Gemeindenetzwerk

Ein Arbeitsbereich des Gemeindehilfsbundes

Archiv für die 'Sexualethik' Kategorie

„Sollte Gott gesagt haben…?“ – Die württembergische Synode und das evangelische Schriftprinzip

Mittwoch 10. Januar 2018 von Pfr. Dr. Tobias Eißler


Pfr. Dr. Tobias Eißler

Ende November 2017 hat die württembergische Synode über das „Kirchliche Gesetz zur Einführung einer Ordnung der Amtshandlung anlässlich der bürgerlichen Eheschließung zwischen zwei Personen gleich Geschlechts“ abgestimmt. Die für dieses Gesetz erforderliche Zweidrittelmehrheit wurde knapp verfehlt (62 Ja-Stimmen/ 33 Nein-Stimmen/ 1 Enthaltung). Infolgedessen bleibt es in der württembergischen Kirche dabei, dass der Bräutigam seine Braut zum Altar führt, nicht etwa der Mann einen Mann oder die Frau eine Frau. Die sogenannte „Homosegnung“ oder „Homoehe“ würde nicht weniger bedeuten als einen Bruch mit 2000 Jahren Christentum und 4000 Jahren Judentum im Verständnis dessen, was Ehe ist und was Gott segnet. Die dokumentierten Voten aus der Synode zeigen, dass eine Mehrheit diesen Bruch für richtig hält und rechtfertigt. Darüber kann man aus der Sicht einer biblisch-reformatorischen Theologie nur erschrecken. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Kirche, Sexualethik, Theologie

Zur Segnungsdiskussion

Sonntag 7. Januar 2018 von Prof. Dr. Rainer Mayer


Prof. Dr. Rainer Mayer

1.) Ausgangsfrage

Weshalb hat die Diskussion um die kirchliche Trauung von hs-Lebenspartnerschaften ein so großes Gewicht und warum beschäftigen sich Synoden und Kirchenleitungen so intensiv damit? Gibt es nicht wichtigere Fragen auf dogmatisch-ethischem Gebiet und in pastoraltheologischer Sicht? Wo, wann und warum ist ein „status confessionis“ gegeben?  Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Gemeinde, Gesellschaft / Politik, Sexualethik, Theologie

Stellungnahme zur Pressemeldung der Ev. Kirche der Pfalz zum Synodalbeschluss „Trauhandlung für gleichgeschlechtliche Paare möglich“

Dienstag 5. Dezember 2017 von Netzwerk Bekennender Christen Pfalz


Netzwerk Bekennender Christen Pfalz

Das „Netzwerk bekennender Christen – Pfalz“ sieht sich mit Bedauern darin bestätigt, dass die Landeskirche mit der seit Jahren betriebenen Salamitaktik die absolute Gleichstellung bald erreichen wird. Die jetzt noch vorgenommene Unterscheidung von „Trauungen“ bei Mann und Frau und „Trauhandlungen“ bei gleichgeschlechtlichen Paaren ist auf Grund des noch gültigen Beschlusses aus 2002 so konstruiert. Diese Begriffsverwirrung ist dem Kirchenvolk aber nicht mehr erklärbar und auch gottesdienstlich nicht ersichtlich, zumal beide Vollzüge in das gleiche Kirchenbuch eingetragen werden sollen. Wie wahrhaftig sind dagegen die Worte Jesu, der in der Bergpredigt ermahnt: „Eure Rede aber sei: Ja, ja; nein, nein. Was darüber ist, das ist vom Bösen.“ Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Kirche, Sexualethik

Stellungnahme zur Frage einer möglichen Segnung oder Trauung gleichgeschlechtlicher Lebenspartnerschaften im Rahmen eines öffentlichen Gottesdienstes in der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern

Montag 20. November 2017 von Arbeitskreis Bekennender Christen Bayern


Arbeitskreis Bekennender Christen Bayern

1. Hintergründe

1.1 Gesellschaftlich

Durch Beschluss des deutschen Bundestags vom 30. Juni 2017 kann eine Ehe nach staatlichem Recht seit 1. Oktober 2017 „von zwei Personen verschiedenen oder gleichen Geschlechts auf Lebenszeit“ geschlossen (§ 1553 BGB) und eine bereits bestehende eingetragene gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaft in eine Ehe umgewandelt werden (§ 20a LPartG). Diese Entscheidung steht am vorläufigen Ende einer Entwicklung, die durch die Abschaffung der Strafbarkeit der Homosexualität (§ 175 StGB) im Jahr 1994 über die Schaffung des Rechtsinstituts einer eingetragenen Lebenspartnerschaft für zwei Personen gleichen Geschlechts durch das Lebenspartnerschaftsgesetz im Jahr 2001 nicht nur die zunehmende gesellschaftliche Toleranz für homosexuell empfindende Menschen zum Ausdruck bringt, sondern darüber hinaus auch auf deren vollständige rechtliche Gleichstellung zielt. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Kirche, Sexualethik, Theologie

Es gibt kein „drittes Geschlecht“

Freitag 17. November 2017 von Christa Meves


Christa Meves

Der neue Beschluss des Bundesverfassungsgerichts (1), das auf der Grundlage des Christentums beruht, leistet einer Verhöhnung Gottes Vorschub: Es enthält die Gefahr, die Genderideologie zu stützen. Es stanzt im Hinblick auf die rechtlichen Kategorien „männlich“ und „weiblich“ plötzlich ein „drittes Geschlecht“ aus dem Boden! Das Gesetz wird so um eine Kategorie erweitert, die es in Wirklichkeit – jedenfalls bei 99% aller gesund geborenen Menschen gar nicht gibt. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Ehe u. Familie, Gesellschaft / Politik, Sexualethik

