Gemeindenetzwerk

Ein Arbeitsbereich des Gemeindehilfsbundes

Archiv für die 'Allgemein' Kategorie

Das Kreuz – Stolperstein der Theologie

Donnerstag 8. Februar 2018 von Dr. Markus Till


Dr. Markus Till

Der stellvertretende Opfertod Jesu ist der innerste Kern des Evangeliums. Die theologische Verwirrung um die Bedeutung des Kreuzes zeigt, wie sehr das vorherrschende Schriftverständnis der Kirche schadet.

„Heute geht’s ans Eingemachte.“ Mit diesen Worten beginnt Dr. Thomas Breuer seinen Worthaus-Vortrag über die Bedeutung des Kreuzestodes.1 Auch der ehemalige Präses der EKD, Nikolaus Schneider, sieht in der Kreuzestheologie den „Eckstein und Stolperstein“ der Theologie- und Kirchengeschichte.2 Der Theologe Werner Thiede spricht gar vom „Kernbestand“ und „innersten Heiligtum aller großen Konfessionen“.3 Ihnen allen ist also klar: Beim Kreuz geht es um den innersten Kern des Evangeliums. Wer die Kreuzestheologie ändert, verpasst dem Christentum keinen neuen Haarschnitt –  er nimmt eine Herztransplantation vor. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Allgemein, Kirche, Theologie

Verantwortung für Land und Volk

Montag 8. Januar 2018 von "Gott segne unser Land!"


"Gott segne unser Land!"

„Wohin geht die Reise?“ So fragen sich viele. Immer mehr Menschen schauen besorgt in die Zukunft. Sie haben nicht nur ihren Wohlstand im Blick, sondern auch den Zustand der Gesellschaft. TV-Moderator Peter Hahne schrieb in seinem Buch „Schluß mit lustig“: „Die Gesellschaft wird maßlos genannt, weil sie das Maß los ist. Wir haben Werte und Normen, Orientierungsmarken und Maßstäbe verloren. Das Maß wieder finden heißt ja nichts anderes als: zurück zu den Quellen, zu den Wurzeln.“ Nun sind Menschen gefragt, die den Weg wissen und anderen die Quelle zeigen. Christen sind gerufen, die mit anderen und für unser Land und Volk einstehen. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Allgemein, Gesellschaft / Politik

Segnung von Homoverbindungen in der württembergischen Landeskirche?

Dienstag 21. November 2017 von Pfr. Karl Baral


Pfr. Karl Baral

Vom 27. – 30.11.2017 tagt in Stuttgart die Evangelische Landessynode in Württemberg. Am Dienstag, 28.11., und am Mittwoch, 29.11., steht ein Punkt auf der Tagesordnung, der es in sich hat. Er hat das Potential, den künftigen Kurs der Landeskirche grundlegend zu verändern. In der Zeitschrift „Für Arbeit und Besinnung“, die alle Pfarrämter der Landeskirche erreicht, findet sich im Heft 19 vom 1. Oktober 2017 ein Interview der Stuttgarter Zeitung mit Dr. Clemens Hägele (Rektor des Albrecht Bengelhauses Tübingen) und Pfarrer Matthias Hestermann von der Synodalgruppe „Offene Kirche“. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Allgemein

Persönliches Zeugnis

Montag 6. November 2017 von Pastor Uwe Holmer


Pastor Uwe Holmer

1.) Als Erstes möchte ich meine dankbare Freude bezeugen, dass ich durch Paulus und Luther die feste Gewissheit bekommen habe über die Vergebung meiner Sünden und über mein Kindesrecht bei Gott im Himmel. Obgleich ich gläubige Eltern hatte, gab es eine Zeit, in der ich sehr ungewiss war, ob ich einst selig werde. Ich war fromm, ich betete und las die Bibel, wusste aber nicht, ob das vor Gott genug sei. So hatte ich immer noch Angst vor Tod und Gericht. Dann wurde bei einer Evangelisation zur Bekehrung aufgerufen. Ich fühlte mich angesprochen, aber ich dachte, bekehren muss ich mich nicht. Ich war ja kein Ehebrecher und kein Alkoholiker, die sich natürlich bekehren müssen. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Allgemein, Kirche, Theologie

Sieben Thesen gegen Denglisch und Genderei in den Kirchen

Montag 30. Oktober 2017 von Deutsche Sprachwelt


Deutsche Sprachwelt

Laß-ab-Brief

Wahret Gottes Wort und Ehre! Lasset ab von Denglisch-Leere, Lasset ab von Genderei: Deutsch krankt durch diese Schänderei!

Am 31. Oktober 2017 jährt sich zum 500. Male Martin Luthers berühmter Anschlag der 95 Thesen. Der Reformator legte mit seiner Bibelübersetzung die Grundlage für eine einheitliche deutsche Schriftsprache. Diese ist heute jedoch durch Denglisch und Genderei bedroht. Statt gegenzusteuern, mischen die Kirchen dabei kräftig mit. Solcherlei Auswüchse wirken wie ein Ablaß an den Zeitgeist, während die Kirchen das Kirchenvolk mißachten, das ganz anders spricht. Das darf so nicht weitergehen, daher ist es Zeit für neue Thesen! Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Allgemein, Gesellschaft / Politik, Kirche

