Gemeindenetzwerk

Ein Arbeitsbereich des Gemeindehilfsbundes

Archiv für die 'Kirche' Kategorie

Kirchentagsgräuel

Mittwoch 24. Mai 2017 von Johann Hesse


Johann Hesse

Vom 24.-28.5. findet der Evangelische Kirchentag in Berlin und Wittenberg unter dem Motto „Du siehst mich“ (1 Mose 16,13) statt. Warum nur, fragt man sich, haben die Verantwortlichen gerade „Gott“ aus dieser Losung herausgekürzt. Eigentlich heißt es doch: „Du bist ein Gott, der mich sieht.“ Es ist anzunehmen, dass diese kleine aber gewichtige Auslassung bereits zur Programmatik gehört. Möge Gott nur nicht zu genau hinsehen. Schon in der Kommentierung des Losungswortes stellt die Generalsekretärin des Kirchentages Ellen Ueberschär pflichtschuldig fest, dass „die Geschichte der Hagar, aus der die Losung stammt, sowohl im Koran als auch im Neuen Testament aufgegriffen“ wird. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Gesellschaft / Politik, Kirche

Buchempfehlung: Zwölf Köpfe der Reformation, LIT-Verlag, Münster 2017, 166 Seiten, 19,90 €.

Montag 22. Mai 2017 von Administrator


411gcPXtTPL._SX345_BO1,204,203,200_Am 31. Oktober 2017 jährt sich der Thesenanschlag der 95 Thesen Martin Luthers an der Schlosskirche zu Wittenberg zum 500. Mal. Im Jubiläumsjahr geht es immer wieder um Martin Luther. Dabei wird gerne übersehen, dass Martin Luther nicht alleine stand. Die Reformation hat eine Vorgeschichte und sie ereignete sich in mehreren europäischen Ländern unter dem Einfluss einer ganzen Reihe von prägenden Persönlichkeiten. Pfarrer Hans-Gerd Krabbe stellt in seinem Buch insgesamt zwölf dieser Persönlichkeiten vor und erklärt ihren Einfluss auf den Gang der Reformation, stellt ihre Biographie und Theologie vor und beleuchtet auch die Beziehungen untereinander. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Buchempfehlungen, Kirche, Rezensionen, Theologie

Aspekte der Rechtfertigungslehre Martin Luthers

Mittwoch 26. April 2017 von Prof. Dipl.-Kfm. Helmut Kind


Prof. Dipl.-Kfm. Helmut Kind

Wir „feiern“ das Reformationsjubiläum. Die Neuerscheinungen über die Reformation und insbesondere über Martin Luther sind unübersehbar. Sind wir aber dadurch klüger geworden? Ich habe meine Zweifel, ob wir dem Zentrum des lutherischen Glaubens dadurch näher gekommen sind. Auch wird oftmals bezweifelt, ob Luthers Frage nach dem gnädigen Gott noch zeitgemäß ist. Wir heutigen Menschen sind viel zu stark dem Säkularismus verfallen und können Luthers Frage oft gar nicht mehr verstehen. Das gilt auch für uns Christen. Wer sich mit Luthers Lehre nach dem gnädigen Gott und seiner Rechtfertigungslehre beschäftigt, dem vergeht zunächst das Feiern. Wir wollen bei Luther nachgraben, um seiner „Neu-Entdeckung“ des Glaubens an Jesus Christus näher zu kommen. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Kirche, Theologie

Ist das Neue Testament vertrauenswürdig? Die Auferstehung von Jesus Christus aus der Sicht eines Historikers

Donnerstag 20. April 2017 von Dr. Jürgen Spieß


Dr. Jürgen Spieß

Die Auferstehung von Jesus Christus ist der Grund des christlichen Glaubens (1 Kor 15,14, „Ist Christus nicht auferstanden, so ist euer Glaube eine Illusion“) und der christlichen Hoffnung (1 Petr 1,3, „wiedergeboren zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu“). Im Gedenken an diese Auferstehung feiern die Christen weltweit jedes Jahr das Osterfest und in jeder Woche den Sonntag. Was kann ein (Alt-)Historiker über die Auferstehung von Jesus sagen? Da Geschichte nicht durch Versuche wiederholbar ist, arbeiten Historiker nicht wie Naturwissenschaftler, sondern wie Juristen. Sie rekonstruieren vergangene Ereignisse auf Grund von Quellen, Indizien und Zeugenaussagen; sie führen also einen „Indizienprozess“. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Kirche, Theologie

Anmerkungen zur Lutherübersetzung 2017

Dienstag 18. April 2017 von Pfr. Karl Baral


Pfr. Karl Baral

Rechtzeitig zum Reformationsjubiläum hat die Deutsche Bibelgesellschaft eine neue Revision der Lutherbibel fertiggestellt. Sie wurde am 19.10.2016 veröffentlicht und am 30.10.2016 in einem Festgottesdienst in Eisenach offiziell an die Gemeinden übergeben. Anliegen dieser neuen Revision ist nicht eine weitere Modernisierung der Sprache, sondern eher eine Rückkehr zur letzten von Luther selbst verantworteten Ausgabe von 1545/46, soweit der Text von damals heute noch verständlich ist. Abschnitte, die sich der Gemeinde im Lauf der Jahrhunderte besonders eingeprägt haben, wie etwa Psalm 23, wurden möglichst unverändert belassen. Luthers sehr genaue Übersetzung (nach den ihm vorliegenden Handschriften) und seine poetische, leicht memorierbare Sprache kommen also wieder mehr in Gebrauch. Bei den Apokryphen wurde allerdings der größte Teil neu übersetzt, und zwar alles nach der Septuaginta als Textgrundlage. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Gemeinde, Kirche, Theologie

