Gemeindenetzwerk

Ein Arbeitsbereich des Gemeindehilfsbundes

Archiv für die 'Kirche' Kategorie

Sola scriptura – Allein die Schrift (6 Thesen zum Reformationsjubiläum)

Sonntag 16. Juli 2017 von Dr. Joachim Cochlovius


Dr. Joachim Cochlovius

1  Der Grundsatz „Allein die Schrift“ geht auf Martin Luther zurück: „Ich will, dass allein die Heilige Schrift herrsche, ich will nicht, dass sie durch meinen Geist oder durch den Geist anderer Menschen ausgelegt werde, sondern dass sie durch sich selbst und durch ihren eigenen Geist verstanden werde“ (Assertio omnium articulorum, 1520). Es geht also um die Frage, wer die Auslegungskompetenz hat. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Gesellschaft / Politik, Kirche, Theologie

Im Grunde verfassungswidrig

Mittwoch 12. Juli 2017 von Norbert Geis


Norbert Geis

Es war ein Koalitionsbruch der hinterhältigsten Art. In den Koalitionsvertrag zwischen den regierenden Parteien CDU/CSU und SPD wurde die „Homo-Ehe“ ausdrücklich nicht aufgenommen. Eine gesetzliche Regelung, durch welche die Verbindung zweier Menschen gleichen Geschlechts zur Ehe erhoben wird, widerspricht dem Selbstverständnis der Unionsparteien. Darauf hat die SPD Rücksicht genommen. Darauf hat die Union vertraut. Mit der Entscheidung zur Ehe für alle hat sich der Koalitionspartner disqualifiziert. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Ehe u. Familie, Gesellschaft / Politik, Kirche

Sola fide – Allein durch den Glauben (6 Thesen zum Reformationsjubiläum)

Dienstag 11. Juli 2017 von Dr. Joachim Cochlovius


Dr. Joachim Cochlovius

1. Jesu Botschaft lautete: „Die Zeit ist erfüllt, und das Reich Gottes ist herbeigekommen. Tut Buße und glaubt an das Evangelium!“ (Mk 1,15) Diese Botschaft, dass allein der Glaube an Jesus Christus das ewige Heil schenkt, war damals und ist bis heute einzigartig. „Glauben“ und „Geloben“ hängen zusammen. Christlicher Glaube besteht in einer personalen Bindung an Jesus Christus. Die Weltreligionen schreiben fromme Leistungen und Handlungen vor, um von Gott angenommen zu werden bzw. zum Heil zu kommen. Das Judentum z.Zt. Jesu kannte 613 aus dem A.T. entnommene Einzelvorschriften. Bis heute sehen fromme Juden die Thora („Weisung“) als Weg zur Erlösung an.  Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Gemeinde, Kirche, Predigten / Andachten, Theologie

Geistliches Wort über 2. Timotheus 3,14-17: „Auf das Evangelium zurückgeworfen“

Freitag 7. Juli 2017 von Dr. Jörg Michel


Dr. Jörg Michel

„Du aber / bleibe in dem das du gelernet hast / vnd dir vertrawet ist / Sintemal du weissest / von wem du gelernet habst / 15 Vnd weil du von kind auff die heilige Schrifft weissest / kan dich dieselbige vnterweisen zur seligkeit / durch den glauben an Christo Jhesu. 16 Denn alle Schrifft von Gott eingegeben / ist nütz zur lere / zur straffe / zur besserung / zur züchtigung in der gerechtigkeit / 17 Das ein Mensch Gottes / sey volkomen / zu allem guten werck geschickt.“ (2 Tim 3,14-17) (Luther 1545, letzte Hand) Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Kirche, Predigten / Andachten

Sola gratia – Allein die Gnade (6 Thesen zum Reformationsjubiläum)

Mittwoch 5. Juli 2017 von Dr. Joachim Cochlovius


Dr. Joachim Cochlovius

1  Die reformatorische Gnadentheologie ist entstanden vor dem Hintergrund der mittelalterlichen röm.-kath. Theologie und Volksfrömmigkeit. Danach musste der Christ unbedingt Gutes tun, um vor dem Gericht Gottes gerettet zu werden. Das Endgericht wurde in Predigten und szenischen Darstellungen so drastisch dargestellt, dass die Menschen in Angst getrieben wurden und durch gute Werke und Almosen ihr ewiges Heil sichern wollten. Wer sich seines Heils ganz sicher sein wollte, dem wurde geraten, die drei sog. evangelischen Ratschläge (Armut, Ehelosigkeit und Gehorsam) im Kloster zu praktizieren. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Christentum weltweit, Gemeinde, Kirche, Theologie

Solus Christus – Christus allein (6 Thesen zum Reformationsjubiläum)

