Gemeindenetzwerk

Ein Arbeitsbereich des Gemeindehilfsbundes

Archiv für die 'Predigten / Andachten' Kategorie

Vollmacht im Dienst für Jesus

Samstag 13. Januar 2018 von Robert Rahm


Robert Rahm

1. Nur der wiedergeborene Christ hat Vollmacht

Jesus sagt in Joh. 15,5 „Ohne mich könnt ihr nichts tun!“ In Vollmacht dienen können wir nur, wenn wir von Jesus Christus durch seinen Heiligen Geist geleitet werden. Das Bild vom halbvollen und vom vollen Glas, wie es immer wieder gezeigt wird, stimmt so eigentlich nicht ganz. Wir haben nicht ein Glas voll, das wir austeilen können, sondern in der engen Verbindung mit Jesus Christus bevollmächtigt mich der Heilige Geist im Namen Jesu zu handeln und schenkt mir die Kraft, in dem Moment wo ich sie brauche. Es geht also nicht um eine Sache, die wir haben, sondern um eine Person, die uns hat und über uns verfügen kann. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Predigten / Andachten, Seelsorge / Lebenshilfe

Martin Luther, Predigt zum Neujahrstag über Luk 2,21

Montag 1. Januar 2018 von Martin Luther (1483-1546)


Martin Luther (1483-1546)

„Und da acht Tage um waren, dass das Kind beschnitten würde, da ward sein Name genannt Jesus, welcher genannt war von dem Engel, ehe denn er in Mutterleibe empfangen ward.“ (Luk 2,21)

Am heutigen Fest hat man besonders von zwei Stücken zu predigen. Das erste, von der Beschneidung. Das andere, von dem Namen Jesu, von welchem der Evangelist das besonders meldet, wie er vom Engel genannt sei, ehe denn das Kind in Mutterleib empfangen ist. Darum muss an solchem Namen sehr viel gelegen sein. Wir wollen zuerst von der Beschneidung sagen, einen Unterschied machen, nicht wegen des Werkes, sondern der Person wegen, davon man heute predigt, wie sie beschnitten sei. Nun ist aber zwischen der Beschneidung Christi und der anderen Juden so ein großer Unterschied, soweit Himmel und Erde verschieden sind. Ursache, die Personen sind ganz und gar ungleich und unterschieden, wie ihr nachher hören werdet. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Predigten / Andachten

Predigt zum Sonntag nach Weihnachten über Luk 15

Samstag 30. Dezember 2017 von Martin Luther (1483-1546)


Martin Luther (1483-1546)

Dieses ist ein sehr schönes Evangelium, in welchen wir sehen, was der richtige Weg, der gewisse Weg zum ewigen Leben ist. Es scheint aber, dass man dieses Evangelium auf diesen heiligen Tag der Dreieinigkeit billigt, dass so fein der Unterschied der Personen angezeigt ist, in dem höchsten und größten Werk das Gott mit uns armen Menschen handelt, dass er uns von Sünden frei, die recht und selig macht. Denn hier steht vom Vater, dass er die Welt geliebt und ihr seinen eingeborenen Sohn geschenkt hat. Das sind die zwei unterschiedlichen Personen, Vater und Sohn, eine jegliche mit ihren besonderen Werk. Der Vater liebt die Welt und schenkt ihr den Sohn; der Sohn lässt sich der Welt schenken, und, wie Christus hier sagt, lässt er sich wie die Schlange in der Wüste am Kreuz erhöhen, auf das alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. Zu solchem Werk kommt danach die dritte Person, der Heilige Geist, welcher durch das Wasser der seligen Taufe den Glauben im Herzen anzündet, wohl uns also eine Wiedergeburt zum Reiche Gottes schenkt. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Predigten / Andachten

Martin Luther, Weihnachtspredigt über Luk 2,10-12 „Siehe, ich verkündige euch große Freude“