Buchempfehlung: Im Irrgarten – Gedanken und Notizen zur geistigen Lage in Kirche und Staat

Dienstag 11. April 2017 von Administrator


Hans Thomas, Im Irrgarten. Gedanken und Notizen zur geistigen Lage in Kirche und Staat, Sachbuch, 1. Auflage Berlin 2017, Pro BUSINESS 2017, 202 Seiten, 10,80 €, ISBN 978-3-86460-638-0, Pro BUSINESS, Schwedenstraße 14, 13357 Berlin.

Es ist nicht das erste Mal, dass Hans Thomas, langjähriger evangelischer Pfarrer, zur Feder greift und aktuelle Entwicklungen in Kirche, Staat und Gesellschaft aufgreift und mit beißender Kritik versieht. Wenn ein gelehrter Mann, in der Mitte des neunten Lebensjahrzehnts stehend, sich nicht zurücklehnt und den Dingen einfach unkommentiert ihren Lauf lässt, so ruft dies doch die Frage wach, was ihn dazu antreibt. Bei Hans Thomas lässt sich dies leicht beantworten: Er ist von tiefer Besorgnis um Zukunft von Kirche und Gemeinwesen umgetrieben; es ist die Sorge um die, die das, was da zu befürchten steht, voll treffen wird. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Buchempfehlungen, Kirche, Schöpfung / Evolution

Was können wir heute von Martin Luthers Aussagen zum Islam lernen? – Thesen des Lutherischen Konventes im Rheinland

Freitag 31. März 2017 von Lutherischer Konvent im Rheinland


Lutherischer Konvent im Rheinland

1. Martin Luther hat sich in seiner Zeit mit den Grundlagen des Islams befasst und den Koran (in lateinischer Übersetzung) gelesen. Damit unterscheidet er sich von zahlreichen heutigen kirchlichen und gesellschaftlichen Stellungnahmen zum Islam, die die Inhalte der islamischen Religion nur oberflächlich zur Kenntnis nehmen. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Christentum weltweit, Kirche, Theologie, Weltreligionen

Die ganze Bibel ohne Evangelium?

Dienstag 28. März 2017 von Holger Lahayne


Holger Lahayne

„Es geht um die Liebe“

Das Wesentliche auf einem Bierdeckel. Man erinnert sich noch dunkel an die Idee von Friedrich Merz aus dem Jahr 2004. Der damalige Spitzenpolitiker der CDU skizzierte die Grundzüge einer Steuerreform auf einem solchen Untersetzer. Die „Bierdeckelwende“ scheiterte jedoch. Friedrich Merz wurde bald von Angela Merkel politisch entsorgt. Werberin Eva Jung aus Hamburg hat mit der von ihr und einem Team erdachten Bierdeckelaktion für die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) offensichtlich mehr Erfolg. Seit Jahren arbeitet Jungs Agentur mit der Kirche zusammen und gestaltet in einer Arbeitsgruppe von Kirchen- und Kommunikationsfachleuten die „Impulspost“, die die EKHN regelmäßig an ihrer Mitglieder verschickt. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Kirche, Theologie

Der Protestantismus vor dem Reformationsjubiläum

Dienstag 14. März 2017 von Landesbischof i. R. Prof. Dr. Gerhard Maier


Landesbischof i. R. Prof. Dr. Gerhard Maier

In diesen Tagen münden die Vorbereitungen für das Jubiläumsjahr der Reformation in die letzte Phase ein. Das Gedenken gilt 500 Jahren Reformationsgeschichte, deren Beginn auf den 31. Oktober 1517 angesetzt wird. Damals schlug Luther 95 Thesen an, in denen er eine akademische Diskussion über den Wert der Ablässe herausforderte. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Kirche, Theologie

Religionen müssen einander nicht verstehen

Freitag 24. Februar 2017 von Dr. Klaus-Rüdiger Mai


Dr. Klaus-Rüdiger Mai

Die deutsche Evangelische Kirche scheue die Abgrenzung gegenüber dem Islam und stehe für einen „Wohlfühl-Protestantismus“, kritisiert der Schriftsteller Klaus Rüdiger-Mai. Wer die Kirche jedoch in die „Hauptabteilung Kirchen des Kanzleramts“ verwandle, falle weit hinter den Reformator zurück:

Heinrich Bedford-Strohm legte vor dem Besuch des Tempelberges im Oktober 2016 das Amtskreuz ab. Dass es auch anders geht, bewies Papst Benedikt XVI. sieben Jahre zuvor. Bedford-Strohm äußerte zur Rechtfertigung, dass es auf Bitten der muslimischen und der jüdischen Gastgeber erfolgte. Der Haken an der Sache war, dass von jüdischer Seite niemand die Bitte geäußert hatte. Eine Schutzbehauptung aus dem Reich der Fake News? Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Gesellschaft / Politik, Kirche