Freitag 30. Juni 2017 von Dr. Joachim Cochlovius


Dr. Joachim Cochlovius

1.) Dass der lebendige Gott sich in seinem Sohn Jesus Christus in einzigartiger Weise und letztverbindlich geoffenbart hat, ist übereinstimmendes Zeugnis des gesamten Neuen Testaments. Petrus und Johannes vor dem Hohen Rat: „In keinem andern ist das Heil, auch ist kein anderer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, durch den sie sollen selig werden“ (Apg 4,12). Paulus: „Einen andern Grund kann niemand legen als den, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus“ (1 Kor 3,11). Der Vf. des Hebräerbriefs: „Gott hat in diesen letzten Tagen zu uns geredet durch den Sohn“ (Hebr 1,2). Jesus Christus selber bezeugt sich als den, in dem sich Gott letztgültig offenbart hat: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben, niemand kommt zum Vater denn durch mich“ (Joh 14,6). Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Gemeinde, Kirche

Von der babylonischen Gefangenschaft der Kirche. Eine Meditation zu Luthers großer Reformationsschrift

Dienstag 20. Juni 2017 von Dr. Klaus-Rüdiger Mai


Dr. Klaus-Rüdiger Mai

Im ausgehenden 16. Jahrhundert kam das Wort von der Herzens- und von der Mauerkirche auf. Die evangelische Christenheit war in zweifacher Weise geplagt, zum einen natürlich vom steten Überlebenskampf gegen den katholischen Gegner, zum anderen intern von der nicht weniger heftig geführten Auseinandersetzung zwischen Calvinisten und Lutheranern. Für die Lutheraner kam noch eine dritte Querele hinzu, die sich aus den sich verschärfenden Spannungen zwischen Gemeindegliedern, auch Pastoren und Theologen auf der einen Seite und einem aus Theologen bestehenden sich verfestigenden kirchlichen Apparat auf der anderen Seite ergab, den man später als lutherische Orthodoxie bezeichnete. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Kirche, Theologie

Kann denn Liebe Sünde sein? Wo die Grenzen für eine christliche Kirche liegen

Donnerstag 15. Juni 2017 von Prof. Dr. Dr. h.c. Wolfhart Pannenberg (1928-2014)


Prof. Dr. Dr. h.c. Wolfhart Pannenberg (1928-2014)

Kann Liebe Sünde sein? Nach der ganzen Tradition christlicher Lehre gibt es verkehrte, perverse Liebe. Die Menschen sind zur Liebe geschaffen, als Geschöpfe Gottes, der Liebe ist, aber diese Bestimmung der Menschen wird, wo sie sich von Gott abgewendet haben, pervertiert. Das ist überall da der Fall, wo Menschen anderes mehr lieben als Gott. So sagt Jesus: „Wer Vater und Mutter mehr liebt als mich, ist meiner nicht wert“ (Matthäus 10,37). Sogar für die Liebe zu den Eltern gilt also, dass die Liebe zu Gott den Vorrang haben muss, obwohl doch die Liebe zu den Eltern Gegenstand des vierten Gebotes ist. Der Wille Gottes – oder mit der Verkündigung Jesu zu sprechen: Die Herrschaft Gottes über unser Leben – soll bei unserer Lebensführung der Leitstern unserer Selbstbestimmung sein. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Kirche, Sexualethik

Christus siegt über Tod und Grab – zum einhundertsten Todestag von Hermann von Bezzel

Donnerstag 8. Juni 2017 von Hermann von Bezzel (1861-1917)


Hermann von Bezzel (1861-1917)

Am 8. Juni 1917, also vor einhundert Jahren, starb der Theologe Hermann von Bezzel. Bezzel war Rektor der Diakonissenanstalt Neuendettelsau und ab 1909 Leiter des Oberkonsistoriums der Kirchenleitung der bayerischen Evangelisch-Lutherischen Kirche in München. Pastor Heinrich Kemner setzte sich in „Christus oder Chaos“ mit der Theologie Hermann von Bezzels im Verhältnis zur Theologie Luthers auseinander und zitierte ihn immer wieder in Predigten und Veröffentlichungen. Im Gedenken an Bezzels hundertsten Todestag drucken wir nachfolgend Auszüge aus einer Katechismuspredigt von Hermann von Bezzel zum 2. Glaubensartikel: Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Kirche, Theologie

 „…die Wurzel trägt dich“ (Römer 11,18) – Eine Erklärung zum Verhältnis von Christen und Juden

Mittwoch 7. Juni 2017 von Lebendige Gemeinde


Lebendige Gemeinde

Bis ins Reformationsjahr 2017 hinein wurden in den evangelischen Kirchen viele Gespräche über das Verhältnis von Christen und Juden geführt. Die Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland hat sich insbesondere von Luthers Schmähungen gegenüber Juden distanziert, die biblisch klar bezeugte Treue Gottes zu seinem Volk Israel neu formuliert und über Fragen der sogenannten „Judenmission“ diskutiert. Nicht thematisiert wurden dabei die messianischen Juden, die an Jesus als Messias glauben, sich aber gleichwohl als Juden verstehen. Darum halten wir ergänzend Folgendes fest. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Israel, Kirche