Montag 25. Dezember 2017 von Martin Luther (1483-1546)


Martin Luther (1483-1546)

Wir haben zuvor die Geschichte gehört, wie Jesus Christus, Gottes Sohn, in diese Welt geboren ist und was wir daraus lernen sollen. Als nun solches zu Bethlehem geschehen, meldet der Evangelist, wie ein Engel vom Himmel zu einigen Hirten, die nahe dabei auf dem Felde bei ihren Herden waren, mit einem herrlichen, großen Licht kommen und von solcher Geburt den Hirten mit diesen Worten gepredigt habe: „Fürchtet euch nicht, denn siehe, ich verkündige euch eine große Freude, die allem Volk widerfahren wird. Denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt David. Und das habt zum Zeichen: Ihr werdet finden das Kind in Windeln gewickelt, und in einer Krippe liegen.“ Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Predigten / Andachten

Predigt über Hesekiel 34: Personalwechsel in der Leitungsebene

Freitag 15. Dezember 2017 von Pfr. Dr. Stefan Felber


Pfr. Dr. Stefan Felber

I. Der Hirtendienst Jakob Mameos

Ich will euch erzählen von dem kleinen Jungen Jakob, der im Stamm der Massai in Tansania aufwuchs. Seit Jahrhunderten hatte dieser Stamm in den Steppen gelebt. Was elektrischer Strom ist, hat Jakob erst in der 9. Klasse gelernt. Massai mischen sich nicht mit anderen Stämmen, sie leben für sich. Der Vater von Jakob lebte in einer traditionellen Vielehe mit sieben Frauen. Jede hatte ringsum ihr Haus ringsum, mit je ihren Kindern. Stellt euch vor, wie viele es waren. Jakob hat 51 Geschwister, zusammen waren sie also 52 Kinder. Seit Jakob denken konnte, war er ein Hirtenjunge. Er hütete Kühe in der Steppe: Das war seine erste Arbeit, mit Freuden und großen Problemen. Jakob erzählt: Am Morgen geht es um 7 Uhr raus, etwas essen, dann ist man den ganzen Tag zu zweit oder sogar allein mit ca. 400 Kühen unterwegs, und es gibt erst abends um sieben wieder was zu Essen. Ich war total mager, dünn wie ein Faden. Wenn ein starker Wind blies, hielt ich mich am Baum fest! Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Predigten / Andachten

Predigt über Offb 4 und 5: Wachsam bleiben – der Herr kommt bald!

Freitag 8. Dezember 2017 von Pfr. Ulrich Hauck


Pfr. Ulrich Hauck

Den für den 1. Sonntag im Advent vorgegebenen Predigtabschnitt finden wir im Buch der Offenbarung in den Kapitel 4 und 5.  Staunen Sie über einen Blick in den offenen Himmel. Hören Sie den himmlischen Lobpreis, in den wir während der Predigt ein paar Mal einstimmen werden.

Liebe Gemeinde!

Ist das nicht eine wundervolle Offenbarung? Ein nicht leichter Abschnitt, aber voller Staunen, Vertrauen und Anbetung. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Predigten / Andachten

Predigt über 1. Korinther 15,10: Gnade! Womit hab‘ ich das verdient?

Freitag 24. November 2017 von Prädikant Wolfgang Wilke


Prädikant Wolfgang Wilke

„Durch Gottes Gnade bin ich, was ich bin.“ (1. Kor 15,10)

„Gnade!… womit hab‘ ich das verdient“, so lautet das Jahresthema, das die EKD für die Männerarbeit 2017 gewählt hat. Das paßt ja gut zum Jubiläumsjahr der Reformation; denn genau an diesem Punkt hat Martin Luther jahrelang mit sich gerungen: „Wie bekomme ich einen gnädigen Gott“, bis Gott ihm Augen und Herz geöffnet hat und ihm dann die frohmachende Erkenntnis von der Gnade Gottes zufiel. Diese Gnade Gottes (sola gratia) hat er dann ins Zentrum seiner Botschaft gesetzt. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Christentum weltweit, Predigten / Andachten