Die Nashville-Erklärung – Ein Bündnis für das biblische Verständnis von Sexualität

Freitag 6. Oktober 2017 von Administrator


Der „Rat für biblisches Mannsein und Frausein“ (engl. „Council on Biblical Manhood and Womanhood“, abgekürzt CBMW, mit Sitz in Louisville, Kentucky, USA) hat im August 2017 eine Erklärung zur menschlichen Sexualität vorgelegt. Die sogenannte „Nashville Erklärung“ (engl. „Nashville Statement“) nimmt zu Fragen Stellung, die seit Jahren kontrovers diskutiert werden, darunter Homosexualität, polygame oder polyamoröse Beziehungen sowie die Geschlechterrollen. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Ehe u. Familie, Seelsorge / Lebenshilfe, Sexualethik, Theologie

Selbstverpflichtung für Pfarrer und Kirchenälteste

Freitag 29. September 2017 von Pfr. Dr. Hans-Gerd Krabbe


Pfr. Dr. Hans-Gerd Krabbe

Pfarrer Dr. Hans-Gerd Krabbe von der Christuskirche in Achern, Baden, hat mit dem Bekenntniskreis Baden eine Selbstverpflichtung für Pfarrer und Kirchenälteste vorgeschlagen. Viele Landeskirchen und die EKD haben Stellungnahmen veröffentlicht und Entscheidungen in Sachen „Homo-Ehe“ und Segnung getroffen, die viele Christen aus Glaubens- und Gewissensgründen nicht mittragen können. Die hier angebotene Selbstverpflichtung bietet die Möglichkeit, sich öffentlich den Gemeinden und Landeskirchen gegenüber zu erklären. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Ehe u. Familie, Kirche, Sexualethik

Stellungnahme zu „Pfälzischer Pfarrer will seinen Freund heiraten“ in „idea spektrum“ Nr.38 vom 20. September 2017

Mittwoch 27. September 2017 von Netzwerk Bekennender Christen Pfalz


Netzwerk Bekennender Christen Pfalz

Die Evangelische Kirche der Pfalz hat 2002 die Möglichkeit einer Segnung gleichgeschlechtlicher Paare beschlossen, sofern das Presbyterium einer Gemeinde und der zuständige Pfarrer zustimmen. Diese Segnungshandlung hat jedoch keinen Verfassungsrang und keine Aufnahme in die Agende, wodurch die Gewissensfreiheit gewährleistet werden sollte. Als die EKD im Jahre 2010 ein einheitliches Pfarrerdienstgesetz beschlossen hatte, hat die Pfälzische Landeskirche dieses 2012 in Kraft gesetzt mit dem Zusatz „Lebensgemeinschaften, die als Alternative zur Ehe verstanden werden oder verstanden werden können, sind mit dem Pfarrdienst nicht zu vereinbaren“. Damit war aber keineswegs ein Verbot von gleichgeschlechtlichen Partnerschaften in Pfarrhäusern gemeint, sondern es wurde uns seitens des Landeskirchenrates mitgeteilt, dass eingetragene gleichgeschlechtliche Partnerschaften etwas vollkommen anderes sind als Ehe und daher mit dieser gerade nicht zu verwechseln. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Kirche, Sexualethik, Theologie

„Ehe für alle“ – Kritische Anfragen zu einem ideologischen Konstrukt

Donnerstag 14. September 2017 von Dr. Christian Herrmann


Dr. Christian Herrmann

Am 30. Juni wurde die sogenannte „Ehe für alle“ vom Deutschen Bundestag beschlossen. Das Bürgerliche Gesetzbuch wird um einen Passus erweitert, der es zukünftig auch zwei Personen gleichen Geschlechts erlaubt, eine Ehe zu schließen. Das neue Gesetz wird am 1. Oktober in Kraft treten. Doch ungeachtet der Tatsache, dass die Würfel in gesetzgeberischer Hinsicht gefallen sind, müssen kritische Anfragen erlaubt sein: Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Ehe u. Familie, Gesellschaft / Politik, Sexualethik

Predigt über Markus 10,1-12: Von der Unauflöslichkeit der Ehe

Freitag 8. September 2017 von Johann Hesse


Johann Hesse

Und er machte sich auf und kam von dort in das Gebiet von Judäa und jenseits des Jordans. Und abermals lief das Volk in Scharen bei ihm zusammen, und wie es seine Gewohnheit war, lehrte er sie abermals. 2 Und Pharisäer traten zu ihm und fragten ihn, ob ein Mann sich scheiden dürfe von seiner Frau; und sie versuchten ihn damit. 3 Er antwortete aber und sprach zu ihnen: Was hat euch Mose geboten? 4 Sie sprachen: Mose hat zugelassen, einen Scheidebrief zu schreiben und sich zu scheiden. 5 Jesus aber sprach zu ihnen: Um eures Herzens Härte willen hat er euch dieses Gebot geschrieben; 6 aber von Beginn der Schöpfung an hat Gott sie geschaffen als Mann und Frau. 7 Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und wird an seiner Frau hängen, 8 und die zwei werden „ein“ Fleisch sein. So sind sie nun nicht mehr zwei, sondern „ein“ Fleisch. 9 Was nun Gott zusammengefügt hat, soll der Mensch nicht scheiden. 10 Und daheim fragten ihn abermals seine Jünger danach. 11 Und er sprach zu ihnen: Wer sich scheidet von seiner Frau und heiratet eine andere, der bricht ihr gegenüber die Ehe; 12 und wenn sich eine Frau scheidet von ihrem Mann und heiratet einen andern, bricht sie ihre Ehe. (Markus 10,1-12) Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Ehe u. Familie, Predigten / Andachten, Sexualethik