Die Anfangsphase der Reformation in Reutlingen – ein diplomatisches Meisterstück

Dienstag 10. Oktober 2017 von Prof. Dr. Dr. Eugen Wendler


Prof. Dr. Dr. Eugen Wendler

Es erscheint merkwürdig, dass ausgerechnet die in territorialer Hinsicht relativ kleine, abgelegene und nicht sehr wohlhabende Freie Reichsstadt Reutlingen zur Speerspitze der Reformation in Süddeutschland wurde. Man kann dies mit einem Kampf David gegen Goliath vergleichen. Um diese mutige Pioniertat zu verstehen, muss man den historischen Kontext betrachten. Dabei sind zwei Gesichtspunkte hervorzuheben: zum einen die demokratisch-zünftische Tradition der Stadtrepublik und zum anderen die damaligen aktuellen weltpolitischen Ereignisse in Verbindung mit den lokalen Gegebenheiten. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Allgemein, Kirche

Religion und Leitkultur

Donnerstag 28. September 2017 von Institut für Demographie, Allgemeinwohl und Familie e. V.


Institut für Demographie, Allgemeinwohl und Familie e. V.

Der Primat des Rechts als Voraussetzung einer neu anhebenden Debatte. Die Herausforderung des Islam und das christliche Erbe Europas.

Christian Lindner sah es sofort. Etwas gelangweilt sagte er im ARD-Interview: „Da geht es wieder um Religion“. Gemeint war die im Frühsommer von Innenminister Thomas de Maiziere angestossene Leitkultur-Debatte. Und geradezu wie eine Offenbarung war Lindners  Nachsatz: „Ich finde, unsere Leitkultur sollte das Grundgesetz sein. Das ist offen für alle“. Aber ist nicht gerade diese von den Richtern in den letzten Jahren vorangetriebene Offenheit das Problem? Denn es ist keine Offenheit mehr, die einlädt Werte zu teilen, sondern eine, die nahezu alles und alle nebeneinanderher zulässt. Die kulturellen Konturen des Grundgesetzes verblassen. Der Rahmen wird zur Glasfläche ohne Rand. Auf ihr spiegeln sich unterschiedlichste Muster, Farben, Formen. Das Alles wird zum Nichts. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Allgemein

Vom fruchtlosen und fruchtbaren Leben

Donnerstag 19. Januar 2017 von Dr. Joachim Cochlovius


Dr. Joachim Cochlovius

Einmal sprach ich mit einem evangelistisch aktiven jungen Mann über seinen Dienst. Er war traurig, weil sich in letzter Zeit trotz intensiver Bemühung niemand bekehrt hatte. Er meinte, sein Dienst sei ohne Frucht und begann, an sich und an Gott zu zweifeln. Ähnliches hört man immer wieder. Es gibt nicht wenige Christen, die den Sinn ihres Lebens allein darin sehen, ob und wie viele sie zum Glauben geführt haben. Und sie werden traurig, wenn das nicht der Fall war. Ich denke, dass sich hier ein falsches Verständnis von „Frucht“ eingeschlichen hat, das unbedingt korrigiert werden sollte. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Allgemein, Seelsorge / Lebenshilfe

Die Gesellschaft lebt in der Illusion der Entgrenzung

Dienstag 17. Januar 2017 von Gabriel Stängle


Gabriel Stängle

Wenn heute von Vielheit gesprochen wird, ist Konformismus gemeint: Bei Ehe, Familie und Person stehen die Identitäten zur Diskussion.

Bundesaußenminister Frank Walter Steinmeier beschrieb in einem Artikel in der FAZ vom 5.11.2016 eindrücklich eine „tödliche Gefahr für unser politisches Gemeinwesen“. Die aktuellen Debatten würden nicht mehr auf der Grundlage von Fakten geführt. Die digitale Revolution und mit ihr das Schrumpfen von Zeit und Raum führe zu objektiven Überforderungen und produziere Gegenreaktionen: „Angst vor Identitätsverlust, Rückbesinnung auf Nation, Ethnie, Religion, auf das, was leichter Sicherheit und festen Boden unter den Füßen verschafft.“ Was Steinmeier hier in erstaunlicher Offenheit formuliert, ist der Krisenzustand einer Politik der Entgrenzung. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Allgemein

„Dein Bruder wird auferstehen“ (Joh 11,23) – Über die Auferstehungshoffnung der Christen

Sonntag 8. Januar 2017 von Dr. Joachim Cochlovius


Dr. Joachim Cochlovius

Dass die Menschen sterben müssen, ist eine Allerweltsweisheit. Dass aber ein Mensch sagt „Ich kann sterben“, das hört man nicht oft. Als junger Vikar wurde ich einmal zu einem sterbenden Mann gerufen. Die Angehörigen hatten angerufen, er wolle das Abendmahl empfangen. Ich war aufgeregt, denn wir hatten im Predigerseminar zwar einiges über gottesdienstliche Abendmahlsfeiern gehört, aber nicht, wie wir einem Sterbenden begegnen sollten. Der Mann begrüßte mich freundlich. Er sagte: Wissen Sie, Sie sind ja ein junger Vikar, das ist nicht so leicht für Sie, einem sterbenden alten Mann das Richtige zu sagen. Ich habe deswegen alles für Sie vorbereitet. Dort liegt die Bibel, da bitte ich Sie mir, die angestrichenen Stellen vorzulesen. Hier ist das Stark’sche Gebetsbuch, da habe ich schon die entsprechenden Seiten aufgeschlagen. Und jetzt bitte ich Sie, dass wir gemeinsam „Jesus, meine Zuversicht“ singen. Und wissen Sie: Ich kann sterben. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Allgemein