dr. Wolfgang Reinhardt

Ist mündiges Christsein heute tatsächlich erwünscht? Zwei Beispiele aus eigener Erfahrung sollen zunächst verdeutlichen, dass man davon nicht immer ausgehen kann: Der Gottesdienst unserer Kirchengemeinde wurde regelmäßig von vielen Jugendlichen besucht, die zum Glauben an Jesus gekommen waren. Sie hörten dort von sehr verschiedenen Pastoren sich teilweise widersprechende Predigten. Eines Sonntags riefen sie bei einer Predigt laut dazwischen: „Hört, hört!“ Das Presbyterium reagiert verärgert, statt sich über den Gottesdienstbesuch der jungen Leute zu freuen, die sich entsprechend ihrer Bibelkenntnis ein eigenes Urteil bildeten. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Kirche, Theologie

Kirche verbietet Moslem-Mission – wie Kirche zum gesellschaftspolitischen Förderverein mutiert

Dienstag 30. Januar 2018 von Detlef Löhde


Detlef Löhde

Die Landessynode der Evangelischen Kirche im Rheinland hat am 12. Januar 2018 eine vorgelegte „Theologische Positionsbestimmung für die Begegnung mit Muslimen“ und eine Arbeitshilfe „Weggemeinschaft und Zeugnis im Dialog mit Muslimen“ mit großer Mehrheit, bei 7 Gegenstimmen und 7 Enthaltungen, beschlossen. Darin ist u.a. ausgeführt: „Der Dialog zielt auf das gegenseitige Kennenlernen, das gemeinsame Handeln, das Aushalten von Differenzen sowie eine vertiefte Wahrnehmung der je eigenen Traditionen, nicht aber auf eine Konversion zur jeweils anderen Religion“ (aus Positionsbestimmung Nr. 3). Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Kirche, Theologie, Weltreligionen

Erfüllt die Lutherbibel 2017 die an sie gesteckten Erwartungen? – Untersuchungen zu ausgewählten Bibelstellen

Freitag 12. Januar 2018 von Pfr. Dr. Jochen Teuffel


Pfr. Dr. Jochen Teuffel

Die „Biblia/Das ist/Die gantze Heilige Schrifft: Deudsch/Auffs new zugericht./D. Mart. Luth.“, also die sogenannte „Lutherbibel“, die 1545 in Wittenberg von Hans Lufft gedruckt worden ist, kann in ihrer Bedeutung für die evangelische Kirche wie für die deutsche Sprache nicht hoch genug geschätzt werden. Wenn zum Reformationsjubiläum eine revidierte „Lutherbibel 2017“ von der Deutschen Bibelgesellschaft veröffentlicht worden ist, darf nachgefragt werden, ob der Kirche damit ein Dienst am Evangelium erwiesen worden ist. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Gemeinde, Kirche, Theologie

„Sollte Gott gesagt haben…?“ – Die württembergische Synode und das evangelische Schriftprinzip

Mittwoch 10. Januar 2018 von Pfr. Dr. Tobias Eißler


Pfr. Dr. Tobias Eißler

Ende November 2017 hat die württembergische Synode über das „Kirchliche Gesetz zur Einführung einer Ordnung der Amtshandlung anlässlich der bürgerlichen Eheschließung zwischen zwei Personen gleich Geschlechts“ abgestimmt. Die für dieses Gesetz erforderliche Zweidrittelmehrheit wurde knapp verfehlt (62 Ja-Stimmen/ 33 Nein-Stimmen/ 1 Enthaltung). Infolgedessen bleibt es in der württembergischen Kirche dabei, dass der Bräutigam seine Braut zum Altar führt, nicht etwa der Mann einen Mann oder die Frau eine Frau. Die sogenannte „Homosegnung“ oder „Homoehe“ würde nicht weniger bedeuten als einen Bruch mit 2000 Jahren Christentum und 4000 Jahren Judentum im Verständnis dessen, was Ehe ist und was Gott segnet. Die dokumentierten Voten aus der Synode zeigen, dass eine Mehrheit diesen Bruch für richtig hält und rechtfertigt. Darüber kann man aus der Sicht einer biblisch-reformatorischen Theologie nur erschrecken. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Kirche, Sexualethik, Theologie