Andacht über Apg. 2,42

Sonntag 12. November 2017 von Jörgen Bauer


Jörgen Bauer

Sie blieben aber beständig in der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft und im Brotbrechen und im Gebet. (Apg 2,42)

Der christliche Glaube ist nicht beliebig und schwebt nicht irgendwo im luftleeren Raum, sondern bedarf einer sicheren und verbindlichen Grundlage, in Form einer Lehre. Der Evangelist Lukas beginnt sein Evangelium, das er einem gewissen Theophilus (auf Deutsch „Gottlieb“) widmet (der dafür auch für die weitere Verbreitung sorgen musste) unter anderem mit den Worten „damit du den sicheren Grund der Lehre erfährst, in der du unterrichtet bist“ (Lukas 1,4). Diesen Bericht setzt er dann mit der Apostelgeschichte fort. Es ist sehr wichtig zu wissen, dass es einen sicheren Grund für unseren Glauben gibt, der sich auf die gesamte Schrift und nicht nur auf das Lukasevangelium bezieht. Die Apostel und Evangelisten legen allergrößten Wert auf die Reinheit der Lehre, die nicht verfälscht, verwässert und verkürzt werden darf. Eine Gefahr, die zu allen Zeiten bestand, auch wenn sich der Inhalt der Irrlehren, bis zum heutigen Tag, ständig wandelt und es nach wie vor gefährlich werden kann, sich gegen Irrlehren auszusprechen. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Predigten / Andachten

Predigt über Lukas 7,11-17 am 16. Sonntag nach Trinitatis

Sonntag 8. Oktober 2017 von Martin Luther (1483-1546)


Martin Luther (1483-1546)

Und es begab sich danach, daß er in eine Stadt mit Namen Nain ging; und seiner Jünger gingen viel mit ihm und viel Volks. Als er aber nahe an das Stadttor kam, da trug man einen Toten heraus, der ein einiger Sohn war seiner Mutter; und sie war eine Witwe, und viel Volks aus der Stadt ging mit ihr. Und da sie der Herr sah, jammerte ihn derselbigen und sprach zu ihr: Weine nicht. Und trat hinzu und rührte den Sarg an, und die Träger standen. Und er sprach: Jüngling, ich sage dir, stehe auf. Und der Tote richtete sich auf und fing an zu reden. Und er gab ihn seiner Mutter. Und es kam sie alle eine Furcht an und preiseten Gott und sprachen: Es ist ein großer Prophet unter uns aufgestanden, und Gott hat sein Volk heimgesucht. Und diese Rede von ihm erscholl in das ganze jüdische Land und in alle umliegende Länder. (Lukas 7,11-17) Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Predigten / Andachten

Ist Gott nachtragend? Andacht über 2 Mose 20,5f.

Samstag 7. Oktober 2017 von Jörgen Bauer


Jörgen Bauer

Denn ich, der Herr, dein Gott, bin ein eifernder Gott, der die Missetat der Väter heimsucht bis ins dritte und vierte Glied an den Kindern derer, die mich hassen, aber Barmherzigkeit erweist an vielen Tausenden, die mich lieben und meine Gebote halten. (2. Mose 20,5 und 6)

Was ist von dieser Aussage zu halten? Steht im Wort Gottes nicht an verschiedenen Stellen geschrieben, dass jeder für seine eigenen Sünden einstehen muss und die Schuld der Eltern nicht den Kindern angelastet wird. Ich meine, dass mit den heutigen Versen eine andere Wirkungskette angesprochen wird, die wir bereits in der Ur- bzw. Erbsünde vorfinden, wonach sich die Rebellion gegen Gott, angefangen beim ersten Menschenpaar, auf alle Nachkommen übertragen hat. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Predigten / Andachten